Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwirft

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Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

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Nordstromer hat geschrieben:Das es aber als Erst. bzw. Alleinfahrzeug ohne Abstriche geht beweisen hier sehr viele.
Es geht als Erst- bzw. Alleinfahrzeug, bei einer sehr geringen Nutzergruppe auch ohne jegliche Abstriche, bei einer größeren Gruppe mit geringen Einschränkungen. Weitergedacht: Für eine weitere größere Gruppe geht es nur mit größeren Einschränkungen und letztlich wieder bei einer sehr kleinen Nutzergruppe gar nicht.

Zu was führt uns das? Wieder dazu, dass sich die E-Mobilität genau in dem Augenblick für das Individuum durchsetzt, bei dem der Nutzen die Einschränkungen auf- bzw. überwiegt.

Die Definition von Nutzen und Einschränkungen obliegt aber jedem selbst und vielleicht sollte das auch einfach mal akzeptiert werden, dass das eigene Weltbild (welches natürlich das einzig Wahre ist) nicht von jedem geteilt wird.
IONIQ electric Premium Phantom Black seit 18.05.2017. Bestellt am 18.01.2017 (Sangl #94).
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Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

Nordstromer
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Alle die ich kenne sagen sie kämen mit dem Ioniq klar. Aber über 30k€ würden sie dafür nicht ausgeben wollen. Das sagt mir das es vor allem der Preis ist der entscheidet.
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Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

Nordstromer
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Karlsson hat geschrieben:dass 2004 die Wasserstoff A-Klasse zu kaufen sein würde. Und dann kam doch alles anders.
Dass SUV scheisse für die Umwelt sind, weiß wohl jeder, aber zu viele finden sie.
Ah da ist sie wieder die Wasserstoff-Möhre oder die Brenstoffzelle. Der running gag immer wenn es eng werden könnte.
So wie Musk wenn es Probleme gibt wird abgelenkt. Wir bauen jetzt einen Tunnel unter LA, bald geht es zum Mars, oder hier ist der SEMI. Da hat er die Strategie wohl her. :lol:
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Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

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Nordstromer hat geschrieben:Es geht darum das in Hinsicht auf die Reichweite theoretisch Massentauglich ist. Schon der Preis ist für die Masse ein absolutes KO-Kriterium. Der muss sich ändern, oder Verbrenner fahren muss verteuert werden.
Der Sprit ist definitv zu billig. Ein Freund hat kürzlich seinen Alfa Suff mit 280 PS abgeholt :roll: :roll:
Bei Thema Verbrauch redet er sich aktuell noch mit dem Einfahren raus :lol: :lol:

Wie wöre es denn mit 10 ct/Liter (jedes Jahr 10ct steigend) Sprit Abgasabgabe und wegfall der Diesel Steuervorteile?
Aus den Einnahmen werden Ladesäulen,extra P&R-Parkplätze für eAutos, etc finanziert.

Man könnte ja auch mal mit einem Wettbewerb die Autohersteller anspornen:
5 Mrd. EUR Fördergeld nachdem man das erste Jahr ein Elektroauto mit Mindestjahresstückzahl 50000,- in DE verkauft hat und sich für weitere 4 Jahre dazu verpflichtet:

Kaufpreis 10000 EUR netto
4 Sitzplätze
>20 kwh Kaufakku netto
AC Ladung 11KW
DC Ladung >20KW
Motorleistung >15kW Dauer
Höchgeschwindigkeit >110 km/h

Gewinner ist, wer zuerst 50000 Zulassungen hat (Eigenzulassungen zählen nicht)
Bonus von 1 Mrd EUR, wenn man das vor 2020 schafft.
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

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Ich war etwas desillusioniert, als ich mit Freunden über E-Autos gesprochen habe (die Elektroautos gut finden, aber eigentlich nichts wissen). Da ich sie nicht verschrecken wollte, habe ich erklärt, wie gut man mit einem Tesla Model S 100D schon fahren kann und man keine Abstriche machen muss (sichere 300 km bei 150 km/h, schnelle Ladungen).

Antwort: Gut, dann müssen wir noch etwas warten, da wir regelmäßig 800 km fahren bei Tempo 200 und mit nur einer Pause.

Ich frage mich, ob die unbeschränkte Geschwindigkeit auf der Autobahn in Deutschland nicht doch ein größeres Hemmnis ist. Wenn meine Freunde nur 130 fahren könnten, würden sie wahrscheinlich zwei Pausen machen. Und schon könnte ein Tesla ohne Einschränkungen mithalten.

Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

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Langsam aber stetig hat geschrieben:Ich frage mich, ob die unbeschränkte Geschwindigkeit auf der Autobahn in Deutschland nicht doch ein größeres Hemmnis ist. Wenn meine Freunde nur 130 fahren könnten, würden sie wahrscheinlich zwei Pausen machen. Und schon könnte ein Tesla ohne Einschränkungen mithalten.
Ja, ist so. Das hab ich hier auch schon 100x geäußert, aber selbst hier wirst Du dafür zerrissen, will keiner hören. Dabei kommt jeder, der einen mit der Fragestellung gestarteten Denkvorgang mal fehlerfrei zum Ende bringt, selbst drauf. Das ist nur simple Logik.
Zoe Q210, keine fossilen Energieträger mehr im Haus.

Ist nur meine Meinung, ihr dürft gerne eine andere haben.

Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

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Tigger hat geschrieben: Die Definition von Nutzen und Einschränkungen obliegt aber jedem selbst und vielleicht sollte das auch einfach mal akzeptiert werden, dass das eigene Weltbild (welches natürlich das einzig Wahre ist) nicht von jedem geteilt wird.
Grundsätzlich und in den meisten Bereichen des Lebens gebe ich dir da recht. Aber die eigene Freiheit hört nunmal da auf, wo die Freiheit anderer eingeschränkt wird. Und da muss man dann einen Kompromiss finden.

Einfaches Beispiel: Wenn ich gerade jetzt im Winter mit dem Rad zur Arbeit fahre und an einer vielbefahrenen Kreuzung bei Rot stehe, atme ich all die Abgase der beschleunigenden noch kalten Verbrennungsmotoren ein, die sich auf dem 10 km-Weg zur Arbeit befinden. Die riecht und sieht man dann auch.

Da habe ich keine Lust, darauf zu warten, dass jeder nach eigener Beqeumlichkeit und Gutdünken irgendwann mal umsteigt, oder der Markt das regelt. Die Technik ist jetzt da.

Und ich sage es jetzt mal ganz böse: wenn bei einem Terroranschlag oder sonstigem Unglück mehrere Menschen sterben, quillt Facebook über vor Betroffenheit. Aber die zig Toten aufgrund von Feinstaub, Lärm und ähnlichem interessieren keinen. Die sind ja hübsch verteilt und die Ursache ist ja eh nicht erwiesen.

Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

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Ich fahre nun nicht gerade selten Autobahn. Mittlerweile ist der Anteil derjenigen, die 200 km/h fahren wollen, doch deutlich reduziert. Selbst wenn die Autobahn frei ist, hat der überwiegende Teil der Autofahrer seinen Frieden mit 120-150 km/h geschlossen. Ich finde mich bei einer dreispurigen Autobahn ohne Geschwindigkeitsbeschränkung selbst mit dem e-up! manchmal auf der linken Spur wieder.
Tigger hat geschrieben:Es geht als Erst- bzw. Alleinfahrzeug, bei einer sehr geringen Nutzergruppe auch ohne jegliche Abstriche, bei einer größeren Gruppe mit geringen Einschränkungen.
Die Zulassungszahlen bescheinigen aktuell, dass die Summe dieser beiden Nutzergruppen etwa ein Prozent beträgt, wobei da bereits Zweit- und Firmenwagen mit eingeschlossen sind. Das entspricht aber nicht der tatsächlichen Anzahl Nutzer, die mit der heute verfügbaren Technik tatsächlich problemlos oder nur mit sehr geringen Einschränkungen zurecht kommen würden.

Ich schätze den Anteil der Leute, die ein heute verfügbares Elektroauto unterhalb der Tesla Klasse als Alleinfahrzeug halten können, locker auf 10%. Es gibt für mich nur vier Gründe, warum das bisher nicht eingetreten ist.

1) Der Deutsche beschäftigt sich nicht damit. Er ist schon immer mit Raffinerieprodukten gefahren und das hat gut funktioniert. Man regt sich zwar ab und zu über die Spritpreise auf, aber das hat man mittlerweile akzeptiert. Gibt ja nichts anderes. Warum soll man dann über Alternativen nachdenken?
2) Man schätzt sein eigenes Fahrprofil falsch ein und denkt, dass ein Elektroauto den Anforderungen nicht gewachsen ist.
3) Man lässt sich von den Medien beeinflussen. Seit 20 Jahren dauert ein Ladevorgang 8 Stunden und eine 500 km Fahrt kann man nur mit zwei Übernachtungen bewältigen.
4) Der Anschaffungspreis ist zu hoch.

Für den aufgeklärten Autofahrer ist nur Punkt 4) relevant. Aber der ist eben nicht unerbeblich. Ansonsten ist es in vielen Fällen einfach nur Psychologie. Genau so wie bei den Leuten die sagen, 150 km/h Höchstgeschwindigkeit sind wenig, obwohl sie selbst nur 130 km/h fahren.
Think PIV4 von 2012-2015 || VW e-up! von 2016-2018
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Batterie Upgrade - ein Praxisbericht || Ladestation am Mehrfamilienhaus

Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

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Sehr schön beschrieben PowerTower!

Auf mich trifft zb. vorallem Punkt 4 und im Zweifel vielleicht noch gerade so Punkt 2 aktuell zu.
Meine Anforderungen, auf die ich nach Betrachtung der letzten Jahre gekommen bin, sind leider gerade noch nicht erfüllt; im bezahlbarem Rahmen und dem passenden Fahrzeugtype. Sich komme ich mit 30-40 kWh im Alltag aus aber da auch regelmäßig Tagestouren von 200-400 km pro Richtung habe (auf welchen ich eher nich auf Hinfahrt laden kann; zeitlich) denke ich , das ich schon so ca 100 kWh benötige (max Kompaktklasse)! Höhere Ladepower interessieren mich da weniger; will nich alle 150-200 für 5-10 min laden , eher nach 400-500 dann 20-30 min! ;-)
>>es gibt noch Punkt 5) Die Anforderungen sind einfach noch zu hoch an die E-Autos als Alleinauto; als Zweitwagen alles kein Problem mehr!
Solaranlage im Mehrparteienhaus? Nächste Auto = E-Auto bei min 600 km echter Reichweite !

Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

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@PowerTower
Schön zusammengefasst, stimmt genau!
Zoe Q210, keine fossilen Energieträger mehr im Haus.

Ist nur meine Meinung, ihr dürft gerne eine andere haben.
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