Vom Ioniq zum Tesla Model 3 - Das vermisse ich (nicht)

Vom Ioniq zum Tesla Model 3 - Das vermisse ich (nicht)

HotBird
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Hallo zusammen,

im März 2019 erfüllte ich mir den ersten großen Traum: Ein Elektroauto fahren. Ich bin etwa 31.000km mit meinem Ioniq Premium (28kwh) gefahren und habe diesen nun verkauft. Bereits im Dezember 2020 erfüllte ich mir dann einen ganz besonderen Traum: Ein Tesla Model 3 SR+.
Während meines Studiums im Jahr 2016 konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich so früh schon einen Tesla besitzen werden. Das es nun schon mit 24 geklappt hat, liegt unter anderem auch an der aktuellen Umweltprämie.

Seis drum: Ich möchte gerne meine Erfahrungen mit euch teilen und euch erzählen, warum ich den Ioniq doch sehr vermisse, aber nich mehr zurück haben will. Außerdem möchte ich mir zum Schluss noch eine Anmerkung zu dem 38kwh Ioniq erlauben.

Um mich kurz zu fassen: Der Ioniq ist halt einfach ein extrem gutes Auto gewesen, auch wenn er einige Schwächen hatte. Die Verarbeitung war keinesfalls besser als bei meinem Tesla. Ich habe einen Tesla aus China mit dem neuen LFP Akku. Die Spaltmaße sind teilweise besser als bei einem Ioniq. Auch der Innenraum beim Tesla Model 3 ist in meinen Augen hochwertiger verarbeitet. Die Sitze sind bequemer, alles fühlt sich besser und hochwertiger an. Besonders bei den Fahrgeräuschen hat der Ioniq eine riiiesen Schwäche. Endlich knarzt nichts mehr. Das Infotaiment ist natürlich eine Geschmackssache...- aber hier ist Tesla natürlich unschlagbar. - So ? Wo vermisse ich also den Ioniq?

Der Akku/BMS/Laden!!! Holy shit- da ist es mal -10 grad kalt da hat man beim Tesla direkt 0,0 Rekuperation! Bei kaltem Akku (10 Grad) kommen keine 50kw Ladeleistung zustande! Und der Ioniq hat einfach geladen wie ein Wunder. Das Auto war einfach so gut abgestimmt. Immer genug Reku-Leistung, sehr genaue Kilometeranzeige...der Wahnsinn. Beim Tesla muss man zuerst den Akku vorkonditionieren und ein bisschen auf der AB ballern, damit was geht. Im Winter mal schnell an ne HPC fahren um voll zu machen? Nope! Ich konnte mich auf das BMS immer verlassen- immer. Ob das auf Kosten der Haltbarkeit des Akkus ging? Kann sein?- mir aber bums. Den tesla bekommt man Softwaretechnisch immer etwas als Baustelle ausgeliefert. Vorallem wir mit dem LFP Akkus haben nun einige Probleme. Ich kenne aber auch das US Modell gut und kann berichten, dass es da nicht besser ist.
Achja- im Winter komme ich mit meinem Tesla auf reiner Kurzstrecke mit vorheizen auch nicht arg viel weiter als mit dem Ioniq. ....- die Effizienz ist unglaublich gewesen. Mit dem Tesla liege ich aktuell bei 18,8 kwh/100.


Warum will ich den Ioniq doch nicht mehr zurück? Ganz einfach: Ich fühle mich im Auto (Tesla) sicherer, habe mehr Power und das Auto hat auch deutlich mehr Stil und Fahrqualität. Vorallem muss ich auf der AB nicht mehr mit 120 rumschleichen um den nächsten Lader zu erreichen. Im Sommer fahre ich mit dem Tesla 160kmh wo es nur geht und bin dennoch deutlich schneller am Ziel als mit dem Ioniq. Auch die Ladeleistung ist höhrer und das SUC Netwerk ist klasse. Wenn Tesla jetzt noch das LFP Problem in den Griff bekommt, dann ist alles wunderbar.


So: Jetzt noch ein Wort an die Ioniq FL Nutzer. Wer dieses Auto als 2. Wagen für kurze Strecken nutzt hat alles richtig gemacht. Aber die Ladekurve und Ladezeit ist doch untragbar? Ich bin einmal mit zu kaltem Akku an den SUC und hatte 50KW Ladeleistung. Das schafft nichtmal der IONIQ FL ! Ich musste fast 40 Minuten laden. 40!!!! - Es ist mir ein absolutes Rätsel, wie man als Normalverbraucher mit diesem Auto zurechtkommt. Schließlich gehören auch ab und an Langstrecken zum Einsatzbereich eines Fahrzeuges.

Ich hoffe der IONIQ 5 wird so gut, dass er den tesla in den Schatten stellt.


Grüße

HotBird
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Re: Vom Ioniq zum Tesla Model 3 - Das vermisse ich (nicht)

ello
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Also das Model3, was ich mal gefahren bin, war nicht besser gedämmt als ein IONIQ28 und war hart wie ein go-cart. Und wenn dein IONIQ geknarzt hat, dann war er kaputt. ich kenne keinen, der knarzt

Re: Vom Ioniq zum Tesla Model 3 - Das vermisse ich (nicht)

ello
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HotBird hat geschrieben: Ich bin einmal mit zu kaltem Akku an den SUC und hatte 50KW Ladeleistung.
Hä? was denn jetzt? oben schreibst du, dass du eben keine 50kW laden kannst wenn der Akku kalt ist.

Re: Vom Ioniq zum Tesla Model 3 - Das vermisse ich (nicht)

HotBird
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ello hat geschrieben: Also das Model3, was ich mal gefahren bin, war nicht besser gedämmt als ein IONIQ28 und war hart wie ein go-cart. Und wenn dein IONIQ geknarzt hat, dann war er kaputt. ich kenne keinen, der knarzt

In meinem Freundeskreis waren wir mehrere Leute mit einem Ioniq. Hier hat bei uns immer etwas geknarzt. Meistens war es die Rückbank...-vorallem nach dem man die Rückbank umgelegt hatte.

Re: Vom Ioniq zum Tesla Model 3 - Das vermisse ich (nicht)

HotBird
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ello hat geschrieben:
HotBird hat geschrieben: Ich bin einmal mit zu kaltem Akku an den SUC und hatte 50KW Ladeleistung.
Hä? was denn jetzt? oben schreibst du, dass du eben keine 50kW laden kannst wenn der Akku kalt ist.

Mit eiskaltem Akku = keine Chance 50kw zu erreichen. Dennoch kann der Akku für 120kw "zu kalt" sein. Somit war er zwar nicht mehr gefroren aber einfach nicht warm genug.

Re: Vom Ioniq zum Tesla Model 3 - Das vermisse ich (nicht)

elChris
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HotBird hat geschrieben: ...

So: Jetzt noch ein Wort an die Ioniq FL Nutzer. Wer dieses Auto als 2. Wagen für kurze Strecken nutzt hat alles richtig gemacht. Aber die Ladekurve und Ladezeit ist doch untragbar? Ich bin einmal mit zu kaltem Akku an den SUC und hatte 50KW Ladeleistung. Das schafft nichtmal der IONIQ FL ! Ich musste fast 40 Minuten laden. 40!!!! - Es ist mir ein absolutes Rätsel, wie man als Normalverbraucher mit diesem Auto zurechtkommt. Schließlich gehören auch ab und an Langstrecken zum Einsatzbereich eines Fahrzeuges.

Ich hoffe der IONIQ 5 wird so gut, dass er den tesla in den Schatten stellt.


Grüße

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Was heisst "untragbar"? Die Etikettierung "absolutes Rätsel, wie man als Normalverbraucher mit diesem Auto zurechtkommt" finde ich reichlich übertrieben.

Ich persönlich komme mit dem IONIQ FL wunderbar zurecht. Wahrscheinlich habe ich einen anderen Use-Case als Du. Ich mache ca. 30% Langstrecke (und das auch nur <500km) und lade 80% daheim an der Wallbox.

Kurzstrecke ist eh kein Problem, das hast Du ja schon geschrieben. Und des Rätsels Lösung auf Langstrecke ist das ich mit warmem Akku losfahre (Wallbox ...) und ihn dann auf 20% leerfahre. Am nächsten Lader gehts dann mit über 40kW weiter.

Ist es ein 50kW Triple Lader, dann ist der Unterschied zwischen vFL und FL sowieso marginal.

Ist es ein HPC-Lader, dann lade ich für die gleichen Kilometer 30 statt 20 Minuten. So what? Aber ich habe ja einen größeren Akku vom Start weg und muss weniger oft anhalten. Also müsste ich deutlich mehr als 400km fahren damit sich ein besserer Akku nennenswert lohnen würde. Um 6x15 Minuten im Jahr zu sparen hätte ich mindestens 5000E mehr ins Fahrzeug investieren müssen. Das ist es mir nicht Wert zumal der IONIQ ein sehr bequemes Auto ist das es von der Konkurrenz nicht so ohne Weiteres gibt ...

Für ständige Langstreckenfahrten ist der IONIQ sicher nicht das richtige Auto, da hätte ich mir wahrscheinlich auch ein Model3 angeschafft. Aber für meinen Zweck und vermutlich auch für "Normalverbraucher" ist das Fahrzeug vollkommen OK und mindestens so "preis-wert" wie das Model3.

Christof
IONIQ Style 38kWh seit 2019 | ZOE R110 50kWh seit 2021 || e-flat.com ZOE R90 41kWh 2020 | ZOE Q90 41kWh 2018 - 2019

Re: Vom Ioniq zum Tesla Model 3 - Das vermisse ich (nicht)

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Eigentlich wollte ich auch immer einen Tesla haben. Lag aber auch eher daran weil es nicht viel anderes gegeben hat.. . Mittlerweile gibt es oder kommen doch einige sehr interessante BEV's raus und man praktisch überall Supercharger findet. Aber das ist ja im Grunde auch kein K.O.-Kriterium mehr.

Was mir aber nie gefallen hat und es auch nach wie vor nicht tut ist der Innenraum. Großer Bildschirm, OK. Aber ein "richtiges" Cockpit fehlt mir irgendwie. Und hier und da Tasten. Nicht alles muss sich mühsam über das Tablet bedienen lassen. Und das sage ich sogar als ITler... .
Mit dem Ioniq bin ich soweit daher zufrieden. Der Akku könnte etwas größer sein, ja. Aber das ist letztlich auch jammern auf hohem Niveau da ich nur selten am Tag150 km oder mehr am Stück fahre. Nervig ist eigentlich die eher z. T. immernoch schlechte Infrastruktur. Wenn ich mal 150 km fahre und dann habe ich keine Möglichkeit zu laden. Das nervt. Wäre das nicht würde ich ja nicht einmal Zeit durch das Laden verlieren.

Und auf Langstrecken - die für mich eigentlich nur 350 km an die Nordsee sind -, na ja, mache ich halt ne Pause nach 1,5 - 2 h. Ist für mich auch irgendwie eine Art Entschleunigung, kann ich etwas trinken und/oder Essen oder einfach nur mal die Füße vertreten. Ist dann auch viel stressfreier.

Re: Vom Ioniq zum Tesla Model 3 - Das vermisse ich (nicht)

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@HotBird Vielen Dank für Deine Erfahrungen! Jeder hat so seine Präferenzen und das ist doch auch gut so.

Einige von Dir genannte Punkte kann ich zum Beispiel gut nachvollziehen, manche sehe ich anders und andere teile ich gar nicht.

Genau dafür gibt es ja unterschiedliche Fahrzeuge 🙂

Re: Vom Ioniq zum Tesla Model 3 - Das vermisse ich (nicht)

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Jeder Mensch findet für seine Entscheidungen Argumente warum er etwas tut, oder nicht getan hat.
Kein Fahrzeug ist der ideale Alleskönner.
Und, kalte Batterien auf der Autobahn "warmhämmern"..
Na ja, da könnte man auch gleich die volle Ladeleistung draufknallen, wäre das gleiche....

Viel Spass beim fahren.
BMW i3, Nissan E-nv200, bald Mercedes Vito EQV& Peugeot Expert, wenn die mal geliefert werden....

Re: Vom Ioniq zum Tesla Model 3 - Das vermisse ich (nicht)

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Ob eine hohe Laderate einer hohen Entladerate gleicht sei mal dahingestellt.
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