Der EQC, ein Desaster?

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Re: Der EQC, ein Desaster?

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GyAkUsOu hat geschrieben: Ob man da Geld verdient oder nicht, halte ich für zweitrangig. Es gibt viele Branchen, in denen erstmal für viele Jahre Geld verbrannt wurde. Und eine spätere Aufholjagd kostet auch einen Haufen Kohle.
Ist ja nicht so, daß man bei den anderen kein KnowHow aufbaut. Man wirft es nur nicht mit viel Geld auf die Kunden. Wie man Autos baut und vernetzt wissen die alten OEMs auch so (über die Art und Weise kann man streiten). Das eigentliche Problem des E-Autos, nämlich die Hochstückzahlindustrialisierung hat Tesla zwar angegangen, aber auch noch nicht gelöst.

Meinst Du echt, der Manager der i-Division bei BMW hätte Zahlen wie sie Tesla produziert hat, länger als ein Jahr überlebt? Ich sage Dir: ganz sicher nicht. Und es sind BMW ja auch genug Leute davon gelaufen. Vermutlich nicht alle freiwillig. Mit schlechten Zahlen bist Du in einem Konzern ruckzuck auf dem Abstellgleis. So ähnlich wird das bei Daimler und dem EQC auch laufen

Da beim Auto aber schon in der Produktvorbereitung ganz andere Summen bewegt werden müssen, wie bei einem Smartphone oder anderen Produkten oder gar im Handel (wenn Du auf Amazon anspielst), ist das eben nicht egal, wieviel Kohle Du im Vorfeld verbrennst. Weil das nämlich so viel ist, daß Du das ggf. gar nicht lange genug bereitstellen kannst.

Dieser neue E-Auto-Ansatz konnte nur von einem Player von außen kommen, der über sehr viel Durchhaltevermögen und unbegrenztes Vertrauen am Kapitalmarkt verfügt. Nicht mal Dyson war dazu in der Lage. Und einem Player wie Apple oder Google sind die Renditen im Maschinenbau viel zu schlecht, die wollen nur Software verticken. Die alten OEMs wollen lieber PHEV verkaufen. Sanfter Übergang statt Disuption...
Zoe seit 2013, 41kWh seit Ende 2018 - Verbrauch ab Zähler mit allem (Ladeverluste) und scharf (Vorheizen) Bild
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Re: Der EQC, ein Desaster?

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Blue shadow hat geschrieben: ich glaube ihr redet über die b klasse ....der B 250 ed läuft tatsächlich noch gut.
Mit chademo und Ahk ist er wieder im Spiel.
Genau den meine ich.
Liebe Grüsse
Snuups

Tesla Model S P85 12/13 - CT Bestellt

Re: Der EQC, ein Desaster?

Sommer01
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z.B. Audi mit dem Etron der sich da, dank des guten Preises, gut verkauft. Tesla ist da auch nicht zu knapp...

Aber eigentlich gehts hier um den EQC...

Re: Der EQC, ein Desaster?

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umberto hat geschrieben:
GyAkUsOu hat geschrieben: Ob man da Geld verdient oder nicht, halte ich für zweitrangig. Es gibt viele Branchen, in denen erstmal für viele Jahre Geld verbrannt wurde. Und eine spätere Aufholjagd kostet auch einen Haufen Kohle.
Ist ja nicht so, daß man bei den anderen kein KnowHow aufbaut. Man wirft es nur nicht mit viel Geld auf die Kunden...
Bin komplett bei umberto und möchte gerne noch hinzufügen, dass es noch einen weiteren Aspekt gibt, nämlich den der Strategie. VW war noch nie sehr innovativ, hat i.d.R. den Markt sich entwickeln lassen und ist dann gerne Jahre später mit einem ausgereiften Modell äußerst erfolgreich dazugestoßen. Es ist demnach mitnichten so, dass man immer der Vorreiter sein muss, um später erfolgreich zu sein - vorausgesetzt ich bin im Markt zuvor sehr etabliert. So werden Fehlentwicklungen und somit hohe Fehlinvestitionen vermieden und bei nachhaltigen Trends die Kinderkrankheiten ausgesessen. Und - ja, auch ein Phaeton und andere Beispiele zeigen, dass VW nicht alles richtig gemacht hat, aber trotzdem war diese konservative Strategie in Summe sehr erfolgreich. First mover zu sein ist nicht immer und ich möchte behaupten, in den meisten Fällen nicht sinnvoll. Wie immer im Leben ist ein gutes Mittelmass vermutlich der beste Weg.
i3 BEV seit 2/14 + Mercedes EQC seit 07/20. PV Anlage mit 6kWp.

Re: Der EQC, ein Desaster?

BED
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150kW hat geschrieben: Ich halte Daimler nicht für so schlecht aufgestellt. Die haben demnächst in jedem Segment ein BEV auf dem Markt. Auch PHEVs mit (Nachrüstbarer) DC Ladung ist was, was nicht jeder hat.
Ich wäre mir auch nicht so sicher dass es beim EQC bei der Nachfrage hapert. Letztes Jahr wurden hier die Gerüchte besprochen, das es bei der Zell-Versogung einen Engpass gibt.
Danke! für diesen ersten sinnvollen Beitrag. Auf den vorigen Seiten wurde ja sehr viel Bullshit geschrieben - was mich in einem Forum für Elektroautos in der Tat sehr wundert :?

Welcher Mercedes ist denn bitteschön "billig"? Die lassen sich eben den Premiumaufschlag - IMHO zu Recht - auch bei den EVs bezahlen.
Ich konnte den EQC ein paar Mal Probefahren - natürlich kann man den Kaufen und Leasen. Und ja, er war zu teuer bepreist. Kennen wir ja aus der Geschichte bei Mercedes zu genüge.

Ich denke aber auch, dass es eher die fehlenden Akkus sind, die aktuell ein Problem darstellen.
Daimler hat ja massiv gegengesteuert und weltweit 7(?) Batteriefabriken projektiert - eine davon entsteht bei uns um die Ecke. Die Rohbauarbeiten sind mittlerweile abgeschlossen! Für den EQC kommen die Fabriken wohl zu spät...aber für die kommenden Baureihen wie EQS,EQA,EQB oder auch EQE usw. werden die Kapazitäten wohl ausreichen.

Re: Der EQC, ein Desaster?

BED
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150kW hat geschrieben: Gibt auch so einen Markt wie Norwegen, wo man mit Verbrennern keinen Blumentopf mehr gewinnen kann. Bei Norwegen frage ich mich immer was die ganzen Autohändler von Marken machen die kein BEV in Angebot haben. Die können ja im Grunde dicht machen.
Warum? Es sind doch immer noch 50% Verbrenner-Neuzulassungen, oder?

Re: Der EQC, ein Desaster?

BED
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Snuups hat geschrieben:
Blue shadow hat geschrieben: ich glaube ihr redet über die b klasse ....der B 250 ed läuft tatsächlich noch gut.
Mit chademo und Ahk ist er wieder im Spiel.
Genau den meine ich.
Die zuerst genannte A-Klasse war eine reine Testflotte und ging nie an richtige Endkunden im Sinne eines Kauf oder Leasings.
Das war beim B250e anders. Allerdings wird der seit ca. 2 Jahren nicht mehr produziert und daher auch nicht mehr neu verkauft.
Aber als Junger gebrauchter meiner Meinung ein Geheimtipp. P.S.: wer einen 4 Jahre alten mit B250e mit "allem außer Tiernahrung" und aktuellster Firmware (dank OTA) gebraucht sucht, wird vermutlich ab Mitte September im Mercedes-Portal fündig :)

Den B250e gibt es ab Werk nicht mit Chademo und eine AHK ist auch nicht zugelassen.
Speziell bei dem Chademo handelt es sich um einen Bastelumbau - würde ich NIE empfehlen, weil damit die 8jährige Batteriegarantie flöten geht...

Re: Der EQC, ein Desaster?

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Das Thema ist doch "Der EQC, ein Desaster?" und eher weniger "PV auf den Werksdächern".

Re: Der EQC, ein Desaster?

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Wenn ich den thread richtig verstehe, ist es wohl anders gekommen.
Der tweet stammte von jemandem "der beim Daimler schafft".
Tesla Model 3, reserviert am 31.03.2016
VW e-up! Style, Bestellung am 28.03.2020 mit LT unverb. Nov. 2020; aktueller LT Lounge: Februar 2021, Auslieferung über Händler

Re: Der EQC, ein Desaster?

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KleinerEisbaer hat geschrieben: Das Thema ist doch "Der EQC, ein Desaster?" und eher weniger "PV auf den Werksdächern".
Es geht um eine völlig andere Strategie, die Daimler verfolgt: ZUERST die Produktionskette aufbauen und DANN mit gesicherter Supply chain Modelle produzieren. Der EQC ist das erste Modell, und dieses wurde sehr variabel bezüglich der Produktionskapazität aufgestellt, nämlich Null bis 100%. Wohlwissend, das man sich so ein Beinahe-Desaster wie bei der ersten elektrischen A Klassr nicht nochmal ans Bein binden will.

Der EQC tut genau das, was er soll: den Daimler Markt auf die Umstellung auf Elektrische Antriebe vorzubereiten.

Gruß SRAM
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Schwarzwald gegen Wind: https://www.youtube.com/watch?v=7jEQii_9yWw
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