Reine Elektroautos, die als Alleinfahrzeuge taugen könnten

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Re: Reine Elektroautos, die als Alleinfahrzeuge taugen könnt

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Priusfahrer hat geschrieben:Ganz so Pessimistisch würde ich da nicht sein. Jedes Jahr verbessert sich die Energiedichte um 3-5%. Daher ist es theoretisch schon in 10 Jahren denkbar, dass wir in Fahrzeugen der MS Klasse die 150kWh sehen werden. In Kompaktfahrzuegen sehe ich durchaus 100-120kWh für realistisch an.
5% jedes Jahr hieße, dass der Zoe in 10 Jahren dann bei 66kWh wäre (+63%).
Ja, würde ich nicht ausschließen, aber auch nicht unbedingt damit rechnen, das ist die Taube auf dem Dach. Du siehst aber, dass man mit dem Spatz in der Hand auch schon viel machen kann => 60kWh netto im Ampera e, einfach durch ein paar Zellen mehr.
Mit einem halbwegs windschnittigen Modell könnte man damit ja schon viel anstellen.
Priusfahrer hat geschrieben:Um die 750L unterzubringen ergäbe sich eine Höhe von etwa 25cm. Das ist natürlich viel zu viel. Aber man könnte ja auch noch Platz unter der Rücksitzbank und im Kofferraumboden Akquirieren.
Siehe Tesla. Der Akku ist da nicht sehr hoch, geht aber über einen Großteil des Fahrzeugs. Die kriegen 100kWh (brutto) rein, lass es bei einem Passat (bzw einem MEB Modell der gleichen Größe) dann noch 75kWh sein. Die geforderten 300km bei 120km/h und 0°C sollten damit möglich sein. Im Sommer mehr. Mit gut ausgebautem Netz und Akkuklimatisierung sind dann auch Langstrecken mit vertretbaren Einbußen machbar.
Blue shadow hat geschrieben:Hier kommt futter...
Es gibt halt sehr viele Meldungen über Wunderakkus, orientieren würde ich mich aber eher an den Werten der aktuell verfügbaren Produkte, das ist auf jeden Fall realistisch und wenn noch was on top kommt, freuen sich alle.

Das "Problem" sehe ich derzeit mehr in den Kosten als in der Technik. Es ist ja technisch kein Problem, 60kWh in ein (nicht zu kleines) Auto zu stecken, es macht mit Hinweis auf die Kosten bloß bisher kaum einer.
Mit den kommenden VAG, Daimler, BMW, Renault/Nissan Modellen ändert sich das aber wohl.
roxxo_by hat geschrieben:die frage ist ob es sinn macht in ein fahrzeug das 23std am tag rumsteht einen 120kWh akku einzubaun.
Ich gehöre ja zu den eher weniger kompromissbereiten, aber so groß bräuchte ich es dann auch nicht. Wenn das mit vertretbaren Kosten und nicht zu viel Gewicht machbar wäre - klar, dann gern. Da könnte ich schön am WE mit der PV den Akku für die ganze Woche füllen (unter der Woche ist das Auto bei Sonne eher nicht da). Aber nötig, um den letzten Verbrenner im Haushalt abzuschaffen, wäre es für mich nicht.
Für vielfahrende Vertreter wäre das vielleicht sinnvoll. Dann müssen die auch im Winter selten außerhalb von zuhause laden.
Tigger hat geschrieben:Also Heizung, Lüftung, Licht wirst Du schwerlich auf über 1.000 Watt bringen: Du erwartest also von einem Kleinstwagen, dass er 40-50 Stunden in Betriebsbereitschaft herumstehen kann, bevor der Akku nachgeladen werden muss?
Im letzten Winter kam ich mit dem 22kWh Akku teilweise keine 100km weit, das ist wohl kaum etwas für Laternenparker, weil man sich auch als Wenigfahrer einfach zu oft um Strom kümmern muss.
Mit 40kWh sieht das doch gleich viel besser aus. Die Heizung zieht bei mir in den ersten Minuten unter 0°C gut 4kW. Gerade bei vielen nicht so langen Strecken haut das gewaltig rein.
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Re: Reine Elektroautos, die als Alleinfahrzeuge taugen könnt

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Tigger hat geschrieben:Also Heizung, Lüftung, Licht wirst Du schwerlich auf über 1.000 Watt bringen: Du erwartest also von einem Kleinstwagen, dass er 40-50 Stunden in Betriebsbereitschaft herumstehen kann, bevor der Akku nachgeladen werden muss?
Naja Licht sind ja schon 200 Watt. Gut bei LED vielleicht 60-80 Watt. Und mit 800-900 Watt wird man bei Minusgraden ganz schön frieren. Und ehe die Scheiben frei sind, steht der Wagen erstmal einige Minuten rum ohne einen Meter zu fahren. Dann jeden Tag eine halbe Stunde im morgendlichen Berufsverkehrsstau. Und Abends natürlich nochmal. Da sind schnell 2-3kWh weg ohne einen Meter gefahren zu sein. Und wenn der 20kWh Akku im Winter nur 15kWh hergibt, wird es eng.
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Re: Reine Elektroautos, die als Alleinfahrzeuge taugen könnt

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panoptikum hat geschrieben:
Tigger hat geschrieben:Also Heizung, Lüftung, Licht wirst Du schwerlich auf über 1.000 Watt bringen:
Heizung (Wärmepumpe + PTC) kann beim Zoe schon mal 4 kW ziehen.
Größerer Akku bedeutet auch schnelleres Laden und weniger Ladezyklen.
Ja, kann schon mal... ;-) Deswegen habe ich ja schon recht großzügig 1 kW für den Dauerbetrieb angenommen...

Und es ging speziell um den günstigen Kleinstwagen. Den setze ich mal (wieder großzügig?) mit 10.000 km/Anno an. Macht also (wieder großzügig 15 kWh/100 km) 1.500 kWh/Anno. Das sind dann bei einem 50er-Akku 30 Ladezyklen in einem Jahr. Wenn Du von 1.000 Ladezyklen ausgehst, dann müsste das Auto 33 Jahre genutzt werden. Da schlägt vorher die kalendarische Alterung zu.

Kurz gesagt: Bei einem Kleinstwagen (Stadthoppser) bin ich der Meinung, dass aus Preis-/Leistungsgründen sich da wohl max. ein 20 kWh-Akku etablieren wird. Evtl. mit Erweiterungsoptionen gegen Aufpreis. Die Zeit wird es zeigen...
Priusfahrer hat geschrieben:Und Abends natürlich nochmal. Da sind schnell 2-3kWh weg ohne einen Meter gefahren zu sein. Und wenn der 20kWh Akku im Winter nur 15kWh hergibt, wird es eng.
15 - 3 = 12 kWh für den Tag zur Verfügung... Sind dann immer noch 80 Kilometer für ein Stadtfahrzeug.

Ab der Kompaktklasse bin ich dann ja bei Dir. :-)
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Re: Reine Elektroautos, die als Alleinfahrzeuge taugen könnt

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Ja 80 Kilometer am Tag sollten ausreichen. Aber nur wenn man den fast jeden Tag anstöpselt. Also sagen wir 300 Ladezyklen im Jahr ... ähm, da war was ;)
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Re: Reine Elektroautos, die als Alleinfahrzeuge taugen könnt

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Tigger hat geschrieben:Und es ging speziell um den günstigen Kleinstwagen. Den setze ich mal (wieder großzügig?) mit 10.000 km/Anno an.
Bin mit meinem Corsa auch 30tkm im Jahr gefahren. Auch ein kleines Auto kann ein Alleinfahrzeug sein, für mich passte das damals gut.
Später waren es nur noch 12tkm im Jahr, also rechnerische 33km am Tag. Es konnten aber auch mal 1.100km am Tag sein.
Also diese Statistik kannst Du in der Pfeife rauchen. Eine Zeit lang hatte ich typischerweise 107km am Tag - nach der Statistik super für nen 22kWh Zoe. Es waren aber 30km Mo-Do, Fr 330km und Sonntag 300km.
Und warum muss man unbedingt den Akku mit den Zyklen kaputt kriegen?
Priusfahrer hat geschrieben:Ja 80 Kilometer am Tag sollten ausreichen. Aber nur wenn man den fast jeden Tag anstöpselt. Also sagen wir 300 Ladezyklen im Jahr ... ähm, da war was ;)
Nein, die Zyklen werden auf 100% Ladehub gezählt. Das wäre nicht das Problem.
Ich fände nur unter 100km Reichweite selbst für einen Zweitwagen oft nicht optimal. Kommt natürlich immer auf den Anwendungsfall an.
Mir würden mit Heimlademöglichkeit fürs große Auto 60kWh aufwärts und fürs kleine 30kWh vorschweben.
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Re: Reine Elektroautos, die als Alleinfahrzeuge taugen könnt

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Karlsson hat geschrieben:Mir würden mit Heimlademöglichkeit fürs große Auto 60kWh aufwärts und fürs kleine 30kWh vorschweben.
Ja da bin ich bei Dir. Selbst bei günstigen kleinen Zweitwagen sollten es in Zukunft mindestens 30kWh sein. Bei den zukünftigen Akkuentwicklungen sollte das, gegenüber einem 20kWh Akku so um die 500-1000€ Preisunterschied ausmachen. Ich glaube da würde kaum noch einer zum kleineren Akku greifen, wenn er die Wahl hätte.

Beim Tesla hat ja auch kaum jemand den kleinen 40kWh Akku kaufen wollen.
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Re: Reine Elektroautos, die als Alleinfahrzeuge taugen könnt

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Karlsson hat geschrieben: Mir würden mit Heimlademöglichkeit fürs große Auto 60kWh aufwärts und fürs kleine 30kWh vorschweben.
Ich würde eher 60 kWh und 120 kWh sagen. Aktuell leichter die Akkukapazität zu erhöhen wie wirklich massig Infrastruktur.
Später wenn wirklich überall nebenbei auch geladen werden kann , sprich das Argument der Laternenparker und co nicht mehr existiert, braucht man dann wirklich keine größeren Akkus mehr!
Solaranlage im Mehrparteienhaus? Nächste Auto = E-Auto bei min 600 km echter Reichweite !

Re: Reine Elektroautos, die als Alleinfahrzeuge taugen könnt

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Karlsson hat geschrieben:Bin mit meinem Corsa auch 30tkm im Jahr gefahren. Auch ein kleines Auto kann ein Alleinfahrzeug sein, für mich passte das damals gut.
Unmöglich du musst nach deiner eigenen Definition ein Asket oder Avantgardist sein ... oder beides. :mrgreen:
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Grüße aus dem DC-Paradies HH&Umland :D P.S. 3 Phasen werden überbewertet und verschwinden konsequenterweise bereits aus dem BEV :D

Re: Reine Elektroautos, die als Alleinfahrzeuge taugen könnt

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Tengri_Lethos hat geschrieben:Später wenn wirklich überall nebenbei auch geladen werden kann , sprich das Argument der Laternenparker und co nicht mehr existiert, braucht man dann wirklich keine größeren Akkus mehr

Nein, Laternenparker werden stets einen Aufschlag brauchen, weil sie eben nicht immer komfortabel über Nacht laden können.
Ich wohne in der Großstadt, wer bei uns keinen eigenen Parkplatz hat, muss sich freuen wenn er in den nächsten 3 Straßen überhaupt noch eine Möglichkeit findet, kreativ zu parken. Das ist echt ziemlich aussichtslos.
Was funktionieren könnte, ist eine größere Anzahl Schnellader beim nächsten Supermarkt, wo auch noch Friseur, Post, Bäcker und weitere Einrichtungen sind. Sprich einen Ort, wo man wohl eh meist 1x die Woche oder öfter hin kommt und da auch sinnvoll 20 Minuten aufwärts verbringen kann.
Es bleibt aber unkomfortabel wenn man dann eben für längeren Strecken noch am Abend zuvor dort hin muss, um am nächsten Tag mit vollem Akku zu starten. Vor dem Urlaub macht man aber halt meist nicht noch einen größeren Einkauf. Muss man dann halt vor dem Urlaub noch immer zum Friseur.
Priusfahrer hat geschrieben: Bei den zukünftigen Akkuentwicklungen sollte das, gegenüber einem 20kWh Akku so um die 500-1000€ Preisunterschied ausmachen. Ich glaube da würde kaum noch einer zum kleineren Akku greifen, wenn er die Wahl hätte.
Für die Mitte der 2020er scheinen mir 100€/kWh für den Endkunden evtl möglich zu sein, da könnte das mit 1000€ für 30 statt 20 kWh vielleicht passen. Bei sehr günstigen und kleinen Fahrzeugen würde vielleicht mancher auch drauf verzichten, wenn ihm das für seine Strecken ausreicht.
Wobei ja wie gesagt auch je nach Bedarf Kleinwagen als Erstfahrzeuge genutzt werden und da wäre dann wohl auch sicher mancher bereit, 50 oder 60kWh zu bezahlen. Das wäre dann das 2024er Pendant zu meinem früheren 2004er Corsa mit 1.7CDTI und 101 PS, der als Kleinwagen auch richtig Kilometer schrubben sollte.
Nicht jeder, der viel fahren muss, wählt da auch ein großes Auto. Durch den hohen Wertverlust kann es eben auch ein Ansatz sein, deswegen ein möglichst kleines Auto mit größerem Antrieb zu nehmen.
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Re: Reine Elektroautos, die als Alleinfahrzeuge taugen könnt

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Ich bilde ja gerne mal das Gegenstück zu Karlsson. Mir reichen zukünftig sogar die 8 kWh im Twizy. Meinen Arbeitsweg habe ich gerade auf 7 km einfache Strecke verkürzt, mit dem Fahrrad, das ich bei trockenen Bedingungen benutze, sind es nur noch 6 km. Der Supermarkt ist in 1 km Entfernung, die Familie wohnt im Umkreis von 10 km. In der Regel müsste ich den Twizy nur noch einmal pro Woche aufladen. Es wäre schade, wenn ich keinen Akku dieser Größenordnung bekommen könnte.

Vergesst mich und meinesgleichen, die es sicherlich auch zur Genüge gibt, bitte nicht bei eurem Akkusizing. Ich möchte nicht mehrere Tausend Euro unnütz in einen Akku investieren, dessen Größe ich nicht benötige, weil ich weiß, dass ich sie nicht benötige. Als Erstwagen haben wir ja noch den Q210 mit dem "großen" Akku. Damit fahren wir an die Nordsee (150 km) oder mal zu Freunden (450 km). Aber das kommt so selten vor, da kann ich auch mal zwei bis drei Ladestopps von je einer halben Stunde einlegen.

Meine Maximalansprüche für den Erstwagen: 250 km auf der Autobahn bei 120 km/h, DC gerne schnell, AC bitte unbedingt 22 kW. Zweitwagen: Twizy.
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