Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Nichtraucher
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kub0815 hat geschrieben:
Nichtraucher hat geschrieben: Der Firmenwagenfahrer schert sich einen Dreck um anderer Leute kosten (oder gar die Umwelt; die Karre muss was hermachen). Er optimiert sich dahingehend selbst, dass er die günstigere Besteuerung gerne mitnimmt. Dann wird eher an der Autobahn getankt als zu Hause auch nur einen 1 € eigenen Strom reingesteckt. Zuhause geladen wird allenfalls dann, wenn der Arbeitgeber auch zu Hause die gesamte Infrastruktur bezahlt. Vielleicht ist noch eine Motivation, das die Nachbarn sehen können, wie modern man ist.
Natürlich gibt es Ausnahmen.
Boha, da hört man aber schon raus das du sehr gepflegte Vorurteile hast. Aber in einem Punkt hast du recht der Arbeitgeber sollte den Elektroauto Firmenwagen besitzern die Ladestation bezahlen und den Strom ersetzen.
12 Jahre Berufserfahrung in einer Unternehmensberatung.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Nichtraucher hat geschrieben:
kub0815 hat geschrieben:
Nichtraucher hat geschrieben: 12 Jahre Berufserfahrung in einer Unternehmensberatung.
Das Qualifiziert dich aber jetzt nicht gerade!
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Firmenwagen bringen Neufahrzeuge in den Markt und werden häufig ausgetauscht. Sollte der Erstbesitzer den Plug-in-Hybrid nicht richtig nutzen, dann tut es vermutlich der Gebrauchtwagenkäufer.
Selbst wenn der Plug-in-Hybrid überhaupt nicht geladen wird bringt immer noch Vorteile - besonders das Thema Emissionen im Stadtverkehr. Das ist selbst für Klimaleugner als Mehrwert greifbar.

Was mich an der Diskussion nervt, ist nicht die berechtigte Kritik daran, dass von einigen Nutzern der Plug-in-Hybrid überhaupt nicht richtig verwendet wird, sondern die Schlussfolgerungen daraus, die eindeutig durch Vorurteile und Hass auf diese Antriebsform geprägt sind, obwohl es für viele Fahrprofile die derzeit umweltfreundlichste ist.

Anstatt irgendwelche Verbote oder eine andere Anrechnungsform zu fordern, könnte man sich lieber Gedanken darüber machen, wie man den Anreiz - oder auch Zwang - erhöht, dass die Plug-in-Hybride auch möglichst elektrisch genutzt werden.
08/2019 Outlander PHEV PLUS: (ca >95% der km und 99,5% der Fahrten elektrisch, überwiegend PV geladen - für Kurzstrecken, Berg- und Anhängerfahrten)
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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aiahaumx hat geschrieben: Einen Hinweis darauf, dass PHEVs als Gebrauchtwagen signifikant anders und mit niedrigeren Verbräuchen betrieben werden konnte ich nirgends finden.
Ein Kollege von mir interessiert sich jetzt dafür. Bislang klarer Dieselfahrer, dem das Prestige der Premiummodelle auch extrem wichtig ist. Aber jetzt ist da ein PHEV wohl cooler und er interessiert sich auch sehr für die realen Reichweiten im Alltag. Für ihn würde das mit dem elektrischen Alltag wohl sogar passen, da nicht so weit zur Arbeit.
So einen Wandel beobachte ich jetzt doch bei einigen, von denen ich es nicht erwartet hätte.
Zuletzt geändert von Karlsson am Sa 28. Dez 2019, 10:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Nichtraucher
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Super-E hat geschrieben: Firmenwagen bringen Neufahrzeuge in den Markt und werden häufig ausgetauscht. Sollte der Erstbesitzer den Plug-in-Hybrid nicht richtig nutzen, dann tut es vermutlich der Gebrauchtwagenkäufer.
Selbst wenn der Plug-in-Hybrid überhaupt nicht geladen wird bringt immer noch Vorteile - besonders das Thema Emissionen im Stadtverkehr. Das ist selbst für Klimaleugner als Mehrwert greifbar.

Was mich an der Diskussion nervt, ist nicht die berechtigte Kritik daran, dass von einigen Nutzern der Plug-in-Hybrid überhaupt nicht richtig verwendet wird, sondern die Schlussfolgerungen daraus, die eindeutig durch Vorurteile und Hass auf diese Antriebsform geprägt sind, obwohl es für viele Fahrprofile die derzeit umweltfreundlichste ist.

Anstatt irgendwelche Verbote oder eine andere Anrechnungsform zu fordern, könnte man sich lieber Gedanken darüber machen, wie man den Anreiz - oder auch Zwang - erhöht, dass die Plug-in-Hybride auch möglichst elektrisch genutzt werden.
Bitte nicht falsch verstehen. Ich halte es nur für natürlich, dass sich jemand bei einem Firmenwagen für 0,5% geldwerten Vorteil entscheidet, statt für 1%.
Ich behaupte aber (Vorurteil!), dass die Entscheidung überwiegend für die 0,5 % und nicht für den PHEV getroffen wird.

Wie auch schon gesagt: Ausnahmen gibt es!

Dass über Firmenwagen Neufahrzeuge auf den Markt kommen ist auch richtig.

Ich stelle aber in Frage ob die Anreize richtig gesetzt sind.
0,75% wären auch schon deutlich spürbar. Bei einem 40.000 € Fahrzeug sind das auch schon 100 € Einsparung pro Monat.

Es bleibt die Hoffnung, dass der eine oder andere Ignorant über den PHEV doch Spass an der E-Mobilität findet. Dann wäre was gewonnen.

Um beim PHEV einen Anreiz zum möglichst häufigen laden zu geben, muss es bequem sein. Auch in der Mehrfamilienhaus-Tiefgarage.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Nichtraucher hat geschrieben: Ich behaupte aber (Vorurteil!), dass die Entscheidung überwiegend für die 0,5 % und nicht für den PHEV getroffen wird.
Natürlich ist das so. Kann aber ja trotzdem elektrisch genutzt werden.
Da kenne ich auch wen mit Q7 3 Liter Diesel, der fürs nächste Auto dann auch gern den PHEV nehmen und den auch laden würde. Er hat auch eine Tankkarte, also Verbrauch ist finanziell gesehen egal.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Ja. Keine Frage, dass sich viele nur deswegen dafür entschieden haben, aber die Vorteile sind trotzdem da.
Ich hätte jetzt auch nichts gegen 0,5 für EV und 0,75 für phev, aber als Drama sehe ich das jetzt auch nicht.

Man sollte jetzt lieber weitere lenkende Massnahmen ergreifen. Ansatz wäre kostenlos elektrisch laden, keine klassische Tankkarte mehr, aber für die gefahrenen km eine pauschale Vergütung, die bei moderater Fahrweise die kosten deckt. Das wäre auch für nicht elektrische Firmenwagen sinnvoll, da sie sparsames fahren belohnen würde.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Also ich habe Einblick in eine Firmenwagenflotte von 15.000 Fahrzeugen

Hier ist in der Tat der Trend zu erkennen, dass der Hühbrid deswegen gerne genommen wird, weil er eben nur mit 0,5% besteuert wird - und nicht, weil er so umweltfreundlich ist und man so toll elektrisch fahren kann.

Man kann sogar den Trend des Upgrades erkennen: weil man es sich ja jetzt leisten kann, wird statt dem popeligen Škoda Octavia nun der Superb PHEV, Mercedes C350e oder der GLC350e genommen. Größere Karre - kleinerer Preis. Macht was her.

Klar kann man laden - die Firma hat sogar eine große Zahl von Ladesäulen aufgestellt, die aber verständlicher Weise BEV Priorität haben. (Es gibt, obwohl ständig ausgebaut wird, mehr BEV als Ladeplätze. Die BEV Fahrer parken um und tauschen sich im internen Chat aus, wenn ein Platz frei wird.)

Aber den Hühbrid laden?

Und man muss ja nicht laden - die Firma zahlt ja den Sprit sowieso. Und unterwegs? Da lädt keiner auf. Höchstens Mal um zu testen, ob die Ladekarte wirklich funktioniert.

Und das, obwohl die Firma eine Wallbox für zu Hause subventioniert.

Warum die Firma überhaupt Hühbride unterstützt? Weil der Betriebsrat und die Autolobby stark sind. Das Fuhrpark Management muss sich rechtfertigen, warum keine Sportlines zugelassen sind (Audi S/RS, MB AMG Line, BMW M Series), generell keine Sechszylinder Motoren erlaubt sind und es ein 300PS Limit für Verbrenner existiert.

So, liebe Freunde der eMobilität, sieht die Realität großer Firmenwagenflotten aus.

Allerdings muss man auch sagen, dass BEV sehr großzügig unterstützt und subventioniert werden. Das ist das Gute daran.

SüdSchwabe.
--
Kona 64kWh Premium Facelift Acid Yellow GSD - bestellt am 09.September 2019 - abgeholt am 5.Juni 2020

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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SüdSchwabe hat geschrieben: So, liebe Freunde der eMobilität, sieht die Realität großer Firmenwagenflotten aus.
Na, Dein geschilderter Fall betrifft dann aber schon Besserverdiener. Mein Bauleiter kann von was teurerem als nem Octavia in Basisausstattung nur träumen :)
Mein Kumpel ist Geschäftsführer und überlegte, den Passat Diesel durch Passat GTE zu ersetzen. Aber er hat sich letztlich wohl doch dagegen entschieden, weil er es als Geschäftsführer eben auch für die Firma zu teuer fand.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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SüdSchwabe hat geschrieben: Also ich habe Einblick in eine Firmenwagenflotte von 15.000
....
Man kann sogar den Trend des Upgrades erkennen: weil man es sich ja jetzt leisten kann, wird statt dem popeligen Škoda Octavia nun der Superb PHEV, Mercedes C350e oder der GLC350e genommen. Größere Karre - kleinerer Preis. Macht was her.
...
Aber den Hühbrid laden?
Diesen Einblick habe ich auch und da kann ich dir schöne Bilder zeigen wie schön brav diese bösen "Steuerschmarotzer" ihr Auto laden. Wegen der bösen PHEV's ist der Arbeitgeber auch ständig gezwungen die Ladeplätze kontinuierlich auszubauen was dieser Lobeswerterweise auch tut.
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