Wasserstoff, quo vadis?

Alles zum Energiespeicher eines Elektroautos

Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Do 9. Aug 2018, 15:59
cpeter hat geschrieben:Hmmm, H2 zuerst zu NH3 wandeln, dann transportieren und verteilen und dann wieder NH3 zu H2 wandeln?
Wieviel Enegie dabei wohl draufgeht?

https://www.electrive.net/2018/08/09/wi ... g-h2-wird/
Bei hochintegrierten Anlagen zur Ammoniakerzeugung sind die Verluste gering, insbesondere, wenn man dies an integrierten Standorten der Chemie macht, an denen sowieso Ammoniak benötigt wird, weshalb dies eine der Schienen ist, um die CO2 Emissionen der Großchemie zu vermindern. Wärme fällt auf so hohem Temperaturniveau an, daß man hochgespannten Dampf für andere Prozesse auskoppeln kann, der sonst durch befeuerte Dampfkessel bereitgestellt werden müßte.

Alle großen Chemieunternehmen schauen sich das permanent an.

Gruß SRAM
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folder Do 9. Aug 2018, 16:09
Solange Wasserstoff nicht aus dem Überschuß der EE erzeugt wird, geht zuviel Energie drauf bis er im "Tank" ist.
Seit 2013 elektrisch unterwegs. Strom kommt vom Dach. Model ≡ ist r≡s≡rvi≡rt
- Stay out of my territory (Staffel 2, Folge 10). Die Ladesäulen gehören MIR ;-)

Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Do 9. Aug 2018, 16:25
Heisen-Berg hat geschrieben:Solange Wasserstoff nicht aus dem Überschuß der EE erzeugt wird, geht zuviel Energie drauf bis er im "Tank" ist.
Richtig ! Genau dafür ist das Ganze gedacht ;) (....wenn du oben "durch Elektrolyse" ergänzst , stellt man ihn aus fossil fuels her, kann er jetzt schon wirtschaftlich sein)


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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Do 9. Aug 2018, 16:36
Solange noch ein Kohlekraftwerk am Netz hängt
Solange noch ein Gaskraftwerk am Netz hängt
Solange noch ein Atomkraftwerk am Netz hängt

Genau so lange gibt es keinen Überschuss aus EE.

Wenn sich also die Regierung weigert die Kohle ab zu drehen, kann es sich nie rechnen Wasserstoff zu erzeugen.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Do 9. Aug 2018, 16:48
Ich würde deren Berechnung gerne nachvollziehen können. Ja, letztlich traue ich denen nicht. Sie sagen ja nicht, was sie alles in diesen Wirkungsgrad einbezogen. Es wäre vertrauensbildend, wenn sie die "Rohdaten" nennen würden. Ich gebe ja auch meine Quellen an.
Das ist so, als wenn dir der Handwerker zu Hause sagt: das kostet 200€. Da wüsste ich auch gern: was ist Arbeit und was ist Material?
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Do 9. Aug 2018, 16:55
SRAM hat geschrieben:
Heisen-Berg hat geschrieben:Solange Wasserstoff nicht aus dem Überschuß der EE erzeugt wird, geht zuviel Energie drauf bis er im "Tank" ist.
Richtig ! Genau dafür ist das Ganze gedacht ;) (....wenn du oben "durch Elektrolyse" ergänzst , stellt man ihn aus fossil fuels her, kann er jetzt schon wirtschaftlich sein)


Gruß SRAM
Aus Erdgas (Methan CH4) Wasserstoff herzustellen mag wirtschaftlich sein, in der ökologischen Unsinngkeit ist es kaum zu überbieten. Es wird dabei so viel CO2 frei als wenn man das Erdgas verbrennt. Warum dann nicht in einem Auto als CNG verbrennen? Billiger und viel vernünftiger.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Do 9. Aug 2018, 17:26
Vanellus hat geschrieben:Ich würde deren Berechnung gerne nachvollziehen können. Ja, letztlich traue ich denen nicht. Sie sagen ja nicht, was sie alles in diesen Wirkungsgrad einbezogen. Es wäre vertrauensbildend, wenn sie die "Rohdaten" nennen würden. Ich gebe ja auch meine Quellen an.
Das ist so, als wenn dir der Handwerker zu Hause sagt: das kostet 200€. Da wüsste ich auch gern: was ist Arbeit und was ist Material?
O.K. Das verstehe ich. Ich sag dir jetzt: das stimmt. Weil ich die Detaildaten kenne. Und nein, ich kann sie nicht rausgeben, weil ich dann in Teufels Küche komme (Präsentation von Siemens bei uns).

Aber frag doch einfach bei Siemens nach. So wie ich die einschätze, geben sie dir sicher gerne ein Expose.

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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Do 9. Aug 2018, 17:35
Vanellus hat geschrieben: Aus Erdgas (Methan CH4) Wasserstoff herzustellen mag wirtschaftlich sein, in der ökologischen Unsinngkeit ist es kaum zu überbieten. Es wird dabei so viel CO2 frei als wenn man das Erdgas verbrennt. Warum dann nicht in einem Auto als CNG verbrennen? Billiger und viel vernünftiger.
Nicht unbedingt:

- der Gesamtwirkungsgrad der Kette ist besser als beim Otto und etwa gleich zum Diesel (bei hoher Last). Die Brennstoffzellen haben oft sogar einen zu geringeren Lasten hin zunehmenden Wirkungsgrad bis zur Mindestlast. Das ist für Fahrzeuge besser geeignet.

- NOX und HC fallen nicht an (lokal Fahrzeug) und können beim Reformer sehr viel einfacher aus den Abgasen entfernt / umgewandelt werden. (Billiger ist es auch noch, weil große stationär DENOX)

- das CO2 fällt als Rohgas mit geringen Verunreinigungen an, kann einfach aufgereinigt und dann für industrielle Zwecke (z.B. Harnstoffdünger, andere Synthesen) verwendet werden. Sehr begehrt auch von der Getränkeindustrie: an die verkaufen wir beispielsweise an die 240.000 t/a Getränke-CO2.

Manchmal machen Umwege Sinn....

Gruß SRAM
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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Vanellus hat geschrieben:Es wäre vertrauensbildend, wenn sie die "Rohdaten" nennen würden.
Schau mal hier rein:
https://www.golem.de/news/elektroauto-d ... 17792.html
und hier:
https://www.elektroauto-zoe.de/brennsto ... uer-autos/
und da:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wassersto ... llennetzes
... eine Wasserstoffzapfstelle kostet 1Mio. Euro ...
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Do 9. Aug 2018, 18:26
Danke für den Link zum Artikel. Wir wissen es doch alle: im Pkw ist die Brennstoffzelle ein toter Gaul - seit mindestens 30 Jahren wird geforscht und immer steht in 2-3 Jahren der Durchbruch im Kfz bevor. Und immer werden neue Wasserstofftankstellen eröffnet und gefeiert (und heimlich wieder geschlossen, weil niemand die Kosten tragen will dafür, dass da einmal in Woche immer derselbe Wagen vorbei kommt und tankt).

Alles richtig im Artikel bis auf die angeblich 40 kWh pro kg H2: es sind 33,3 kWh pro kg.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wassersto ... _Vergleich
Damit wird die Energieeffizienz noch schlechter.

SRAM: ich glaube Dir, dass das stimmt. Aber was denn? Was ist in den Wirkungsgrad eingestellt worden und was nicht? Rechnerisch ist das sicher richtig, aber bei Wirkungsgraden muss man immer angeben: von - bis.

Das mag ja sein, dass ihr das bei der Dampfreformierung (oder steamreforming) anfallende CO2 separiert und verkauft. Aber es hat schon seinen Grund, dass diejenigen, die Wasserstoff über die Brennstoffzelle in den Fahrzeugmarkt drücken wollen, immer nur von der Elektrolyse sprechen. Von Dampfreformierung ist da nirgends die Rede. Obwohl sie bis heute so gut wie ausschließlich für die H2-Gewinnung eingesetzt wird.
Energieeffizienz ist kein nice-to-have, sondern ein politisch sehr hochrangiges Ziel der Energiewende, so beschlossen von der Bundesregierung. Sie muss deutlich steigen, da wird man kein Verfahren einführen können (im Pkw-Bereich), dass die Effizienz um den Faktor drei verschlechtert, zumal ein einfacheres, billigeres und etabliertes System zur Verfügung steht: das BEV.

Allein die 55 kWh kosten bei Haushaltstarifen (wird man bei Elektrolyse zu Hause wohl ansetzen können) über 16 €. Was soll dann bei dem hohem Hardware-Aufwand das kg H2 kosten? Und das für 100 km. Der heutige willkürliche Preis von 9,50 €/kg wird sich dann nicht halten lassen.
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