Gesammelte Infos eines Neulings zum e-Auto - was man Wissen kann und sollte:

Gesammelte Infos eines Neulings zum e-Auto - was man Wissen kann und sollte:

BigKid
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Hallo Allerseits,


ich dachte ich nutze die Corona bedingte Langeweile und die Wartezeit auf meinen eNiro und schreibe mal mal nieder was ich so zum Thema eMobilität herausgefunden habe. Vielleicht macht es jemand anderem die eine oder andere Entscheidung leichter.
Mir hat unter anderem dieses Forum sehr geholfen.

Das ganze wird eine lose Sammlung mit Infos zu dem Thema. Es darf gerne Diskutiert werden.
Ich versuche Details zu Entscheidungen zu liefern manchmal schreibe ich aber auch nur das Endresultat hin.


Wieso ein e-Auto:
Bei mir wars einfach. Seit 2 Monaten haben wir eine Solaranlage mit 16kWp und die brät jetzt schon so ordentlich Strom vom Dach dass wir es trotz 2 Haushalten a 4 Personen und ständiger Anwesenheit im Home-Office nicht schaffen an guten Tagen mehr wie 35% selbst zu verbrauchen. Ferner ist mein Passat mit Mogeldiesel und 10 Jahren und > 250tkm einfach langsam EOL. Er bleibt als Zugwagen und eventuell für Langstrecke...
Da es mir irgendwo Wehtut den Strom für 8 Cent "herzuschenken" (wenn man bedenkt, dass man selbst um die 30 Cent dafür zahlen muss) dann ist die Idee ein E-Auto zu holen nicht weit. Das passt wie Arsch auf Eimer...
Natürlich ist es einfach ein ganz neues Fahrgefühl, keine Kurzstreckenproblematik mehr, Wartungsärmer, eine interessante neue Technik und viel mehr, die Gründe waren aber nicht der Trigger...
Auch wollte ich die Förderung noch mitnehmen, denn ich fürchte das eAutos 2022 durch den Wegfall der Förderung erstmal teurer werden. Denn obwohl die Förderung offiziell bis 2025 verlängert wurde, wurde der Topf gleichzeitig nur so schwach aufgestockt, dass es nach Hochrechnungen genau bis kurz nach der Wahl reicht. So ein Zufall aber auch. Die Förderung sollte die eMobilität anschieben. Aktuell ist es aber schon eine regelrechte Welle geworden. Ich wäre mir nicht so sicher 2022 noch Geld vom Staat zu bekommen - aber wissen kann das niemand. Falls die Prämie wegfällt werden die Autos also erstmal teurer. Einen Teil werden die Hersteller kompensieren, einen Teil die Massenproduktion und Weiterentwicklung. Aber bis die Preise ohne Förderung wieder das Niveau mit Förderung erreichen wird sicher ein Weilchen gehen. Wir sprechen hier zB beim eNiro "Long Range" von c.a. 25%.

Wem ich KEIN eAuto empfehlen würde:
Jedem der Beruflich viel auf der Autobahn unterwegs ist und 500+ km am Tag fahren muss. Aber: Es würde auch hier gehen wenn es jemand ist, der regelmässige Pausen machen kann und schätzt. Generell würde ich aber sagen: Eher nicht.
Auch nicht empfehlen würde ich ein eAuto jemandem der keinen Stellplatz mit Lademöglichkeit hat - und hier reicht für die meisten Berufspendler schon eine Schuko Steckdose.
Generell sollte jeder der mit dem Gedanken spielt ein eAuto zu kaufen prüfen wie sein Nutzungsprofil aussieht. Dazu gehören Fragen wie: Wieviel fahre ich pro Woche, wann fahre ich, wann kann/will ich laden und wieviel Zeit habe ich dann, wo kann ich laden,... Das muss alles irgendwie zusammen passen. Bei mir führten diese Überlegungen zB dazu dass ich eine Wallbox will obwohl es rein von den Kilometern auch gut ohne ginge - siehe dazu weiter unten...

Welche Art von eAuto
Nur ein "richtiges". Es gibt nur ganz wenige Fahrprofile bei denen ein Plugin-Hybrid sich ökologisch positiv auswirkt und dann braucht es noch viel Disziplin und Wille. Bei Vielen ist er aber nur dazu da die Prämie zu kassieren und um beim Hersteller die Flotte schönzurechnen und Strafen zu entgehen. Ein Hybrid der nicht auf Kurzstrecke immer und ausschließlich im e-Modus fährt und IMMER sofort zuhause geladen wird ist eine Umweltkatastrophe. Wer sich das Ding also kauft um die Umwelt zu schonen muss sich fragen ob er weiss was er da tut. Wer kombinierte 400PS und mehr und die Technik an sich Geil findet und dem das Bewusst ist - der soll das tun - aber dann bitte auch dazu stehen... Was aber ganz klar Verboten gehört ist die Option die Batterie über den Verbrennungsmotor zu laden. Das ist schlicht eine Sauerei und dann etwa so intelligent wie das von Mario Barth gebrachte Beispiel mit dem Notstromaggregat im Hänger an einem SUV um das eAuto zu laden... im Prinzip ist es GENAU das...

Warum der e-Niro:
Es war unter den Verfügbaren mit guter Reichweite und Größe der preislich attraktivste. Ausstattung passt. Das recht unauffällige Design passt mir eigentlich auch ganz gut. Die 7 Jahre Garantie spricht für Kia (der Kona gefiel einfach nicht ganz so gut - war aber auch ein heisser 2ter... mit 8 Jahren...).
Ich persönlich glaube der eNiro ist auch Anfang 2021 immer noch das beste P/L Paket. Mir persönlich hätte auch der Skoda Eniaq gut gefallen - aber den findet man noch nicht mal irgendwo zur Probefahrt und es ist unwahrscheinlich dass man ihn dieses Jahr noch bekommt.
Man kann es vielleicht so sagen: Der eNiro ist ideal für Umsteiger die ein "normales" Auto aber "in E" haben wollen. Ein Auto bei dem man noch Knöpfe und Schalter hat. Ein Auto das nicht rausbrüllt "ich bin die Zukunft" oder "ich war teuer". Jeder der nen Automatik kennt muss sich quasi null Umstellen und freut sich einfach über die Drehmomententwicklung ;) und Emissionsfreies fahren. Ein Hinweis: Unverhandelt und zum Listenpreis sollte man den eNiro aber nicht mehr kaufen. Dazu hat er zu starke Konkurrenz zB durch Enyiaq und Ioniq 5.

Was trübt das positive Bild:
Die kurzen Wartungsintervalle und die (zum Teil) versuchte Abzocke mit der Kühlmittelflüssigkeit. Da hat jemand meiner Ansicht nach einen direkten Nachfolger zum Ölwechsel gesucht. Nur leider ist der hier (nach dem was ich bisher herausgefunden habe) im Gegensatz zum Ölwechsel schlicht überflüssig.

Zu den typischen Vorurteilen:
Mit diesen wird sich fast jeder unweigerlich konfrontiert sehen, wenn er erzählt, dass er ein eAuto kaufen wird/will/hat. Da schadet es nicht ein paar Fakten zu kennen. Aus meiner Sicht ist übrigens Auffällig, dass die Deutsche Presse/Medienlandschaft regelrecht Stimmung gegen die E-Mobilität gemacht hat. Ja - Vergangenheitsform. Als Resultat war die Meinung der Deutschen Statistisch gesehen im Europa-Vergleich e-Autos gegenüber deutlich schlechter als in den meisten anderen Ländern. Ich habe mich gefragt "Warum". Und dann fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren: Klar. Fast alle deutschen Hersteller haben das Thema mal wieder unterschätzt und hingen hinterher und hatten Angeboten wie dem Niro einfach nix entgegen zu setzen. Eh nun aber die Leute Anfangen Koreaner zu kaufen muss man gucken, dass sie Warten -> Stimmungsmache (inklusive "Nutzung" von Mario Barth zum transportieren der Botschaft). Aber nun wo die grossen Deutschen Hersteller alle soweit sind beginnen die Artikel und Beiträge plötzlich viel freundlicher zu klingen. Ein Schelm wer Übles dabei denkt...

Umweltfreundlichkeit eines eAutos:
Hierzu gibt es so viel zu sagen und so viele Quellen - da die über Google aber auch alle nicht schwer zu finden sind belasse ich es bei den Stichworten.

Kobalt: Das Totschlagargument Kinderarbeit. Fakt ist: Kinderarbeit ist eine ganz Miese Sache. Fakt ist aber auch, dass Kobalt auch in Verbrennern oder Handies steckt und vielen anderen Sachen steckt (was es nicht besser macht aber einige Gutmenschen als Scheinheilige enttarnt) UND was wichtiger ist - die hohe Nachfrage durch die eAutos hat zu einer Industrialisierung geführt. 80% des Kobalts kommen mittlerweile aus industrialisierten Mienen. Die eAutos haben also eigentlich zu einem ABBAU von Kinderarbeit geführt. Ferner braucht es mit jeder Generation weniger Kobalt und andere schädliche Stoffe.

Ökobillanz: eAutos sind selbst in Polen mit seinem noch höheren Anteil an Kohlekraftwerken von der Ökobillanz her besser als Verbrenner. Hierzu muss man auch genau hinsehen wie viele gefahrene Kilometer gerechnet werden etc. Fakt ist auch dass der Diesel nicht unter der Tanke heranreift sondern raffiniert und da hin gebracht werden muss. Allein mit der Energie die da verschleudert wurde bis das Zeug auch nurim Tank ist, wäre ein eAuto schon mehrere 100 km gefahren. Der Verbrenner hat jetzt erstmal nur getankt und ist bis dahin selbst 0 km gefahren. Tankt man ausschließlich Ökostrom oder gar an einer eignen PV Anlage dann sieht der Verbrenner gleich noch viel schlechter bzw. das eAuto besser aus. Die hier von den eAuto Gegnern ins Feld geführte Schwedenstudie wurde meines Wissens mittlerweile auch wegen systematischer Fehler zurückgezogen ! Die Forscher reden sich damit raus, dass die Produktion verbessert wurde (von jetzt auf Gleich ;) ) : https://www.tagesspiegel.de/wissen/schw ... 98932.html

Akku Verschleiß: Es gibt mittlerweile Langzeiterfahrung zB von Tesla. So ein Tesla-Akku hat nach 250tkm und 8 Jahren durchaus noch 90% Kapazität. Das bedeutet man kommt nicht mehr ganz so weit - hat aber sonst vom Antrieb her keine Nachteile. Zeigt mir mal einen Verbrenner bei dem nur der Tank 10% kleiner wird und sonst keine Mucken vom Antrieb kommen. Leider gibt es diese Erfahrungswerte von anderen Herstellern noch nicht (wie auch). Danach können und werden die Akkus immer mehr als Stationäre Speicher eingesetzt und können dort gerne nochmal 10-20 Jahre arbeiten. Auch das finale Recycling wird immer besser. Und bei Kia und Hyundai hat man dann immerhin noch die Garantie falls es deutlich schlechter läuft (zumindest bis 150tkm und 7/8Jahre werden einem 75% Akku Leistung garantiert - man kann also davon ausgehen, dass Kia erwartet dass die meisten eher drüber bleiben...)

Schnelltankpreise und Reichweitenangst: Ersteres hängt genau wie letzteres mit dem Fahrprofil zusammen. Bei einem normalen Deutschen - also dem Durchschnittsmichel - kann man damit Rechnen, dass vielleicht 5-10% der Tankvorgänge an einer Schnelladesäule stattfinden müssen. Man kann also sagen, dass die Preise hier einfach nicht ins Gewicht fallen, selbst wenn es mal Ionity sein muss. Ferner kommt man eben nicht oft in die Situation und wenn ist das Netz auch in Deutschland mittlerweile so dicht, dass man quasi schon mit der Reserve (ja - die gibt es - die meisten Fahrzeuge fahren nach 0% noch ein bisschen) reicht um zum nächsten Lader zu kommen. Ich persönlich bin aber auch nicht frei von der Angst und werde ihr begegnen indem ich einfach bei 20% spätestens eine Ladesäule suche und ansteuere. Bei einem Urlaub im Ausland sollte man sich das vorher allerdings ansehen.

Das Tanken dauert so lange: Ja... Das Tanken dauert. Aber im Gegensatz zum Verbrenner muss man nicht daneben stehen bleiben. Man muss sich auch hier wieder vor Augen führen, dass 90% der Ladevorgänge Zuhause stattfinden. Wie cool ist das denn ? Ich muss eben in 90% der Fälle NICHT noch zur Tanke fahren obwohl ich eigentlich nur noch nach Hause will. Ich fahre auf meinen Stellplatz - stöpsel ein und am nächsten Tag ist das Ding voll oder auf jeden Fall voll genug um mich durch die Woche zu bringen... Selbst ohne Wallbox sondern nur mit Schukosteckdose... Die ich persönlich aber trotzdem installieren werde - dazu später...
Ferner SOLLTE man alle 2-3 Stunden eine Pause machen zur ERHOLUNG. Das bedeutet schonmal 15 Minuten mindestens. Damit habe ich schon fast die halbe Ladezeit bei nem typischen Zwischenstopp... Wenn ich noch nen Kaffee trinken und Pinkeln und und und gehe - dann sind die 30 Min um und 45 auch keine Zumutung mehr. Und die Autos laden immer schneller und schneller.
Siehe auch "Ladestrategie" unten unter Tipps. Aber eines muss man zugeben und nicht schönreden: Mit dem eAuto Langstrecke zu fahren erfordert ein bisschen mehr Planung als mit einem Diesel. Und wer eine 5 köpfige Familie mit mehreren kleinen Kindern in den Urlaub schippert sollte vielleicht lieber auf eben diesen Diesel zurück greifen und sei es geliehen. Das macht das eAuto nicht unbrauchbar - denn: Wie oft fährt man mit dem Auto anteilig in den Urlaub ? Mit einem kleinen Kind oder mehreren größeren sehe ich da aber keine grossen Probleme...

Bei Vollsperrung erfriert man: Siehe Winter unten...


Tipps oder was man als Neuling nicht unbedingt weiss:

Akkupflege: Man SOLLTE den Akku nicht auf 100% geladen lange stehen lassen. Auch nicht unter 20%. Der Akku mag es (grob) am liebsten zwischen 20% und 80%, eigentlich am besten um die 50%. Kann man im Auto aber einstellen und dann lädt es auch nicht mehr. Das bedeutet NICHT dass man vor einer Langstrecke nicht gezielt auf 100% laden kann und sollte aber man sollte das halt möglichst kurz vorher. Alle 1-2 Monate SOLLTE man den Akku von möglichst leer auf 100% Laden damit das BMS die Zellen ausbalancieren kann - das sollte dann nach möglichkeit eine "Schnarchladung" sein. Ob das nun per Schuko oder per Wallbox mit 3,5 bzw. 11kW sein kann - da streiten die Geister - auf jeden Fall aber nicht per Schnellader (DC).
Was mir auch neu war: Ihr solltet das e-Auto nach Möglichkeit im Sommer nicht in der prallen Sonne stehen lassen - gut - mach eigentlich eh keiner aber bei einem Auto das man Vorklimatisieren kann denkt vielleicht jemand "macht nix - kühl ich halt vor"... Macht aber leider doch was: Wenn das Fahrzeug aus und nicht am Lader angesteckt ist dann greift das Thermal Manegement NICHT und laut KIA Webseite können die Temperaturen die im Sommer dann in der Prallen Sonne entstehen können dem Akku durchaus Schaden. Also wird man am besten zum Schattenparker.
Zuletzt DC Ladung schadet wohl leider IMMER (ein kleines Bisschen)... Anders kann ich die klare Aussage, die KIA dazu auf der Webseite zur Akkupflege macht nicht verstehen. Also DC nur wenn man muss... Ich würde mir da jetzt keinen Kopf machen sondern einfach drauf achten, dass ich nicht aus Faulheit an den Schnellader gehe weil ich zB zuhause zu Faul war am Vortag noch hochzuladen... Aber: Selbst Tesla drosselt die Schnelladeleistung bei Autos die zu oft an den Schnellader gehen... Da wird also schon was drann sein... Wie "schlimm" es bei Kia ist, die ja eher eine "defensive" Ladekurve haben wissen wir wohl erst in ein paar Jahren... Vielleicht weiss es Kia schon... Sagt aber nix konkretes...


Winter: Mag das eAuto nicht. Punkt. Es gibt je nach Modell unterschiede wie stark es sich auswirkt aber man muss einfach mit spürbarem Reichweitenverlust rechnen. Ich rechne jetzt erstmal mit 25%-33%. Zum einen hat ein eAuto keinen Verbrenner, der eigentlich ne Fahrbare Heizung ist bei der die Bewegung als Nebenprodukt abfällt - nein er muss Strom dediziert fürs Heizen verwenden. Das kostet etwas Reichweite. Und dann mag ein kalter Akku halt auch nicht so gerne die volle Leistung bringen. Auch das Laden dauert länger. Die meisten Fahrzeuge haben daher ein aktives Thermalmanagement das den Akku auf optimale Temperatur bringt. Eines ohne würde ich mir nur als Garagenbesitzer holen, der sein Auto selten draußen abstellt. Aber auch wenn das Thermalmanagement sich lohnt - es kostet trotzdem auch wieder Strom und kann den Winter somit auch nicht aushebeln.
Winter und Vollsperrung: Man muss auch keine Angst haben zu erfrieren weil der Akku in einer Vollsperrung ausgeht. Hier gab es schon Tests zu: Wer mit 20% Reserve (und das ist ja eh der Punkt wo man gerade als Anfänger der sein Auto noch nicht so kennt die nächste Ladesäule ansteuern sollte) in eine Vollsperrung kommt - kann zB mit dem eNiro gut den Rest des Tages durchheizen !! (Nextmove Test... -5 Grad aussen, 19 Grad innen) mit vollem Akku sind es mehrere Tage (etwas mehr als 3) ! Ne Wolldecke empfiehlt der ADAC übrigens auch beim Verbrenner ;)

Sommer: Keine Angst - ist nicht halb so Wild wie im Winter. Reichweitenmässig spürt man die Klimaanlage etwas - man sollte wohl so mit 10-15% weniger Reichweite rechnen. Und was man auch merkt ist: Ein zu warmer Akku lädt auch nicht gerne schnell (und ein Akku heizt sich beim Entladen auf - je schneller man fährt desto mehr - das kann man im Winter auch gezielt nutzen um den Akku vor dem Laden auf Temperatur zu bringen) - auch hier gilt wieder: Fahrzeuge mit aktiven Thermalmanagement kühlen den Akku genau dem Grund beim Laden. Meistens merkt man dies wohl nicht gerade beim ersten Ladestop - aber schon beim Zweiten.

Autobahn und Reichweite: Auch Schnellfahren kostet Reichweite. Das ist auch beim Benziner so... Bei vielen eFahrzeugen merkt man es aber stärker weil man nicht so viel Grundreichweite hat wie bei nem Diesel mit 800-1000km. Macht euch VORHER Schlau... Ist aber auch hier kein Grund zur Angst. Eigentlich alle eFahrzeuge zeigen einem die Restreichweite abhängig vom Fahrstil recht treffsicher an...

Navigation: Was ich jetzt für mich mitgenommen habe: Ich werde mich durchaus auf das Navi im Fahrzeug für die generelle Navigation verlassen. Zur Suche eine passenden Zapfsäule unterwegs oder auch bei der Planung einer Route werde auf: A better Routeplaner (ABRP) und die AirElectric App ;) setzen (iPhone). Grund ist dass ich hier aktuellere Daten habe und besser nach Chargern mit mindestens (in meinem Fall jetzt) 75kW suchen kann...

Ladesäulen sind KEINE Parksäulen
Ausser bei Tesla gibt es keine "Destination Charger". Dazu ist das öffentliche Ladenetz auch zu schwach. Also nehmt Rücksicht aufeinander: Vor einer Ladesäule steht man nur BEIM Laden und man lädt auch möglichst SCHNELL und nicht geziehlt langsam damit man da stehen bleiben kann. Speziell an Orten an denen nur eine Ladesäule ist wäre alles andere aus meiner Sicht Rücksichtslos. Nehmen wir zB einen einsamen Wanderparkplatz mit einem 22kW Lader und in 75km sind keine anderen Säulen als diese eine. Aus meiner Sicht ist klar: Ich lade hier soviel ich muss um weiter zu kommen (oder gar nicht wenn ich nicht muss) und Stelle mich nicht da hin und verschwinde dann 6 Stunden zum wandern. Alles andere ist egoistisch und rücksichtlos. Das mag im Moment noch gehen aber mit steigenden Anmeldezahlen ist Gegenseitige Rücksicht einfach wichtig ! Irgendwann kommt da mal jemand an der sich verplant hat und der da laden MUSS um wieder weg zu kommen - und bei dem Partner und Kind dann Amok laufen wenn Sie da 7-8 Stunden stranden...

Lade-Anbieter: Es ist leider immer noch ein bisschen ein Chaos mit den Ladeanbietern. Mit einer App wie Air Electric scheint es aber leicht Ladesäulen zu finden die zu einem passen. Ich habe mir Plugsurfing mit Ladekarte geholt weil hier im Notfall die meisten Ladestationen genutzt werden können. Und für den Normalfall den Tarif von Adac - also im Prinzip enBW - nur dass ich als ADAC Mitglied keine Grundgebühr zahle - also meiner Meinung nach ein No-Brainer ... Man nutzt hier die normale Mobilty+ App und ne Karte gibts als ADAC Mitglied umsonst... Preis fürs Laden (aktuell) 39 Cent pro kWh. Nicht vergessen - es geht hier um die paar Fälle wo man auswärts Tankt... Tanken an der Autobahn ist auch beim Verbrenner teurer...
Update: Nach der letzten Preiserhöhung bietet sich EWE-Go (39 cent AC, 49 cent DC) an und nun ist auch KIA Charge Advanced (29 Cent AC und 47 Cent DC) nicht mehr so uninteressant - zumindest mal im ersten Jahr nach Kauf wo es keinen Grund-Beitrag kostet. Beide haben ein EINFACHES Tarifmodell was man von enBW nun leider nicht mehr sagen kann - abgesehen davon finde ich eine Firma die eine Erhöhung um 25% als "Moderate Preisanpassung" bezeichnet gehört abgestraft. Leider...

Ladestrategie: Die meisten Autos laden am schnellsten je weniger Saft im Akku ist. Ferner dauert es auch um den Akku auf Wohlfühl-Temperatur zu bringen. Daher lohnt es sich a) nicht zu kurz zu laden und b) nicht zu lange. Bei den meisten Autos kommt ein heftiger Knick bei c.a. 70% Ladung und mehr, der nächste bei 80%. Bei manchen gibt es auch einen bei 60% - aber - man hat ja auch einen Overhead (Anfahren, einparken, Ladevorgang starten, ...) weshalb man auch nicht zu kurz laden sollte. Wer keine Wissenschaft draus machen will wird mit einer Strategie: Fahren bis c.a. 20% (die Mutigen bis 10%), dann Laden auf 70-80% und dann weiter fahren - gut fahren.

Privater Ladepunkt aka Wallbox: Halte ich für wichtig aber nicht unverzichtbar. Denn auch hier gilt: Bei den meisten Menschen reicht in den meisten Fällen sogar die Ladung über Schuko um durch die Woche zu kommen und irgendwann steht das Auto mal lange genug um wieder auf 80% zu kommen. Mit der Wallbox gehts halt schneller - das beruhigt.... Warum ich eine Wallbox haben werde: Ich möchte mein Fahrzeug mit Solarstrom aus meiner PV laden. Das wiederum macht man entweder indem man dann selbst in die Garage hüpft wenn genug Strom ist - oder man lässt steuern. Dies kann eine intelligente Wallbox zusammen mit etwas Software für einen Regeln. Ferner muss man in dem Fall, dass man Solarstrom laden will diesen nehmen wenn er denn kommt. Das bedeutet das Zeitfenster ist kleiner denn das Auto muss Zuhause sein und es muss dann genug Strom kommen. Und in dieser wenigen Zeit muss das Auto genug Ladung bekommen. Das wird mit Schuko schwer. Nochmal zur Erinnerung: Das ist nur ein Problem wenn man ausschlieslich seinen Solarstrom laden will.
Die Kür ist hier die Open Wallbox, die ich als zweiten Ladepunkt nehmen werden, weil sie die Steuerung für dieses Solargeführte Laden übernehmen kann - und weil sie zwischen 1 und 3 phasigem Laden umschalten kann was es leichter macht schon bei niedrigerem Ertrag aus der PV Anlage ausschließlich Solar zu laden und trotzdem bei genug Solarstrom Vollgas zu geben - braucht man eigentlich erst ab Solaranlagen >11kWp davor ist es eine Option die Wallbox oder das Ladekabel EINPHASIG anzuschließen (man verzichtet damit auf Speed, kann aber schon bei wenig PV Ertrag zu laden beginnen). Ferner muss auch das Auto erstmal 3 phasig laden können. Als ersten Ladepunkt nehme ich eine Smart WB. Diese ist günstiger, aktuell zu haben (die Open WB hat 10 Wochen Lieferzeit) und kann später mit Open WB integriert werden - inklusive RFID Karten sodass auch mit Besuchern - oder wie in unserem Fall den Schwiegereltern, die auch über ein Elektroauto nachdenken - abgerechnet werden kann (daher auch 2 Ladepunkte, denn dazu denkt auch meine Lebens-Partnerin darüber nach). Bis die OpenWB da ist werde ich das mit EVCC Steuern... Hab ich schon getestet. Läuft... (SMA STP2000TL Wechselrichter, Sunny Home Manager 2.0, smart Wallbox, EVCC auf nem PC der eh läuft Tagsüber). Aktuell werden die Wallboxen gefördert... Informiert euch dazu aber - da gibt es einiges zu beachten was jetzt hier den Rahmen sprengen würde...

Speziell: Ladeboxen mit automatischer Umschaltung 3<->1 Phasig. Achtung: bei Kia (und vermutlich auch Hyndai) kann das den Lader (im Auto!) killen wenn nicht das entsprechende Update von drauf ist, dass es erst seit kurzem gibt.
Auch die Zoe scheint die Umschaltung nicht zu vertragen.

Nützliches Zeug das man im Auto haben sollte: Neben der/den Ladekarten , den Apps dazu und ABRP und AirElectric zur Suche von Ladesäulen aif dem Handy - werde ich auch eine kleine Powerbank mit Starthilfe Option im Auto haben (da reichen die kleinen um die 100 Euro). Dies liegt daran, dass man beim eNiro liest, dass er ganz gerne mal die 12V Starterbatterie leer laufen lässt wenn man Fehler macht wie: Auto ausschalten aber Radio anlassen und lange Musik hören... Den SOC (State of Charge) ständig abfragt... Und anscheinend gibt es auch noch kleinere Software Bugs... Aber mit so einer Powerbank kann man dann nicht nur Notfalls sein Handy laden, sondern auch das Auto zumindest mal EINSCHALTEN und ab dann sollte in den meisten Fällen auch das Dröge Batteriemanagement vom eNiro anfangen die 12V Batterie aus dem 64kWh Hochvoltakku zu versorgen und man kommt sicher weiter... Achja: Genau - muss man eben auch wissen: Es gibt oft (oder immer ?) eine 12V Starterbatterie - soweit ich das verstanden habe um die Elektronik eben mal schnell zu versorgen wenn nicht alles aufwachen muss bzw. bis alles Wach ist und der Hochvoltakku (also der Große) die Versorgung übernimmt. Ferner werde ich den Ladeziegel fürs Laden an einer normalen Steckdose dabei haben. Es geht hier um seltene Notfälle die vermutlich nie Auftreten. Hierfür eine Mobile Wallbox anzuschaffen halte ich für zu teuer und übertrieben. Anders sieht es aus wenn man diese gleichzeitig als "feste" Wallbox einsetzt oder viel reist - bei Hotels sieht es mit den Lademöglichkeiten noch nicht immer gut aus - ferner steigen die Zulassungszahlen grade massiv - man sollte also ausweichen können oder sich den Lade-Platz in der Hotelgarage vorab reservieren.
Was man aber dabei haben sollte ist ein Ladekabel am besten 3 Phasig um Notfalls an einer der kleineren öffentlichen Ladestationen ohne festes Ladekabel drann laden zu können - da diese aber maximal 22kW haben ist auch das eher für den Notfall.

Das wars erstmal von mir... Ich hoffe ich kann dem einen oder anderen helfen... Mir hats Spaß gemacht das mal zusammen zu schreiben....

Update nach 6 Monaten rein elektrisch:
Ich hatte während ich auf meinen eNiro gewartet einen eSoul gestellt bekommen und den eNiro habe ich nun auch schon 3 Monate. Ich bin also ein halbes Jahr rein elektrisch unterwegs. Ich wollte hier einmal meine Erfahrungen schildern. Zunächst einmal hat mich die eMobilität positiv überrascht. Man liest ja immer vom Drehmoment und man findet es auf der Testfahrt vermutlich super. Aber im Alltag hat es dazu geführt dass mir das fahren wieder mehr Spaß macht. Gut - vielleicht einfach die Wirkung eines neuen Spielzeugs. Aber mein Passat Highline mit 170PS ist auch heute noch kein schlechtes Auto (Abstandstempomat, Spurhalteassistent, Automatik etc. hab ich seit vielen Jahren...) - ich glaube nicht dass es nur daran liegt. Es macht einfach unglaublich Spaß nach Kurven, beim Überholen, an der Ampel...Und es macht süchtig und Lust auf mehr. Nachdem der Passat meine Freundin im Stich gelassen hat und ziemlich teure Reparaturen brauchte fiel die Entscheidung nun noch den EV6 zu bestellen...
Positiv überrascht hat mich auch dass ich mich bisher nie einschränken musste - also ich meine ich habe nie einen Abstecher sein gelassen, oder eine Fahrt verschieben müssen weil der Akku zu leer war. Natürlich war die Ladesäule im Nachbarort direkt am Anfangt 3x in kürzester Zeitspanne kaputt - aber die nächsten andere war auch nur in 15 Minuten Entfernung und abgesehen davon hab ich es nicht gebraucht sondern wollte es nur ausprobieren. Auf meinen beiden Langstrecken waren die Ladesäulen genau da wo AirElectric sie mir gezeigt hat und sie waren Frei und haben funktioniert. Auch da war das Laden nie eine Zumutung sondern hat einfach auch gut gepasst weil ich eh eine Pause machen wollte (oder am Ziel war) - das Auto war jedes mal schneller über 80% als ich bereit war... Natürlich ist es immer noch ein komisches Gefühl wenn die Reichweitenanzeige nur noch 2 Stellig ist. Aber bisher war es immer so dass die Ladesäule oder die heimische Garage dann nur noch die hälfte der angezeigten Restreichweite entfernt war - dann lässt sich die Reichweitenangst auch zügeln und ich denke man gewöhnt sich dran.
Die Reichweite des eNiros auf der Autobahn hat mich auch nicht enttäuscht. Wenn man sich 130 als Maximum setzt und dann einfach vor sich hin cruised und ab und zu mal mit etwas mehr Strom überholt dann sind 300km Autobahn im Sommer kein Problem (mein Schnitt war dann aber auch nie bei 130 sondern eher bei 100-110) - eine Strecke die ich ziemlich oft gefahren bin hat c.a. 25km Überland und 150km Autobahn... Hin und zurück (also 350km) ohne Laden waren kein Thema und auch nie knapp.
Im Alltag konnte ich das Auto immer über die PV Anlage wieder hochladen. Ausnahme: Bei den beiden langen Fahrten habe ich auf von 80% auf 100% in der Nacht davor zuhause hochgeladen - Ökostromtarif versteht sich ;)
Auch das hat bei meiner Freundin und mir dazu geführt dass das fahren wieder mehr Spaß macht bzw. mit weniger schlechtem Gewissen passiert. Also für meine Anforderungen/Fahrprofil kann ich bisher sagen: Für mich passt es bisher zu 100%.
Zuletzt geändert von BigKid am Mi 15. Sep 2021, 10:48, insgesamt 59-mal geändert.
Kia eNiro Spirit 64kWh
Lagerfahrzeug - sollte kommen "kurz nach Ostern" dank Corona wurds Mitte Juni.

Bestellt in Anfall von Größenwahn und Midlife Chrisis: EV6 GT-Line 4WD "mit alles" ausser Glasdach und 20 Zoll...
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Re: Gesammelte Infos eines Neulings zum e-Auto - was man Wissen kann und sollte:

jhartmann
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Super geschrieben. Vielen Dank

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Re: Gesammelte Infos eines Neulings zum e-Auto - was man Wissen kann und sollte:

hasoebbes
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@bigkid, sehr gute Zusammenfassung, hast dich intensiv damit beschäftigt. Volle Zustimmung.

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Re: Gesammelte Infos eines Neulings zum e-Auto - was man Wissen kann und sollte:

Fotomanni
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BigKid hat geschrieben: Ich wäre mir nicht so sicher 2022 noch Geld vom Staat zu bekommen...
Ich hoffe darauf, dass nach der BTW die Gegner der Elektromobilität (und der Energiewende allgemein) entweder gar nicht mehr in der Bundesregierung vertreten sind oder zumindest nur noch in untergeordneter Rolle (grüne Ampel). Dann wird der Topf auch wieder aufgestockt.
Viele Grüße vom Rand der Welt
Manfred

Re: Gesammelte Infos eines Neulings zum e-Auto - was man Wissen kann und sollte:

Observer2
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@BigKid, ich habe deinen Post bereits heute Mittag gelesen und bin halb von der Couch gefallen. Heute ist das mein erster Post hier, aber ich lese schon seit sehr langer Zeit mit. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle, die bereit waren, ihre Erfahrungen offen und geduldig mit Anderen zu teilen. Da die Fülle an Informationen allerdings derart zugenommen hat, daß ich selbst mit der Suchfunktion nur noch schwer in der Lage war, die für mich wichtigen Infos nach längerer Zeit wiederzufinden, hatte ich dieselbe Idee wie du und wollte mich am Mittag daranmachen, einen Post wie den deinen aufzusetzen....leider/zum Glück kamst du mir zuvor :-). Was mich schier vom Hocker gehauen hat war aber, daß wir die ziemlich deckungsgleichen Beweggründe für die Entscheidung für den e Niro haben. Als Brüder im Geiste sollten wir unbedingt ein Treffen vereinbaren!!! :-).. ( Funfakt am Rande: Unserer steht bereits beim Händler und wir können ihn am Mittwoch abholen, meine Frau weiß noch nichts davon. Sie hat am Freitag den Beginn eines Telefonats mit dem Händler mitbekommen, worauf ich ihr sagte, daß dieser uns darüber informierte, daß das Schiff, auf dem der Niro steht, in der Warteschlange beim Suezkanal liegt und keiner weiß, wann es weitergeht. Diese Geschichte hat sie dann meinem eingeweihten 12jährigen Sohn so glaubhaft weitererzählt, daß dieser mich später unter 4 Augen gefragt hat, was denn daran wahr ist...er konnte sich nach meiner Antwort kaum noch das Lachen verkneifen...)

Es gäbe von meiner Seite aus nicht viel zu deinem Post anzufügen, da diese kleinen anderen Entscheidungen etwas mit unserer persönlichen Lage zu tun haben. Nur zum Thema Ladekarte eine Anmerkung: wir haben keine von plugsurfing sondern von ewego, weil da der Preis für Ionity NOCH relativ günstig ist. ADAC ist klar, da haben wir ebenfalls ENBW....Allerdings erwarte ich in den nächsten 12-24 Monaten eine erhebliche Marktverschiebung, eigentlich ähnlich wie damals als das mit den Handytarifen losging.

Achja, zum Thema 12 Volt Akku habe ich dem Händler einen post von hier weitergeleitet, nämlich daß möglicherweise ein klemmendes Relais dafür verantwortlich sein könnte, und daß sie das doch bitte vor Auslieferung kontrollieren sollten. Am Freitag teilte er mir mit, daß ihm sein Techniker diese Aussage mit dem klemmenden Relais bestätigt hat und dass der Fehler bei "älteren" Modeljahrgängen" aufgetreten sein, aber nicht mehr beim jetzigen MJ 2021. Sein Wort in Gottes Ohr. Jedenfalls liegt auch bei mir schon seit 4 Wochen eine PB vollgeladen bereit....:-).

Re: Gesammelte Infos eines Neulings zum e-Auto - was man Wissen kann und sollte:

hegraefke
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Ein schöner Bericht aber eins hast Du vergessen,ein Elektroauto kauft man auch weil es einfach Spass macht damit zu Fahren (meine Persönliche Meinung)

Re: Gesammelte Infos eines Neulings zum e-Auto - was man Wissen kann und sollte:

Michael_Ohl
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Seit sechs Jahren und knapp 130000km bin jetzt (auch) elektrisch unterwegs. Natürlich weil es Spaß macht, weil es bei mir viel Geld spart (ich bekomme viel Strom umsonst), weil es meinen CO2 Fußabdruck kleiner macht, weil ich mein leben lang immer Lust auf neues hatte mich beruflich mit Computern befasse und mit Elektronik aufgewachsen bin, löten vor dem lesen gelernt habe (Ehrensache als Sohn des Entwicklungsleiters für Farbfernseher von Blaupunkt) Deutschlands jüngster Funkamateur war und sowieso immer als Spinner und Nerd angesehen werde😁.
Und immer wenn mir jemand sagt das geht nicht, versuche ich das Gegenteil zu beweisen. Verbrennungskraftmaschinen finde ich zwar nach wie vor technisch interessant, den Lärm und Gestank halte ich aber für oft vermeidbar - Mein größter Feind sind Benzinbetriebene Laubbläser - so überflüssig wie Fußpilz und noch lästiger.

MfG
Michael
Kangoo ZE maxi seit 2015 120500km, Kangoo ZE Postkutsche seit 2018 92500km, E-UP seit 2020, 7500km, C180TD seit 2019 30000km , max G30d seit 2020 500km, Sunlight Caravan, Humbauer 1300kg, E-Expert 75kWh 6500km

Re: Gesammelte Infos eines Neulings zum e-Auto - was man Wissen kann und sollte:

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Lasst uns den Strom abnehmen, der jetzt gerade erzeugt wird, während wir an der öffentlichen / privaten Ladestation angeschlossen sind.
Wenn ihn Keiner abnimmt, ist dieser Anteil Strom nutzlos erzeugt worden !
E-Soul Spirit 64kWh seit 12/2020
E-Golf 31,8kWh (netto) von 12/2019 bis 10/2020
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Re: Gesammelte Infos eines Neulings zum e-Auto - was man Wissen kann und sollte:

BigKid
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Michael_Ohl hat geschrieben: Seit sechs Jahren und knapp 130000km bin jetzt (auch) elektrisch unterwegs. Natürlich weil es Spaß macht, weil es bei mir viel Geld spart (ich bekomme viel Strom umsonst), weil es meinen CO2 Fußabdruck kleiner macht, weil ich mein leben lang immer Lust auf neues hatte mich beruflich mit Computern befasse und mit Elektronik aufgewachsen bin, löten vor dem lesen gelernt habe (Ehrensache als Sohn des Entwicklungsleiters für Farbfernseher von Blaupunkt) Deutschlands jüngster Funkamateur war und sowieso immer als Spinner und Nerd angesehen werde😁.
Und immer wenn mir jemand sagt das geht nicht, versuche ich das Gegenteil zu beweisen. Verbrennungskraftmaschinen finde ich zwar nach wie vor technisch interessant, den Lärm und Gestank halte ich aber für oft vermeidbar - Mein größter Feind sind Benzinbetriebene Laubbläser - so überflüssig wie Fußpilz und noch lästiger.

MfG
Michael
Das stimmt alles, war aber tatsächlich nicht der Trigger bei mir... Getriggert hat es der erzeugte Strom-"Überschuss" der PV Anlage und der langsam muckende Passat... Ich muss auch folgendes gestehen. Der Niro ist ein nettes Auto das durchaus auch Spass macht. Aber trotzdem auch ein Vernunftsauto für mich. Wenn der Passat so in 4 Jahren (hoffentlich nicht früher) ins Gras beisst dann werde ich schauen ob nicht noch ein Fahrzeug erstehe (der eNiro würde dann zum Wagen für meine Freundin - falls Sie bis dahin nicht schon einen hat - verkauft wird er eher nicht...) dass mich dann auch emotional mehr Anspricht (das wäre dann klar ein Polestar, ein Eniaq oder sogar der Ioniq 5 ... oder was auch immer es bis dahin gibt - vielleicht den VW eKombi )
Technofreak hat geschrieben: Lasst uns den Strom abnehmen, der jetzt gerade erzeugt wird, während wir an der öffentlichen / privaten Ladestation angeschlossen sind.
Wenn ihn Keiner abnimmt, ist dieser Anteil Strom nutzlos erzeugt worden !
Versteh den Bezug nicht... Kannst du noch ein bisschen was erklären bitte ?
Unnütz ist aus meiner Sicht, dass da noch Kohlekraftwerke laufen, wenn der Strom an den Börsen schon negativ gehandelt wird. Da ist IMHO die nächste Herausforderung - ein besseres Lastmanagement und auch ein öffentliches Speichermanagement.
Dass Power2Home in Deutschland noch nicht erlaubt ist (oder lange nicht war) weil man Angst hatte die Leute könnten irgendwo billig (oder Umsonst) Tanken und den Strom dann nach Hause "tragen" ist mal wieder typisch kurzsichtig und dumm... diese Technik könnte schon viel weiter und eigentlich vorgeschrieben sein für Wallboxen die per KfW gefördert werden ! Aber weils (noch) nicht erlaubt (ist/war) hat da auch keiner Investiert und es kann fast niemand... Und von Power2Grid reden wir mal nicht...
Kia eNiro Spirit 64kWh
Lagerfahrzeug - sollte kommen "kurz nach Ostern" dank Corona wurds Mitte Juni.

Bestellt in Anfall von Größenwahn und Midlife Chrisis: EV6 GT-Line 4WD "mit alles" ausser Glasdach und 20 Zoll...

Re: Gesammelte Infos eines Neulings zum e-Auto - was man Wissen kann und sollte:

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@BigKid
Zur Info auf Deine Bitte zur näheren Erläuterung:
Wie Du sicher weißt, wird der Strom in den elektrischen Leitungen nicht gespeichert.
Er kann sich nicht ansammeln und warten, bis sich jemand anschließt oder auf andere Art und Weise als Verbraucher agiert.

Wird er erzeugt, muss er also in diesem Moment auch abgenommen werden.
Ansonsten ist die Stromerzeugung genau zu diesem Moment mit unnötigem Energieaufwand geschehen.

Dabei ist es egal, aus welchen Kraftwerken der Strom kommt.
Meine Aussage ist also rein physikalisch. Jede weitere Interpretation ist aus meiner Sicht künstlerische Freiheit.
E-Soul Spirit 64kWh seit 12/2020
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