Wallbox Angebot vom Elektriker: 1x22 kW = 3.500€!

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Wallbox Angebot vom Elektriker: 1x22 kW = 3.500€!

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rEVolutzer
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folder Fr 22. Mär 2019, 19:03
Ich bekomme demnächst (hoffentlich) meinen 64 kWh Kona. Dazu plane ich im Herbst auch meinen zweiten Verbrenner zu verbannen und mir dafür einen Tesla anzuschaffen. Damit ich beide mit maximaler Leistung laden kann, plane ich eine 22 kW Wallbox in die Garage zu hängen. Da ich es beim Hausbau verpasst habe, hier vorzusorgen, muss eine neue Leitung gezogen werden. Alles kein Problem. Nachdem ich die Autos nicht gleichzeitig laden muss, ging ich von nicht allzu hohen Kosten für die Wallbox aus.

Nun habe ich das Angebot von meinem Elektriker, bzw. meinem Energieversorger erhalten: Eine ABL eMH2 mit Lastmanagement (was anscheinend unbedingt sein muss) für 3.469 €! Das ist nur die Hardware, ohne Installation.
Das Lastmanagement ist wohl unumgänglich, weil wir eine Wärmepumpe für die Heizung/Warmwasser und eine weitere für den Pool betreiben. Die weiteren Verbraucher sind die üblichen Verdächtigen, wie in jedem Haushalt.

Wenn ich im Forum stöbere, finde ich zum Begriff Lastmanagement nur einträge von Mehrfamilienhäusern, die mehrere Wallboxen betreiben möchten. Selbst hier lese ich meist von weniger hohen Summen als die, die mein Elektriker aufruft.

Erscheint euch der Preis nicht auch sehr hoch und was wäre eine Alternative? Ist ein Lastmanagement wirklich notwendig? Das Haus wurde vor 9 Jahren gebaut, ich kann alllerdings nicht sagen, wie der Hausanschluss abgesichert ist.
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Re: Wallbox Angebot vom Elektriker: 1x22 kW = 3.500€!

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Abbadon
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folder Fr 22. Mär 2019, 19:13
Schau Mal nach einer 11 kW Box und einem Umschalter zwischen Poolpumpe und wallbox. Da brauchst du bestimmt nicht beides gleichzeitig... Das dürfte billiger werden oder gleich nur mit 16 A einphasig laden

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Wallbox Angebot vom Elektriker: 1x22 kW = 3.500€!

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DiLeGreen
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folder Fr 22. Mär 2019, 19:31
Jo, Lastrelais an Pool und Wärmepumpe welche die Wallbox bei Betrieb abwerfen dürften etwas günstiger sein.
Ansonsten die SmartEVSE oder eine Wallbox und den Bilanzpunktregler von Ecopowerprofi http://www.perdok.homepage.t-online.de/ladestation.htm , dann hast du ein preiswertes Lastmanagement und immer die maximal mögliche Ladepower.

EDIT: Nicht Lastrelais sondern Stromrelais heißen die schlauen Teilchen, z.B. Eltako AR12DX-230V
ZOE Q210 Intens
Mitglied bei taubermobil Carsharing e.V. und HITA - Healthcare IT for Africa e.V. Meine Bilder sind unter CC BY-SA Lizenz.

Re: Wallbox Angebot vom Elektriker: 1x22 kW = 3.500€!

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Oberfranke
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folder Fr 22. Mär 2019, 19:54
Das sollte deutlich günstiger gehen. Aus welcher Region bist du? Vielleicht können wir helfen.
Tesla Model S85 seit 26.11.2015 :D :D :D
www.e-mops.de - Ladestationen mit Wau-Effekt

Re: Wallbox Angebot vom Elektriker: 1x22 kW = 3.500€!

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Grottenolm
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folder Fr 22. Mär 2019, 20:22
Der Hausanschluss hat warscheinlich 32A.
In der Regel kann man die ohne Probleme auf 50A oder 64A hochstufen lassen.
Die Frage ist aber warum. Wir oft kommt es vor das die Autos komplett leer abgestellt werden und in <8h wieder voll sein müssen?

mit 1Phase 20A lädt man über Nacht ~50kWh. Das reicht also um den Kona fast komplett zu laden.
Den Tesla kann man mit 11kW über Nacht auch komplett voll laden. Wenns schnell gehen muss, muss man ja nur genug Laden um zu nächsten Supercharger/FastCharger zu kommen.
Ich hab es in >60.000km elektrisch noch nie erlebt das das Auto nicht voll genug gewesen wäre wenn ich losfahren will und ich lade eigentlich immer nur mit 4kW

Dir sollte eine Wallbox mit 15kW und zwei ladepunkten völlig reichen. Dann braucht man nur Lastmanagement in der Ladebox und das ist für <1200€ zu haben.

Re: Wallbox Angebot vom Elektriker: 1x22 kW = 3.500€!

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Grottenolm
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folder Fr 22. Mär 2019, 20:27
Außerdem kostet die ABL eMH2 keine 2000€ im Handel. Dein Elektriker ist ein Halsabschneider....

Re: Wallbox Angebot vom Elektriker: 1x22 kW = 3.500€!

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folder Fr 22. Mär 2019, 20:31
Ich würde zwei Wallboxen mit 11 kW installieren, bzw eine Wallboxen mit zwei 11-kW-Anschlüssen, mit Lastmanagement, so dass von beiden Wallboxen zusammen maximal 11 kW gezogen werden.

Die einzige Ausnahme ist, wenn Du wirklich mehr als 3,6 kW brauchst für den Kona. Wenn der aber normalerweise 10 Stunden steht in der Nacht, kannst Du ja schon mehr als 30 kWh pro Nacht laden. Wenn Du im Alltag an einem durchschnittlichen Tag nicht mehr als 100 km fährst, sollte das mehr als ausreichend sein.

Klar, wenn es günstig geht, würde ich zweimal 22 kW installieren. Aber bei solchen Mehrkosten wie bei Dir lohnt sich das wohl kaum.

Re: Wallbox Angebot vom Elektriker: 1x22 kW = 3.500€!

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rEVolutzer
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folder Fr 22. Mär 2019, 21:54
Danke schon mal für die Antworten. Ich komme aus dem Bereich Ulm. Das Angebot kam nicht direkt von meinem Elektriker (der ist voll in Ordnung und bisher immer mehr als fair gewesen), sondern von den Stadtwerken – er hat es mir nur weitergegeben. Alternativ habe ich gerade vorhin das Angebot einer 11 kW Box erhalten – auch mit Lastmanagement, weil sonst nicht genehmigt, zum Preis von ca. 1.600 €.

Dann habe ich aber eben nur einen Ladespot und wenn der Kona nur mit 3,6 kW lädt, brauche ich schon dafür die ganze Nacht, sollte ich mal mehr gefahren sein. Bei 22 kW würde ich dann eben umstecken, sollten beiden Fahrzeuge in der Nacht geladen werden müssen. Häufig wird das sicherlich nicht der Fall sein, aber eben möglich.

Poolheizung und Wallbox(en) laufen in aller Regel nie zusammen, weil die Autos nachts laden und die Poolheizung nur tagsüber angeworfen wird, wenn der Wirkungsgrad besser ist und um die Nachbarn mit dem Lärm (naja, ist eher ein Summen) nicht zu stören.

Das Problem ist allerdings, dass die Stadtwerke das Lastmanagement auch bei 11 kW möchten. Im Angebot steht: dynamisches Lastmanagement Messzähler Carlo Gavazzi, Rogowski-SpuleKlein (3 Stück) Primärstrom 20A bis 4.00 A, Spulenlänge 400mm, Maximaler Leiterdurchmesser 115 mm – 1.170 € (netto)
Dazu dann eben die Wallbox mit noch mal 1.744 € (netto).

Mein Wunsch wäre eine 22 kW Wallbox mit mind. 7m Kabel, weil ich sonst nicht an die Nase des Kona und den Hintern des Teslas komme. Die "Ecoload" finde ich nicht besonders "hübsch". Da bin zu sehr Ästeth um mir die an die Wand zu dübeln, sorry. Ich bin sicherlich bereit in die Zukunft zu investieren, aber die 3,5k sind doch echt happig. Wenn es für 2k eine Lösung gäbe wäre ich happy.

Re: Wallbox Angebot vom Elektriker: 1x22 kW = 3.500€!

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folder Fr 22. Mär 2019, 23:33
Der Kona kann doch eh nicht 22kW laden. Wahrscheinlich 7,4kW, wobei nur 4,6 wegen Schieflast legal wären. Da fällt man auf 3,7kW nun auch nicht mehr so tief.
Würde eine CEE16 blau (Campingstecker) und ein mobile Kabel dazu nehmen. Kostet kein großes Geld.

Was zieht denn die Wärmepumpe? Bei unserer sind das deutlich unter 2kW, das ist eigentlich Pillepalle. Außer sie schmeißt die Heizstäbe an, da gehen auch 6kW.

Was für eine Hauptsicherung hat das Haus?
Mache Urlaub

Re: Wallbox Angebot vom Elektriker: 1x22 kW = 3.500€!

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folder Sa 23. Mär 2019, 00:39
rEVolutzer hat geschrieben:
Fr 22. Mär 2019, 21:54
Dann habe ich aber eben nur einen Ladespot und wenn der Kona nur mit 3,6 kW lädt, brauche ich schon dafür die ganze Nacht, sollte ich mal mehr gefahren sein.
Es ist egal, wenn der Akku nicht wieder komplett voll ist, wenn Du ihn einmal leer gefahren hast (beispielsweise am Wochenende).

Wenn Du unter der Woche normalerweise 50 km pro Tag fährst, musst Du nur 10 kWh nachladen, um den Tagesbedarf nachgeladen zu haben. Und selbst wenn wir nur mit 10 Stunden pro Nacht rechnen (bei den meisten werden es wohl eher 13 bis 15 Stunden sein), bekommst Du an 3,6 kW nach Ladeverlusten etwa 33 kWh in den Akku.

Wenn Du also Sonntag Abend mit fast leerem Akku nach Hause kommst (sagen wir 5 kWh noch drin), dann hast Du am Montag morgen 38 kWh im Akku. 10 kWh verbrauchst Du, 33 kWh lädst Du nach, und schon sind am Dienstag morgen wieder 61 kWh im Akku (quasi voll). Um den Akku zu schonen sollte man im Alltag auch nur bis 80% laden wenn es mit dem Fahrprofil geht (kann man beim Kona auch einstellen). Also wäre das Auto schon wieder auf 80% geladen am Dienstag morgen.

Wenn Du natürlich jeden Tag 150 km fahren musst, und das auch noch schnell über die Autobahn, und Du dann öfter erst spät am Abend nach Hause kommst so dass das Auto nur 8 Stunden laden kann, wird es schwieriger mit nur 3,6 kW. Dann musst Du im Winter mit einem Tagesverbrauch von vielleicht 35 kWh rechnen, aber bekommst in 8 Stunden nur vielleicht 26 kWh in den Akku.

Wie gesagt, wenn es ohne großen Aufwand geht, dann natürlich eine höhere Ladeleistung wählen, aber wenn der Aufwand hoch ist, dann geht es fast immer auch so.

Die Vorschriften der Stadtwerke zum Lastmanagement verstehe ich noch nicht so ganz. Was für ein Lastmanagement soll es denn geben? Also wann soll die Wallbox herunter regeln? Ich finde das für 11 kW eigentlich eine Frechheit.
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