Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

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Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

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...ich habe immer mehr das Gefühl, das dies kein Bug, sondern ein Feature ist.
Der SOH wird konservativ, basierend auf dem Durchsatz im Akku, herabgerechnet/gesenkt.
Bei der Jahresinsektion wird unter kontrollierten Bedingungen ein echter Health-Check gemacht.
Mein Freundlicher hat was ähnliches geschildert, was @apopesc mit der MUT Prozedur beschrieben hat.
Ich denke, das evtl einige Werkstätten die Arbeit vergessen oder unter Zeitdruck unterschlagen...diese PHEV habe dann wirklich ein Problem, das auffällt.
1 Jahr halten alle durch, ohne es zu merken.
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Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

apopesc
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4motion hat geschrieben:
Verstehe ich das richtig, dass sich mit dieser Prozedur die Kapazität, also die tatsächliche Möglichkeit den Akku zu füllen und damit die elektrische Reichweite erhöht hat?
Du hast das mit dem MUT gemacht, richtig?
Wenn ich meine SOCs vergleiche und auch den Trick über die Ladenkosten anwende, dann würde ich sagen, ja ich kann jetzt etwas mehr Laden als vorher.
hominidae hat geschrieben: ...ich habe immer mehr das Gefühl, das dies kein Bug, sondern ein Feature ist.
Der SOH wird konservativ, basierend auf dem Durchsatz im Akku, herabgerechnet/gesenkt.
Bei der Jahresinsektion wird unter kontrollierten Bedingungen ein echter Health-Check gemacht.
Mein Freundlicher hat was ähnliches geschildert, was @apopesc mit der MUT Prozedur beschrieben hat.
Ich denke, das evtl einige Werkstätten die Arbeit vergessen oder unter Zeitdruck unterschlagen...diese PHEV habe dann wirklich ein Problem, das auffällt.
1 Jahr halten alle durch, ohne es zu merken.
Ich vermute es auch. Es würde mich nicht wundern wenn Prozeduren einfach nicht gemacht werden, weil die nicht richtig starten, da die Vorarbeiten und Ausführungsbedingungen unklar sind.


Der Durchsatz scheint, auch anhand der Kilometer berechnet zu werden. Und es gibt den Wert

398 BAT-Kapazit.abnahme langfristig (Alterungsverhältnis auf Grundlage von Alter) und
399 BAT-Kapazit.zyklusabnahme ( Alterungsverhältnis auf Grundlage von Lade- und Entlade Strom),
die unterschiedliche Prozentwerte aufweisen. Nach dem Reset vor dem DBCAM, waren diese Werte 0%

Dann gibt es noch den
394 OBC aktueller integrierter Wert der die Summer der Normalladungen in (Ah x 1000) angibt.

Ich vermute jetzt mal in Blaue hinein, die BMU errechnet eine erwartete Alterung der Antriebsbatterie auf Grundlage von Alter, Durchsatz und Laufleistung ( Werte 394 bis 399) und reduziert sukzessive die verbleibende Kapazität. Durch den Menüpunkt Batteriewartung können diese Werte resettet werden. Weiterhin kann eine reale Kapazitätsmessung durchgeführt werden, die bis zu 10 mal in der BMU gespeichert wird, mit Messergebnis und Laufleistung ( Werte 402 bis 421). Die BMU ist im Auslieferzustand MY19 auf 46 Ah eingestellt, die reale Kapazität ist jedoch geringer, dadurch fällt der SOH recht schnell ab. Der Unterschied ist am SOC bei Vollladung abzulesen. Meine Erwartung besser Hoffnung ist nun, da der reale Werte gespeichert ist und der SOC nur noch minimal unter dem SOH liegt, dass der Rechenalgorithmus nicht mehr so krass zuschlägt.
Zuletzt geändert von apopesc am Do 23. Mai 2019, 15:21, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

miresc
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apopesc hat geschrieben: Ich vermute jetzt mal in Blaue hinein, die BMU errechnet eine erwartete Alterung der Antriebsbatterie auf Grundlage von Alter, Durchsatz und Laufleistung (Werte 394 bis 399) und reduziert sukzessive die verbleibende Kapazität.
Laut den Videos von "Andy Australia" hat jemand die BMU-Firmware entschlüsselt und dabei festgestellt, dass es ausschließlich die beiden Größen "Batteriealter" und "Energiedurchsatz" (geladene und entladene KWh) sind, aufgrund derer die erwartete noch nutzbare Kapazität sehr "konservativ", also niedriger als nötig, abgeschätzt (SOH) und damit begrenzt (SOC) wird.

Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

PeterWL
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miresc hat geschrieben:
apopesc hat geschrieben: Ich vermute jetzt mal in Blaue hinein, die BMU errechnet eine erwartete Alterung der Antriebsbatterie auf Grundlage von Alter, Durchsatz und Laufleistung (Werte 394 bis 399) und reduziert sukzessive die verbleibende Kapazität.
Laut den Videos von "Andy Australia" hat jemand die BMU-Firmware entschlüsselt und dabei festgestellt, dass es ausschließlich die beiden Größen "Batteriealter" und "Energiedurchsatz" (geladene und entladene KWh) sind, aufgrund derer die erwartete noch nutzbare Kapazität sehr "konservativ", also niedriger als nötig, abgeschätzt (SOH) und damit begrenzt (SOC) wird.
Könnte ich mir vorstellen: Allein durch mehrfache Tiefenentladung mittels elektrischer Standheizung ist mein SOH wieder gestiegen. Grüße, Peter

Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

pmd
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Das sagte ich doch vor 4 Seiten schon ;) Da dauerhaft knapp 30% SoC erhalten werden sollen, mangelt es der BMU an einer vernünftigen Datenlage zur Kalkulation der realen Kapazität, also nimmt sie einen viel zu rapiden Verlauf der degredation an und behält immer mehr Kapazität im unnutzbaren Bereich.

Schlecht für die Reichweite, aber weniger riskant am Berg stehen zu bleiben. Daher läuft die Lösung darauf hinaus, diesen Tiefentladungsprozess bspw. mit dem jährlich Service durchzuführen und so die reale Kapazität regelmäßig zu kalibrieren.

Praktisch wäre natürlich, wenn man diesen Prozess ohne das MUT3 selbst durchführen könnte, das wäre bspw. durch ein Software-Update von Mitsubishi machbar. Alle 20.000km sollte aber auch absolut ausreichend sein, soooo schnell fällt die Kapazität nun auch nicht.


Dieses technische Dilemma haben alle PHEV die ihre Batterie nicht leerfahren. Allerdings kenne ich da nur den Outlander :D Man könnte es bestimmt verbessern, aber die grundlegende Thematik ist kein Bug oder Mangel, sondern eine Auswirkung technischer Umstände.

Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

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pmd hat geschrieben: Alle 20.000km sollte aber auch absolut ausreichend sein, soooo schnell fällt die Kapazität nun auch nicht.
Was heißt hier, so schnell fällt die Kapazität nicht? Ich habe mir heute auch die PHEV WatchDog App installiert und einen, hier empfohlenen, OBD-Adapter angeschafft. Siehe da-10600km und eine Kapazität von 88,2%.
Der Akku wird eigentlich immer ziemlich leer gefahren und auch nur mit dem "Ziegel" geladen, allerdings täglich und bleibt bis morgens angeschlossen, auch wenn das Auto geladen ist.
Ich fahre täglich 4x9km, nur zwei Ortschaften weiter über Landstrasse, Tempo 100 (natürlich außerorts), OHNE Lüftung und mit ECO und B5.
Also 36km mit 4-5km Restreichweite. Das ist nicht ganz so berauschend.
Ich werde versuchen, mich etwas weiter in die App "einzuarbeiten" und rechtzeitig beim Freundlichen die Batterie"Auffrischung" bei der 20.000er Inspektion anmelden.

Jürgen
Mitsubishi Outlander PHEV Plus IntroEdition in Perlmuttweiß MJ 2019

Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

abiesalba1
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JürgenB. hat geschrieben: Ich fahre täglich 4x9km, nur zwei Ortschaften weiter über Landstrasse, Tempo 100 (natürlich außerorts), OHNE Lüftung und mit ECO und B5.
Also 36km mit 4-5km Restreichweite. Das ist nicht ganz so berauschend.
Jürgen
Hmmmm, ECO und B5 machen in meinen Augen nicht den entscheidenden Unterschied beim sparsamen Fahren. Zumindest beim Eco-Modus dachte ich das zuanfangs auch. Aber inzwischen habe ich es so verstanden, dass es nur ein "anderes ansprechen" des Gaspedals ist.
B5 ist zwar die größte Rekuperationsstufe, am sparsamsten fährt man aber doch, wenn man die Energie erst gar nicht verbraucht? Ausgeben und wieder rekupieren ist immer schlechter als gar nicht erst ausgeben. Ergo: B0 und vorausschauendes Fahren sollte doch das beste Ergebnis bringen.
Aber das ist jetzt wirklich OT. Vielleicht mag ja jemand einen eigenen Diskussionthread dazu eröffnen. Oder haben wir schon einen? ;-)

Ansonsten um wieder zum Thema zu kommen:
Wir haben aktuell 3500 km drauf und auch immer nur ne Reichweite von meist angegebenen 44 km, realistischen 40 km...
Das sorgt mich noch nicht wirklich, weil es trotzdem für die meisten Strecken reicht. Dongle habe ich noch keinen gekauft, verfolge diese Diskussion hier aber mit großem Interesse.
Ich finde es beachtlich und toll, welch Wissen und Engagement hier zu finden ist - und bin zuversichtlich, dass die Probleme irgendwie gelöst werden und wir alle auch in 5 Jahren noch begeisterte Outie-Fahrer sind ;-)

Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

che412
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Bei 100kmh sind 36km laut Reichweiten Rechner perfekt: https://efahrer.chip.de/reichweitenrechner
Bei 4 verschiedenen Fahrten und wenn zwischendurch die Baterie kalt wurde kostet das extra Energie.
(Ca 23 kwh kalt zu 17 kwh warm auf dem ersten 2 Kilometern beobachten auf dem Weg zum Nachbarort)

Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

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Sicher kann man das bei der Inspektion mit aufnehmen. Nur dauert der Prozess ein paar Stunden. Das finden weder die Kunden noch die Händler gut. Der Kunde muss einen ganzen Tag auf das Auto verzichten, der Händler einige Stunden auf sein Diagnosegerät. Dies kann in der Zeit nicht anderweitig genutzt werden.

Eine gute Lösung sieht anders aus.

Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

miresc
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caprice2006 hat geschrieben: Sicher kann man das bei der Inspektion mit aufnehmen. Nur dauert der Prozess ein paar Stunden. Das finden weder die Kunden noch die Händler gut. Der Kunde muss einen ganzen Tag auf das Auto verzichten, der Händler einige Stunden auf sein Diagnosegerät. Dies kann in der Zeit nicht anderweitig genutzt werden. Eine gute Lösung sieht anders aus.
Lieber diese weniger gute Lösung als gar keine! Oder ist die "gute Lösung" in Sicht - und seitens Mitsubishis bzw. des BMU-(Firmware-)Entwicklers bzw. -Zulieferers schon in Arbeit ???
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