Berliner Verkehrssenatorin „Wir wollen, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“

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Re: Berliner Verkehrssenatorin „Wir wollen, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“

viernullvier
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folder Mo 4. Mär 2019, 19:29
Hier klärt Frau Günther übrigens nochmal weniger plakativ ihre Position in ihren eigenen Worten:

https://www.tagesspiegel.de/berlin/verk ... 60766.html
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Re: Berliner Verkehrssenatorin „Wir wollen, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“

Jake1865
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folder Mo 4. Mär 2019, 19:40
Berlin hat eine U-Bahn und bekommt seine Verkehrsprobleme nicht in den Griff?
Wie ist so etwas möglich?

Millionenstädte haben nur ein Problem: Es sind Millionenstädte! Diese ersticken über kurz oder lang an sich selbst, weil die Infrastruktur, Logistikprobleme und Kriminalität kaum mehr lösbar sind.
Selbst schuld. Damit habe ich kein Mitleid.

Gruß Jake
Die Amis haben die bessere Show. Die Deutschen bauen die besseren Autos.

Re: Berliner Verkehrssenatorin „Wir wollen, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“

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folder Mo 4. Mär 2019, 19:55
motion hat geschrieben:
Fr 1. Mär 2019, 19:28
Ich wohne zwar nicht Berlin, aber wie frech ist es zu wollen, was andere in ihrem Leben beeinträchtigt?
Das Gegenteil ist der Fall! Die meisten Stadtbewohner sind in ihrem Leben doch durch den überbordenden Autoverkehr beeinträchtigt! In Berlin ist der Anteil von Haushalten ohne Auto sowieso schon größer als irgendwo sonst in der Republik, es geht also ganz gut ohne. Dennoch werden alle Verkehrsteilnehmer -- Fußgänger, Radfahrer, Nutzer von Bussen und Straßenbahn, aber auch Autofahrer -- vor allem durch die allgegenwärtigen Blechkisten eingeschränkt und behindert, sowohl im ruhenden als auch im stockenden Verkehr.

Regine Günther hat meine Unterstützung für diese Aussage und sie handelt damit m.E. tatsächlich im Sinne des Wählers.

Re: Berliner Verkehrssenatorin „Wir wollen, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“

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folder Mo 4. Mär 2019, 20:02
motion hat geschrieben:
Sa 2. Mär 2019, 13:52
Fahrrad fahren macht Spass in der Natur, doch in einer Großstadt werde ich das neben Straßen auch nicht machen, viel zu gefährlich.
Ist es nun lustig oder traurig, dass Du Dir der Ironie Deiner Aussage anscheinend nicht bewusst bist?

Re: Berliner Verkehrssenatorin „Wir wollen, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“

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folder Mo 4. Mär 2019, 20:06
Dazu auch aus dem Tagesspiegel einige Vorher-Nachher-Bilder, die zeigen wie extrem die Stadt in den letzten Jahrzehnten unter die Auto-Räder gekommen ist. Auch wenn es heute so aussieht: dass die Stadt bis zur Oberkante mit Karren vollgestopft ist, ist nicht der (Welt- bzw. Focus-gegebene) Normalzustand.
Seit 27 Jahren mit eigenem PV-Strom elektromobil unterwegs (CityEL mit 1.8 kWh-Akku, seit '13 Smart ED3).
Fahrrad & U-Bahn für die Stadt, Fernreisen mit der Bahn.

Re: Berliner Verkehrssenatorin „Wir wollen, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“

motion
folder Di 5. Mär 2019, 19:30
mweisEl hat geschrieben:
So 3. Mär 2019, 09:43
motion hat geschrieben:
Sa 2. Mär 2019, 13:52
U-Bahn können die anderen fahren, ich mache das nicht.
https://www.focus.de/
Aber jeder wie er will.
Fokus, das Anzeigenblatt für Verbrennerhersteller schwadroniert über Schadstoffbelastung bei angeblich dieselbetriebenen oder nicht-rekuperierenden U-Bahnen. Was für ein Quatsch!

Und "jeder wie er will" nur wenn er andere nicht schädigt, also lass deine Verbrennerkarre vor den Toren der Stadt stehen!
Focus ist nicht die Quelle, sie berichten lediglich über eine Studie. Das Bremsen von U-Bahnen verursacht Feinstaub, an den Bremsen (trotz Rekuperation) und an den Gleisen durch Materialabtrag. Der Feinstaub wird durch die U-Bahn aufgewirbelt und mit Druck durch den Tunnel in die U-Bahn Stationen hineingepresst. Darauf kann ich verzichten. Aber wenn dir es nichts ausmacht, nur zu. Fahre U-Bahn!
Zuletzt geändert von motion am Di 5. Mär 2019, 20:31, insgesamt 2-mal geändert.

Re: Berliner Verkehrssenatorin „Wir wollen, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“

Widdy2000
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folder Di 5. Mär 2019, 20:22
Berlin ist das beste Beispiel was mit unserem Land unter Rot/Grün oder noch schlimmer Dunkelrot/Rot/Grün geschehen würde.
In abgeschwächter Form findet sich Selbes in Hamburg und Bremen wieder.

Ich kann nur allen hier, vor allem den Scharen an Gutmenschen und Weltverbessern hier, die meinen mit Ihren E-Karren auf der "richtigen" Seite der Front zu stehen, folgendes raten:

Finger weg von Grün!
Finger weg von Dunkelrot!
Finger weg von Rot => Aber die schaffen sich zum Glück ja bereits selbst ab :lol:

Ist der Verbrenner (Reihenfolge Diesel, Benziner, Gas, Hybrid) erst einmal wegideologisiert wird das nächste Opfer gesucht!

Richtig, es wird das E-Auto sein!

Wie in Bremen in der jüngsten Senatssitzung zur Verkehrsplanung gesagt wurde => Elektromobilität ist KEINE Lösung für die Verkehrsprobleme der Zukunft und auf keinen Fall für die Probleme in den Städten.
=>Schon jetzt wird offenkundig durch Politik und Medien proklamiert: E-Autos verursachen genauso viel Feinstaub wie jedes andere Fahrzeug auch, un zwar durch Bremsen und Reifenabrieb!

Ich kann nur jeden Raten mal zu schauen wie sich Wirtschaft und Wohlstand in Abhängigkeit der regierenden Parteien in den Bundesländern der BRD so entwickelt hat.
Man kommt sehr schnell zu einem Ergebnis:
Rot/Grün/Dunkelrot steht für:

Miese Ergebnisse in bei der Pisa Studie.
Miese Zahlen bei der Arbeitslosenquote.
Miese Zahlen in der Kriminalitätsstatisik.
Mieser Zustand der Infrastruktur (Schulen/Krankenhäuser/Kindergärten/Schwimmbäder/Straßen).
Miese Zahlen im Bereich Wachstum.
etc. etc.

Was gerade die Grünen Ideologen vergessen ist, daß Umweltschutz nur dort stattfindet/stattfinden kann wo auch das Geld dafür bereitsteht.
Das Geld kommt nicht (wenn nicht aus dem Länderfinanzausgleich) vom Himmel gefallen.
Es kommt durch Steuereinnahmen und die kommen in der Regel aus Wirtschaftsbetrieben und deren Angestellten.

Nehmen wir mal die Bedürfnispyramide nach Maslow:

Erst wenn die Grundbedürfnisse des Menschen erfüllt sind wie Nahrung, Gesundheit, Fortpflanzung, ein Dach über den Kopf, erst dann kann der Mensch die 2. Ebene erreichen.
Dies sind die Sicherheitsbedürfnisse wie ein "einigermaßen sicherer Arbeitsplatz", Schutz durch den Staat vor Verbrechen, für den Fall das es mit der Gesundheit nicht klappt ein funktionierendes Gesundheitswesen etc.
Die nächsten Stufen sollten den gebildeten Bürger bekannt sein...

Nun aber die Frage:

Wo ist das Thema Naturschutz/Genderkorrektheit/Umgang mit dem 3. Geschlecht einzugliedern?
Richtig!
Das steht ganz oben in der Pyramide.
Erst wenn alle anderen Bedürfnisse darunter erfüllt sind hat ein Mensch die Zeit, das Geld etc. um solche "Nichtigkeiten" zu kümmern.

Und nun zum Problem:

Unsere lieben Politiker, gerade die Grünen, vergessen gerne das es Menschen gibt bei denen halt nicht alle Bausteine der Ebenen unter der "Selbstverwirklichung" erfüllt sind.
Diese Menschen sehen was dort gemacht wird und fragen sich "Wird mir was genommen, damit die ihre irrwitzigen Projekte durchführen können"?
"Was ist mit uns, warum werden nicht erstmal unsere Bedürfnisse erfüllt, bevor wir 4 Millionen Flüchtlinge ungeprüft in unsere Sozialsysteme wandern lassen"?
=> Ein kurzes Überlegen und die Antwort seht fest:
Natürlich bleibt die marode/versiffte Schultoilette von 1960 wie sie ist, damit ein weiteres (drittes) WC für das "Ich hab keine Ahnung was ich bin Geschlecht" gebaut werden kann. Für beides, so ist es auch im Rot/Rot/Grünen Wunderland, ist halt kein Geld da...

Deshalb heißt es ja auch: Grün wählen muß man sich leisten können!

=> Gehen diese Menschen nun auf die Straße werden diese zugleich dann ganz schnell mundtot gemacht. Mit der Moralkeule!
Nazis!
Ungebildet!
etc.

Dieses Land war mal ein schönes Land.
Ich bin ein Kind der späten 70er.
Aufgewachsen in den 80er und 90er Jahren.
Wir hatten mal Werte in diesem Land: Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Technologiebegeisterung, Neugier und die FREIHEIT ein vieles an Dingen zu tun sofern sie niemanden anderen direkt, großmächtig belästigt haben, ....


All dies ist nun vorbei!
Die von mir aufgeführten Werte sind Teufelszeug und passen so mal gar nicht mehr in eine ach so bunte und antitautoritäre Gesellschaft wie die unsere.
Alles Neue (auch E-Autos) wird totgeredet und schlecht gemacht.
Wir werden regiert von Stümpern, Ignoranten und Menschen die nicht den Arsch in der Hose haben dem Bürger und anderen Politikern in der Welt die Wahrheit zu sagen oder Paroli zu bieten!

Ich stelle mir ganz oft die Frage:

Was würde eine Merkel zusammen mit der Flintenuschie damals bei der Landshutentführung entschieden haben?
Hätten Sie die noch junge und unerfahrene gerade gegründete Truppe der KSK das Flugzeug stürmen lassen?
In dem Wissen, daß dabei sehr wohl Zivilisten draufgehen können.

=> Sie hätten NICHT stürmen lassen, sondern hätten die BRD und die Werte der westlichen Welt mit einem Koffer Geld an die Entführer betrogen!

Ich schäme mich täglich mehr und mehr in diesem Land zu leben und zu arbeiten!
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Re: Berliner Verkehrssenatorin „Wir wollen, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“

INRAOS
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folder Di 5. Mär 2019, 20:42
@widdy

Und ich schäme mich fremd, wenn ich so ein politisch unterirdisches Statement in einem elektroauto-Forum lesen muss.

Wer so frustriert von diesem Land und unserer Politik ist, der sollte vielleicht überlegen selbst in die ‚hohe Politik‘ zu gehen oder auszuwandern.

Deine Belehrungen wen wir in Deutschland von den demokratischen Parteien wählen dürfen kannst Du zumindest mir hier gerne ersparen.

Danke


P.S. Lese gerade - Du fährst den i3 ‚inclusive allem‘. Da kann es Dir hier im schönen Deutschland ja wohl nicht so fürchterlich schlecht gehen wie bejammert

Ich kann die Intention der Berliner Senatorin zumindest verstehen
BMW i3 BEV 94 Ah seit 29.12.2016. Mittlerweile schon über 35.000 km vollelektrisch gefahren.
Passat GTE seit 28.08.2018. Benzinverbrauch bei unter 3 ltr je 100 km

Re: Berliner Verkehrssenatorin „Wir wollen, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“

motion
folder Di 5. Mär 2019, 20:46
In Großstädten wird auf lange Sicht der ÖPNV an Bedeutung gewinnen. Vielleicht auch um die Massen besser zu kontrollieren? Fahrscheine werden schon bald nicht mehr anonym gekauft werden können.

Autofahren hat etwas mit Freiheit zu tun. Freiheit durch Unabhängigkeit. Insofern sehe ich die Thematik als stark problematisch an.
Und ich finde es oberflächlich, wenn die Ängste heruntergespielt werden, die andere bei der Benutzung von ÖPNV haben. Wenn man die Nachrichten ließt, sind diese Vorbehalte nicht unbegründet. Und überhaupt, der ÖPNV steht selbst in Großstäten nachts nicht zur Verfügung, sodass man auf das Taxi angewiesen ist. Wenn man das nicht will, muss man Kilometer weit nach Hause laufen, nachts?

Das Problem des Flächenverbrauchs durch parkenen (ladenen) PKW ist nicht von der Hand zu weisen. Aber ich sehe da ehrlich gesagt auch keine Lösung, man kann den Leuten nicht verbieten ein Auto zu besitzen. Das Problem könnte man etwas ablindern, durch den massiven Bau von Tiefgaragen. Aber das ist sehr teuer.

Zu der Stauproblematik. Es wurde oft darüber gesprochen, aber wann kommen denn intelligente Verkehrsleitsysteme, die am besten mit den Autos kommunizieren und so den Verkehrsfluss erheblich verbessern? Am besten so, dass Bestandsfahrzeuge nachgerüstet werden können, sodass diese mit den Verkehrsleitsystemen kommunzieren können.

Auch ist die Dauer von Baustellen ein bekanntes Problem, daran wird jedoch nichts verbessert.
Zuletzt geändert von motion am Di 5. Mär 2019, 21:08, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Berliner Verkehrssenatorin „Wir wollen, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“

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folder Di 5. Mär 2019, 20:49
Ich denke auch, dass die Autos überhand genommen haben. Dem kostenfreien Parken muss ein Ende bereitet werden. Es müssen einfach entsprechende Parkgebühren verlangt werden. In Prenzlauer Berg ist der Bodenrichtwert etwa €520 pro Quadratmeter (auf die Schnelle ergoogelt, kommt mir etwas wenig vor). Ein Parkplatz sind 10 m², also €5.200. Dazu kommen €1.000 Renovierungskosten alle 20 Jahre. Mit gerechneter 5% Rendite würde die Miete eines solchen Parkplatz also €300 im Jahr kosten. Ein Stellplatz kostet wohl auf dem Markt €50 in Monat. Dies ist etwa die Größenordnung, die auch für einen Anwohnerparkausweis verlangt werden sollte. Vielleicht überlegt sich dann der eine oder andere, ein Auto anzuschaffen. Das gäbe auch einen Anreiz, in Neubauten mehr Parkplätze einzubauen.
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