Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

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Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

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caprice2006 hat geschrieben: ... Gerne haben wir uns Ihrem Anliegen angenommen und uns hierfür mit Ihrem Autohaus in Verbindung gesetzt und Prüfmaßnahmen, wie auch die weitere Vorgehensweise abgestimmt ... Wir bitten Sie daher, einen entsprechenden Werkstatt-Termin mit Ihrem Mitsubishi Partner zu vereinbaren....
Die scheinen den Text in allen Sprachen zu haben :D
Das haben wir ja schone oefters gelesen und gehoert. Meist macht der Haendler einen Batterie-Snapshot und schickt das zu Mitsubishi. Nach 2 Wochen bekommt man dann die Rueckmeldung, das alles OK ist.
Oft haben die Haendler aber auch nur die Fehlercodes im Fahrzeug ausgelesen und schon direkt gesagt, das kein Fehler vorliegt. Natuerlich nicht!
Das Problem ist einfach das die meisten Werkstaetten keine Ahnung von dem Fahrzeug haben und auch das Problem gar nicht verstehen. Die Technick ist ja voellig neu und unbekannt fuer sie. Die Wissen doch den Unterschied zwischen SoH und SoC nicht...

Lass uns wissen was dabei rauskommt und ob du etwas schriftliches von denen bekommst auf dem auch der SoH vermerkt ist... Das waere ja schon mein ein Dokument was man nutzen kann. Viel Erfolg und Daumen druecken. Hoffentlich hast du eine gute Werkstatt...
Ja, der Andy aus Australien. Eigentlich aus Kassel aber nun seit 2009 hier unten ;)
https://www.youtube.com/unpluggedev
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Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

GP2311
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pmd hat geschrieben:
GP2311 hat geschrieben: Wenn man Tesla mit 200.000 km sieht die noch 90% Kapazität haben und wenn man dann hier Leute im Forum sieht deren Outlander schon nach 8000km bei 90% sind, dann kann da ja irgendwo was nicht stimmen.
Was daran primär nicht stimmt ist der Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Wenn ein Tesla nach 200.000km nur noch 90% Kapazität hat, dann hat er dabei schon 9-10kWh Kapazität verloren, also 100% der beim Outlander nutzbaren Kapazität. Das Verhältnis zwischen Leistungsabgabe und Kapazität ist absolut nicht vergleichbar und somit auch die Degeneration nicht.

Anhaltiner hat geschrieben: Was denkt ihr, wie weit kann diese Problematik gehen? Also das Abnehmen der Kapazität?
Um die 100.000km scheinen die magischen 70% unterboten zu werden (laut SoH Anzeige), wobei wir Daten zu einem 2013er haben der bei um die 95.000km noch minimum 85% der verfügbaren Kapazität bekommt. Ich weiß nicht welchen SoH der angezeigt bekommt, aber er wäre auf 87% Kapazität - wenn die Daten so alle stimmen wäre das eine realistische Degeneration.
Das mag vielleicht etwas polemisch sein, aber aber im Verhältnis gesehen ist es doch ähnlich, sind halt weniger Akku Zellen aber altern sollten sie ja trotzdem in ähnlichem Ausmaß ob da nun 10 oder 40 kWh zur Verfügung stehen.

Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

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kleiner Klugscheiß-Einwurf:

"Batteriedegration" / "Degeneration": jeder weiß, was gemeint ist, aber zumindest wenn wir mit Mitsubishi-Mitarbeitern sprechen, egal auf welcher Ebene, dann sollten wir die korrekte Vokabel verwenden: Degradation.

LG, Dieter
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Allradantrieb ermöglicht es, dort stecken zu bleiben, wo der Abschleppwagen nicht hinkommt! :lol:

Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

miresc
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johjoh66 hat geschrieben: kleiner Klugscheiß-Einwurf:

"Batteriedegration" / "Degeneration": jeder weiß, was gemeint ist, aber zumindest wenn wir mit Mitsubishi-Mitarbeitern sprechen, egal auf welcher Ebene, dann sollten wir die korrekte Vokabel verwenden: Degradation.
Es geht auch (halb) auf deutsch: Kapazitätsverlust.

Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

pmd
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GP2311 hat geschrieben: Das mag vielleicht etwas polemisch sein, aber aber im Verhältnis gesehen ist es doch ähnlich, sind halt weniger Akku Zellen aber altern sollten sie ja trotzdem in ähnlichem Ausmaß ob da nun 10 oder 40 kWh zur Verfügung stehen.
Nur wenn man sie gleich belastet. Wenn ich aber 50kW auf 80 Zellen verteile, ist jede einzelne Zelle deutlich stärker belastet, als wenn die gleiche Last auf bspw. 300 Zellen oder mehr geht. Gleichzeitig erhöht sich damit die durchschnittliche Temperatur der Zellen, was die ebenfalls nicht mögen.

Auch von der Kapazität her startet der PHEV mit 5% Puffer, ein Tesla mit 10% - alleine was der an Kapazität reserviert für die Gesundheit der Zellen ergibt schon wieder fast eine PHEV Batterie.

Zum Vergleich muss man sich eher an den Drillingen orientieren und da sieht der SoH deutlich früher degredation. Dort sind ähnliche Zellen verbaut, sie werden schwächer belastet, allerdings fährt der PHEV im Gegenzug dafür auch km ohne volle Akku Nutzung.

Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

GP2311
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pmd hat geschrieben:
GP2311 hat geschrieben: Das mag vielleicht etwas polemisch sein, aber aber im Verhältnis gesehen ist es doch ähnlich, sind halt weniger Akku Zellen aber altern sollten sie ja trotzdem in ähnlichem Ausmaß ob da nun 10 oder 40 kWh zur Verfügung stehen.
Nur wenn man sie gleich belastet. Wenn ich aber 50kW auf 80 Zellen verteile, ist jede einzelne Zelle deutlich stärker belastet, als wenn die gleiche Last auf bspw. 300 Zellen oder mehr geht. Gleichzeitig erhöht sich damit die durchschnittliche Temperatur der Zellen, was die ebenfalls nicht mögen.

Auch von der Kapazität her startet der PHEV mit 5% Puffer, ein Tesla mit 10% - alleine was der an Kapazität reserviert für die Gesundheit der Zellen ergibt schon wieder fast eine PHEV Batterie.

Zum Vergleich muss man sich eher an den Drillingen orientieren und da sieht der SoH deutlich früher degredation. Dort sind ähnliche Zellen verbaut, sie werden schwächer belastet, allerdings fährt der PHEV im Gegenzug dafür auch km ohne volle Akku Nutzung.
Naja dafür hat der Tesla aber auch eine viel höhere Leistungsfähigkeit was diese mehr Zellen auch stärker belastet.
Vergleicht man einfach die Motoren:
Tesla vorne 145kw, hinten 285kw
Gegen einen Outlander mit vorne 70kw, hinten 60kw.

Der Kernpunkt beim Outlander ist aber ja eher der das der Kapazitätsverlust bei fast allen in ähnlichen Mustern passiert und das kann ja nicht sein, jeder hat ein anderes Fahrprofil, der eine lädt mal mehr Chademo der andere weniger.

Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

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GP2311 hat geschrieben: Der Kernpunkt beim Outlander ist aber ja eher der das der Kapazitätsverlust bei fast allen in ähnlichen Mustern passiert und das kann ja nicht sein, jeder hat ein anderes Fahrprofil, der eine lädt mal mehr Chademo der andere weniger.

Da gebe ich Dir Recht!
Ich lade bisher ausschließlich mit dem Ladeziegel, trotzdem unterscheiden sich meine Werte nicht sonderlich von den Wallbox-und Schnellladern.

Ich führe sehr genau Buch über den Kapazitätsverlust meiner Batterie, wie man in meiner Signatur einsehen kann. Dabei ist mir jetzt allerdings aufgefallen, dass sich die Degradation pro geladene und entladene KW abflacht (blaue Spalte). Anfänglich 0.1 Ah Verlust bei ca. 200 KW Ladung/Entladung, jetzt 0.1 Ah Verlust bei ca. 400 KW Ladung/Entladung.
Ich bin gespannt, wie sich das weiterentwickelt. Es kann natürlich auch sein, dass dies nur von den Temperaturen abhängig ist und nun Richtung Sommer besser wird.
Mitsubishi Outlander PHEV Plus FAP 2019
Meine Batterie Degradation in Zahlen
https://docs.google.com/spreadsheets/d/ ... p=drivesdk

Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

Ratzkatz
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Ich schlage vor den Outi richtig zu "hämmern". Habe jetzt mal die EV Taste gedrückt und das Gaspedal richtig durchgetreten, macht schon Spaß :-). Die Degradationsmeldung kommt sowieso alle 200km egal wie man das Auto entlädt oder auflädt. Es steht ja nix in den Garantiebedingungen wie mit den Auto bezüglich Akku umzugehen ist. Demnächst gibt's bei meine Lidl des Vertrauens eins Chademo Schnelladestation da werd ich mich öfters ranhängen.

Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

pmd
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GP2311 hat geschrieben:
Naja dafür hat der Tesla aber auch eine viel höhere Leistungsfähigkeit was diese mehr Zellen auch stärker belastet.
Vergleicht man einfach die Motoren:
Tesla vorne 145kw, hinten 285kw
Gegen einen Outlander mit vorne 70kw, hinten 60kw.
Zum einen hat der Tesla auf 3 fache Leistung immer noch Minimum 6-fache Anzahl Zellen. Zum anderen ist das eine kaum genutzte Peak Leistung, wenn man sich die Wh/km Mal anschaut sieht man, dass die gut vergleichbar sind von der tatsächlichen genutzten Leistung. Die degredation ist nicht vergleichbar!

Und noch mal: das der angezeigte SoH nicht real ist, soll damit nicht bestritten werden. Man kann nur nicht den Vergleich zum Tesla ziehen als Beleg, man müsste Zahlen der Drillinge daneben halten.

Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

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Wir haben Besitzer im Forum die sind schon runter auf 55% SoH und schaffen nicht mehr als 20-25km. Nach einem BMU Reset fahren sie wieder die vollen 50km+. Beobachtet man die Spannungswerte so ist kein Unterschied zu den 55% zu sehen. Es ist also keine wirkliche degradation sonder rein Software bestimmt.
Die LEV40 Zellen sind ja fuer 5500 Zyklen bei 100% DoD ausgelegt (25°) und sollten nach Berechnungen ungefaehr 160-200k Kilometer (in EV mode) halten bis sie wirklich 80% erreicht haben.

@Toddy70: habe mir dein Tabelle angesehen. Du solltest 46Ah als 100% setzten. Die BMU ist bei allen Fahrzeugen falsch kalibriert und wird nur mit den Werkseinstellungen von 44Ah ausgeliefert, 46Ah waehre aber richtig. Ansonsten zeigt die Tabelle die typische Entwicklung, die bei allen Fahrzeugen auftritt. Leider.

@Ratzkatz: genau richtig, es gibt keine Anweisung oder Empfehlung wie man den Akku behandeln soll. Noch mehr Spass macht es wenn man den Benzintank leer fahrt und der Verbrenner nicht mehr anspringt. Dann hat man einen vollen EV und der ist ganz schoen schnell ;)
Ich denke ich habe in meinen Videos alles getestet und versucht um Sinn aus dieser gezeigten Degradation zu machen. Es spielt keine Rolle wie man laedt, wann man laedt oder wie man faehrt. Die SoH geht einfach runter, staerker als ein wirklicher Akku und genau da liegt das Problem.
Ja, der Andy aus Australien. Eigentlich aus Kassel aber nun seit 2009 hier unten ;)
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