Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

roberto
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iOnier hat geschrieben:
roberto hat geschrieben:Das sind alles keine normalen und alltäglichen Anforderungen
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Quatsch. Nicht jeder hat alle diese Anforderungen, aber einige dieser Anforderungen haben viele. Und eben auch oft genug, dass die Alternative "Mietwagen" nicht wirklich eine ist.
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und können problemlos gelöst werden indem man sich z.B. ein anderes Auto für den Zweck mietet.
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Das meinst Du jetzt wirklich ernst, ja? Ich soll jedesmal, wenn ich einen Anhänger ziehen will, 15 km in die Stadt fahren, den hoffentlich verfügbaren Mietwagen mit AHK (vorher online gebucht) nach Hause holen, meine Anhängerfahrt erledigen, das Auto zurückbringen, ...?!?

Das ist doch, sorry, einfach nur bullshit.
Jeder der behauptet, es gäbe kein BEV für seine alltäglichen Anforderungen sucht einfach nur Ausreden für seine Bequemlichkeit und Unflexibilität.
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[provokativ]Lass' mich raten: Du lebst in der Großstadt mit allen ihren Möglichkeiten, kannst 5 Autovermietungen fußläufig erreichen und bräuchtest eigentlich gar kein Auto?[/provokativ]
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Und da ich selbst Unternehmer bin, weiss ich, dass ein BEV problemlos im Berufsalltag funktioniert und kostenmäßig keineswegs teurer ist als ein PHEV oder ICE.
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Du würdest einen Außendienstler auf regelmäßige Langstrecke mit einem BEV schicken? Mit welchem BEV?
Die meisten haben diese Anforderungen kaum bis gar nicht. Und sich ab und zu einen Verbrenner auszuborgen ist sicher ökologischer als ein Zweites Auto oder ein PHEV.
Wozu brauchst Du dauernd einen Anhänger, hast Du eine Umzugsfirma?
Ich lebe am Land und wenn ich was großes zu transportieren habe, frage ich einen Freund.
Die meisten fahren ohnehin meist leer und alleine mit ihren Riesenkombis mit AHK herum und freuen sich wenn sie das Zeug auch mal nutzen können.
Von Außendienstlern war nicht die Rede sondern von Geschäftsmännern. Und für erstere erfüllt ein Tesla vermutlich alle Notwendigkeiten.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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roberto hat geschrieben:Die meisten haben diese Anforderungen kaum bis gar nicht.
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Landbewohner schon :-)

Der berühmte Rasenschnitt, Laub, Strauchgut, da ist immer mal was wegzubringen.

Bei mir persönlich auch mein Hobby (siehe auch mein Userbild). Gelegentlich ziehe ich mal einen Segelflugzeuganhänger, oft auch ungeplant und ganz spontan, wenn $Vereinskamerad es mal wieder nicht nach Hause geschafft hat und auf irgendeinem Acker außengelandet ist. Da ist das mit dem Ausleihen "nicht ganz einfach".
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Und sich ab und zu einen Verbrenner auszuborgen ist sicher ökologischer als ein Zweites Auto oder ein PHEV.
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Da hast Du auf jeden Fall Recht! - Es muss halt die - mit vernünftigen Aufwand umsetzbare - Möglichkeit dazu gegeben sein.
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Wozu brauchst Du dauernd einen Anhänger, hast Du eine Umzugsfirma?
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Siehe oben. Und halt nicht dauernd, aber recht häufig und nicht immer planbar.
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Ich lebe am Land und wenn ich was großes zu transportieren habe, frage ich einen Freund.
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Ich auch, aber wir sind zugezogen und v.a. aus Gründen hoher beruflicher Belastung haben wir kaum Sozialkontakte im Dorf geknüpft. Ich wüsste gar nicht, wenn ich fragen könnte. Ist irgendwie traurig, aber kaum zu ändern, muss ich mit leben (kann ich auch).
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Von Außendienstlern war nicht die Rede sondern von Geschäftsmännern.
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Du schriebst "Unternehmer", und da ging ich erst mal von Mitarbeitern aus, die für den Unternehmer unterwegs sind.

Und "Außendienstler" ist kein gar so seltener Job; auch spezialisierte Handwerker und Dienstleister (nicht unbedingt selbständig) haben teils sehr große Einzugsbereiche. Denen spendiert der Chef nicht mal eben 'nen Tesla.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/15 seit 01/16
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

roberto
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Offensichtlich gibt es auch bei Landbewohnern Unterschiede, ich fahre z.B. Rasenschnitt, Laub, Strauchgut nicht spazieren sondern kompostiere es selber. Segelfliegen kann man wohl auch nicht als weit verbreitetes Hobby ansehen und ein Mangel an sozialen Kontakten lässt sich normalerweise auch beheben.
Übrigens ist ein Tesla Model 3 als Dienstwagen deutlich günstiger als die meisten üblichen Modelle. Ich habe das bereits durchgerechnet, da geht sich kein standesgemäßer ICE-Mittelklassewagen aus und schon gar kein PHEV. Da bleibt von den Kosten her sogar noch einiger Spielraum für bezahlte Ladepausen obwohl sich die meisten ohnehin während Mittagspausen oder Kundenterminen ausgehen und man die ladepausen meist auch sinnvoll nutzen kann.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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roberto hat geschrieben:ich fahre z.B. Rasenschnitt, Laub, Strauchgut nicht spazieren sondern kompostiere es selber.

Jupp. Hier fällt von den Zeug halt mehr an als ich selbst kompostieren kann. Wenn ich nicht gelegentlich etwas wegbringe, gehe ich darin unter. Zum Teil auch der Baumreihe an der Straße geschuldet, aber auch dem sehr fruchtbaren Boden. An sich ja gut ...
Segelfliegen kann man wohl auch nicht als weit verbreitetes Hobby ansehen
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Dann Segeln? Reiten? Beides hier (Schleswig-Holstein) sehr verbreitet. .
und ein Mangel an sozialen Kontakten lässt sich normalerweise auch beheben.
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Sorry, aber da kannst Du mangels Kenntnis der Umstände genau gar nicht mitreden. Mehr sage ich dazu nicht.
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Übrigens ist ein Tesla Model 3 als Dienstwagen deutlich günstiger als die meisten üblichen Modelle. Ich habe das bereits durchgerechnet, da geht sich kein standesgemäßer ICE-Mittelklassewagen aus und schon gar kein PHEV. Da bleibt von den Kosten her sogar noch einiger Spielraum für bezahlte Ladepausen obwohl sich die meisten ohnehin während Mittagspausen oder Kundenterminen ausgehen und man die ladepausen meist auch sinnvoll nutzen kann.
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Das ist mal eine interessante Aussage! Da wäre ich durchaus an der Vollkosten-Vergleichsrechnung interessiert.

Bleibt aber dennoch (aktuell) ein Spiel für Einzelne. Die Stückzahlen sind einfach zu gering, auch was den für Privatleute dann interessanten Gebrauchtmarkt angeht.

Ich bin ja durchaus geneigt, Dir zu glauben. Dein Auftreten war mir halt etwas zu militant, nix für ungut.
Gruß
Werner
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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roberto hat geschrieben: Das sind alles keine normalen und alltäglichen Anforderungen und können problemlos gelöst werden indem man sich z.B. ein anderes Auto für den Zweck mietet.
Aber genau das ist doch der PHEV Ansatz. Die normalen alltäglichen Anforderungen werden voll elektrisch absolviert und der Rest läuft halt als Verbrenner. Nur dass man nicht jedes mal sich darum kümmern muss, dass man irgendwo ein Auto her bekommt. Denn das eigene Auto hat das schon eingebaut.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Blueskin
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Ich LIEBE einfach diese scheinheiligen Moralapostel, die ständig herumtönen, dass gefälligst jeder ausschließlich BEV fahren könnte und alles andere nur faule Ausreden sind - aber dann ganz selbstverständlich bei diesen teuflischen Verbrenner-Besitzern auf der Matte stehen und sich deren Auto ausleihen für die Dinge, die das angeblich alleskönnende Elektroauto nicht kann!

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

roberto
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Jupp78 hat geschrieben:
roberto hat geschrieben: Das sind alles keine normalen und alltäglichen Anforderungen und können problemlos gelöst werden indem man sich z.B. ein anderes Auto für den Zweck mietet.
Aber genau das ist doch der PHEV Ansatz. Die normalen alltäglichen Anforderungen werden voll elektrisch absolviert und der Rest läuft halt als Verbrenner. Nur dass man nicht jedes mal sich darum kümmern muss, dass man irgendwo ein Auto her bekommt. Denn das eigene Auto hat das schon eingebaut.
Tolles Beispiel! Mit dem selben Argument fahren viele zu 99% alleine mit Riesenkisten herum weil sie 1x im Jahr vielleicht irgendwas transportieren wollen
oder andere gurken mit spritfressenden SUV in der Stadt herum weil sie Angst haben stecken zu bleiben wenn sie vielleicht irgendwann auf einer nicht asphaltierten Straße fahren müssen.
@ Blueskin: Dir ist scheinbar gar nicht aufgefallen, dass ich eben nicht den Anspruch habe, dass mein Auto alles können muß. Glücklicherweise gibt es nicht nur an Neid und Missgunst leidende Sturköpfe, sondern auch Menschen, die verstehen, dass es Sinn macht sich gegenseitig zu helfen und sich dafür auch gerne mal ein Elektroauto ausborgen.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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roberto hat geschrieben: Offensichtlich gibt es auch bei Landbewohnern Unterschiede, ich fahre z.B. Rasenschnitt, Laub, Strauchgut nicht spazieren sondern kompostiere es selber. Segelfliegen kann man wohl auch nicht als weit verbreitetes Hobby ansehen und ein Mangel an sozialen Kontakten lässt sich normalerweise auch beheben.
Übrigens ist ein Tesla Model 3 als Dienstwagen deutlich günstiger als die meisten üblichen Modelle. Ich habe das bereits durchgerechnet, da geht sich kein standesgemäßer ICE-Mittelklassewagen aus und schon gar kein PHEV. Da bleibt von den Kosten her sogar noch einiger Spielraum für bezahlte Ladepausen obwohl sich die meisten ohnehin während Mittagspausen oder Kundenterminen ausgehen und man die ladepausen meist auch sinnvoll nutzen kann.
Du kannst dir viel schönrechnen Roberto die meisten bekommen trotzdem wegen dem miesen Service und den hohen Leasing kosten keinen Firmenwagen von Tesla.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, Tested X3 xDrive30e, eTron 50, EQC In Testing ID.4, ENYAK, iX3
Mitglied bei Electrify-BW e.V. https://electrify-bw.de/

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

roberto
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iOnier hat geschrieben:
Jupp. Hier fällt von den Zeug halt mehr an als ich selbst kompostieren kann.
Dann Segeln? Reiten? Beides hier (Schleswig-Holstein) sehr verbreitet. .
und ein Mangel an sozialen Kontakten lässt sich normalerweise auch beheben.
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Sorry, aber da kannst Du mangels Kenntnis der Umstände genau gar nicht mitreden. Mehr sage ich dazu nicht.
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Übrigens ist ein Tesla Model 3 als Dienstwagen deutlich günstiger als die meisten üblichen Modelle. Ich habe das bereits durchgerechnet, da geht sich kein standesgemäßer ICE-Mittelklassewagen aus und schon gar kein PHEV. Da bleibt von den Kosten her sogar noch einiger Spielraum für bezahlte Ladepausen obwohl sich die meisten ohnehin während Mittagspausen oder Kundenterminen ausgehen und man die ladepausen meist auch sinnvoll nutzen kann.
.
Das ist mal eine interessante Aussage! Da wäre ich durchaus an der Vollkosten-Vergleichsrechnung interessiert.

Bleibt aber dennoch (aktuell) ein Spiel für Einzelne. Die Stückzahlen sind einfach zu gering, auch was den für Privatleute dann interessanten Gebrauchtmarkt angeht.

Ich bin ja durchaus geneigt, Dir zu glauben. Dein Auftreten war mir halt etwas zu militant, nix für ungut.
Nun ja, die Umstände sind halt immer unterschiedlich aber ob das rechtfertigt allgemein zu behaupten, dass Elektromobilität nicht funktioniert?
Ich behaupte ja nicht, dass es gar keiner Veränderungen bedarf aber soo schlimm ist es auch wieder nicht. Meine Argumentation ist etwas provokant, da hast Du sicher recht und nicht für alle hier adäquat aber mir ist es wichtiger die Sturköpfe aus der Reserve zu locken.
Die Kostenrechnung kannst Du ganz einfach auf Basis der ADAC Autokosten vergleichen, wobei die Zahlen eher noch schlecht fürs Elektroauto gerechnet sind.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

roberto
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kub0815 hat geschrieben:
roberto hat geschrieben: Offensichtlich gibt es auch bei Landbewohnern Unterschiede, ich fahre z.B. Rasenschnitt, Laub, Strauchgut nicht spazieren sondern kompostiere es selber. Segelfliegen kann man wohl auch nicht als weit verbreitetes Hobby ansehen und ein Mangel an sozialen Kontakten lässt sich normalerweise auch beheben.
Übrigens ist ein Tesla Model 3 als Dienstwagen deutlich günstiger als die meisten üblichen Modelle. Ich habe das bereits durchgerechnet, da geht sich kein standesgemäßer ICE-Mittelklassewagen aus und schon gar kein PHEV. Da bleibt von den Kosten her sogar noch einiger Spielraum für bezahlte Ladepausen obwohl sich die meisten ohnehin während Mittagspausen oder Kundenterminen ausgehen und man die ladepausen meist auch sinnvoll nutzen kann.
Du kannst dir viel schönrechnen Roberto die meisten bekommen trotzdem wegen dem miesen Service und den hohen Leasing kosten keinen Firmenwagen von Tesla.
Können Teutonen denn nichts anderes als dummes Zeug nachplappern?
Wie viele Leasingangebote hast Du denn schon bekommen und wie oft hattest Du Kontakt mit dem Tesla-Service?
Die Kosten für das Leasing sind bei Tesla genau so hoch wie bei anderen Autos, denn das sind die übliche Konditionen der Banken.
Dass die Verbrenner-Hersteller jetzt vielleicht Sonderangebote für Elektroautos haben ist klar, die haben es auch notwendig im Gegensatz zu Tesla.
Und dass Elektroautos günstiger sind wie Verbrenner oder PHEV berechnet sogar der ADAC obwohl der klar zu Ungunsten der BEV rechnet.
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