Erdungschwierigkeiten?

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Erdungschwierigkeiten?

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folder Mo 9. Sep 2019, 13:14
Hi,

in der Region ist der Ladeinfrastruktur-Ausbau (Normalladepunkte) verzögert wegen "Erdungschwierigkeiten". Um was genau könnte es sich dabei handeln?
Zuletzt geändert von mweisEl am Mo 9. Sep 2019, 16:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erddungschwierigkeiten?

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Ferfi
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folder Mo 9. Sep 2019, 15:19
mweisEl hat geschrieben:Hi,

in der Region ist der Ladeinfrastruktur-Ausbau (Normalladepunkte) verzögert wegen "Erddungschwierigkeiten". Um was genau könnte es sich dabei handeln?
Die Masse wird geerdet. Das bedeutet dass die Masse potentialfrei ist.
Wenn die Erdung schlecht ist, kann aus Sicherheitsgründen nicht garantiert werden dass die Masse potentialfrei ist. Dann wird kein Strom durchgelassen.

Das Problem existiert wohl häufiger in trockenen Ländern ( Marokko etc. ).

Tatsächlich ist die Lösung dann die Erde rund um die Säule zu gießen.

Coole Sachen gibts :-)

Re: Erddungschwierigkeiten?

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folder Mo 9. Sep 2019, 16:02
Ok, für Franken weist der Dürreindex große Teile des Landes als extrem trocken aus. Aber dürfte man dann noch normale Hausanschlüsse installieren? Und muss man die Ladesäulen jeden Dürresommer wieder stilllegen?
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Re: Erdungschwierigkeiten?

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Ferfi
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folder Mo 9. Sep 2019, 18:35
mweisEl hat geschrieben:Ok, für Franken weist der Dürreindex große Teile des Landes als extrem trocken aus. Aber dürfte man dann noch normale Hausanschlüsse installieren? Und muss man die Ladesäulen jeden Dürresommer wieder stilllegen?
In der Tat könnte das problematisch werden. Es gibt daher einen Massepunkt am Hauswasseranschluss.

Re: Erdungschwierigkeiten?

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Ferfi
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folder Mo 9. Sep 2019, 18:56
Habe nochmal etwas gegoogelt.

Heutzutage macht man das nicht mehr mit der Wasserleitung. Es werden Fundamenterdungen etc. vorgenommen.

Falls jemand tiefer einsteigen möchte:
http://www.svgw.ch/fileadmin/resources/ ... 011_01.pdf

Re: Erdungschwierigkeiten?

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DiLeGreen
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folder Mo 9. Sep 2019, 19:11
Und bei Ladesäulen entsprechend mehrere Staberder in die Erde getrieben.
CFDFCC17-288D-483E-9409-A39CFF0DAD2E.jpeg
Habe beim Bau einer Ladesäule auch mal beobachtet dass sie die Erdung tatsächlich mit mehren Mess-Sonden geprüft haben.
ZOE Q210 Intens
Mitglied bei taubermobil Carsharing e.V. und HITA - Healthcare IT for Africa e.V. Meine Bilder sind unter CC BY-SA Lizenz.

Re: Erdungschwierigkeiten?

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Michael_Ohl
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folder Mo 9. Sep 2019, 19:55
Wenn die Masse geerdet wird, ist sie gerade nicht mehr potentialfrei. Durch die Erdung bekommt der Nullleiter genau das Erdpotential. Der sinn der Übung ist auf den ersten Bick nicht so leicht zu verstehen. Alle paar Häuser steht irgend wo ein Mittelspannungstransformator meist in einem kleinen Häuschen. In diesem kommen z.B. 2300Volt an und werden auf 230Volt Heruntertransformiert. würde man jetzt keine der beiden Leitungen an die erde anschließen bliebe sie Potentialfrei. Bei nur einem Haus sieht man erst einmal kein Problem. Leider sind alle Häuser an dieser Leitung. Nun hat im ersten Haus jemand versehentlich einen der beiden Leiter beschädigt, und dieser berührt ein Heizungs- oder Wasserohr das durch die erde verläuft oder über die Heizung mit der Gasleitung im Erdreich verbunden ist. Im zweiten Haus sitzt jemand auf dem Heizkörper und wechselt eine alte Glühlampe mit Metallfassung. Der herbeigerufen Notarzt kann leider nur noch den Tod feststellen. Was bewirkt die Erdung? Diese findet im Trafohäuschen und in jedem Hausanschluss statt. Berührt nun in einem Haus L1 die Wasserleitung fliegt die Sicherung. Berührt N die Wasserleitung fliegt hoffentlich der FI Schutzschalter, da er merkt, das nicht alles was auf L1 rein ging auf N raus kommt, da ein Teilstrom über PE geflossen ist.
Hinter einer galvanischen Trennung herrscht Potential Freiheit. Daher darf hier nur ein Verbraucher angeschlossen werden. Ausnahmen sind nur OP Säle, hier gibt es eine Überwachung statt Abschaltung um nicht ständig neue Patienten zu brauchen...


mfG
Michael

Re: Erddungschwierigkeiten?

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Orion
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folder Di 10. Sep 2019, 19:23
mweisEl hat geschrieben:
Mo 9. Sep 2019, 16:02
Aber dürfte man dann noch normale Hausanschlüsse installieren?
Bei schlechter Erdung am Neubau gibt dir dein Energieversorger nichtmal Strom.

Aber nur in den wenigsten Fällen verlässt man sich auf eine lokale Erdung. Das nennt sich "TT-Netz" und ist eigentlich nur in sehr "ländlichen" Gegenden üblich:
https://de.wikipedia.org/wiki/TT-System
Der Errichter alleine muss also für eine ordentliche Erdungs sorgen, indem er mehr oder weniger Metall im Boden vergräbt.
Thüringen hat das z.B. öfter - warum verstehe ich bis heute nicht.

In der Stadt wird man meistens ein TN-Netz vorfinden. Dort wird die Trafostation mit sämtlichen Gebäuden aussenrum verbunden und jeder Nachbar sorgt gemeinsam für eine gute Erdung der gesamten Siedlung.
Wenn man dort eine Ladesäule anschließt, macht man eine Erdung dann eigentlich höchstens für zusätzlichen Blitzschutz.

Jetzt müsste man mweisEl mal fragen, um welche Region es sich handelt.

Re: Erdungschwierigkeiten?

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folder Di 10. Sep 2019, 22:23
Orion hat geschrieben:
Di 10. Sep 2019, 19:23
Jetzt müsste man mweisEl mal fragen, um welche Region es sich handelt.
"Im Raum Nürnberg gab es eine starke Verzögerung auf Grund von Erdungschwierigkeiten"
Seit 27 Jahren mit eigenem PV-Strom elektromobil unterwegs (CityEL mit 1.8 kWh-Akku, seit '13 Smart ED3).
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Re: Erdungschwierigkeiten?

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folder Di 10. Sep 2019, 23:34
Hurra, eine neue Schutzbehauptung wurde gefunden ! Frost im Winter hatten wir ja schon.
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