Was kommt nach meinem PHEV?

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Was kommt nach meinem PHEV?

salamanderjoe
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Moin liebe Elektrofreunde,
vor gar nicht langer Zeit habe ich mir nach einigen Recherchen hier im Forum einen Golf GTE bestellt (am letzten Tag, als das noch möglich war) und habe Mitte Juli mein Auto in Wolfsburg in Empfang genommen.
Bis jetzt bin ich mehr als begeistert und wie zu erwarten war macht besonders das elektrische Fahren am meisten Spaß.
Ein bisschen überlege ich noch, ob ich gleich in Richtung BEV hätte gehen sollen, aber mein Streckenprofil der letzten Monate hat dies doch etwas schwierig gemacht (viel Nord->Süddeutschland, dann Italien und keine Lademöglichkeit in meiner Unterkunft die letzten Monate mit zahlreichen Umzügen.) Jetzt bin ich seit einigen Wochen wieder in Hamburg (auch ohne Lademöglichkeit, aber öffentliche Ladesäule in 5 Minuten erreichbar) und lege ca. 90% meiner innerstädtischen Strecken rein elektrisch zurück, oft auch mit Laden am Zielort (Einkaufszentrum, Sport etc.).
Noch ist mein Auto ja neu und schön - trotzdem bin ich schon am Überlegen wie ich die nächsten Schritte am schlauesten organisiere und habe hierzu einige Fragen:
- Wie beurteilt ihr die Wertentwicklung von PHEVs wie dem Golf GTE? Listenpreis beim Kauf wäre 36500€ gewesen (bezahlt habe ich ca. 29000€), ich habe etwas Angst dass mir der Wert mit der steigenden Verfügbarkeit von BEVs plötzlich "abstürzen" könnte, auch wenn das zumindest nach aktuellen Angeboten auf Autokaufportalen noch nicht der Fall ist.
- Nachdem ich jetzt schon 90% elektrisch fahre und Ladekarten etc. organisiert sind, soll das nächste Auto möglichst ein BEV werden. Zeitdruck besteht natürlich gar keiner (außer vielleicht wegen der Wertentwicklung s.o.), sodass ich überlege, auf welches Modell bzw. welche Gebrauchten es sich zu warten lohnt.
-- Privat und Beruflich tut sich bei mir zur Zeit recht viel mit einigen kommenden Umzügen (Auslandseinsatz 1-1,5 Jahre in der Ostschweiz, danach vermutlich Umzug nach Berlin-Mitte), sodass einige längere Fahrten anstehen und ich die Ladeinfrastruktur nicht immer gut beurteilen kann (in der Schweiz wird eine Lademöglichkeit wohl Voraussetzung bei der Wohnungssuche, in Berlin könnte ich mir die öffentliche Ladeinfrastruktur wieder gut vorstellen)
-- Einen soliden Überblick über aktuelle elektrische Modelle habe ich (noch) nicht, wobei ich bei der Suche gerne einige Extras des GTE (ACC, Lane Assist, autom. Einparken, Rückfahrkamera) nicht mehr missen möchte. Zudem soll das BEV "langstreckentauglich" sein, sei es über DC-Schnelladung, einen großen Akku etc. Dies gilt besonders, da die vielen Fahrten durch Umzüge und Familienbesuche damit abgedeckt werden sollen.
-- Bei Neuwägen ist die Bestellzeit teils wohl sehr lange, sodass ich überlege, ob ich jetzt schon den nächsten Schritt planen soll oder es sich lohnt, auf neue Modellvorstellungen zu warten.


Entschuldigt die Wand an Text, ich habe versucht meine Gedanken und Fragen schlüssig aufzuschreiben. Was meint Ihr? Ein wenige Monate altes Auto verkaufen ist wohl nicht die Lösung, aber kann ich jetzt schon etwas machen, um mich für den zukünftigen Kauf gut zu "positionieren"?

Liebe Grüße (aktuell) aus Hamburg :-)
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Re: Was kommt nach meinem PHEV?

cpeter
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Du hast ja offenbar noch viel Zeit, um den nächsten Schritt zu überlegen. Es kommen innerhalb der nächsten Monate einige Elektroautos auf den Markt, die Akkus mit ca. 60 kWh oder mehr haben und damit 400 km und mehr „reale“ Reichweite haben. Ich denke, die solltest du dir ansehen. Insbesondere die Koreaner (Hyundai, Kia) sind gut ausgestattet, sodass dir da nichts abgehen sollte.

Unvollständige Liste der Fahrzeuge, die vielleicht für dich interessant werden könnten:
• Hyundai Kona Elektro
• Kia e-Niro
• Nissan Leaf mit 60er Akku
• nächste Generation der Renault Zoe (60er Akku)
• Tesla Model 3
Zuletzt geändert von cpeter am Fr 26. Okt 2018, 22:57, insgesamt 2-mal geändert.
seit 01/2017 Nissan Leaf Tekna 30 kWh mit 6,6 kW AC Lader
seit 03/2019 Tesla Model 3 Long Range AWD

Re: Was kommt nach meinem PHEV?

Felix Klüsener
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@cpeter: Der Nexo ist ein Wasserstoffauto von Hyundai. Du meinst wahrscheinlich den Kia e-Niro.
Sonst fällt mir noch der Opel Ampera E ein und eine Klasse höher der Audi E-tron Quattro, Jaguar I Pace und der Mercedes EQC.
Falls noch Zeit bis Anfang 2020 bleibt ist auch ein VW Neo eine Überlegung wert. Der wird die Größe und den Preis eines Golfs haben und über 500 km realistische Reichweite bieten.

Re: Was kommt nach meinem PHEV?

cpeter
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@Felix Klüsener: ja, danke, mein Fehler, ich hab‘s korrigiert.
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seit 03/2019 Tesla Model 3 Long Range AWD

Re: Was kommt nach meinem PHEV?

salamanderjoe
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Danke schonmal für die Antworten und die Zusammenstellung interessanter Autos. Der Kia e-Niro klingt wirklich interessant, mal sehen wann der klügste Zeitpunkt für den Wechsel wäre - es scheint bei so ziemlich allen auf der Liste ja lange Vorbestellisten zu geben, ob sich das in 6-12 Monaten gibt weiß man ja nicht. An sich wäre Tesla auch eine Option, aber S/X sind einfach nicht in Budget (leider) und vom Model 3 weiss leider niemand genau wann es kommt. Meint ihr es lohnt sich irgendwo (z.B. Tesla) schon eine Reservierung abzuschließen, damit man quasi einen Fuß in der Tür hat? Und wäre es zu befürchten, dass die PHEV-Preise wirklich auf dem Markt für Gebrauchte abstürzen?

Re: Was kommt nach meinem PHEV?

elektrotiroler
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Hi Joe

Wirst du dein Auto in die Schweiz importieren? Bzw. wirst du in der Schweiz wohnen oder in Deutschland und über die Grenze pendeln? Bei Aufenthalt > 1 Jahr mit Wohnsitz in der Schweiz müsstest du eigentlich dein Auto importieren.
Das ist grundsätzlich kein Problem, würde in deinem Fall auch nicht besonders viel extra kosten. Aber: Wenn du das Auto dann nicht zurück das DE "importierst" müsstest du das Auto in der Schweiz verkaufen... Import-Wagen leiden hier unter einem tieferen Wiederverkaufswert...

In so einem Fall eventuell überlegen doch ein Auto in der Schweiz zu kaufen. In welcher Branche bist du tätig? Evtl. kannst du Flottenrabatt bekommen.

Re: Was kommt nach meinem PHEV?

salamanderjoe
  • Beiträge: 23
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Hey, vielen Dank für die Antwort. Ich werde auch in der Schweiz wohnen, muss also auf jeden Fall das Auto importieren. Das mit dem Reimport ist ein guter Punkt - sind denn insgesamt die Preise für BEVs auf dem Schweizer Markt vergleichbar mit Deutschland?
Danke nochmal für die nützlichen Antworten!

Re: Was kommt nach meinem PHEV?

elektrotiroler
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So ganz generell sind Autos in der Schweiz auf den ersten Blick meistens nicht günstiger als in Deutschland. Die hiesigen Verkäufer wissen das aber, und locken mit entsprechenden Angeboten um dieser Konkurenz entgegen zu wirken. Z.b. Service Kosten werden häufig im Angebot "erlassen" für die Leasing Dauer, oder spezielle Euro Rabatte werden gewährt. Bei BEV's und wahrscheinlich auch PHEV's wirst du aber wahrscheinlich auch in Deutschland nicht mit Angeboten überhäuft werden, ich vermute daher dass der Preisunterschied in dem Segment nicht dramatisch sein wird. (Einen zweifach Querimportierten Allerwelts- Verbrenner bekommst du in DE zu einem Kampfpreis den kein Schweizer Verkäufer mitmachen kann)

Wegen Steckdose am Parkplatz: Einfach den Vermieter darauf ansprechen. In meinem Fall kein Problem, ich muss einfach die halben Kosten für die Steckdose selbst tragen. Gefühlt ist dieses Thema in CH weniger komplex als in DE.

Re: Was kommt nach meinem PHEV?

salamanderjoe
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Das ist doch sehr beruhigend zu hören - ich schaue jetzt wohl erstmal, wie ich mit dem PHEV in der Schweiz zurechtkomme (Der Umzug ist wohl eh erst im April - Mai nächsten Jahres) und die Steckdose ist eben ein Kriterium bei der Wohnungssuche. Die ist ja auf dem Land (nahe Buchs, SG) sowieso nicht ganz so anspruchsvoll. Bis jetzt habe ich nur eine Antwort von einem potentiellen Vermieter bekommen (noch dazu ein gerade im Bau befindlicher Neubau), da heißt es aber leider nein zum Ladepunkt :/
@elektrotiroler: Das macht aber trotzdem Hoffnung, ich suche einfach mal weiter - die Steckdose wäre ja auch beim Wechsel auf ein BEV sehr wichtig.

Re: Was kommt nach meinem PHEV?

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salamanderjoe hat geschrieben:Hey, vielen Dank für die Antwort. Ich werde auch in der Schweiz wohnen, muss also auf jeden Fall das Auto importieren.
Vorsicht, um ein Auto als Umzugsgut zollfrei aus der Schweiz nach Deutschland zu importieren, muß es mindestens 6 Monate vor dem Umzug auf deinem Namen angemeldet gewesen sein.
Also kauf dort kein Auto in den letzten 6 Monaten bevor du wieder nach Deutschland ziehst.

Umgekehrt gibt es auch Regeln, informiere dich genau sonst kann es teuer werden.
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