Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

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Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Helfried
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adauris hat geschrieben: Die Fahrgewohnheiten unterscheiden sich im Grunde kaum von dem, was man auch aus der "alten" Verbrennerwelt her kennt, die Physik bleibt die gleiche.
Nach meiner Erfahrung "darf" man durchaus ungestraft zügig beschleunigen, Strom sparen kann man dann beim Ausrollen Lassen.
Selbst bergauf auf Serpentinenstraßen kostet beherztes Beschleunigen nach den Kehren nicht viel mehr als sanftes Fahren. Die Durchschnittsgeschwindigkeit zählt viel mehr.
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Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

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Bei schwach belasteten E-Motoren ist es tendenziell das Gleiche, wie bei Verbrennern, da geht der Wirkungsgrad in den Keller. Deshalb ist ordentlich beschleunigen gut. Natürlich nur gut, wenn man nicht gleich wieder die Geschwindigkeit abbauen muss mittels Rekuperieren oder gar Bremsen.

Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

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Bei Batterien ist es gleich wie mit dem Menschen.

Wird er höher belastet, tut er sich schwerer die Leistung zu bringen.

Soll heissen: Je höher der Strom, desto höher die Verluste.
Demnach ist ein moderates Beschleunigen im Sinne der Batterie Sinnvoll, insbesonders je kälter diese ist.

Moderat heisst nicht schleichen, sondern im Regelfall bis etwa die 50% der Spitzenleistung.

Wie so oft ist der Mittelweg der richtige.
Diverse E Fahrzeuge von 27 bis 90 Kwh.

Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Ioniq1234
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Prinzipell gebe ich ja @Duke711 Recht. Mehr Gewicht verursacht mehr Rollwiderstand und somit mehr Energieaufwand um diesen zu überwinden.

Wo ich ihm aber nicht Recht gebe ist wieviel das aus macht. Wie an den gezeigten Beispielen ersichtlich nämlich sehr wenig. Und wenn die erhöhte Masse in eine bessere Effizienz gesteckt wird, wird es schnell ein Nullsummenspiel.

Aber ist nicht das erste mal, dass die real existierende Praxis den theoretischen Betrachtungen widerspricht. Ich erinnere nur wie viele Experten gesagt haben, dass die Tesla Akkus nur 3-5 Jahre lang halten. Nicht zu vergessen der tägliche Wetterbericht. Nur blöd wenn das Wetter sich nicht an die theoretischen Berechnungen hält.

Und so ist es eben auch mit dem Verbrauch vs. Gewicht. Neben dem erhöhten Rollwiderstand spielen eben noch viele andere Dinge mit rein, die in den Berechnungen unberücksichtigt bleiben.

Physik lässt sich eben nicht nur mit 2-3 Formeln erklären. Es ist etwas komplexer.

Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

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Das ist aber genau das was Gegenläufig ist, die Batterie wird schlechter bei hoher Leistung, der Motor wird schlechter bei niedriger Leistung. Daher sollte man den Motor nicht zu Groß machen um nicht dauernd im ganz unteren Teillastbereich zu fahren, die Batterie aber größer, um diese nicht dauernd unter Volllast zu fahren.
Hat aber jetzt wenig mit Gewicht zu tun, welches aber bei großer Batterie steigt, auf der Autobahn aber wenig Einfluss auf den Verbrauch hat.
In der Stadt aber wieder sehr wohl...
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
Aktuell: 130.000 km

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Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Ioniq1234
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env20040 hat geschrieben: Bei Batterien ist es gleich wie mit dem Menschen.

Wird er höher belastet, tut er sich schwerer die Leistung zu bringen.

Soll heissen: Je höher der Strom, desto höher die Verluste.
Demnach ist ein moderates Beschleunigen im Sinne der Batterie Sinnvoll, insbesonders je kälter diese ist.

Moderat heisst nicht schleichen, sondern im Regelfall bis etwa die 50% der Spitzenleistung.

Wie so oft ist der Mittelweg der richtige.
Wenn man nur die Akkuverluste betrachte, hast Du 100% Recht. Aber da spielen ebenfalls noch andere Dinge mit rein. Zum Beispiel der Wirkungsgrad der E-Maschine. Je nach Modell erreicht diese erst bei 20-30% Last einen vernünftigen Wirkungsgrad. Also wäre sehr langsames Beschleunigen mit sagen wir 10% Last kontraproduktiv. Da nutzen die o,x% besserer Akkuwirkungsgrad wenig.

Ich beschleunige in der Stadt fast immer mit Gaspedal bis zum Druckpunkt im Normalmodus. Das sind etwa 50% Last. Damit komme ich im Sommer trotzdem unter 10kWh/100km im Stadtverkehr.

Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Duke711
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Ioniq1234 hat geschrieben: Aber ist nicht das erste mal, dass die real existierende Praxis den theoretischen Betrachtungen widerspricht. Ich erinnere nur wie viele Experten gesagt haben, dass die Tesla Akkus nur 3-5 Jahre lang halten. Nicht zu vergessen der tägliche Wetterbericht. Nur blöd wenn das Wetter sich nicht an die theoretischen Berechnungen hält.

Dem muss ich leider widersprechen:

Bild

Für einen Verbrenner ist das bezüglich der Verbrauchssimulation noch mal bedeutend aufwendiger und schwieriger wegen der Motoröltemeperatur und dem Verbrennungsprozess (Abgastemperatur etc.) als bei einem BEV, da ist es deutlich einfacher. Und trotzdem übereinstimmt die Simulation, trotz aufwendigen thermodynamischen Modell, mit der Messung.

Man kann schon lange sehr genau einen Verbrauch simulieren und das ist auch der Sinn einer Simulation, ansonsten könnte man sich den Aufwand sparen. Das o.g. Beispiel deiner Aussage ist auch eher sehr erfunden, denn ich keine keinen einzigen Experten der je solche Falschaussage getätigt haben soll. Solche Aussagen stammten von Laien oder fachfremden Experten in einem völlig anderen Bereich. Wissenschaftliche Publikationen haben schon vor über 15 Jahren die Alterungen von Lithium-Ionen sehr gut erläutert.

Eine Verbrauchssimulation besteht schon aus mehr als zwei oder drei physikalische Formeln. Nur um Laien wie hier in Forum das Prinzip zu erklären, eignen sich die vereinfachten physikalischen Beispiele mit den simplen Gleichungen sehr gut.

Wenn man sich den Masseunterschied mit gerade mal nur 80 - 200 kg anschaut, dann sind die Auswirkungen auf den Verbrauch sehr deutlich.

1826 kg / 1645 kg -> + 11%

167,6 Wh / 160,3 WH -> + 4,5%


Hier zu behaupten, das hätte fast keinerlei Auswirkungen ist einfach nur blanker Hohn.
Aber ich sehe schon, hier ist kein pysikalischer Diskurs möglich, darum wünsche ich den verbleibenden Diskussionsteilnehmer noch gute Unterhaltung.

Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

noXan
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Ioniq1234 hat geschrieben: Prinzipell gebe ich ja @Duke711 Recht. Mehr Gewicht verursacht mehr Rollwiderstand und somit mehr Energieaufwand um diesen zu überwinden.

Wo ich ihm aber nicht Recht gebe ist wieviel das aus macht. Wie an den gezeigten Beispielen ersichtlich nämlich sehr wenig. Und wenn die erhöhte Masse in eine bessere Effizienz gesteckt wird, wird es schnell ein Nullsummenspiel.

Aber ist nicht das erste mal, dass die real existierende Praxis den theoretischen Betrachtungen widerspricht. Ich erinnere nur wie viele Experten gesagt haben, dass die Tesla Akkus nur 3-5 Jahre lang halten. Nicht zu vergessen der tägliche Wetterbericht. Nur blöd wenn das Wetter sich nicht an die theoretischen Berechnungen hält.

Und so ist es eben auch mit dem Verbrauch vs. Gewicht. Neben dem erhöhten Rollwiderstand spielen eben noch viele andere Dinge mit rein, die in den Berechnungen unberücksichtigt bleiben.

Physik lässt sich eben nicht nur mit 2-3 Formeln erklären. Es ist etwas komplexer.
Wenn du die höhere Masse dafür nutzt ANDERE Fahrwiderstände zu reduzieren, besteht die Möglichkeit die schlussendliche Bilanz zu verbessern, wobei deren Wirksankeit nicht 100% sicher ist.

Der Teilwiderstand der auf die höhere Masse zurückzuführen ist, wird sich dadurch nicht reduzieren. Daher kann es je nach Betriebszustand dennoch zu einer verschlechterten Bilanz führen, wenn sich die Gewichtung der Widerstände verschiebt.
BMW I3(s) 120ah REX, BJ2014, 162400km, REX Anteil 10,4% - Akkutausch 1.2022 von 15,5kWh auf 39,2kWh

Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

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Duke711 hat geschrieben: 1826 kg / 1645 kg -> + 11%
167,6 Wh / 160,3 WH -> + 4,5%
Hier zu behaupten, das hätte fast keinerlei Auswirkungen ist einfach nur blanker Hohn.
Aber ich sehe schon, hier ist kein pysikalischer Diskurs möglich, darum wünsche ich den verbleibenden Diskussionsteilnehmer noch gute Unterhaltung.
Einfach zahlen vorknallen ohne auf den zugrunde liegenden Zyklus einzugehen ist schon echt oberflächlich.
Bei den wenigsten entspricht WLTP real Life.
Darüber scheint mit Dir aber kein physikalischer Diskurs möglich zu sein.
Von daher Glückwunsch zur Entscheidung, Dich rauszuhalten.
noXan hat geschrieben: Wenn du die höhere Masse dafür nutzt ANDERE Fahrwiderstände zu reduzieren, besteht die Möglichkeit die schlussendliche Bilanz zu verbessern,
Da bin ich jetzt aber gespannt, wie die höhere Masse andere Fahrwiderstände reduzieren soll.
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
Zukunft - Citroën ë-C4 2022

Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Duke711
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@Karlsson

Deine sinnlosen Kommentare sind nur oberflächlich und unsachlich, sonst nichts. Wünsche Dir noch gutes Gelingen. Bin mir ziemlich sicher, wenn ich mich in Details vertiefen sollte, zählst Du zu den ersten Personen die aussteigen würden, darum sehe ich keinen Anlass mit solchen unsachlichen Menschen wie Dir einen Diskurs zu suchen. Ein Tipp noch, versuche es mal in Zukunft mit sachlichen Argumenten.
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