Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

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Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

ubit
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Kona E 64 hat geschrieben: Ganz schlecht gemacht.
Speziell in D-Dorf ist wohl eines der Probleme dass die "flankierenden Maßnahmen", insbesondere neue P&R-Parkplätze, gerade erst in Planung sind. Insofern "etwas" ungeschickt. Wird sich auch zeigen ob diese neue Umweltspur langfristig vielleicht doch "wirkt". Wie lange machen die Pendler das mit? Oder suchen sich Viele dann eben doch eine Alternative, wenn sie jeden Morgen dort im Stau stehen? Man muss solchen Maßnahmen auch erstmal etwas Zeit geben - Verhaltensänderungen passieren SEHR langsam.

Ciao, Udo
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Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

Rainbow
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Kona E 64 hat geschrieben: Die Fahrtdauer in dem 3 KM-langen Stau beträgt ca. 45 Minuten. Alle lassen natürlich den Motor laufen. Der Anstieg an Abgasen ist erheblich.
Benzin ist schlicht und einfach zu billig.
Rauf mit den Preisen und zwar deutlich.
Mit den Einnahmen könnte man den öffentluchen Nahverkehr kostenlos gestalten.
Smart ed, ab 12.2019 Zoe

PV: 26,96 KWp

Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

Walther
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Moin,Moin

Zuerst die Infrastruktur schaffen damit ich auch die Möglichkeiten habe eine Alternative zu nutzen, ich brauch mit dem Auto 13,14 Minuten zur Arbeit mit der Bahn und den Bus inkl. einem Fußweg fast 1,5 Stunden mit dem Rad über eine Stunde wenn es nicht Regnet glatt ist und wenigsten über Null Grad, dass geht auch nur wenn ich meine Gleitzeit bis zum Anschlag nutzte und auch nicht Samstags.
Wenn man den Menschen jegliche Möglichkeiten nimmt mit einigermaßen vernünftigen Möglichkeiten zu Arbeit zu kommen wird man es nie schaffen zu überzeugen, in meiner Siedlung hier auf dem Land ist keiner in der Lage auf den Nahverkehr umzusteigen, weil es ihn schlicht nicht gibt, da nützen auch keine Irsinnigen Spritpreise.
Alternative wäre dann ein Umzug in ein Ballungsraum und radikaler Rückbau des Ländlichen Raumes.

Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

E-Mobil-Foo
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Nahverkehr: Die Bahn-Bus-Unternehmen haben es Jahrzehnte versemmelt: schnellstmöglich von Stadt A nach Stadt B - Einstellung von allen maximal möglichen Haltestellen. Trassen-Routen-Aufgabe nach Rentabilität macht die Marktwirtschaft.
Die bürgerlichen Parteien sind ohnehin in der Klemme. Vordenker, die aus der Deckung hervortreten, gibt es nicht. Preise liften für etwas, womit 98% aller Kfz betrieben werden, geht nicht, weil der Arsch manch einer Partei auf Grund-Eis sitzt, "dann kriegen noch weniger %". Also Förderung mit WORTEN: "Die Industrie soll in die Puschen kommen".
Das VW-Leitmotiv ist auf einmal aktuell: ausschließlich extrem hochpreisige Hybride und "preisgünstigere" BeVs. So werden Fakten geschaffen und Bürger / Politiker müssen sich anpassen.

Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

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Walther hat geschrieben: Alternative wäre dann ein Umzug in ein Ballungsraum und radikaler Rückbau des Ländlichen Raumes.
Der "ländliche Raum" hatte seine Daseinberechtigung als die Menschen auf den Land gearbeitet haben also in der Regel Bauern waren.

Als Schlafdörfer für die Arbeitsplätze in den Städten haben Dörfer für mich keine Daseinsberechtigung.
Hochhaussiedlungen in den Städten wären mir lieber als verstreute Dörfer und die damit vebundene Pendlerproblematik.

Also ja gerne alles auf dem Land zurückbauen das ohne Arbeitsplätze in der Stadt nicht lebenfähig ist.
SKODA CITOGOe iV "Style" bestellt 7.10.2019 -> Bauwoche KW 8 -> 6.3.2020 KW 10 beim Händler -> Fr. 13.03.2020 abgeholt! :-)

Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

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Ambi Valent hat geschrieben: Hochhaussiedlungen in den Städten wären mir lieber als verstreute Dörfer und die damit vebundene Pendlerproblematik.
Schönen Plattenbau *kotz*
Kann da manchen verstehen, dass er an der Flasche hängt weil er keinen Sinn mehr in was sieht :lol:
Zoe Q210, keine fossilen Energieträger mehr im Haus

Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

Graustein
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Walther hat geschrieben: Moin,Moin

Zuerst die Infrastruktur schaffen damit ich auch die Möglichkeiten habe eine Alternative zu nutzen, ich brauch mit dem Auto 13,14 Minuten zur Arbeit mit der Bahn und den Bus inkl. einem Fußweg fast 1,5 Stunden mit dem Rad über eine Stunde wenn es nicht Regnet glatt ist und wenigsten über Null Grad, dass geht auch nur wenn ich meine Gleitzeit bis zum Anschlag nutzte und auch nicht Samstags.
Wenn man den Menschen jegliche Möglichkeiten nimmt mit einigermaßen vernünftigen Möglichkeiten zu Arbeit zu kommen wird man es nie schaffen zu überzeugen, in meiner Siedlung hier auf dem Land ist keiner in der Lage auf den Nahverkehr umzusteigen, weil es ihn schlicht nicht gibt, da nützen auch keine Irsinnigen Spritpreise.
Alternative wäre dann ein Umzug in ein Ballungsraum und radikaler Rückbau des Ländlichen Raumes.
Für die paar km reicht doch ein sparsamer e Kleinwagen gebraucht ab 9000 Euro.

Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

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Karlsson hat geschrieben:
Ambi Valent hat geschrieben: Hochhaussiedlungen in den Städten wären mir lieber als verstreute Dörfer und die damit vebundene Pendlerproblematik.
Schönen Plattenbau *kotz*
Kann da manchen verstehen, dass er an der Flasche hängt weil er keinen Sinn mehr in was sieht :lol:
Du meinst der Sinn des Lebens ist das Pendeln? :mrgreen:

Auch wenn das einem Dorfbewohner unvorstellbar vorkommt aber Hochhaussiedlungen waren sowohl im Westen als auch im Osten mal total "in" und begehrt. Ganz sicher kein Grund Alkoholiker zuwerden. Ich weis ist heute nicht mehr ganz so angesagt.

Aber natürlich war das eine Überspitzung. Hier die entschärfte Version:

"gut gemachter verdichteter Mietwohnungsbau in den Städten wären mir lieber als verstreute Dörfer und die damit vebundene Pendlerproblematik."

Es ist einfach Irrsinn das diese Pendelei immer heftiger wird. Für die Illusion des heilen Dorflebens wird der Weg in die Stadt und die Stadt selber mit Automassen, Strassen, Unfällen, Abgasen usw. gequält.

Eine Städtemaut wäre die richtige Reaktion darauf. X € Bei jeder Fahrt rein oder raus.

Heute kann sich ein nicht ganz so gut Verdienender ein altes Haus mit Ölheizung auf dem Dorf kaufen, dazu einen alten Verbrenner mit dem er dann immer zur Arbeit in die Stadt pendelt. Wenn er sich das ganze Konstrukt gerade so leisten kann ist das für die einen soziale Gerechtigkeit oder sogar "Aufstieg" für die anderen einfach nur Umweltverschmutzung auf Kosten der Allgemeinheit.

Wenn sich dieser Jemand dann mit einer Städtemaut das ganze nicht mehr leisten kann und in seiner Mietwohnung in der Stadt bleiben "muss", dafür mit dem Rad oder dem ÖPNV zur Arbeit kommt und jeden Tag, nicht so ganz freiwillig, Zeit spart und seine und unsere Umwelt schohnt ist das was....?

Sozial Ungerecht weil sozial ist es wenn unabhängig vom Geld jeder die Umwelt versauen können sollte?

Wer das sozial ungerecht findet soll dafür sorgen das die Schere zwischen Arm und Reich nicht weiter aufgeht.
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Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

Graustein
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Wenn der Staat dann in München Häuser baut und die für alle ab 200.000 Euro verkauft mit 200qm Garten, gerne.

Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

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Ambi Valent hat geschrieben: Du meinst der Sinn des Lebens ist das Pendeln?
Gewiss nicht. Aber ich sehe Dein Problem nicht. Ich hab die letzten 8 Jahre in der Großstadt gewohnt und gearbeitet, da dauerte mein Arbeitsweg nicht wirklich weniger lang.
Ambi Valent hat geschrieben: Auch wenn das einem Dorfbewohner unvorstellbar vorkommt aber Hochhaussiedlungen waren sowohl im Westen als auch im Osten mal total "in" und begehrt.
Ja und heute wird die Polizei dort der Lage nicht mehr immer mächtig und in den Treppenhäusern riecht es nach Pisse.
Ich kenne die Beispiele. In anderer Schärfe siehst Du das zB in Paris, wo man aus diesen Vierteln kommend auch halbwegs geächtet und chancenlos ist.
Ambi Valent hat geschrieben: "gut gemachter verdichteter Mietwohnungsbau in den Städten wären mir lieber als verstreute Dörfer und die damit vebundene Pendlerproblematik."
Ich bin auch dafür, die Baulücken zu schließen und städtische alte Industrieflächen anders zu nutzen etc. Ich wäre auch gerne in der Stadt geblieben und habe auch Jahre lang nach etwas annehmbarem gesucht - ohne Erfolg. Natürlich auch nicht zur Miete, warum auch?
Ambi Valent hat geschrieben: Heute kann sich ein nicht ganz so gut Verdienender ein altes Haus mit Ölheizung auf dem Dorf kaufen, dazu einen alten Verbrenner mit dem er dann immer zur Arbeit in die Stadt pendelt.
Also unser Haus verbraucht weniger Energie als die kleinere Wohnung zuvor. Abgesehen davon heizen wir jetzt mit Ökostrom statt vorher mit Fossilien und erzeugen einen wesentlichen Teil davon selbst, fürs Auto bleibt auch noch einiges übrig, bilanziell sollte das in etwa mit der Selbstversorgung hinkommen. Durch die geänderte Strecke fahren wir jetzt im Alltag komplett elektrisch statt zuvor BEV + Benziner parallel.
Ambi Valent hat geschrieben: Für die Illusion des heilen Dorflebens wird der Weg in die Stadt und die Stadt selber mit Automassen, Strassen, Unfällen, Abgasen usw. gequält.
Och, so dramatisch stellt sich mir das jetzt nicht dar, zumal ich eben ohne Abgase zur Arbeit stromere. Ich könnte auch Bahn fahren, aber dauert erheblich länger. Wir kombinieren aber oft Auto und Bahn wenn wir zu unterschiedlichen Zeiten anfangen oder aufhören.
Und warum Illusion? An der Bushaltestelle 150m von unserer vorherigen Wohnung wurde auch mal wer erstochen oder die Tankstelle nebenan wieder überfallen. Meinst Du, dass ich das vermisse?
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