Anhängerkupplung

Re: Anhängerkupplung

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  • AbRiNgOi
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hk12 hat geschrieben: Was aber sehr wohl zum Thema werden kann, ist das Anfahren am Berg. Verbrenner können fehlendes Drehmoment durch schleifende Kupplung oder den Wandler im Automatikgetriebe kompensieren.
Wie oder was willst du kompensieren? Eine Kupplung kann das Drehmoment nicht vergrößern, nur die Drehzahl herabsetzen, dadurch kann man den Betriebspunkt des Verbrennungsmotor mit notwendigen Drehmoment einstellen (hohe Drehzahl) und genau dieses Drehmoment dann beim stillstehenden Fahrzeug verwenden. Kein Nm mehr nur ein paar weniger.
Der Elektromotor aber liefert dieses maximale Drehmoment schon bei Stillstand ohne Kupplung und sicher um einiges mehr als eine schleifende Kupplung je in der Lage ist zu übertragen.
Also: schon mein 90PS Oldtimer EV leifert genug Drehmoment für alle Aufgaben am Haken in jedem Gelände, solange bis die Vorderreifen durchdrehen. Das ist das einzige begrenzende Element punkto Drehmoment am Berg, egal ob mit hoher Zuladung oder mit Anhänger.

Ich bin in meinem Leben schon viel mit Anhänger gefahren, was mir dann als Unterschied doch aufgefallen ist, im Winter auf Schnee Fahrbahn mit 13% Steigung und Schneeketten ist die Traktion gefühlt schlechter. Am Koppenpass bei Schneesturm, 12cm Schnee auf der Straße darunter Eis musste ich drei mal zurück Schwung holen um den Pass mit Schneeketten zu erklimmen. (Und retour einen Anhänger schieben bei Nacht in den Schneespuren die ich absichtlich zuerst beim Schneeketten Anlegen in die Schneewand gezogen habe...)

So ein EV hat eine andere Lastverteilung zwischen Antriebsräder Vorne und hinten, sodass der Anhänger am Berg dieses Verhältnis zusätzlich zum Schwerpunkt in der Mitte wegen der Batterie nochmal verschlechtert.

Das es dann Bergab mit 14% ging ist eine andere Geschichte und fällt unter das Kapitel: "nicht nachmachen!" (Zurück aus Hallstatt sind wir dann aber die Weststrecke über die Autobahn gefahren, länger aber viel gemütlicher...)

Daher: macht Euch sorgen über das Chassis nicht um das Anfahrdrehmoment, weil die Prüfung geht mit doppelter Last als zu genehmigen angestrebt ist über die Schleuderplatte wo einem der Anhänger bei 100km/h weggezogen wird, das Fahrzeug selber ist dann nur mehr ein Spielball der Kräfte am Haken. Und da muss das ganze Chassis stabil bleiben ohne die Batterie zu belasten... Wenn ein Verbrenner Soul statt der Batterie da Verstrebungen drinnen hat, verhält sich das Fahrzeug ganz anders als wenn wegen der Batterie ein Loch so groß wie ein Sofa geschnitten werden muss.
Da die ZOE mit Wechselbatterie designt wurde, hat diese den 1,5t Test Anhänger auf der Schleuderplatte überlebt. Auch wird eine Woche lang an der AHK gerüttelt als gäbe es kein morgen und keine Schraube darf sich lockern.

Und ja, wenn etwas warm wird, kann man stehenbleiben und warten, bei einer ZOE halt gerade mal 15 Minuten und die aktive Kühlung hat wieder alles im Griff. Einen Nissan Leaf würde ich hier nicht verwenden wollen.
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
Aktuell: 100.000 km

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Re: Anhängerkupplung

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Blue shadow hat geschrieben: Aller Anfang ist schwer....am Berg erst recht.

Somit haben alle Kia‘s mit viel Akku nun eine offizielle Zuglast...
Mal schauen was unser Kippi wiegt und wieviel Gramm noch an Nutzlast bleiben.
125 kg soll er wiegen...bleiben gute 150 kg
Ist doch beim e-niro nicht so sicher, oder? hast Du einen Link, wo es eindeutig steht?
e-Golf und Kia e-niro
PV-Anlage 18kWp, Speicher 13,5kWh netto, von der Notwendigkeit der Energie- und Mobilitätswende überzeugt

Re: Anhängerkupplung

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Kann sein das ich den Kona mit in den Topf geschmiessen habe. Eine Klare Linie beim Kia Konzern kann ich nicht erkennen.
Vielleicht steuern die damit die Nachfrage...oh soul stapelt sich...machen wir ihn besser.

Habe keine coc 2021 papiere zum niro gefunden...
ExKonsul leaf blau winterpack ca 57000 km Spannung und Spass mit 16,5 kWh Akku ....brusa booster 22 kW in arbeit....akkurex in Plannung by muxsan.com...Made in Dresden arrived...Ahk liegt bereit

Re: Anhängerkupplung

murghchanay
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Meine COC, die ich heute bekommen habe sagt auch 300kg Anhängerlast.

Re: Anhängerkupplung

hk12
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AbRiNgOi hat geschrieben:
hk12 hat geschrieben: Was aber sehr wohl zum Thema werden kann, ist das Anfahren am Berg. Verbrenner können fehlendes Drehmoment durch schleifende Kupplung oder den Wandler im Automatikgetriebe kompensieren.
Wie oder was willst du kompensieren? Eine Kupplung kann das Drehmoment nicht vergrößern, nur die Drehzahl herabsetzen, dadurch kann man den Betriebspunkt des Verbrennungsmotor mit notwendigen Drehmoment einstellen (hohe Drehzahl) und genau dieses Drehmoment dann beim stillstehenden Fahrzeug verwenden. Kein Nm mehr nur ein paar weniger.
Der Elektromotor aber liefert dieses maximale Drehmoment schon bei Stillstand ohne Kupplung und sicher um einiges mehr als eine schleifende Kupplung je in der Lage ist zu übertragen.
Also: schon mein 90PS Oldtimer EV leifert genug Drehmoment für alle Aufgaben am Haken in jedem Gelände, solange bis die Vorderreifen durchdrehen. Das ist das einzige begrenzende Element punkto Drehmoment am Berg, egal ob mit hoher Zuladung oder mit Anhänger.
Vielleicht von mir schlecht rübergebracht, aber es geht hier nicht allein um das Drehmoment des Motors (das beim E-Motor tatsächlich eine ganz andere Drehzahl-Drehmoment Charakteristik hat), sondern um das Gesamtsystem. Für das Anfahren unter Last am Berg ist letztlich das Drehmoment am Rad entscheidend. Das Ganze kann man halt auch über die Übersetzung beeinflussen. Aus diesem Grund kann z.B. der alte Unimog 411 mit 25 (später 34) PS noch Heute größere Lasten als aktuelle SUV's bewegen. Grundsätzlich gilt, ist das Drehmoment am Rad zu klein um das Anfahrmoment zu überwinden, kommt die Fuhre nicht in Gang; ist es zu Groß um die Kraft an den Boden zu bringen (Räder drehen durch) natürlich auch nicht. Im ersten Fall kann es den E-Motor allerdings zerstören (Kurzschlußstrom führt zum Überhitzen der Windungen). Der eSoul mit knapp 170Km/h Endgeschwindigkeit hat eine lange Übersetzung (vielleicht mit dem 3ten Gang eines Verbrenners vergleichbar) was im Normalbetrieb kein Thema ist, mit einem entsprechend schweren Anhänger (ich meine hier keine 750 ZOE kg sondern 1,5t aufwärts bei 12% Steigung) aber zum Thema werden kann. Genau hier bin ich an dem Punkt des Vorredners der ein optionales 2Gang-Getriebe als mögliche Lösung/Verbesserung in den Raum gestellt hat.
AbRiNgOi hat geschrieben: So ein EV hat eine andere Lastverteilung zwischen Antriebsräder Vorne und hinten, sodass der Anhänger am Berg dieses Verhältnis zusätzlich zum Schwerpunkt in der Mitte wegen der Batterie nochmal verschlechtert.
Frontantrieb ist für echten Anhängerbetrieb immer nur 2te Wahl, auch wenn die Lastverteilung beim Verbrenner mehr auf die Vorderachse geht.
AbRiNgOi hat geschrieben: Wenn ein Verbrenner Soul statt der Batterie da Verstrebungen drinnen hat, verhält sich das Fahrzeug ganz anders als wenn wegen der Batterie ein Loch so groß wie ein Sofa geschnitten werden muss.
Da die ZOE mit Wechselbatterie designt wurde, hat diese den 1,5t Test Anhänger auf der Schleuderplatte überlebt. Auch wird eine Woche lang an der AHK gerüttelt als gäbe es kein morgen und keine Schraube darf sich lockern.
Die ZOE ist vom Grund auch nur ein CLIO, dennoch wurde die Bodengruppe für ein E-Fahrzeug (um-)designet; nicht's anderes bei Soul 2 + 3. Wenn man sich das von unten anschaut, ist das kein großer Unterschied. Beide Akkus hängen unter dem Boden, können abgestöpselt und abgelassen werden; da wurde weder bei ZOE, noch beim Soul ein Loch groß wie ein Sofa geschnitten.
Wenn das Fahrzeug früher "zu weich" im Heck war um eine Anhängekupplung sicher befestigen zu können, kamen Formbleche zur Verstärkung in den Kofferaum (z.B. Opel Rekord) ; das würde auch heute noch funktionieren... .

Grundsätzlich bin ich der Meinung, das der Soul durchaus auch 2t Anhängelast bewältigen kann.

Re: Anhängerkupplung

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Hat denn hier einer schon eine AHK an den E-Soul MJ20 angebracht (also der erste, von dem KIA sagt, da geht nix und bei dem auch in der COC keine Stützlast vorgesehen ist) ????????
Und gibt es für diese AHK, falls sie einer hätte, auch eine in D gültige ABE ??
Wäre für jeden Tipp in die Richtung dankbar.
Kia E-Soul ab 21/01/2020, davor 6 Wochen Interims-ZOE 40, davor bis 11/2019 Niro PHEV 12 Monate. ZOE-ZE40 als Zweit-BEV ab 13.8.20

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Re: Anhängerkupplung

E-Soul64
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Bernd_1967 hat geschrieben: Würde mal von einem Fachmann gerne wissen, warum man nicht ein Untersetzungsgetriebe einbaut:
Ohne Anhänger fährt das e-Auto max. 150 km/h, mit Anhänger und Untersetzung dann eben nur noch echte 100km/h.
Das wäre eine Zugkrafterhöhung um 50%.
Die Firma ZF scheint davon überzeugt zu sein.
https://press.zf.com/press/media/de/pre ... ED_ENG.pdf
Nicht unbedingt um damit Anhänger zu ziehen, eher um die E-Maschine in optimaleren Betriebszuständen zu halten um höhere Reichweiten bzw. niedrigere Stromaufnahmen zu erzeugen.
Dass ein E-Motor bei niedriger Drehzahl überproportional viel Wärme erzeugt, hat ja schon mindestens ein Vorredner erwähnt.
Kia E-Soul 204 Spirit 64kwh, Keba Wallbox 20A einphasig.
Super Soco CuX 1,8kwh, 250W Ladegerät einphasig ;)

Re: Anhängerkupplung

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Muss meine Frage ergänzen.
Ich brauche nur eine AHK für Fahrrad Träger
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Re: Anhängerkupplung

happydrive
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est58 hat geschrieben: Muss meine Frage ergänzen.
Ich brauche nur eine AHK für Fahrrad Träger
Hatte Dir dazu eine PN gessendet.

Re: Anhängerkupplung

Ladesaeule
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Welche Lösung hast Du denn dazu?
e-up! (kein Style - sonst fast Alles) best. 04.11.19
unverb. LT lt. Vertrag Q1/20, lt. AB 6/20
9.1. Farbwechsel -> neue AB mit Q3/20 (autsch!)
9/20 -> 8/20 -> KW 34 -> KW44 -> KW43
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