Batterieheizung

Alles zum Energiespeicher eines Elektroautos

Batterieheizung

bendel80
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Ich plane die (erste) Anschaffung eines Elektroautos (Ioniq 5) und frage mich, ob ich die aufpreispflichtige Batterieheizung dazu nehmen soll (1500 Euro, Wärmepumpe wäre im Paket dann auch dabei).

Glaube mittlerweile, auch nach den Beiträgen hier im Forum, auf die Wärmepumpe könnte ich ganz gut verzichten. Ich werde wohl selten, und noch weniger im Winter, schnellladen, aber natürlich kann es vorkommen. Dann werde ich aber wohl vorher den vollen Akku leergefahren haben. Wie warm ist dann die Batterie? Wie würdet ihr hier die Auswirkungen auf den Ladevorgang einschätzen?
Zuhause kann ich in der Garage laden, aber auch da kann es ja mal -1, -2 Grad werden. Laden wäre dann trotzdem möglich, oder? (Habe auch schon gelesen, dass das bei 0 Grad gar nicht möglich war.)
Wie schätzt ihr die Auswirkungen auf die Degradation (ohne Batterieheizung) ein?
Leistungsverluste bei kalter Batterie würde ich verschmerzen können.

Natürlich sind es "nur" 1500 Euro, aber eigentlich sprengt der Ioniq sowieso schon meinen mal gesetzten Budgetrahmen und ich würde mir als einziges Extra lieber die große Batterie gönnen...

Danke für Antworten an den Neuling!
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Re: Batterieheizung

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  • ngier
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Hallo bendel80,

ich kann dir nur über meinen Plug-in Hybrid berichten, den ich nun über zwei Jahre fahre.

Wird nur in der Garage geladen, geht auch im Winter problemlos.

Wärmepumpe macht vermutlich nur bei Langstrecke Sinn, weil dann verfügbare Wärme vom Motor und Akku vorhanden.

Bei Kurzstrecke, kommt vermutlich nicht viel raus. (wenn überhaupt)

Schnellladung nach einer ausreichenden Fahrt, sollte kein Problem sein. Da zum einen der Akku beim Entladen etwas temperiert wird und zum anderen die Schnellladung über die Steuerung auf den richtigen Wert angepasst wird.

Meine Meinung, ich schließe aber nicht aus, dass es andere anders sehen könnten.
Grüße ngier

Re: Batterieheizung

Meinereiner
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Die Wärmepumpe ist sehr nützlich, denn die spart viel Strom im Winter. Zwingend brauchen tut man sie nicht unbedingt, aber sie erhöht die Reichweite schon enorm, speziell in der Übergangszeit (Oktober, 3°), da ist man nämlich fast ohne Mehrverbrauch unterwegs. Ich war in der Hinsicht sehr positiv überrascht, denn es hieß ja immer, im E-Auto müsste man frieren.

Also selbst wenn man die Batterieklimatisierung nciht braucht, ist das ein Feature, für das man sich das gut überlegen sollte.

Batterieheizung hat mein Auto keins, als kann ich nicht sagen wie sich das auswirkt.

Re: Batterieheizung

panoptikum
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Ich würde kein BEV ohne WP mehr kaufen. Die sollte eigentlich immer in der Serienausstattung vorhanden sein.

Die WP ist ja nicht nur für die Batterie, sondern hauptsächlich für den Innenraum.

Ein WP funktioniert bis ca. in den tiefen 1stelligen Minusbereich und entnimmt die Energie der Umgebungsluft (vorne am Kühler sitzt der Wärmetauscher) und nicht der Motorwärme. Sie funktioniert ab der ersten Minute.

Je nach BEV kann eine Vortemperierung des Innenraums programmiert werden, bei der auch die Batterie vortemperiert wird.
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Re: Batterieheizung

env20040
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Tja, beim I3 war die Batterieheizung nur in Verbindung mit ner Sitzheizung zu bekommen.
der env200 hat keine Batterieheizung. Was im Winter Reichweite kostet und langfristig. Auch wenn nicht Schnellgeladen wird, trägt. Das Laden einer kalten Lithiumbatteiee nicht dazu bei, die Lebensdauer einer Batterie zu verlängern.
ne Wärmepumpe?
Na ja, wenn's rappel kalt ist, hat die auch keine direkte Heizleistung mehr.
Bei Hausärmepumpen wird dann irgendwann ein Heizregister in den Luftstrom vorgeschaltet, keine Ahnung, wie das in Autos bewerkstelligt wird....
Jedenfalls ist eine Wärmepumpenheizung bei uns kein Must have, angesichts vorklimatisierung an Steckdosen, etc.
Eine Batterieheizung jedoch nun sehr wohl.
Und, was kauft man gebraucht?
Eher den mit Akuheizung, oder eben Wärmepumpe, wenn man Wert darauf legt...
Meiner einer mit ner Wärmepumpe.
Aber, in irgendeinem VW Thret geht es um ne Kostenrückerstattung betr. Wärmepumpe.
Und, wen es Interessiert, mit dem Kältemittel findet man im Web die Kurven, wann, bzw. bei welcher Temperatur dieses noch wirtschaftlich wäre.

Geht andererseits von alle 2 Jahre ner Gasnachfüllung von mind. 35 € aus.
Was allerdings die Klimaanlage auch bekommen sollte.
Ich persönlich vermute, dass ne Wärmepumpe bei den meisten Nutzern, aufgrund der Fahrleistung eher unnötig ist, ne Batteiheizung, ausser man ist zumindest Garagenparker, schon.
Wiewohl, am Gebrauchtmarkt ein extra mehr, welches man ankreuzen kann....
BMW i3, Nissan E-nv200, Mercedes Vito EQV bald Peugeot Expert 75 kWh, wenn der irgendwann mal geliefert wird.

Re: Batterieheizung

panoptikum
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Die WP ist Klima und Heizung in einem. Es wird "nur" die Richtung des Wärmetransfers geändert.

Wenn man also eine Klimaanlage hat, hat man eigentlich schon den Großteil der WP. Bei der Zoe sind dann noch zusätzliche Leitungen, Ventile, Wärmetauscher, Ausgleichsbehälter, Klappen für den Luftstrom, etc. verbaut.

Ab 2stelligen Minusgraden wird sie ineffizient, da sie öfters in den Enteisungsmodus geschaltet werden muss.
Für eine unterbrechungsfreie Wärme sorgen dann PTC-Elemente im Luftstrom.


Wobei bei der Zoe die Batterieheizung nicht über die WP, sondern über ein PTC-Element funktioniert. Nur die Batteriekühlung funktioniert über einen Wärmetauscher der Klimaanlage.


Geht andererseits von alle 2 Jahre ner Gasnachfüllung von mind. 35 € aus.
Normalerweise entweicht kein Kältmittel aus der WP/Klimaanlage. Die Hersteller befüllen sie werksseitig nur sehr knapp und es kann auch vorkommen, dass schon bei Auslieferung zu wenig enthalten ist.

Bei neueren Fahrzeugen sind aber wesentlich höhere Kosten des, durch die EU verordneten Kältemittels r1234yf, zu rechnen, als bei älteren Modellen.
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