Klassischer Mini mit E-Antrieb

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Re: Klassischer Mini mit E-Antrieb

schelle63
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@driling: darf man in der Tat nicht unterschätzen. Es gibt aber im Land ein paar Anlaufstellen dafür, wo der entsprechende Ingenieur der Sache wohlwollend gegenübersteht und seinen Ermessensspielraum konstruktiv versteht. Die bekannten Umbauprofis haben mit Sicherheit ihre Kontakte. Siegen ist hier ein positives Beispiel, insbesondere für die Mini-Szene.
- Das ist in meinem Fall schon mal Vorteil #1.
- Dann ist es so dass ich ja Komponenten aus einem Auto verwendet hatte, und von dem Spenderfahrzeug hatte ich die Kopie einer Zulassungsbescheinigung mit. Daraus konnten schon mal alle Daten zum Antrieb übertragen werden. Und alle (verwendeten) Komponenten sind ja nun ganz offensichtlich schon mal in D zugelassen gewesen.
- Und man sollte ein paar einfache Spielregeln beachten: Gesamtgewicht und einzelne Achslasten nicht überschreiten, Leistung der stärksten Motorvariante nicht überschreiten, Höchstgeschwindigkeit nicht überschreiten.
- Ganz wichtig m.E.: es muss ordentlich gemacht sein (und auch so aussehen!). Das Auge des Prüfers beurteilt mit. Schöne Schweißnähte, ordentlich verlegte Kabel (die Hochspannungskabel in einem orangefarbenem Schutzrohr) und Schläuche, stabile Batteriebox(en), Vertrauen erweckende Motorbefestigungen. Da darf nix wackeln.
- Ein älteres Auto umbauen ist mehrfach gut: keine hochkomplexe Elektrik/Elektronik, meines hat keinen Schnickschnack, keine Servolenkung. keinen Bremskraftverstärker. Ab einem gewissen Stichtag KANN der Prüfer (MUSS aber nicht) auf die teure und aufwendige Prüfung auf "elektromagnetische Verträglichkeit" (EMV) verzichten.
- Empfohlen wird immer wieder, dass man sich vorab mit einem Prüfer über eine Vorgehensweise bespricht (Eckdaten diskutieren, verwendete Komponenten vereinbaren, Fotos machen, den Wagen zwischendurch vorführen, ....), das wird wohl so stimmen. Die Kunst wird wohl darin liegen, den richtigen Partner hierfür zu finden. Wenn der auf die EMV besteht, am Besten woanders hin gehen.
- War bei mir insgesamt etwas anders, weil es eben ein Mini und in Siegen ist (s.o.), und mein "Betreuer" aus der Mini-Werkstatt den Prüfer gut kennt. Da genügte eine "Warnung" ein par Monate vorab, dass wir bei Gelegenheit mit so einem Exoten aufschlagen werden.
- Der Termin selbst war dann in weniger als 2 Stunden erledigt, ein paar Tage später war das Gutachten fertig. Und ein paar Hundert Euro weg.
Auf der Zulassungsstelle war ich länger, obwohl die (vermutlich hochbegabte) Mitarbeiterin eigentlich nur ein paar Sachen vom Gutachten abschreiben und mir ein möglich kurzes Nummernschild (damit es mit dem E noch passt) zuweisen musste (sehr schwierige Aufgabe, beinahe gescheitert)....

@blueshadow: mach ich, werde ihn vermutlich sogar die nächsten Tage mit (2m Abstand) sehen. Ich nehme an ihr wart gemeinsam auf einem dieser "Seminare" wo ihr eine Drehstromkiste gebaut habt. Den Termin hatte ich leider verpasst.

MfG
Markus
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Re: Klassischer Mini mit E-Antrieb

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Vielen Dank für die detaillierten Infos. Du bestätigst damit das was ich schon mehrmals gelesen habe: man sollte erst einen wohlwollenden Prüfer finden und dann mit dem Projekt beginnen. Eigentlich sollte das nicht so sein, aber leider ist das wohl nun einmal so.
Von Privat abzugeben: Peugeot iOn 2012, 42000 km, Ganzjahresreifen, VB 6000€, bei Würzburg, Kontakt bitte per PN

Re: Klassischer Mini mit E-Antrieb

schelle63
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Nur dass es richtig verstanden ist: meine eigene Erfahrung war zum Glück die viel weniger komplizierte.
- Alleine, und woanders, hätte ich den Weg der vorherigen Absprache gewählt, ganz einfach weil ich es auch einleuchtend finde.
MfG
Markus

Re: Klassischer Mini mit E-Antrieb

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Fast...nicht die Drehstromkiste...aber eine Portierung openevse von meinem Hero Roland klose.
blog ist zwar verwaist...
http://elektrischezukunft.blogspot.com/ ... griff.html
ExKonsul leaf blau winterpack ca 52000 km Spannung und Spass mit Akku und....brusa booster in arbeit...in warteschleife auf upgrade 62 kwh....akkurex in Plannung by muxsan.com...Made in Dresden arrived...Ahk liegt bereit

Re: Klassischer Mini mit E-Antrieb

schelle63
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Hab' diese Woche noch Zwangsurlaub, ist aber gar nicht schlimm weil da kann der "Mädchenmini" weiter gebaut werden. Derzeit im Angebot: Batteriebox hinten im Kofferraum.
20200416_193517.jpg
Da sind schon mal ca. 8kWh bei 144V und das Ladegerät untergebracht. Wird morgen wohl reingebraten, dann muss ich noch ein Plätzchen für de anderen 3 Koffer finden. Die müssen irgendwo nach vorne.
MfG
Markus

Re: Klassischer Mini mit E-Antrieb

schelle63
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Gestern wieder etwas Zeit gehabt, da habe ich erst mal die Grobschlosserei eines Vorbesitzers halbwegs in Ordnung gebracht, der war etwas rabiat an der Hutablage zugange gewesen, wohl um dicke Lautsprecher unterzubringen. Jetzt sind die Löcher rund und frei von messerscharfen Kanten, vor allem aber ist das Blech wieder halbwegs plan, und ein halbes Pfund Dichtmasse ist weg. Ein großer Teil von so einem Umbau hat ja mit der Elektrotechnik erst mal gar nichts zu tun, wie ich immer wieder feststelle.
20200425_191524.jpg
Dann mal nach vorne gegangen und den Motorraum aufgeräumt, weil ich hier ein ganz anderes Arrangement im Sinn habe als der Vorbesitzer.
20200425_191343.jpg
Man sieht recht gut die Motor/Differential-Einheit und die beiden Antriebswellen (man möchte meinen es sei da schon immer plaziert gewesen), darüber liegt noch lose der Regler. Ist ein ganz schöner Brocken, aber gar nicht so schwer wie er aussieht. Den muss ich jetzt ungefähr da wo er ist festmachen, und nach Möglichkeit Platz für 45kg Batterien belassen.
Und für DC/DC, Relaisbox, Wasserpumpe, Schläuche und Kühler (oha).
MfG
Markus

Re: Klassischer Mini mit E-Antrieb

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Kannst du ein paar Bilder - Innenansichten der Batterieköfferchen schicken?

Wie sind die am Ende verschaltet? 48V DIY?

In welchem Spannungsbereich wird gefahren? 144V bis X?
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Re: Klassischer Mini mit E-Antrieb

schelle63
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Hi,
Fotos mach ich nachher oder morgen - die Koffer hängen gerade am Lader, da will ich nicht stören.
In jedem Koffer sind 2 Blöcke mit 18650er Zellen in 18P7S angeordnet, sind dann nicht genau 48V sondern 50,4V Nennspannung. Dann noch eine Sicherung und 2 Buchsen.
3 dieser Koffer habe ich in Serie geschaltet, um genau zu sein fahre ich also nicht mit den früher genannten 144V sondern mit 151,2V Nennspannung.
Das reicht vermutlich für gut 55km, wenn ich mehr will dann hole ich mir noch 3 weitere Koffer. Weil die so gut im ersten Auto funktionieren habe ich diese 3 schon mal für das aktuelle Projekt geholt, sie versehen derzeit ihren Dienst im ersten Wagen (der sollte jetzt wohl 170km weit kommen), und wenn der zweite sich dann mal bewegen soll dann stecke ich die Koffer einfach da dran.
Im ersten Auto hatte ich die "24V-Blöcke" (eigentlich ja 25,2V) in selbst gebaute Kisten eingesetzt (2 flach nebeneinander angeordnet) weil es mit dem vorhandenen Platz viel besser passte. Kann sein dass ich das für ggf. weitere Batterien wieder mache, mal sehen wie ich das hinbekomme.
Die Koffer sind nicht DIY (also von mir gebaut) sondern komplett eine Art "Standard"-Produkt von Gero.
MfG
Markus

Re: Klassischer Mini mit E-Antrieb

schelle63
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Hi, hier die versprochenen Fotos.
20200501_152326.jpg
20200501_152436.jpg
Maße sind 350mm x 280mm x 150mm. Gewicht ca. 15kg.
MfG
Markus
Dateianhänge
20200501_152507.jpg

Re: Klassischer Mini mit E-Antrieb

schelle63
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Die Tage ein bisschen weiter gekommen.
Nackenstützen nachgerüstet für etwas mehr passive Sicherheit:
20200509_172728.jpg
Vorbereitung für eine Partie "Tetris" im Motorraum, mal sehen was da alles hineinpasst:
20200519_213017.jpg
Der Rahmen muss schon ein bisschen was aushalten, also lieber etwas kräftiger ausgeführt.
(Und wieder ein paar Tage nur "Mechanik" gemacht.)
MfG
Markus
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