Lohnt sich EV?

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Re: Lohnt sich EV?

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    Vanellus
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folder Mi 25. Jul 2018, 08:31
Gebrauchte Zoes und Leaf sind seit Jahren auf dem Markt, sie sind ja auch vor über 5 Jahren auf dem Markt erschienen. Dass die neueren Zoes nur noch mit 22 kW laden können, wird je nach Fahrprofil dadurch kompensiert, dass sie in jedem größeren Dorf, also am Ziel, laden kann. Die älteren Zoes können mit 43 kW laden. Was nützen dir 50 kW Chademo beim Leaf, wenn du einen langen Umweg zum Chademo-Lader fahren musst und da herumsitzt und warten musst, dass der Akku sich wieder füllt? Schnellladefähigkeit ist dann wichtig, wenn du häufig über die Reichweite des Akkus hinaus fährst. Im Alltag ist es wichtiger, wenn du an jeder Ecke mit 22 kW nachladen kannst, beim Einkaufen, beim Sport, beim Kino usw. Bei der Zoe hast du nicht das Akku-Risiko, weil mit der Miete eine lebenslange Garantie verbunden ist.
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Re: Lohnt sich EV?

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Odanez
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folder Mi 25. Jul 2018, 08:39
Die Reichweitenanzeige im Leaf schwankt sehr stark, wenn man unterschiedlich damit fährt, z.B. fährt man zu einer Ladesäule durch Ortschaften, lädt dort voll, zeigt er dann eine sehr hohe Reichweite an (bei mir sogar einmal 169km am 24kWh Leaf), und wenn man danach mal auf die Autobahn geht, dann schmelzen die km nur noch so dahin. Aber mit einen 30er Leaf kommt man bis zu 200km weit, im tiefsten Winter auf der Autobahn immernoch 130, also dürfte das alles kein Problem sein. Man muss halt wissen wo die Ladesäulen sind und dementsprechend planen.

Ob sich ein EV lohnt - tja, wenn dann aber nur wenn man einen mind. 2 Jahre alten gebrauchten ohne Akkumiete kauft, und dann auch nur unter besten Bedingungen, z.B. viel kostenlosen Strom. Ansonsten ist ein EV noch nicht wirklich wirtschaftlicher als ein Verbrenner, das liegt alleine daran, dass man einen 2 Jahre alten Verbrenner mit vernünfriger Ausstattung und Qualität schon teilweise unter 10.000EUR findet, das findet man beim EV momentan noch nicht.
2013 Euroleaf Acenta, 24kWh. SoH 85%, 68.000km

Re: Lohnt sich EV?

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CaddyCup
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folder Mi 25. Jul 2018, 08:41
Moin Christoph,

ich bekomme unsere ZOE R240 Anfang August. Gebraucht gekauft.
Muss sich ein Auto lohnen?
Mir hat die ZOE einfach gut gefallen und nach dem Angebot vom Händler hab ich Abends versucht mir das Ding schön zu rechnen. :lol:
Bei unserem Fahrprofil ( unter 7000 Km im Jahr) ist ein kleiner Benziner einfach günstiger. 5,0-5-5 Liter auf 100 KM sind schon eine Ansage.
Ich hab ihn trotzdem gekauft weil ich wissen wollte wie das ist mit der E-Mobilität und weil das fahren mit dem Ding richtig Laune macht.

Einige aus dem Forum haben beim Kauf eines E-Autos den Umweltaspekt im Kopf. Vergiss es.
Was spart man beim E-Auto an Co² wenn schon bei der Herstellung des Akkus so viel CO² ausgestoßen wird, wie ein Diesel PKW nach 200.000 Kilometern...

Meiner Meinung nach ist die ganze CO² Geschichte eine staatlich verordnete Agenda die mit allen Mitteln vorangetrieben wird koste es was es wolle. Das soll Naturschutz sein?
Komm mal zu uns in den Hunsrück und schau Dir mal an wie die Grünen unsere Landschaft mit Windrädern verschandelt haben. Hier wurde die Natur aktiv zerstört, Wälder über Nacht abgeholzt, damit es keine Gegenwehr der Bürger geben kann weil es ja zu spät ist. Tieren den Lebensraum zerstört.

Am Anfang meiner Überlegungen dachte ich dann..OK Du kannst den Ölmultis einen spielen in dem ich elektrisch fahre.
Keine Kriege mehr wegen Öl..

Was wenn die E-Mobilität sich durchsetzt? Bekommen wir dann Kriege wegen anderen Rohstoffen? Lithium zum Beispiel..?

Gruß CaddyCup

Re: Lohnt sich EV?

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chrisha
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folder Mi 25. Jul 2018, 08:43
Dass der Ioniq keine AHK hat ist mir bewusst.
Ein Dachträger lässt sich allerdings montieren, hatte ich irgendwo schon gelesen.

Ein (gebrauchter) Zoe ist ebenfalls interessant. Nur wäre es mir wichtig, auch mal 120-150 KM (auch im Winter) am Stück fahren zu können. Mit den Kids an Bord möchte ich da ungern unterwegs für eine Ladepause anhalten müssen ... auch wenn es nur ein paar Minuten ist.
Aber ich sehe schon, ich muss mich mal mehr informieren über die Ladegeschwindigkeiten außerhalb der Schnelllader.
Wobei schon sehr viel auf Garantie kaputt war, ich hoffe so ein Brocken wie Antriebsmaschine oder Umrichter kommen nicht noch einmal...
Das hört sich ja gar nicht gut an. Ich dachte immer Elektroautos gelten eher als Wartungsärmer als Verbrenner.
War das ein Montagsprodukt, oder wie ist es dazu gekommen?

Re: Lohnt sich EV?

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Odanez
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folder Mi 25. Jul 2018, 08:50
CaddyCup hat geschrieben:Einige aus dem Forum haben beim Kauf eines E-Autos den Umweltaspekt im Kopf. Vergiss es.
Was spart man beim E-Auto an Co² wenn schon bei der Herstellung des Akkus so viel CO² ausgestoßen wird, wie ein Diesel PKW nach 200.000 Kilometern...

Meiner Meinung nach ist die ganze CO² Geschichte eine staatlich verordnete Agenda die mit allen Mitteln vorangetrieben wird koste es was es wolle. Das soll Naturschutz sein?
Komm mal zu uns in den Hunsrück und schau Dir mal an wie die Grünen unsere Landschaft mit Windrädern verschandelt haben. Hier wurde die Natur aktiv zerstört, Wälder über Nacht abgeholzt, damit es keine Gegenwehr der Bürger geben kann weil es ja zu spät ist. Tieren den Lebensraum zerstört.
Fake News ist halt hartnäckig. Ich schlage vor du nimmst die Bild nicht als Quelle solcher Aussagen - sind längst wiederlegt, das hat hier in dem Thread aber nichts zu suchen. Das mit dem CO2 ist von so vielen Faktoren abhängig, aber die Zeit, die angegeben wird, ab wann der erhöhte CO2 Rucksack des Akkus abgebaut ist liegt irgendwo zwischen 300liter Diesel und deinen angegebenen 200.000km. Studien zu jedem gibt es, und die meisten sind einfach voller Lücken. Ist einfach so. Fakt ist aber, dass man ein E-Auto aus guten Umweltgewissen heute schon kaufen kann, denn es ist wirklich schon in sehr vielen Fällen umweltfreundlicher als ein Benziner oder Diesel. Einzig Erdgasautos machen den E-Autos in manchen Aspekten noch Konkurrenz.

Und nicht vergessen: CO2 ist nur ein kleiner Anteil der gesamten Umweltdiskussion. Lokale Emissionen sind da, je nachdem wie man es sieht, noch viel wichtiger als CO2, denn die verursachen direkt Gesundheitsschäden, und CO2 ist "nur" für globale Erderwärmung verantwortlich

Und zu den Windkraftwerken, hättest du lieber ein Braunkohlekraftwerk dort? Und nein es werden nicht mehr Kraftwerke benötigt, nur weil mehr E-Autos rumfahren, der Mehrbedarf an Strom, wenn hier mal 50% Stromer rumfahren, befindet sich im einstelligen Prozentbereich.

Sorry, ich bin etwas vom Thema abgekommen, aber manches kann man nicht einfach unkommentiert stehen lassen
2013 Euroleaf Acenta, 24kWh. SoH 85%, 68.000km

Re: Lohnt sich EV?

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CaddyCup
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folder Mi 25. Jul 2018, 09:03
Moin Odanez,

naja, ich habe "Lohnt sich" halt ganzheitlich betrachtet.
Bild Zeitung habe ich schon 25 jahre keine mehr in der Hand gehabt. :lol:
Im Ernst, wenn Du gute Quellen hast die sich mit diesem Thema beschäftigen, mail mich per PM an. Ich lese gerne und bin lernfähig. Was die Energiewende betrifft kann ich das Buch "Der Grüne Blackout" sehr empfehlen. Für den ein oder anderen hier sicher sehr lesenswert. Bleiben wir beim Thema und entschuldige wenn ich abgeschweift bin.

Gruß CaddyCup

Re: Lohnt sich EV?

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folder Mi 25. Jul 2018, 09:10
CaddyCup hat geschrieben: Was spart man beim E-Auto an Co² wenn schon bei der Herstellung des Akkus so viel CO² ausgestoßen wird, wie ein Diesel PKW nach 200.000 Kilometern...
Elektrofahrzeug:
Akkuherstellung von 85kWh: ~17 Tonnen Co2 (Quelle: die umstrittene schwedische Studie, auf die Du vmtl. Bezug nimmst)
Beleiben wir dann mal bei vernünftigen Größen*, zB. 30kWh: 6 Tonnen Co2 := 6000 kg Co2
Dazu kommen noch ca. 4 Tonnen Herstellung des Fahrzeugs: 4000 kg Co2
ergibt 10.000 kg Co2

wie weit komme ich damit mit einem Diesel?
Herstellung des Fahrzeugs: 6 Tonnen Co2 := 6000kg Co2
Differenz: 4000 kg Co2

Verbrauchsdifferenz als Well-to-Wheel
Elektrofahrzeug (18kWh/100km) := 8,8 kg Co2
Diesel (6l/100km) := 14,2 kg Co2
=> 5,6 kg Co2-Einsparung pro 100km (mit deutschem Strommmix**, und ich lasse die anderen Abgasprodukte mal aussen vor)

Das ist also nach 70.000km auch wieder drin. Ich denke, ich habe auch noch recht konservativ gerechnet - je nach Fahrstil und Fahrzeug/Akku wird es da alle Spannen geben: von 20.000km bis 200.000km - nur hat der Verbrenner ja auch viele andere Nachteile.

*denn so macht es umweltpolitisch Sinn, das siehst Du richtig
*der deutsche Strommix ist ja auch hier nicht passend, da öffentlichem bezuschusste Säulen Ökostrom beziehen müssen, es mir frei steht, mit meiner Photovoltaik zu laden und außerdem der Strommmix massiv besser wird.

Da haben wir noch nichtmal drüber gesprochen, dass bei Kurzstrecken und im Winter die Abgasreinigung nicht läuft.


Ich will schon nochmal klar stellen, dass ich diese Umweltdiskussion eh schwachsinnig halte, solange die Leute fette SUVs kaufen, jeder sein eigenes Stehzeug haben will und sie 100kWh Akkukapazität haben wollen, aber man muss schon auch mal die Fakten sehen und nicht nur schwarzen Printmedien (oder deren Redakteuren) nachplappern.

Ich sehe auch eher den Vorteil darin, dass ein Elektrofahrzeug keine lokalen Schäden verursacht im Gegensatz zu einem Verbrenner in Ballungszentren. Das ist schwierig in Zahlen zu gießen, aber greifbar. Co2 ist ja auch "nur" ein Klimagas, aber bringt uns nicht um, sondern verursacht andere Probleme (die aber dann wieder zu abstrakt sind, als dass sie jemand interessieren könnte - mir doch egal, dass meine Enkel wahrscheinlich eher keine Schokolade mehr bekommen).

Aber um wieder zum Thema zurückzukehren :mrgreen:
>> Lohnt sich ein Elektroauto?

Finanziell: nein. So schön kann man es sich aktuell gar nicht rechnen, vor allem nicht mit kleinen km-Leistungen
Umweltpolitisch: kurzfristig fraglich, mit kleinem Akku vmtl. schon, zukünftig sicher
Politisch: wieso weiter von ölfördernden Staaten abhängig sein?
Gesellschaftlich: ja.
i3 seit Feb. 2016

Re: Lohnt sich EV?

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CaddyCup
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folder Mi 25. Jul 2018, 09:26
Zitat: flieger_flo

Ich will schon nochmal klar stellen, dass ich diese Umweltdiskussion eh schwachsinnig halte, solange die Leute fette SUVs kaufen, jeder sein eigenes Stehzeug haben will und sie 100kWh Akkukapazität haben wollen, aber man muss schon auch mal die Fakten sehen und nicht nur der Bild nachplappern.

:thumb: Dem gibt es nichts hinzuzufügen.

Bild nachplappern ist aber nicht. Siehe weiter oben.

Ansonsten sehe ich die Sache nach wie vor kritisch, obwohl ich ganz eindeutig ein Profiteur des EEG bin.
Eigene PV Anlage. Jetzt die ZOE. Stromkunde der EWS seit 18 Jahren. Jetzt aber bitte zurück zum Thema.

Gruß CaddyCup

Re: Lohnt sich EV?

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Ranzoni
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folder Mi 25. Jul 2018, 10:42
CaddyCup hat geschrieben:Keine Kriege mehr wegen Öl..
Ich habe da so meine Zweifel. Es mag jetzt Kriege geben, um ans Öl zu kommen. In Zukunft könnte es Kriege geben, um es los zu werden...

Ranzoni

Re: Lohnt sich EV?

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Trumpetzky
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folder Mi 25. Jul 2018, 11:19
Ohne jetzt irgendwelche apokalyptischen Phantasien bezgl. Öl oder Gas zu haben, wage ich, als überzeugter Zoe Fahrer zu behaupten:

Ein EV rechnet sich NUR dann, wenn man am Verbrenner ständig irgendwelche Sachen reparieren lassen muss, die durch Kurzstreckenfahrten, Korrosion,... kaputt werden.

Wenn man ein problemloses, einigermaßen "Leistungsschwaches" Auto hat, das im Unterhalt und den Reparaturkosten günstig ist, kann da bei derzeitiger Preislage kein EV mit.

Warum ich das weiß? Weil ich genau deswegen ein EV als Zweitauto angeschafft habe. Unser vorheriger Peugeot HDI mit FAP hat allerlei Mucken und Zicken gemacht. Korrosion an der Auspuffanlage, ständig verrostete Bremsen, Probleme beim Partikelfilter und im Verbrennungssystem (Bio-Sprit-Beimengung im österr. Diesel ist Gift, vA bei Kurzstrecken -> verharzt, verklebt Injektoren/Magnetventile,...); da waren jedes Quartal ein paar 100er extra, die nicht kalkulierbar waren.

Unsere Zoe (Q210, 22kW) haben wir gebraucht um etwa 10.000€ als Ersatz für den 208er Peugeot meiner Frau gekauft und haben seitdem außer Scheibenwasser nachfüllen nichts ausserplanmäßiges zu tun gehabt. Frei nach dem Motto "was ich nicht hab, wird nicht kaputt" erfreuen wir uns an einem gut funktionierenden EV, das dank Steuerbefreiung in Österreich auch wenig Versicherung kostet.

Die Batteriemiete haben wir fast über die wegfallende Steuer herinnen, aber was das Kraut in unserem Fall wirklich Fett macht, ist, dass das Auto nicht permanent wegen irgendwelcher lästigen Kleinigkeiten beim Mechaniker steht. DAS spart die eigentliche Kohle.
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