Ladeverluste zuhause an Typ2?

Re: Ladeverluste zuhause an Typ2?

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    MitmRadldo
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folder Mo 21. Okt 2019, 07:13
Diese Tage habe ich an einer 22 kW-Säule auch von 4% SOC bis kurz vor voll geladen, überschlagmäßig bin ich anhand der angezeigten kWh an der Säule auch auf ca. 7% +/- Ladeverluste gekommen. Das paßt schon so ungefähr. Es sind keine 10% und auch keine 20% mit dem Onboard-Lader bei der Ladeleistung.
30.01.2018. Das UFO ist gelandet.
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eHarry
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folder Mo 21. Okt 2019, 09:40
hominidae hat geschrieben:
So 20. Okt 2019, 22:36
Jo, schon klar...aber wer hat die Referenzkurve denn parat und ist die für jeden Akku gleich? Hast Du eine Idee wie gross die Abweichung ist/sein kann?
In erster Näherung, wider besserem Wissen, ist das Ding ne Black Box und linear.
Kann mich nur wiederholen, SOC wird in Ah gemessen (heißt ja State Of Charge), wir laden aber Energie (kWh)! Die Spannung von leer bis voll ist aber nicht gleich und nicht einmal linear. Energie = Spannung * Strom * Zeit, im SOC wird aber nur das Strom/Zeit Integral gemacht. Euere Wallboxen machen aber Leistung/Zeit -> kann nicht für eine Wirkungsgradrechnung verglichen werden...

Re: Ladeverluste zuhause an Typ2?

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sloth
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folder Mo 21. Okt 2019, 15:43
hominidae hat geschrieben:
So 20. Okt 2019, 22:36
Hast Du eine Idee wie gross die Abweichung ist/sein kann?
almrausch und eHarry haben schon Geraden und Kurven dazu gebastelt:
viewtopic.php?f=118&t=40346&start=40
Direktlink auf ddas Diagramm: download/file.php?id=76382&mode=view
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Re: Ladeverluste zuhause an Typ2?

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folder Mo 21. Okt 2019, 17:24
Ah, ja..danke.
Gesichert ist es aber noch nicht, wenn ich das überfliege. In beliebig kleinen Bereichen des SoC kann man Ladung und Energiemenge in eine lineare Abhängigkeit setzen (Spannung konstant) und dann kann man für den Bereich sagen wie viel kWh jeweils den %SoC entsprechen.
Aber eine solche "Korrekturtabelle, zB mit 5, 10, 20 Bereichen hat noch keiner "ermessen". Die wäre auch für jedes Auto individuell, denke ich, oder?
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almrausch
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folder Mo 21. Okt 2019, 18:34
Ich kann natürlich nur von meinem Ioniq ausgehen, aber da sind die Abweichungen teilweise so extrem, dass die Annahme 0,28 kWh je % SoC zu gravierenden Fehleinschätzungen führen kann. Ich zeichne nun schon eine ganze Weile die Werte auf und komme auf Energieinhalte von knapp über 0,2 kWh bis deutlich über 0,4 kWh je % SoC. Wie schon an anderer Stelle geschrieben, nehme ich dafür den lt. Bordcomputer angegebenen Verbrauch, denn ich für sehr zuverlässig halte (jedenfalls deutlich zuverlässiger als die CED Werte, die m.E. vom BMS errechnet werden und nicht auf Messungen basieren).

Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich das genau auswerten soll, da ich natürlich nicht bei jedem Wechsel im SoC den aktuell angezeigten Verbrauch und die gefahrene Strecke festhalte, sondern nur die Werte bei Fahrtende nehme. Ziel ist jedenfalls eine Tabelle/Grafik, aus der für jeden % SoC der ungefähre Energieinhalt ablesbar ist. Immerhin sind die Werte (im Rahmen von Rundungsfehlern) reproduzierbar.

Da der Energieinhalt je % SoC tendenziell im oberen Bereich deutlich höher ist als im unteren Bereich (teilweise mehr als doppelt so viel), kommt man bei Ladevorgängen im oberen Bereich zu deutlich höheren Verlusten als im unteren Bereich, wenn man von durchschnittlich 0,28 kWh je % SoC ausgeht. Mich hat es auch schon ganz zu Anfang sehr irritiert, dass ich bei gleichen Randbedingungen teilweise auf über 30% Verlust gekommen bin, während es manchmal anscheinend gar keine Verluste waren. Zuverlässige Werte kann man wie schon erwähnt nur bekommen, wenn man von 0 auf 100% lädt. Das habe ich bisher einmal gemacht und bin auf 29,66 kWh gekommen. Das wären 6% Verlust, wobei der verwendete go-eCharger wohl zu geringe Werte angezeigt und somit der tatsächliche Ladeverlust eher Richtung 10% liegen dürfte.

Bei meinem Ioniq gibt es sogar einen Extrembereich, wo der Energieinhalt je % über 0,6 kWh liegt. Letzte Woche hatte ich zwischen 81 und 79 SoC einen Verbrauch von 1,37 kWh. Das habe ich zunächst für einen Fehler gehalten und natürlich kommen bei solch kurzen Fahrten höhere Rundungsfehler zum Tragen, aber auch die Differenz beim BMS SoC lag bei 2% und nach Durchsicht meiner Aufzeichnungen liegt der Energieinhalt häufiger bei 0,5 kWh je % SoC, wenn dieser Bereich betroffen ist. Kein Wunder, dass ich immense Ladeverluste "berechnet" habe, wenn ich z.B. von 70 auf 90 geladen habe.

In einem Bereich von ca. 35-75 % SoC liegt der Energieinhalt bei 0,24-0,27 kWh je % SoC. Unter 15% sind es teilweise nur noch knapp 0,2 kWh, so dass der starke Abfall der Reichweite in dem Bereich nicht verwunderlich ist (und auch nicht angemessen vom BMS berücksichtigt wird). Über 75% SoC kann man auf jeden Fall von über 0,3 kWh je % SoC ausgehen, teilweise auch deutlich mehr. Irgendwo zwischen 55 und 60% SoC ist der Akku halb leer (oder halb voll je nach Betrachtungsweise).

Sollten sich die Ingenieure bei Hyundai etwa an der Tankanzeige eines Verbrenners orientiert haben, um das Verbrauchsverhalten zu modellieren?
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Re: Ladeverluste zuhause an Typ2?

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folder Mo 21. Okt 2019, 20:50
..man müsste ihn ja nicht auf Null fahren, aber 15-20% als unteter totpunkt.
Dann als Kalibrierungslauf laden mit definierter, konstanter Leistung bis 100%.
Die geladenen kWh aus der wallbox und SoC zB über BT-Dongle und App/PC aufzeichnen.
Die beiden Zeitreihen "übereinanderlegen" und die Tabelle ist fertig.
Könnte man mit Messpunkt alle 5 Sekunden umsetzen, wenn die Zähler in der WB das schaffen. Ein BT Dongle solle unterhalb das auf jeden Fall schaffen.

Klingt das einfacher als es zu bewerkstelligen ist?

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Re: Ladeverluste zuhause an Typ2?

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almrausch
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folder Mo 21. Okt 2019, 21:41
Dann weiß man, wie viel Energie man je % SoC benötigt hat. Zur Ermittlung von Ladeverlusten bringt das nichts und das war ja das eigentliche Thema.

Vielleicht könnte man dann eine Aussage über den zur Verfügung stehenden Energieinhalt je % SoC treffen, wenn man annimmt, dass der Ladeverlust konstant ist und die Kurve sich zwischen Laden und Entladen nur um den Ladeverlust unterscheidet.
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Re: Ladeverluste zuhause an Typ2?

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folder Di 22. Okt 2019, 00:00
Ja, das hatte ich vorausgesetzt, sorry.
Der Ladeverlust wird noch von der gewählten Ladeleistung und Temperatur abhängen. Aber auch da könnte man näherungsweise parallel verschieben, wenn man die extremen Parameter einmal als Referenzmessung hat.

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Re: Ladeverluste zuhause an Typ2?

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folder Di 22. Okt 2019, 06:35
Mike_Do hat geschrieben:
Fr 18. Okt 2019, 08:30
Hab gestern mal die Ladeeinstellungen des Original-Ladeziegels analysiert:
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Ergenbis wär also 230W Grundlast und dann 5,99% Ladeverlust
Dochmal zu meiner Tabelle:
Stromzähler ist ein TP-Link HS110 direkt vor dem Ladeziegel. der sollte also passen,
Ladeleistung kommt aus EV-Notify, das Auto war natürlich aus und versperrt, alle Lichter aus.
Es kann schon einen leichten zeitlichen Versatz und Schwankungen geben,
wichtige Erkenntnis für mich sind nicht die Einzelwerte sondern die lineare Kurve mit D= 230W Grundlast und k= 6% Verlust

Re: Ladeverluste zuhause an Typ2?

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eHarry
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folder Di 22. Okt 2019, 10:02
almrausch hat geschrieben:
Mo 21. Okt 2019, 21:41
Dann weiß man, wie viel Energie man je % SoC benötigt hat. Zur Ermittlung von Ladeverlusten bringt das nichts und das war ja das eigentliche Thema.

Vielleicht könnte man dann eine Aussage über den zur Verfügung stehenden Energieinhalt je % SoC treffen, wenn man annimmt, dass der Ladeverlust konstant ist und die Kurve sich zwischen Laden und Entladen nur um den Ladeverlust unterscheidet.
Dann muss man nur noch Glück haben das die BMS-Software nicht gerade SOC korrigiert, das macht es nämlich gerne beim Laden, ist mir gerade erst am WE beim Schnelllader aufgefallen.

Hab beim Ladelog vom Schnellader, der mit konstant 125A geladen hat, von 40-55% deutlich länger Zeiten pro % gesehen als danach von 55-74% (in diesem Bereich konstant bei ~12 sec / 0,5% vorher bis zu 35sec und nicht konstant).

SOC (Un)Genauigkeiten von +-3% wüden mich nicht wundern!

CEC/CED wird wenn ich es richtig in meinen Daten sehe auch vom SOC abgeleitet -> ~0.3kWh /%
CCC/CDC das selbe -> 0,78Ah/% wurde bei der oben genannten Ladung auch nicht richtig ausgegeben, immer konstant pro % obwohl für die unternen 15% deutlich länger geladen wurde als für die obernen 15%

Wenn der Versuch sehr häufig gemacht wird, könnte eine Aussage getroffen werden, ein Ladevorgang alleine wird wohl nicht viel aussagen. Dazu kommt noch der Ladevorgang der 12V Batterie, ist auch nicht zu vernachlässigen.

Ich gehe von 10% Verlusten beim AC-Laden aus, bei unter 16A eher 15%

Das zu bestätigen sollte nicht zu schwer sein wenn eine Fahrt bei 100% beginnt und mittels Bordcomputer der Verbrauch auf die Strecke hochgerechnet wird. Dann wieder auf 100% laden (100% oder 95% SOC BMS sollte der Ioniq recht genau treffen, weil dies rein auf Batteriespannung geregelt funktioniert, also kein ungenauer SOC reinspielt). Wallbox und Bordcomputer vergleichen und den Versuch ein paar mal machen, damit könnte es sehr genau werden.

Nachtrag: Ich kann den Versuch selbst nicht machen da ich keine Wallbox mit geeichtem Stromzähler habe ;-)
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