Studie, die die Grenzwerte von Stickoxiden in Frage stellt.

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Re: Studie, die die Grenzwerte von Stickoxiden in Frage stel

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folder Sa 17. Nov 2018, 03:04
Laut Harald Lesch gibt es bei der schädlichen Wirkung von Stickoxiden keinen Schwellenwert, d.h. keinen Wert unter dem die schädliche Wirkung nicht mehr nachweisbar ist. Das haben Versuche mit menschlichen Zellen und Ratten ergeben. Eigentlich müsste man die Grenzwerte weiter senken wenn man die Bevölkerung schützen möchte. Nach dem Motto: Vorsicht ist die Mutter der Porzelankiste.
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Re: Studie, die die Grenzwerte von Stickoxiden in Frage stel

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folder Sa 17. Nov 2018, 08:13
Interessant. Allerdings wird es schon einen Bereich geben, in dem eine noch mögliche schädliche Wirkung, gemessen an einer hinreichend großen Studienpopulation, im "statistischen Rauschen" anderer Risikofaktoren untergeht. Einen Grenzwert am unteren Ende dieses Bereichs würde ich dann akzeptabel finden.

Jetzt müsste man noch in Erfahrung bringen, ob ein solcher Bereich bereits ermittelt wurde sowie ob (und wo) die aktuell gültigen Grenzwerte in diesem Wertebereich liegen.

Edit: Typo.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015

Studie, die die Grenzwerte von Stickoxiden in Frage stellt.

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peder
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folder Sa 17. Nov 2018, 10:10
SRAM hat geschrieben:
Natural NOX (1).jpg
Quelle: https://nepis.epa.gov/Exe/ZyNET.exe/P10 ... e=x&ZyPURL#

Man beachte das Publikationsdatum der Arbeit. Seither wurden Grenzwerte und anthropogene Emissionen nochmals drastisch abgesenkt.

Weshalb ich gerne bereit bin, darauf zu wetten, daß meine obige Vorhersage eintreten wird.

......Ich werde mich vor Lachen am Boden wälzen :mrgreen:


Gruß SRAM
Vielleicht kannst du erklären, wie man vom Anteil natürlicher Emissionen in der globalen Atmosphäre auf den Anteil der natürlichen Emissionen für Messergebnisse in Stuttgart schließen kann.

Da würde ich mich ziemlich schwer tun, das plausibel zu erklären.....

Gruß Patrick

Re: Studie, die die Grenzwerte von Stickoxiden in Frage stel

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folder Sa 17. Nov 2018, 11:57
Kann er nicht, weil: geht nicht. Drum hält er jetzt ja auch erst mal die Schnauze. Bin gespannt, mit was er das nächste Mal unter seinem Stein hervorgekrochen kommt.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015

Re: Studie, die die Grenzwerte von Stickoxiden in Frage stel

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Toumal
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folder Sa 17. Nov 2018, 18:30
Mit Wasserstoff? ;)

Re: Studie, die die Grenzwerte von Stickoxiden in Frage stel

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OidaHund
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folder Do 22. Nov 2018, 14:01
Poolcrack hat geschrieben:Laut Harald Lesch gibt es bei der schädlichen Wirkung von Stickoxiden keinen Schwellenwert, d.h. keinen Wert unter dem die schädliche Wirkung nicht mehr nachweisbar ist. Das haben Versuche mit menschlichen Zellen und Ratten ergeben. Eigentlich müsste man die Grenzwerte weiter senken wenn man die Bevölkerung schützen möchte. Nach dem Motto: Vorsicht ist die Mutter der Porzelankiste.
Das sehe ich auch so, aber wie ist das zu beweisen? Ich weiß, dass in Kalifornien herausgefunden wurde, das bei 11jährigen sich die Lungenfunktion verbesserte wenn die Abgase weniger wurden. Aber das kann man wohl erwarten. Am schwierigsten ist es die spezifische Schädlichkeit von NO2 nachzuweisen, weil es nur ein Teil eines ganzen Cocktails ist. Und darauf reiten die Fahrverbots-Gegner ja herum. Kein kausaler Zusammenhang heißt es da und was kann ich entgegnen?
Vielleicht war es ein Fehler von Toten zu sprechen. Vielleicht wäre es besser nur von reduzierter Lebenserwartung zu schreiben und diese grob zu quantifizieren. Dann gibt es wohl auch Empfehlungen der WHO, die angeblich belegen, dass es erst ab 200 Mikrogramm NO2 zu beobachtbaren Effekten kommt.
Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich mit mir selbst rede. Und dann lachen wir beide.

Re: Studie, die die Grenzwerte von Stickoxiden in Frage stel

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folder Sa 1. Dez 2018, 23:49
Nein. Die WHO empfiehlt gemäß dt. Umweltbundesamt:

"... Somit sind für die Beurteilung des Gesundheitsschutzes der Allgemeinbevölkerung vor Stickstoffdioxid in der Außenluft der EU-Grenzwert, respektive der WHO-Richtwert in Höhe von 40 µg/m³ im Jahresmittel heranzuziehen."
Diesel Weg wird kein leichter sein ...
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Re: Studie, die die Grenzwerte von Stickoxiden in Frage stel

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folder So 2. Dez 2018, 16:13
peder hat geschrieben:
Vielleicht kannst du erklären, wie man vom Anteil natürlicher Emissionen in der globalen Atmosphäre auf den Anteil der natürlichen Emissionen für Messergebnisse in Stuttgart schließen kann.

Da würde ich mich ziemlich schwer tun, das plausibel zu erklären.....

Gruß Patrick
Für einen bestimmten Zeitpunkt ? Natürlich nicht.

Ist auch nicht nötig: man benötigt nur den Durchschnittspegel und die zeitliche Schwankungsbreite um vorhersagen zu können, daß der absurd geringe "Grenzwert" zu bestimmten Zeiten in Stuttgart überschritten werden wird. Noch dazu da die Wahrscheinlichkeit in Stuttgart etwas höher liegt (Höhenlage, Kessellage).

Gruß SRAM
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Empfehlung: End of Landschaft https://www.youtube.com/watch?v=TClKa61lCxc
Bild

NOx doch gefährlicher

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Der Grenzwert ist nicht absurd gering, sondern absolut zutreffend.

Es sei denn, man respektiert nicht die Gesundheit von Kindern, Säuglingen, Asthmakranken oder Alten.

Und komm jetzt bitte nicht damit, dass alte Menschen oder Säuglinge nichts an Straßen zu suchen hätten 8-)
Herzliche Grüße
Alex
Zoes seit 04/14 112.000 km
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Studie, die die Grenzwerte von Stickoxiden in Frage stellt.

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peder
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folder Mo 3. Dez 2018, 03:09
SRAM hat geschrieben:
peder hat geschrieben:
Vielleicht kannst du erklären, wie man vom Anteil natürlicher Emissionen in der globalen Atmosphäre auf den Anteil der natürlichen Emissionen für Messergebnisse in Stuttgart schließen kann.

Da würde ich mich ziemlich schwer tun, das plausibel zu erklären.....

Gruß Patrick
Für einen bestimmten Zeitpunkt ? Natürlich nicht.

Ist auch nicht nötig: man benötigt nur den Durchschnittspegel und die zeitliche Schwankungsbreite um vorhersagen zu können, daß der absurd geringe "Grenzwert" zu bestimmten Zeiten in Stuttgart überschritten werden wird. Noch dazu da die Wahrscheinlichkeit in Stuttgart etwas höher liegt (Höhenlage, Kessellage).

Gruß SRAM
Der grundsätzliche Schluss, dass bei einem natürlichen Anteil globaler Emissionen von 60% der Anteil der natürlichen Emissionen bei den Messwerten in Stuttgart ebenfalls 60% betragen muss, ist nicht zulässig. Dabei spielt die zeitliche Komponente überhaupt keine Rolle.
Oder um es noch etwas deutlicher zu machen:
Der besiedelte Teil der Erdoberfläche beträgt weltweit weniger als 3%. D.h. auf 97% der Erdoberfläche beträgt der Anteil natürlicher Stickoxydquellen nahezu 100%. Damit der Anteil nicht natürlicher Quellen bei 3% besiedelter Fläche noch auf 40% des globalen Anteils kommen kann muss das Verhältnis dort umgekehrt sein und in absoluten Werten gemessen auch erheblich höher als auf dem Rest des Globus. Sprich: im Raum Stuttgart geht der Anteil natürlicher Quellen im Vergleich zu den Gesamtemissionen gegen Null (auch wenn der absolute Wert der natürlichen Emissionen ähnlich hoch sein mag, wie im Rest der Welt). Daraus folgt auch, dass bei gemessenen 40 Mikrogramm/m^3 der aus natürlichen Quellen stammende Anteil eher im niedrigen 1-stelligen Bereich liegt. D.h. eine Reduktion der durch Verbrennung erzeugten Stickoxyde bringt sehr wohl etwas.

Gruß Patrick
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