Ladeverluste zuhause an Typ2?

Re: Ladeverluste zuhause an Typ2?

almrausch
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eHarry hat geschrieben: Das zu bestätigen sollte nicht zu schwer sein wenn eine Fahrt bei 100% beginnt und mittels Bordcomputer der Verbrauch auf die Strecke hochgerechnet wird. Dann wieder auf 100% laden (100% oder 95% SOC BMS sollte der Ioniq recht genau treffen, weil dies rein auf Batteriespannung geregelt funktioniert, also kein ungenauer SOC reinspielt). Wallbox und Bordcomputer vergleichen und den Versuch ein paar mal machen, damit könnte es sehr genau werden.

Nachtrag: Ich kann den Versuch selbst nicht machen da ich keine Wallbox mit geeichtem Stromzähler habe ;-)
Ich habe im Frühjahr eine Weile zu Hause immer auf 100% geladen und mir die in der Zwischenzeit angefallenen Verbräuche notiert, um genau das zu berechnen. Leider kann ich auch nur die Werte nehmen, die mir der go-eCharger anzeigt, welche um einige % zu gering sein dürften. Da bin ich bei 16A auf Verluste im Bereich um 15% gekommen, was mir deutlich zu hoch erscheint, wenn ich dagegen die Ladung von 0 auf 100% mit ca. 6% Verlust setze (ebenfalls 16A). Wobei die Fälle des Nachladens auf den Verbrauchswerten lt. BC basieren, während ich beim Laden von 0 auf 100% von 28 kWh ausgegangen bin.
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Re: Ladeverluste zuhause an Typ2?

eHarry
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almrausch hat geschrieben: Wobei die Fälle des Nachladens auf den Verbrauchswerten lt. BC basieren, während ich beim Laden von 0 auf 100% von 28 kWh ausgegangen bin.
Da liegt die große Unsicherheit, ob tatsächlich X% in der Batterie gewesen sind und ob die 28 kWh stimmen, ist sehr schwer ohne Laborbedingungen zu wissen.

Re: Ladeverluste zuhause an Typ2?

almrausch
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eHarry hat geschrieben:
almrausch hat geschrieben: Wobei die Fälle des Nachladens auf den Verbrauchswerten lt. BC basieren, während ich beim Laden von 0 auf 100% von 28 kWh ausgegangen bin.
Da liegt die große Unsicherheit, ob tatsächlich X% in der Batterie gewesen sind und ob die 28 kWh stimmen, ist sehr schwer ohne Laborbedingungen zu wissen.
Zumindest wurden 0% SoC angezeigt und Fahren war nicht mehr möglich. BMS SOC war bei 2%. Es ist natürlich so, dass das BMS den weiteren Betrieb nicht mehr zulässt, wenn auch nur eine Zelle unterhalb der kritischen Spannung liegt (vermutlich knapp unter 3,04 V).

Bei den 28 kWh können wir auch nur spekulieren. Zumindest scheint das BMS davon auszugehen, denn bei meiner bisher einzigen Ladung von 0 auf 100% nahm CEC um 27,9 kWh zu.

Letztlich gibt es viel zu viele Unbekannte, Messungenauigkeiten und unterschiedliche Rahmenbedingungen (v.a. Temperatur), um zu exakten und reproduzierbaren Ergebnissen zu kommen. Der Ladeverlust liegt irgendwo im Bereich von 10-15% (bei unter 13A auch wesentlich höher) und der Energieinhalt je % SoC ist alles andere als gleichverteilt.
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Re: Ladeverluste zuhause an Typ2?

ubit
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Jedes BMS dieser Welt kann den SOC nur "raten". Ein Akku hat halt keinen Füllstandszeiger... Einziger Hinweis auf den SOC ist halt die Zellenspannung - und die schwankt auch noch abhängig von Temperatur und aktuellem Stromverbrauch. Ein "intelligentes" BMS könnte ggf. noch den Ladestrom und den Stromverbrauch messen und damit zumindest eine gewisse Plausibilitätsprüfung machen.

Aber wirklich genaue Daten wird man mit Bordmitteln nicht ermitteln können. Schon die angegebene Kapazität ist ja nur ein "Laborwert" unter ganz bestimmten Bedingungen. Wenn man einen Akku mit 1C lädt und anschließend mit 1C entlädt bis zu einer bestimmten Zellenspannung, dann kann man eine andere Energiemenge entnehmen als bei einer Entladung mit 2C oder 5C. Bei 30°C Akkutemperatur ist die entnehmbare Energiemenge höher als bei 0°C.

Wie also soll man den Ladewirkungsgrad angeben? Einzige Möglichkeit das zuverlässig zu bestimmen wäre:

1. Akku ausbauen
2. Leerlaufspannung messen
3. xxx kWh in den Akku laden
4. entladen bis die Leerlaufspannung wieder den Anfangswert erreicht
5. Notieren wieviele kWh man entnehmen konnte

Abhängig davon wie schnell man in Schritt 4 entlädt erhält man dabei aber auch unterschiedliche Werte. Typischerweise wird man bei so einem Test den Akku mit 1C Be- und entladen. Auf 100% laden darf man aber auch nicht - jedenfalls nicht wenn das BMS irgendwann zu balancieren beginnt. Balancing kostet auch Energie.

Das Einzige was man wirklich messen könnte wären die Verluste im Ladegerät des Fahrzeugs. Dazu müsste man den Strom messen der direkt "am Akku" ankommt und den Strom der aus direkt an der Wallbox fließt. Oder wahlweise den Strom vor der Wahlbox.

Ciao, Udo
VW e-Up! 2020 bestellt (Ende September 2019). Lieferprognose: KW28/2020. (Verlauf April 2020, KW16, KW19, KW 20, KW22, KW23, KW25, KW28, KW28 Produktion gestartet)
Seit 19.6.2020 auf dem Transportweg

Re: Ladeverluste zuhause an Typ2?

Orion
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Aber wirklich genaue Daten wird man mit Bordmitteln nicht ermitteln können.
Brauchst du in letzter Genauigkeit auch nicht, beeinflussen kannst du es ja eh nicht.

Was auf Dauer interessant sein kann:
Lade ich zuhause mit 10 Ampere oder lieber mit 16A (Beispiele)? Wenn da mehrere % Wirkungsgrad Unterschied drin liegen, geht das aufs Jahr gesehen richtig ins Geld. Hier genügt aber auch eine vergleichende Messung.
2016: Reichweiten-Angst. 2018: Lade-Angst. 2020: Liefer-Angst.

Re: Ladeverluste zuhause an Typ2?

almrausch
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Orion hat geschrieben: Was auf Dauer interessant sein kann:
Lade ich zuhause mit 10 Ampere oder lieber mit 16A (Beispiele)? Wenn da mehrere % Wirkungsgrad Unterschied drin liegen, geht das aufs Jahr gesehen richtig ins Geld. Hier genügt aber auch eine vergleichende Messung.
Dann müsste man zumindest gleiche Start- und Endwerte beim SoC miteinander vergleichen (also z.B. von 50 auf 70%) und das auch noch bei gleichen Temperaturen. Ich bin mal durch meine Messwerte gegangen, wobei ich die Temperatur nicht aufgezeichnet habe. Daraus würde ich ableiten, dass der Ladeverlust bei 10A um 3-5% höher als bei 16A liegt. Für mich liegt die "Schmerzgrenze" bei 13A. Soll heißen, dass bei 13A ggü. 16A der Verlust nur minimal ansteigt, während es bei 10A ggü. 13A deutlich mehr ist.
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Re: Ladeverluste zuhause an Typ2?

churchi
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Mein Hausanschluss ist mit 25A pro Phase abgesichert. Die Frage ob ich mit 16A laden möchte stellt sich nur bedingt, da meine Wärmepumpe bis 6A pro Phase braucht und ich aber auch noch Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler, Herd, Wasserkocher und weitere Elektrogeräte im Haus betreiben können möchte.

Wenn ich das Auto mit 16A laden würde, dann bleiben auf der Phase nur noch 700W übrig - das geht auf dauer irgendwann schief und die Sicherung fällt.

Deshalb lade ich mit 13A und hatte noch nie ein Problem. Das Auto ist über Nach voll und alle anderen Geräte können ohne Einschränkungem genutzt werden.

Die Kosten für einen stärkeren Hausanschluss kämen durch die geringeren Kosten durch bessere Effizienz beim laden niemals herein.

Also nur wegen Effizienz mit 16A Laden kann ins Auge gehn. Es kommt wie immer auf die Umgebungsbedingungen drauf an.

Re: Ladeverluste zuhause an Typ2?

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Habe gestern auch nur mit 6 A geladen, da unbekannte Schukodose. Lieber einen Euro verschwendet, als eine qualmende Steckdose oder Leitung.

Aber für den Regelfall sollte man einen guten Wirkungsgrad schon anstreben.
Ioniq 28 kWh Premium mit Sitzpaket, Intense Blue, Michelin CrossClimate+, Produktionsdatum 16.4.2019 - Abholung in Landsberg am 14.9.2019 (Sangl #588)
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