Pakete statt Einzeloptionen

Pakete statt Einzeloptionen

Fu Kin Fast
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Was genau soll eigentlich das neue Paket- statt Einzeloptionssystem für VW vereinfachen? Wenn ich es richtig verstanden habe, werden verschiedene Länder verschiedene Pakete/Serienausstattungen haben. Ich gehe davon aus, dass VW für jedes Fahrzeug eine bestimmte Position in der Baureihenfolge der einzelnen Fahrzeuge vorsieht. Die einzubauenden Teile müssen ohnehin zum richtigen Zeitpunkt an der jeweiligen Stelle des Fließbandes vorhanden sein und die Mitarbeiter müssen wissen, ob und was sie bei dem jeweiligen Fahrzeug einzubauen haben. Ob nun die Sitze mit Sitzheizung als Serienausstattung für ein skandinavisches Land, im Paket oder als Einzeloption gewählt wurde, spielt doch dabei gar keine Rolle.
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Re: Pakete statt Einzeloptionen

gekfsns
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Die plausibelste Erklärung für mich ist, dass man damit keine einzigartigen Fahrzeuge mehr fertigen muss. Ein möglicher Vorteil, bestellt ein Kunde seinen ID.3 per Internet, springt dann aber vom Vertrag ab, kann er problemlos für jemand anderes verwendet werden.
Oder man kann Ende 2019 starten, Fahrzeuge auf Halde produzieren, die erst September 2020 ausgeliefert werden.
Ich kenne sowas von Hyundai, und Tesla, wo man Fahrzeuge ohne konkreten Kunden schon Mal aufs Schiff zum Transport nach Europa stellt.
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Re: Pakete statt Einzeloptionen

gohz
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Mich wundert nur, dass VW trotzdem noch so viele Hardware-Varianten herstellt. Meines Erachtens nach macht es Sinn Hardware bei allen Autos einzubauen und Optionen softwaremäßig freizuschalten, sofern der Kunde es wünscht. So wie Tesla es macht. Und so wie BMW es konkret vorhat. Beispiel: Sitzheizung immer einbauen, aber nur gegen Gebühr freischalten.

Re: Pakete statt Einzeloptionen

Sinclair
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Mich überzeugen die Pakete gar nicht, weil sie meinen Wunsch-ID.3 massiv verteuern. Lederlenkrad und Rückfahrkamera gibt es beim Golf 8 zu vernünftigen Preisen, beim ID.3 geht sowas richtig ins Geld. Ich bin ein Fan des ID.3, aber ich bin ein noch größerer Fan meines Geldes, daher werde ich wohl das Auto ziemlich "pur" erwerben.

Re: Pakete statt Einzeloptionen

Fu Kin Fast
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gekfsns hat geschrieben: Die plausibelste Erklärung für mich ist, dass man damit keine einzigartigen Fahrzeuge mehr fertigen muss. Ein möglicher Vorteil, bestellt ein Kunde seinen ID.3 per Internet, springt dann aber vom Vertrag ab, kann er problemlos für jemand anderes verwendet werden.
So etwas in der Art habe ich mir auch vorgestellt. Alternativ noch, dass z.B. bei Leasingende die Fahrzeuge nicht in merkwürdigen Kombinationen an VW zurückgehen (wobei man dies lösen könnte, dass es für Leasing nur vorgefertigte Paketauswähl gäbe).
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Re: Pakete statt Einzeloptionen

bernd71
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gohz hat geschrieben: Mich wundert nur, dass VW trotzdem noch so viele Hardware-Varianten herstellt. Meines Erachtens nach macht es Sinn Hardware bei allen Autos einzubauen und Optionen softwaremäßig freizuschalten, sofern der Kunde es wünscht. So wie Tesla es macht. Und so wie BMW es konkret vorhat. Beispiel: Sitzheizung immer einbauen, aber nur gegen Gebühr freischalten.
Hardware kostet Geld und die Margen sind nicht so groß. Das funktioniert vielleicht bei Stückzahlen und Margen bei Luxuswagen aber nicht im Kompaktbereich. Und einige Optionen lassen sich ja nicht einfach einbauen. Dann würde ja jeder das aufwendigste Licht, das Panoramadach, bessere Boxen, Soundsystem/Navi, Felgen, (elektrische) (Leder) Sitze etc bekommen.

Re: Pakete statt Einzeloptionen

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Ich finde es auch schade, dass der Trend immer mehr zu Paketen geht. Da fehlt das Individuelle, das die deutschen Hersteller ausgemacht hat.

Ärgerlich finde ich auch den Trend zum festen Glasdach statt Schiebedach. Es gibt kaum E-Autos mit echtem Schiebedach. BMW/Mini ist eine Ausnahme, vielleicht noch Hyundai?
j.

Re: Pakete statt Einzeloptionen

egolflu
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Vielleicht wäre die Mitte eine gute Lösung: Pakete bringen für den Hersteller mehr Marge, soll ihm gegönnt sein!

ABER: Bsp: wer ein Glasdach haben möchte muss das große Designpaket wählen (ung. 2600 EUR), da hier auch noch das teure Matrixlicht drin ist. Wäre cool, wenn das Glasdach für rund 1200 EUR inkl. elektrischem Rollo einzeln bestellbar wäre: zwar teurer im Paket, absolut aber hat man 1400 EUR gespart ...

Re: Pakete statt Einzeloptionen

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  • Fen
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http://bit.ly/2HgyCtU
Artikel ist aus Dez. 2018

Die Wolfsburger haben mal nachgerechnet: Im vergangenen Jahr (2017) hatte VW in Deutschland fast 84.000 Golf verkauft. Davon hatten mehr als 58.000 unterschiedliche Konfigurationen. „Gerade mal 400 Golf waren identisch, von den unterschiedlichen Farben mal abgesehen“, fasst Ralf Brandstätter zusammen, der unter Konzernchef Herbert Diess das Geschäft der Stammmarke VW leitet. „Das heißt: Wir bauen Unikate.“

Außerdem wird die Verbrauchsmessung nach WLTP eine Rolle spielen.
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Sonderausstattungen wie Klimaanlage und Sitzheizung bleiben bei den Prüfverfahren ausgeschaltet, können jedoch das WLTP-Ergebnis durch ihr Gewicht beeinflussen.

Somit müsste ja jede (Gewichts-)Kombination von Sonderausstattungen nach WLTP getestet werden. Da machen es Pakete natürlich deutlich einfacher.
Zuletzt geändert von Fen am Mo 13. Jul 2020, 13:39, insgesamt 1-mal geändert.
seit 02.10.2020 VW ID.3
1st Edition MAX Mangangrau metallic
seit 21.03.2020 Tesla Model 3
AWD LR AHK FSD Midnight Silver metallic

Re: Pakete statt Einzeloptionen

Nozuka
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jennss hat geschrieben: Ärgerlich finde ich auch den Trend zum festen Glasdach statt Schiebedach.
Der Q4 wurde auch mit Schiebedach gesichtet. Könnte also auch in einem anderen MEB Fahrzeug auftauchen.
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