Wieviel Strom braucht Sprit wirklich?

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Re: Wieviel Strom braucht Sprit wirklich?

Themse
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Exkurse über die Effizienz von Verbrennungsmotoren sind interessant,
trotzdem sind sie ebenso Zukunftsweisend,
wie Diskussionen über die Effizienz von Braunkohlekraftwerken.
Beides sind Techniken die einmal ihre Berechtigung hatten,
heute aber durch vorhandene wesentlich effizientere Techniken,
wie Solar- und Windkraftwerke bzw. Elektromotoren in KfZ
ihre Daseinsberechtigung verloren haben :-(
Also freuen wir uns darüber, dass wir auf solch altertümliche Kraftmaschinen
nicht mehr angewiesen sind und geniesen unsere Elektroautos
am besten mit 100 % Grünstrom -
so wirds was mit der Zukunft :-)
Sion reserviert am10.9.2017 - ZOE R110 Z.E.50 Experience Leasingvertrag 21.11.19
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Re: Wieviel Strom braucht Sprit wirklich?

ganderpe
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+1 meine worte

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Re: Wieviel Strom braucht Sprit wirklich?

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In dem Trööt geht es ja um Argumentation gegenüber Verbrennerfahrern. Solange der Strom auch aus Kohlekraftwerken kommt, ist das Thema Wirkungsgrad nur begrenzt belastbar.

Ansonsten: +1

Re: Wieviel Strom braucht Sprit wirklich?

ganderpe
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kohlekraftwerk, das ist heute, deutschland. aber man sollte in die zukunft blicken!

wieviele jahrzehnte wurden die verbrenner optimiert?!

mit der elektromobilität sind wir gang am anfang, nicht unbedingt die technik ist das problem sonder in D vor allem die verbrennerlobby, die den e-fortschritt mit allen mitteln bekämpft.

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Ein paar klärende Worte als Auslöser dieses Threads

Flari
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Erst einmal Moin Forum!

Ich bin in diversen Foren zu den unterschiedlichsten Themen unterwegs.
EE-Themen, insb. im Bezug zum EEG und dessen Auswirkungen bewegen mich häufig, Fahrzeuge, egal welche, in Foren maximal nur am Rande, wenn überhaupt (fast nur) im Rahmen der generellen Möglichkeiten und technischen Möglichkeiten der E-Mobile und den gleichzeitigen Problemen/Lösungen.

Seit "Urzeiten", also lange vor Internet nervt es mich unendlich, wenn unterbelichtete oder getäuschte Ideologen ihre persönliche Ansicht zur Religion machen und diese mittels Lügen und "FakeNews" unter das Volk bringen, bzw. weitere Anhänger den verbreiteten Unsinn dann glauben.
Das gilt auch für Themen, bei denen jemand MEINE Ziele unterstützt, aber mit unseriösen, dummen oder verlogenen Mitteln.

Seit Jahren existieren "internationale Dummbeutel" im Internet, die sich den erforderlichen Strombedarf der EV dadurch schönrechnen wollen, indem sie den angeblichen Stromverbrauch in den Raffinerien für Benzin/Sprit in die idiotischsten Höhen treiben und behaupten, dass dieser Strom alleine ausreichen würde, das entsprechende EV alleine mit diesem Strom entsprechend bewegen zu können.

Dieser Stuss schwappte auch auf Deutschland über, als sich der Autor von der ehemaligen Seite "e-auto.tv" dieser internationaler "Deppenveröffentlichungen" bediente.
Nach meiner heftigen Kritik mit zig Beweisen der Falschdarstellungen ging diese Seite kpl. vom Netz, wobei ich nicht weiss, ob meine Kritik dafür ursächlich war.
Die Inhalte habe ich vorher auf archive.org gesichert, auch die gesamten Seiten.
https://web-beta.archive.org/web/201610 ... strom.html
Meine Kritik habe ich ebenfalls gerichtsfest gesichert.

Am 15. Mai 2014 @ 17:49 freute sich der Autor von "e-auto.tv/woher-kommt-der-strom.html", dass der Threaderöffner DIESES Threads Teile daraus 5 Tage nach Onlinestellung auch auf seinem Blog:
http://www.elektroauto-zoe.de/sprit-braucht-strom/
veröffentlicht hat.
Leider hat sich Forist "Elektrolurch" damals nicht bemüht, die Quellen und Daten von "e-auto" zu sondieren, sondern einfach FakeNews dauerhaft weiter verbreitet.
HÄTTE sich "Elektrolurch" zwischen Mai 2014 und heute bemüht, die Kommentare seiner verlinkten "Urquelle":
http://gatewayev.org/how-much-electrici ... f-gasoline
einmal zu lesen und zu verstehen, hätte er seinen Unsinnsblogeintrag (in seinem eigenen Blog) lange gelöscht.

Nachdem die Vollidiologen ihren Unsinn in zig Foren ab Winter 2016 nicht mehr mit "e-auto" belegen konnten, kam der werbefinanzierte Blog von "Elektrolurch" als angeblicher Beweis dran.

Am 08 Jun 2017 06:40:27 habe ich "Elektrolurch" auf seine Falschdarstellung in diesem Fall per Mail hingewiesen, gleichzeitig seine anderen Aktivitäten in seinem Blog UND bei goingelectric ausdrücklich gelobt.
Dabei habe ich ihm umfangreiche Infos zu dem wahren Sachverhalt zukommen lassen.
Seine Mailantwort traf bei mir um 08.06.2017 16:35 ein.
Er würde das bei/falls Zeit überprüfen.

Weiteren Foristen, die sich in anderen Foren auf die FakeNews der beworbene Seite von "Elektrolurch" beriefen, konnte man zumindestes entgegenhalten, dass er ab ?? dort eingetragen hat, dass ab dem 11.06.2017 der Artikel einer kritischen Überprüfung unterzogen wird.
DAS hätte er mir auch mitteilen können, geschenkt.

Und DANN hat er diesen Thread aufgemacht.
Auch DAS hätte er auch mir und den Lesern seines Blogs mitteilen können.
Das hat er aber nicht.
DORT hat er die undatierte Ergänzung mit dem Verweis auf dieses Forum erst eingefügt, nachdem er (gerichtsfest) meine nächste "Warnung" erhielt.
Edit: 10 Tage NACH Threadstart war der Hinweis noch NICHT vorhanden:
https://web.archive.org/web/20170621210 ... cht-strom/
Ich empfinde es als bedauerlich, dass sich DADURCH meine Einstellung zu "Elektrolurch" einer Änderung unterzogen hat.

Als wirklich niederträchtig sehe ich es allerdings an, dass "Elektrolurch" diesen Thread am 11.06.2017 eröffnet hat, OHNE DIESEM Forum die umfangreichen Infos zu seiner ANGEBLICHEN Frage preiszugeben, die er bereits drei Tage vorher von mir erhalten hat, wodurch er die Antworten kannte.
Über diese Seite von mir hat er sich ausdrücklich beschwert:
http://flari2013.bplaced.net/Flari/Ener ... erien.html
Über den/meinen Stil dort kann man sicherlich streiten, über den Inhalt kaum.
"Elektrolurch" ist der lebende Beweis.

Ein ausdrückliches Lob möchte ich dem Foristen "Wiese" ausstellen, der sich bemüht hat, die realen Verhältnisse darzustellen und sich dazu realer und nachvollziebarer Quellen bedient.
Quellen, die JEDEM offenstehen!
Nur muss man sich auch darum kümmern, statt aus Ideologie und/oder Faulheit Fakes zu verbreiten.
Oder für Werbeklicks sich selber zu verrraten.

Liebe Grüsse

Flari

Re: Wieviel Strom braucht Sprit wirklich?

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  • Wiese
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Hallo Flari

Was mich an der Sache besonders stört, und das gilt für viele Umweltthemen, ist die Tatsache, dass falsche Behauptungen, egal von welcher Seite, bei den Leuten hängen bleiben, die nachprüfbaren Fakten aber schnell vergessen sind. Ein Hauptgrund dafür ist, dass wir Menschen reißerische Themen gerne wiederkäuen und uns daran ergötzen, während die Wahrheit, oder die Fakten zu langweilig sind um in den Köpfen zu bleiben. Dein Beitrag bestätigt mir, dass meine Richtung stimmt. Ob nun einzelne Werte ganz exakt zutreffen, ist gar nicht wichtig, es gibt mit Sicherheit keine Möglichkeit komplexe Zusammenhänge exakt zu berechnen.
Umweltrelevantes: ab 2007 5,76 kWp PV, ab 2008 Naturstromkunde, ab 2009 20m² Thermie, ab 3. Dez. 19 Ioniq FL Style in blau
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Re: Wieviel Strom braucht Sprit wirklich?

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  • Wiese
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Wen es interessiert, ich habe schon vor langer Zeit die Thematik Energiegewinnung hinterfragt. Es gibt ja auch noch die angeblich sauberen Kernkraftwerke. Dazu gibt es neben der unverantwortlichen Gefahr auch interessante Zahlen. Auch diese Zahlen kann man mit etwas Geduld im Internet finden.

Ein kg Uran (also die in Leichtwasserreaktoren verwendete Mischung aus Uran 238 und 235) erzeugt 24 Millionen kWh Wärme. Daraus werden im Reaktor aber nur 45.000 kWh Strom, das ist ein 533igstel oder 0,187 %. Diese Zahlen sind zwar richtig, aber das Uran wird ja nicht verbraucht wie Kohle oder Öl. Für Reaktoren werden Brennstäbe verwendet die nur 4 % Uran 235 enthalten, und nur das wird gespalten. Während Kohle in CO2 und Unmengen Asche umgewandelt wird, muss Uran, das hinterher nur wenig Masse verloren hat, anschließend entsorgt werden. Die Abfallmenge ist am Ende enorm, denn ein großer Teil des Kraftwerks ist am Ende vergiftet und verstahlt. Aber das wissen wir ja. In Frankreich, wo fast der gesamte Strom aus Atomkraftwerken kommt, darf man sich dann schon fragen, ob da ein Elektroauto Sinn macht. Man erkauft sich eine saubere Luft mit einer nicht zu beherrschenden Abfallflut, die für nachfolgende Generationen eine große Gefahr darstellt.
Aber da gibt es ja noch den Traum von der Kernfusion. Dieser Traum ist am Ende der gleiche Albtraum wie die Kernspaltung.
In einem Fusionsreaktor könnte man aus 1 Gramm Wasserstoff 100 Megawattstunden Wärme erzeugen, also 4 mal so viel wie aus den 40 Gramm Uran 235 (die in dem einen Kilogramm Uranbrennstab enthalten sind) im Leichtwasserreaktor. Aber auch dieser Reaktor, wenn er dann mal funktionieren sollte, wird radioaktive Abfälle produzieren. Sehr viel weniger wie ein AKW, aber eben nicht nichts, wie manche glauben.

Am erstaunlichsten ist aber, dass man nur ein paar Siliziumzellen in die Sonne legen muss, und dann ohne irgendwas zu verbrauchen Jahrzehnte lang Strom erzeugen kann. Am Ende kann man alle verwendeten Rohstoffe wieder verwenden. Aber das ist wahrscheinlich einfach zu langweilig.
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Re: Wieviel Strom braucht Sprit wirklich?

Ranzoni
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Wiese hat geschrieben: Ein kg Uran (also die in Leichtwasserreaktoren verwendete Mischung aus Uran 238 und 235) erzeugt 24 Millionen kWh Wärme. Daraus werden im Reaktor aber nur 45.000 kWh Strom, das ist ein 533igstel oder 0,187 %. Diese Zahlen sind zwar richtig,
Bist du dir sicher, dass diese Zahlen richtig sind?

https://de.wikipedia.org/wiki/Uran sagt:
1g U235 = 22,8 MWh thermisch

1 kg Uran mit 4% Anreicherung (= 40 g U235) hätte dann 912 MWh thermisch.

Weiters werden aus 1 kg Natururan (= 7 g U235) rund 45 MWh Strom, aus den 40 g U 235 also 257 MWh.

Das sind 28% und nicht 0,187.

Ranzoni

Wieviel Strom braucht Sprit wirklich?

Didi
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Also, wenn ich das jetzt alles richtig verstanden habe, liegt der tatsächliche Stromverbrauch einer Raffinerie für 1 Liter Benzin, bei 0,06 kWh.
Flari, danke für die ausführlichen Informationen.

Interessant wäre es noch, zu wissen wie viel Strom man aus der Energie herstellen könnte, die für die Erzeugung der Wärme benötigt wird. Diese ist doch in den 0,06 kWh nicht enthalten, wenn ich das richtig verstanden habe.
In unserem Ort steht auch eine Raffinerie, diese hat eine eigene Müllverbrennungsanlage, die nur Dampf für die Raffinerie produziert.


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Re: Wieviel Strom braucht Sprit wirklich?

Flari
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Hallo Didi, die 0,06 kWh Strom pro Liter Benzin ist eine Obergrenze, die diverse "Sicherheiten" beinhaltet, um auszuschliessen, dass jemand auch an diesem Maximal-Wert noch ein Haar in der Suppe findet oder eine Beschönigung unterstellt und darüber streitet, ob es 0,046 oder 0,039 kWh sind.
Dem normalen Menschen sind natürlich Grenzen gesetzt, alle massgeblichen Werte aufzuspüren und kausal und beitragsmässig in ein "richtiges" Verhältnis zu setzen, auch wenn quasi ALLE Daten öffentlich sind und nicht, wie immer wieder von VT behauptet, verschwiegen werden.
Da solche Wirtschaftsdaten u.a. auch für die Politik von entscheidender Bedeutung sind, unterhält die Europäische Kommission mit dem IET extra dafür auch ein wissenschaftliches Institut, dass diese Daten zusammenträgt, analysiert und nachvollziebar aufbereitet.
Die wichtigen Studien zu den Energie-"Verlusten" well to tank/wheel und ihre Aufteilung in Werte für Förderung, Transport, Raffinerie, etc. sind hier öffentlich zum Download bereitgestellt:
http://iet.jrc.ec.europa.eu/about-jec/downloads
Für die EINZELNE Raffinerie ergeben sich natürlich auch abweichende Werte.
Prinzipiell KANN eine moderne Raffinerie JEDEN Rohöl-Bestandteil mittels Technik und Energie in ein gefragtes und wertvolles Endprodukt wandeln.
Wenn für die Wärmeerzeugung z.B. Hausmüll zur Verfügung steht, nimmt man besser den, als Rohölbestandteile.

Rechnerisch und durchschnittlich braucht man für die Spritherstellung in der (deutschen) Raffinerie zwischen 5% und 6% des Energieinhaltes des Endproduktes, einschliesslich der ROHENERGIE für den benötigten Strom, was aber eben auch die Energie aus Hausmüll sein kann, wobei Müllkraftwerke zur STROM-Herstellung einen hundsmiserablen Wirkungsgrad haben.
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