Plug-In in der Stadt ohne Lademöglichkeit

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eScenCe
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Grüße euch,

ich habe in den letzten Tagen einiges hier durchwühlt, aber nichts gefunden, dass meine Frage konkret beantwortet.

Reines Fahrprofil: Stadt - 80% - 20% AB

Über Kontakte hält sich der Mehrpreis gegenüber Benziner dank Prämie bei 0 € - ist also für meine Frage zu vernachlässigen.
Es geht mir hier theoretischer Natur einzig und alleine um den Verbrauch !!


Ich würde mir gerne ein Fahrzeug privat kaufen, habe aber keine Lademöglichkeiten (beim Kino Sonntags oder 2x die Woche für 30 Minuten beim Einkaufen mal außen vor).

D.h. das Fahrzeug würde zu 75% seiner Zeit wie ein Vollhybrid betrieben werden.

Gibt es konkrete ! Erfahrungswerte was ein PHEV ohne Saft an l/km mehr // weniger verbraucht als mit Strom in der Stadt?

Ich stelle mir die Rekuperationsphasen beim Stop&Go relativ viel vor und die Peaks durch das ständige Anfahren sollten ja auch gemindert werden.
Ist damit zu rechnen, dass in diesem spezielle Falle der Plug-In ohne Saft einen besseren Verbrauch erreichen kann, als ein identischer Benzinmotor?
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Re: Plug-In in der Stadt ohne Lademöglichkeit

TorstenW
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Moin,

kauf Dir einen Hybrid. Alles andere ist in Deinem Fall Unfug.
Du fährst einen großen, teuren Akku spazieren, mehr nicht.

Grüße
Torsten

Re: Plug-In in der Stadt ohne Lademöglichkeit

Misterdublex
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Nein, da gibt es Studien zu. Ein PHEV ohne regelmäßige Aufladung hat einen höheren Verbrauch. Auch ist zu beachten, dass die Wartung für zwei Systeme durchzuführen ist.

Ohne eigene Lademöglichkeit macht ein PHEV noch weniger Sinn, als das es das für Privat ohnehin schon kaum tut. PHEV rechnen sich eigentlich lediglich für die Autoindustrie, um CO2-Bilanzen aufzuhübschen oder um Dienstwagen steuerlich begünstigt zu bewegen.

Wenn die öffentliche Ladeinfrastruktur in deiner Umgebung geeignet ist, um mit einem BEV den Alltag zu bewältigen, dann würde ich an deiner Stelle ein BEV nehmen oder einen normalen Verbrenner.

Es macht keinen Sinn einen zusätzlichen E-Motor, mit schwerem Akku unnötig durch die Gegend zu fahren, wenn man ihn eigentlich nie nutzt.
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Re: Plug-In in der Stadt ohne Lademöglichkeit

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Diese sogenannten Studien beziehen sich allerdings nicht auf überwiegenden Stau-stadtverkehr sondern eigentlich immer auf die Langstreckenfahrt. Trotzdem macht ein Plug-in-Hybrid unter den geschilderten Umständen keinen Sinn, sondern es ist eher ratsam einen Hybrid zu nehmen, da er die genutzten Vorteile des PHEV auch hat.

Eigentlich klingt das Profil nach einem guten Profil für einen Plug in Hybrid, sofern man ihn zu Hause - oder in der Arbeit - laden könnte. Sofern beides nicht geplant ist sollte man es lieber lassen...

Es schadet zwar vermutlich auch nicht, aber du bist dann wieder anekdotische Evidenz für die PHEV-hasser, dass ja niemand seinen Plug-in-Hybrid lädt...

Re: Plug-In in der Stadt ohne Lademöglichkeit

Misterdublex
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Aber eine Langstreckenfahrt, ohne Nachladen, würde dem Fahrverhalten in der Stadt, so gut wie ohne externe Ladung entsprechen, nur mit noch mehr Anfahr- und Beschleunigungsvorgängen.

Ein PHEV ohne eigene und vor allem ständig genutzte Lademöglichkeit ist für Privatleute ein ökonomisches und ökologisches Desaster.
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Re: Plug-In in der Stadt ohne Lademöglichkeit

eScenCe
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TorstenW hat geschrieben: Moin,

kauf Dir einen Hybrid. Alles andere ist in Deinem Fall Unfug.
Du fährst einen großen, teuren Akku spazieren, mehr nicht.

Grüße
Torsten
Das Problem: Die sind alle pottenhässlich ;)
Misterdublex hat geschrieben: Nein, da gibt es Studien zu. Ein PHEV ohne regelmäßige Aufladung hat einen höheren Verbrauch. Auch ist zu beachten, dass die Wartung für zwei Systeme durchzuführen ist.

Ohne eigene Lademöglichkeit macht ein PHEV noch weniger Sinn, als das es das für Privat ohnehin schon kaum tut. PHEV rechnen sich eigentlich lediglich für die Autoindustrie, um CO2-Bilanzen aufzuhübschen oder um Dienstwagen steuerlich begünstigt zu bewegen.

Wenn die öffentliche Ladeinfrastruktur in deiner Umgebung geeignet ist, um mit einem BEV den Alltag zu bewältigen, dann würde ich an deiner Stelle ein BEV nehmen oder einen normalen Verbrenner.

Es macht keinen Sinn einen zusätzlichen E-Motor, mit schwerem Akku unnötig durch die Gegend zu fahren, wenn man ihn eigentlich nie nutzt.
Das war nicht die Frage. Sondern der Verbrauch bei Stadt! - Verkehr. Ob da nun die CO2 Bilanz geschönt wird interessiert mich ehrlich gesagt wenig :|
Super-E hat geschrieben: Diese sogenannten Studien beziehen sich allerdings nicht auf überwiegenden Stau-stadtverkehr sondern eigentlich immer auf die Langstreckenfahrt. Trotzdem macht ein Plug-in-Hybrid unter den geschilderten Umständen keinen Sinn, sondern es ist eher ratsam einen Hybrid zu nehmen, da er die genutzten Vorteile des
Auch hier bleibt die Frage (an die PHEV) Fahrer wo es vergleichbare Modelle gibt (208 / 208e ; A250e / A250, etc.) bestehen:

Was verbraucht eure Kiste ( auf 100km bei leerem Tank)? Ich selbe könnte dann den Verbrauch des Benziners nachsehen.

Danke dennoch für eure Antworten bisher.

Re: Plug-In in der Stadt ohne Lademöglichkeit

Misterdublex
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Die Verbräuche wurden in den Studien mit betrachtet. Der Verbrauch einen PHEV über lange Zeit ohne nachladen ist höher, als der eines vergleichbaren Verbrenners und sogar schlechter, als der Verbrauch eines normalen Hybrid.

Für dein Fahrprofil ist hinsichtlich Verbrauch ein reines BEV (mit z.B. 1x Vollladen/Woche über Nacht an der öffentlichen Ladeinfrastruktur) ideal oder ein normaler Verbrenner (ggf. mit einfachen Hybrid).
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Re: Plug-In in der Stadt ohne Lademöglichkeit

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Für welches Fahrzeug interessierst du dich denn? Manche werden ohne Nachladen zu Säufern, andere sind ähnlich sparsam oder gar sparsamer als die Vollhybrid-Variante. Optimal wird ein PHEV jedoch erst durch regelmäßiges Aufladen.

Gerade bei deinem großen Stadtanteil dürfte der als Vollhybrid betriebene PHEV seine Vorteile gegenüber einem reinen Benziner ausspielen können. Ich habe das unfreiwillig schon ausprobieren dürfen, als die AC-Ladebuchse defekt war und ich 3 Wochen auf das Ersatzteil warten musste. In der Stadt und der Landstraße waren es etwa 2l/100km weniger als beim Leihwagen gleichen Modells mit CVT und Benziner.

Grüße,

Fabian
Mitsubishi Outlander PHEV 2017

Re: Plug-In in der Stadt ohne Lademöglichkeit

eScenCe
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Ich könnte den A250e kostenneutral gegenüber dem Benziner bekommen; vielleicht wird er dank Umweltprämie sogar ein wenig günstiger.
Morgen kenne ich die exakte Zahl auf den € genau.

Re: Plug-In in der Stadt ohne Lademöglichkeit

Misterdublex
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Der wird doch später auch noch mit CCS kommen, oder?

Dann könntest du zumindest bei Kaufland, Aldi oder Lidl schnell was nachladen. So würde wieder ein Schuh draus.
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