Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Re: Wieviel Strom braucht Sprit wirklich?

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iOnier hat geschrieben: Mit Blick auf CO2-Emissionen kann ein BEV aber Vorteile haben, die ein Verbrenner nun mal prinzipibedingt praktisch nie haben wird.
Der Blick auf die CO2 Bilanz ist der einzig Vernünftige. Alles andere, auch die theoretischen Geschichten zum Wirkungsgrad machen eigentlich keinen Sinn. Denn grade beim Strom sehen wir den zu einem guten Teil ja auch in der Produktion und da sehr unterschiedlich.
iOnier hat geschrieben: Die Aussage verstehe ich nicht. Klar hat der Tank praktisch keine "Selbstentladung" (die eines Li-Ionenakkus ist aber sehr gering, und auch Sprit altert).
Damit meinte ich das Abfallprodukt Heizung beim Verbrenner.
Und klar macht vor allem bei langstreckenfähigen BEVs eine Wärmepumpe Sinn, aber auch nur dort. Denn grade auf längeren Strecken braucht es die Heizung.
Odanez hat geschrieben: Wenn du einen vergleichbaren Stromer so streichelst kommt der im Sommer auch auf 12kWh/100km.
Das ist die ADAC-Runde. So wird jedes Auto bewegt und nein, 12kWh kommen da nicht bei entsprechenden E-Autos bei rum.
roberto hat geschrieben: Immer das selbe Problem: PHEV-fahrer gehen davon aus, dass ihre Kisten effizient sind weil sie etwas weniger Sprit brauchen als reine Verbrenner und können sich nicht vorstellen, dass ein BEV noch deutlich effizienter sein kann.
Deutlich weniger als ein Verbrenner, ein bisschen mehr als ein BEV ... keine Frage.
Und ich fahre im gleichen Auto sehr häufig beides. Einen besseren Vergleich wird es nicht geben können.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Das Problem bei der Verbrauchsangabe für PHEV ist ja hauptsächlich, dass von 3/4 elektrischer Nutzung ausgegangen wird was in der Praxis niemand schafft. Und selbst wenn es doch jemanden gibt, dann hat er sich das falsche Auto gekauft und hätte sich bei dem Nutzungsprofil ein BEV nehmen sollen.
Da sind wir übrigens total einer Meinung.
Aber ich muss einfach ergänzen, warum man das so betreibt mit Gewalt. Es soll CO2 eingespart werden.
Das liegt einfach an dem grundsätzlich Lug und Betrug, dass Strom mit 0gCO2/km gewertet wird. Würde man hier einfach den nationalen Strommix generell unterstellen, dann gäbe es kaum mehr eine Notwendigkeit so am Profil zu schrauben. Aber das würde natürlich auch zeigen, dass auch die E-Mobilität alles andere als sauber ist ... nur eben etwas besser.

Re: Wieviel Strom braucht Sprit wirklich?

roberto
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Wenn Du der Meinung bist, dass der E-Antrieb "nur" ca. beim doppelten Wirkungsgrad liegt, kann Dein PHEV nicht sonderlich effektiv sein. Aus den Verbräuchen laut WLTP kann man leicht errechnen, dass ein BEV im Vergleich zum Verbrenner nur ca. 30% der Energie verbraucht.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

roberto
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Niemand behauptet, dass ein BEV 0 CO2 verursacht. Und laut dem deutschen Umweltbundesamt ist ein BEV auch mit dem derzeitigen Strommix schon sauberer als ein Verbrenner oder PHEV und der Unterschied wird immer größer. Das zu negieren ist eher Lug und Betrug.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Jupp78 hat auch nicht gesagt, dass dies von jemanden hier behauptet worden sei.

Der "Lug und Betrug" ist politisch, indem BEV den Herstellern mit 0% auf ihre Flottenemissionen angerechnet und PHEV "schöngerechnet" werden.

Damit genügt es, vergleichsweise wenige elektrifizierte Fahrzeuge zu bauen, um trotz eines im Übrigen "weiter so" mit fetten Verbrenner-SUVs die Flottenziele zu packen und ohne Strafzahlungen davonzukommen.

Verlogenes Pack, das.
Gruß
Werner
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Und jetzt hat man das mal untersucht, wieviel PHEVs wirklich stromig fahren. Ernüchterndes Ergebnis:

- Firmenwagen 18 %
- Privat 43 %.

Die 75 % sind also Lug und Betrug. https://www.electrive.net/2020/09/28/ph ... estzyklen/

100.000 PHEvs wurden untersucht.
Not-wendig: www.bzfe.de/inhalt/planetary-health-diet-33656.html

Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

TomDi
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Also die Studie von Fraunhofer et.al. ist vielleicht eine gute Indikation in welche Richtung es geht aber wohl nicht wirklich repräsentativ und stichhaltig.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Wie können 100.000 PHEVs denn repräsentativ sein... :lol:

Ansonsten besticht Deine Kritik durch Nullaussagen.
Zuletzt geändert von Alex1 am So 22. Nov 2020, 14:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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roberto hat geschrieben: "In 2019 war das ca 2,4l E10 + 11kWh"

Das ist interessant, wie hast Du denn das berechnet?
Das sind Liter des Verbrenners / Gesamtstrecke beider Autos + Strom des BEV / Gesamtstrecke beider Autos.
Verteilung 60 Elektro zu 40 Verbrenner. Verbrauch Verbrenner real 6,0l und Elektro nach Anzeige 16kWh, wozu ich noch angenommene 2kWh Ladeverluste addiert hab, also 18kWh.

Das ist allerdings exemplarisch ein Jahr. In diesem Jahr wird der Anteil wohl noch größer ausfallen, weil Urlaub Ostern fiel aus wegen Lockdown und die anderen Urlaube weil wir Eltern geworden sind.
2021 wohl ebenfalls viel Elektro. 2022 arbeiten wir beide wieder und werden meist nicht gemeinsam fahren können, da wird der Verbrenner Anteil dann wohl steigen. Da würde PHEV + BEV dann noch einiges verbessern.
Hab ich aber kein Interesse dran, wir behalten Autos eher lang und von daher möchte ich nach dem Focus gern einen BEV Erstwagen haben.
Einmal weil der nächste Wechsel noch mindestens 3, eher noch 5 Jahre hin ist und dann sollten passende BEV verfügbar sein. Und wenn nicht, würde ich es vermutlich lieber noch 2 weitere Jahre schieben und ein BEV nehmen, als 2025 ein PHEV zu kaufen und in den 2030ern immer noch mit Verbrenner an Bord rumzufahren (weil wir ja wie gesagt nicht so oft wechseln. Kostet alles nur Geld).

PHEV wären IMHO in den letzten Jahren eine gute Übergangsoption gewesen. Oder auch noch in den nächsten 2 Jahren. Aber die Hersteller haben es weitgehend verschlafen, die passenden Modelle anbieten.

Noch mal zur Verteilung - es hängt auch sehr vom Urlaub ab. 2019 entfiel zb ein Viertel unserer Verbrenner Kilometer auf eine Urlaubsfahrt.

Je nach Urlaub können da 500km oder 4000km zusammen kommen.
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
Zukunft - Citroën ë-C4 2022

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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PHEVs sind schuld: Miese CO2-Bilanz bei Dienstautos von Politikern:
Laut dem 14. Dienstwagen-Check der Deutschen Umwelthilfe (DUH) unter Spitzenpolitikerinnen und -politikern verpassen – gemessen am realen CO2-Ausstoß auf der Straße – bis auf sieben Fahrzeuge alle Dienstwagen den EU-Flottengrenzwert von 95 g CO2/km. Mit einem durchschnittlichen realen CO2-Ausstoß von 227 g/km liegen die Dienstwagen sogar noch über dem Durchschnitt des vergangenen Jahres (225 g CO2/km). Ein Grund dafür sei der wachsende Anteil von Plug-in-Hybriden von 31 Prozent im letzten Jahr auf 43 Prozent. Die DUH legt übrigens Realverbräuche auf Basis von ICCT-Daten zugrunde, keine Normwerte.
https://deref-web.de/mail/client/9L0Ul8 ... u0Vt1TZpYA

Das muss man sich mal auf der Zunge vorstellen (frei nach Piet Klokke): Ein Mehr an PHEVs bringt ein Mehr an CO2. Deutlicher kann man das Scheitern eines Konzepts kaum darstellen. Zumindestens für den Anwendungsbereich Politiker-Dienstwagen.

In Privathand ist es ja nicht viel besser (wie gesagt lächerliche 43 % eFahrten), aber es ist immerhin möglich, relativ(!) umweltschonend zu fahren.
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