Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Alle, die so progressiv ein PHEV befürworten, sollten einfach mal in ihrem täglichen Leben mit einem 100% Elektroauto fahren. Nicht nur einmal eine Testfahrt um den Häuserblock beim Händler.
Denn der Händler wird einem uninformiertem Kunden immer einen Verbrenner empfehlen, da er als Werkstatt damit langfristig, signifikant mehr Geld verdient durch Wartung und Instandhaltung.
Und natürlich sollte das Elektroauto auch ein gleichwertiges zum PHEV sein und kein Mercedes PHEV mit einem Renault Zoe vergleichen.
Zudem sollt man vor dem Kauf auch bedenken, dass ein 100% Elektroauto gerne wesentlich mehr kosten darf, denn das spart man über die Laufzeit vielfach wieder ein.
Denn ein Elektroauto benötigt fast keine Wartung und Instandhaltung, hat eine wesentlich geringere Versicherungsprämie und 10 Jahre keine KFZ-Steuer. Zudem sind die Betriebskosten Sprit vs Strom beim Elektroauto auch geringer. Und wenn man schon den teuersten Stromanbieter als Vergleich heranzieht, dann muss man auch die teuerste auffindbare Autobahntankstelle als Vergleich nehmen.
Alles nur kleine Beträge, die sich aber über die Jahre auf einige tausend bis -zig tausend Euro summieren.
Sacher, wer wenig fährt und wenig Ausgaben hat, kann auch wenig sparen. Aber genau diese Leute, die wenig fahren brauchen auch keinesfalls ein PHEV-Auto.
Zoe Intense Q90 ZE40 mit 43 kW AC-Lader +41 kWh Akku / Bj.04.2018
06.06.2021 - 188.000 km
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Jupp78 hat geschrieben: Und wie viel mehr Akku schleppt man herum, wenn man für 1x im Jahr mit der E-Karre in den Urlaub will?
Ja, deutlich mehr Masse (ich will explizit nicht exakt sagen wie viel, aber es ist mehr) und es wird dafür auch in der Fertigung deutlich mehr CO2 anfallen, genauso wie von seltenen Stoffen.
Das ist mit so einer scheiß E-karre nahezu egal, wie viel mehr Gewicht man herumschleppt, da die beim beschleunigen investierte Energie, zu einem großen Teil wieder zurück gewonnen werden kann. Beim Verbrenner ist 100% der Energie, die man auf Grund der höheren Masse investiert verloren und wird ausschließlich an den Bremsen und im Motor in Abwärme umgewandelt.
Beim Verbrennungsmotor wird diese Energie beim verzögern nicht mehr in Kraftstoff zurück gewandelt.
Durch den im PHEV eingebunden Elektromotor wird das zwar zu einem geringen Prozentsatz in elektrische Energie gewandelt, die wieder im Akku gespeichert wird, aber im Vergleich zur dafür aufgebrachten Spritmenge ist das verschwindend gering.
Da kann man gleich eine Stromgenerator mit Sprit betreiben um das Elektroauto zu laden und dann sagen: Ich fahre elektrisch.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Odanez hat geschrieben: @Jupp78 Kobalt und Lithium sind aber nicht selten, mitnichten ;)
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Auch zu bedenken ist, dass die Masse beim E-Auto nicht mehr so viel ausmacht, sondern nur noch ein drittel so viel wie früher ohne Rekuperation (wenn man von einem Wirkungsgrad von 67% ausgeht).
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Auch den CO2-Abdruck, nehmen wir mal ein Beispiel, ein Akku, der sagen wir 30kWh größer ist als im PHEV hat in der Herstellung etwa 3,5t CO2 mehr verursacht. Das ist in etwa so viel wie das Verbrennen von 1000l Diesel, oder 20.000km Strecke bei 5l Verbrauch. Oder bei 50% elektrischen Fahranteil in einem PHEV halt 40.000km.
Selten ist so eine Definitionssache. Für diese Rohstoffe muss auf jeden Fall eine ganze Menge Erde umgebuddelt werden, was ja auch teil des ungünstigen CO2-Fußabdrucks ist.
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Klar spielt die Masse bei einem elektrifizierten Fahrzeug nicht mehr eine so große Rolle, wie bei einem reinen Verbrenner. Aber hier liest man immer wieder als Argument gegen den PHEV, dass der Verbrennerantriebsstrang doch so viel Mehrgewicht verursacht. Baut man aber noch mehr Akkugewicht ein, dann ist das Mehrgewicht auf einmal egal. Ist es nicht. Denn neben den 1/3 Energieverlust durch rekuperieren und wieder in Bewegungsenergie umwandeln, kommt auch noch der erhöhte Rollwiderstand hinzu, der recht proportional zum Gewicht läuft. Vollkommen vernachlässigbar ist der nicht.
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40 kWh für ein reines E-Auto als vollwertiges Fahrzeug ... nein, das ist mir klar zu knapp. Da setze ich eher auf den kommenden EQE mit 100kWh. Macht dann eher 11 Tonnen CO2 oder 4170l Diesel. Rechnet man nun 20kWh/100km auf der Autobahn gegen 5l/100km (nein, meiner verbraucht bei 130 Sachen ca. die 5l, aber im leben nicht nur 20kWh ... da gebe ich dem reinen E-Fahrzeug schon seinen Effizienzvorteil, der sicher da ist), dann ist man bei einem Break-Even von 211.000km. Kilometer die ohne Laden des Akkus absolviert wurden. Bei 50% laden des PHEV verdoppelt sich das auf 422tkm. Erreichbar nur, indem man unökologisch extrem viel Auto fährt. Natürlich muss man auch anerkennen, dass es wohl bei der Stromversorgung CO2 ärmer wird und sich dieser Break-Even eher nach unten bewegt, aber grade die großen Akkus sind echt schwierig.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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eDriveAlex hat geschrieben: Durch den im PHEV eingebunden Elektromotor wird das zwar zu einem geringen Prozentsatz in elektrische Energie gewandelt, die wieder im Akku gespeichert wird, aber im Vergleich zur dafür aufgebrachten Spritmenge ist das verschwindend gering.
Zum mehr oder weniger gleichen Prozentsatz wie bei BEV passiert das. Was anderes zu erzählen sind einfach durch die rosarot gefärbte Brille betrachtete Fake-News.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Elektroautos mit 2 Tonnen Anhängerzuglast sind leider jenseits meines Budgets (bzw. was meine Frau bereit ist für ein Auto zu genehmigen). Zudem fahre ich meinen PHEV zu mehr als 90% elektrisch. Ich habe zwar außerhalb Coronas auch zwei Mal wöchentlich eine Pendelstrecke von ca 150 km einfach, aber die erledige ich mit dem Zug. Zukünftig wird irgendwann (nach Corona) ein kompakt BEV als Firmenwagen meiner Frau den PHEV ergänzen bzw. klar der Erstwagen sein. (Wir bekommen von der Firma eine wallbox zum Ausgleich des privaten Stroms, aber ich hab eh eine für den PHEV - zum PV geführtem laden) Mein Hauptproblem mit dem PHEV wird sein, dass mir das Benzin dann noch öfter schlecht wird, als derzeit schon. Wir lassen übrigens derzeit den Firmendiesel freiwillig stehen und fahren mit dem PHEV auf eigene Kosten, obwohl ich eine Tankkarte hätte.

Volkswirtschaftlich und ökologisch wird es auch zukünftig am besten sein wenn Leute mit so einem Fahrprofil wie ich einen PHEV mit mittelgroßem Akku und kleinem range extender Benziner fahren.

Dies spart wertvolle Ressourcen und sorgt vor allen Dingen dafür, dass nicht die "Urlaubslangstreckenfahrer" einmal im Jahr die HPC benötigen - zusammen mit allen anderen auch. ich verstehe nicht warum manche Leute nicht die Fantasie haben, sich dieses Szenario mal realistisch vorzustellen...

By the way: lch kenne die Situation auch, dass ich Heizung oder Klima ausschalte, um noch - ohne das der Motor auf den letzten Metern anspringt - nach Hause zu kommen. Wenn er das doch tut, ist es irgendwie wie ein fail... (Das ich auf einem Berg wohne macht es nicht einfacher.)
05/2021 VW ID.3 Pro Business: Hauptfahrzeug
08/2019 Outlander PHEV PLUS: für Restmobilität, sowie Zweitwagen für Kurzstrecken, Anhängerfahrten, oder wenn Allrad vorteilhaft ist

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Also das mit dem Vielfachen Einsparen von Kosten, geht aber nur mit rosaroten Brille. Mein Diesel kost 250€ Steuern, 300€ an Wartung per Anno und verbraucht derzeit 5€ / 100km. Ein Auto mit vergleichbaren 1800kg Anhängelast wäre der EQC der Gegenüber meiner C-Klasse bei vergleichbarer Ausstattung knapp 40000€ mehr kostet. dort liegt die Wartung bei 200€ / Anno und nach Aktuellem Stand von 0,78€ /kWh der Verbrauch bei gut 15€ / 100km beides mal für 200000km / 10 Jahre verglichen kostet der Diesel 10000€ Treibstoff, 2500€ Steuern und 3000€ Wartung 15500€ der Elektrische liegt bei 30000€ Strom, 2000€ für die Wartung beim Doppelten. Fahre ich nur in der Stadt damit, komme ich auf 8€ / 100km und bin fast beim Gleichstand der Kosten, Nur das immer noch 40000€ weniger in der Kasse sind, und der Verbrenner mit 10 Jahren sicher keinen geringeren Preis erzielt als ein E-Auto nach 200.000km mit Batterieroulett.
Dazu kommen noch Reichweite von 300km real vs. 1000km 400km optimal vs. 1500km und 150km mit Wohnwagen vs. 700km.
Ich fahre meinen Diesel trotzdem nicht in der Stadt, das geht mit dem E-Auto besser. Hätte ich nur ein Auto wäre es sicher der C300de der Anhänger ziehen und vieles elektrisch kann. Und laden würde ich ihn auch wann immer es geht am Arbeitsplatz und bei Kunden in Hamburg.

mfG
Michael
Kangoo ZE maxi seit 2015 124.500km, Kangoo ZE Postkutsche seit 2018 95.500km, E-UP seit 2020, 14.000km, C180TD seit 2019 39.000km , max G30d seit 2020 700km, Sunlight Caravan, Humbauer 1300kg, E-Expert 75kWh 20.000km

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Außerdem kannst du die 40.000 investieren und so um die 5% pro Jahr erwirtschaften. Macht nochmals 2000 pro Jahr......

Gruß SRAM

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

roberto
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Genau! Weiterhin stinkend mit Vollgas auf den Untergang zusteuern und dabei möglichst viel Geld verdienen! Die nächsten Generationen werden nur fassungslos den Kopf schütteln wie diese Generation die eindeutigen Zeichen ignoriert und hirnlos weiter gemacht hat als wäre alles in bester Ordnung.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Ungard
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Aktuellem Stand von 0,78€ /kWh
Also ich würde den stromanbieter wechseln ;-)
4 Jahre Erdgas, B200c
dann bis 06/20 BMW i3
Seit 06/20 Audi e-Tron55

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Odanez
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Geld, Geld Geld, es geht doch in dem Thema um Klimaschutz oder nicht?

@SRAM nicht jeder ist in der Lage 5% pro Jahr durch Investitionen zu erwirtschaften. Ich sag mal bis zu 10% schafft man mit etwas Verstehen und Einsicht der Möglichkeiten im Markt, ist aber mit Risiko verbunden, aber für den Ottonormalinvestor der auf 100% Sicherheit setzt bekommt nicht einmal 1%.

@Super-E Du wärest also auch dafür, dass das BEV+REX Modell mehr Bedeutung in der Zukunft bekommt? Volle Zustimmung, nur befürchte ich, dass die Autoindustrie genau dieses Antriebskonzept verschlafen hat und nicht wieder bringen wird.

@Jupp78 Das Argument des herumschleppens des Verbrennungsmotors beim PHEV wird meistens nicht aus Gewichtsgründen erwähnt, sondern aus Wartungs- und Kostengründen im Vergleich zum E-Antrieb. Wer z.B. ein PHEV mit sehr hohem elektrischen Anteil fährt, und den Verbrenner nur extrem selten nutzt, hat immer noch das ganze Jahr lang einen Verbrenner bei sich, der durch das nicht nutzen auch nicht umbedingt so viel weniger an Wartung kostet oder verursacht.

Zum Vergleich der CO2-Bilanz unterschiedlicher Antriebe über unterschiedliche Kilometerleistung, da hab ich mal was gemacht:
viewtopic.php?f=45&t=40058

Wenn jetzt alle wie VW und Tesla (mal mehr mal weniger, kommt drauf an wen man fragt ;) ) die Akkufertigung CO2-neutral macht, dann fällt dieses Argument komplett flach.

Und zum Thema Menge Erde umgebuddelt für die Rohstoffe -> CO2, ist beim Erdöl genau so, Unterschied: Ein Autoleben des Verbrenners verbrennt 15-20t Kraftstoff. Wieviel kg Li/Co sind im E-Auto Akku drin? Und wieviel kann nach Ende des Akkulebens wieder recycelt werden? Diese Bilanz sieht dann am Ende verdammt schlecht aus für alle Autos, die ein Erdölprodukt verbrennen. Ok fairerweise muss man noch etwas Braunkohle dem E-Auto anrechnen, muss aber nicht, denn auch da kommt es an wie das ding geladen wird - das ist aber auch beim PHEV relevant (siehe Link oben)
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