Mogelpackung statt Klimaschutz?

AntwortenAntworten Options Options Arrow

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

USER_AVATAR
  • Jogi
  • Beiträge: 4460
  • Registriert: Di 3. Apr 2012, 19:22
  • Wohnort: Ba-Wü, D
  • Danke erhalten: 251 Mal
read
Wer nicht hören will...

OT Beiträge abgetrennt, hier geht's mit der allgemeinen Klimaschutzdebatte weiter.

Hier ist erst mal kurze Pause.
Verschonen Sie mich mit Lösungen,
ich habe zu lange nach dem Problem gesucht.
Anzeige

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

USER_AVATAR
read
Wären E-Autos mit Range Extender nicht der klügere Ansatz, sowohl als PHEVs als auch reine BEVs, meinetwegen 100 Km elektrische Reichweite und eben ein geeigneter Benzinmotor als Generator?

Man käme mit einem wesentlich kleineren Akku aus, der am Ende seiner Lebenszeit auch eher noch wirtschaftlich ersetzlich werden könnte und der weit überwiegende Anteil der Strecken könnte man elektrisch fahren, eine öffentliche Ladensäuleninfrastruktur bräuchte es auch nicht oder nur im weit geringerem Umfang.

Ich weiß der i3 war diesbezüglich kein großer Wurf, aber es gibt bessere Konzepte:

https://www.auto-motor-und-sport.de/tec ... -benziner/

Zum Wankelmotor nach unten scrollen:

https://www.auto-motor-und-sport.de/fah ... ste-fahrt/
Hybride aller Art sind die Zukunft, reine Batterie-Autos für die Masse sind für mich eine ökonomische und ökologische Sackgasse.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Kabelbaum
  • Beiträge: 805
  • Registriert: Sa 27. Okt 2018, 18:40
  • Hat sich bedankt: 210 Mal
  • Danke erhalten: 201 Mal
read
Ob klug oder nicht, kommt drauf an, was man will...
Wenn schon ein PHEV, dann muss der Kolbenmotor auch bei leerer Batterie auf Langstrecke Leistung haben um auch mal 180km/h fahren zu können. Ein PHEV mit 2-Kolben-Antrieb und 50PS ist für die meisten PHEV-Interessierten ein NoGo. Denn DAS wäre eine Mogelpackung.

Wie ich eben bei BMW gesehen habe, kommt dieses Frühjahr der BMW X1 auch als PHEV raus. Leider nur mit <60km Reichweite, damit ist er leider für viele schon wieder raus... schade!
"Ladestressfrei elektrisch fahren" | mit KIA Sportage PHEV, verkauft BMW i3s | 120Ah | go-eCharger(22kW)-Wallbox

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Peugeot Ion
  • Beiträge: 114
  • Registriert: Do 21. Feb 2019, 13:25
  • Wohnort: Weiz
  • Hat sich bedankt: 5 Mal
  • Danke erhalten: 15 Mal
read
Kabelbaum hat geschrieben:

Wie ich eben bei BMW gesehen habe, kommt dieses Frühjahr der BMW X1 auch als PHEV raus. Leider nur mit <60km Reichweite, damit ist er leider für viele schon wieder raus... schade!
Meine Meinung dazu: Ich sehe das anders, weil viele Pendler die mehr als 60km in die Arbeit fahren sind einen Großteil auf der Autobahn unterwegs, und alle die elektrisch über 80 fahren, fahren elektrisch nicht mehr effizient. Deswegen bringt es nicht die Auto noch schwerer zu machen da beim ganzen Fahrzeug die Effizienz dadurch fällt. Kleine E-Fahrzeuge brauch durch ihr geringes Gewicht 10-15 Kw/h/100km Die großen mit hoher Reichweite ab 22kw/h/100km. Dasselbe gilt für die PlugIn´s. Die Zukunft wird bei leichtern Akkus mit höhere Energiedichte die Reichweite sowieso steigen. Dann sind sie für einige (Gegner der Plugin´s) die Plugin´s keine Mogelpackung mehr.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Helfried
read

Peugeot Ion hat geschrieben: alle die elektrisch über 80 fahren, fahren elektrisch nicht mehr effizient.

Kleine E-Fahrzeuge brauch durch ihr geringes Gewicht 10-15 Kw/h/100km
Also Ü80 hat man, glaube ich, andere Sorgen als mit Strom im Überfluss zu heizen, äh geizen.

Und das mit dem Gewicht sehe ich auch ganz anders. Die Aerodynamik ist wichtiger als das Gewicht. Ganz abgesehen von Mathe, Physik und so.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Kabelbaum
  • Beiträge: 805
  • Registriert: Sa 27. Okt 2018, 18:40
  • Hat sich bedankt: 210 Mal
  • Danke erhalten: 201 Mal
read
Nun seit doch mal realistisch!
Die Mehrheit der Autofahrer hat keine Lust mit 80km/h über die BAB zu schleichen nur um unter 15kWh/100km zu bleiben!
Ihr immer mit eurer "Effizienz um JEDEN Preis", so läuft das nicht! Außer für den Hardcore-Öko-Fahrer.
Was viele sich hier von euch vorstellen oder wünschen ist völlig irrelevant und realitätsfremd. Je häufiger, schneller, länger das E-Auto auf der BAB zum Einsatz kommt, desto ineffizienter ist es, darum wollen bzw. bleiben die meisten bei diesem Einsatzprofil auch beim PHEV oder Diesel.

Außerdem, jemand der z.B. vom BMW X6 auf ein E-SUV umsteigt, der ist selbst mit 40kWh/100km immer noch besser bedient als mit 15L/100km.
Hauptsache, die Reichweite passt.
"Ladestressfrei elektrisch fahren" | mit KIA Sportage PHEV, verkauft BMW i3s | 120Ah | go-eCharger(22kW)-Wallbox

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

USER_AVATAR
read
kub0815 hat geschrieben: Du kannst gerne dieser meinung sein aber sie macht halt keinen sinn meiner meinung nach. Ein produkt für einen Anwendungsfall zu Design die nur wenig haben
"Nur wenig" stimmt halt nicht und deswegen liegst Du falsch. Man kann ja auch weiterhin die PHEV für die um-den-Kirchturm-Fahrer anbieten. Die Kunden entscheiden dann, was sie gut finden und was nicht.
kub0815 hat geschrieben: Da ist es besser das wenn man diese anforderung hat. das man auch am Arbeitsplatz nachlädt.
Dir wurde ja bereits von mehreren erklärt, dass viele Nutzer sich schon freuen würden, wenn sie am Arbeitsplatz ODER zuhause laden könnten.
Und nun denke unter diesen Gesichtspunkten noch mal nach - Du könntest überraschende Erkenntnisse haben.
Skeptizist hat geschrieben: Wären E-Autos mit Range Extender nicht der klügere Ansatz, sowohl als PHEVs
Die Frage ist falsch. Das "E-Auto mit RE" ist ein PHEV.
Und wenn der Akku so groß ist, dass Benzin nur noch auf Langstrecken (und auch da nicht ausschließlich) eine Rolle spielt, dann ist das ein guter pragmatischer Ansatz.
Skeptizist hat geschrieben: Man käme mit einem wesentlich kleineren Akku aus, der am Ende seiner Lebenszeit auch eher noch wirtschaftlich ersetzlich werden könnte und der weit überwiegende Anteil der Strecken könnte man elektrisch fahren, eine öffentliche Ladensäuleninfrastruktur bräuchte es auch nicht oder nur im weit geringerem Umfang.
Den Akku kann man auch beim BEV ersetzen. Und mach Dir nix vor, beim PHEV reden wir dann auch von mindestens 20kWh netto, bei größeren Fahrzeugen auch 30 oder 40. Der RE braucht dazu auch noch etwas Wartung und verursacht Kosten, der Akku kriegt mehr Zyklen und eine höhere C-Rate. Das belastet ihn stärker. Da kann das 60kWh BEV auch durchaus der besere Ansatz sein als 30kWh + RE.
Kabelbaum hat geschrieben: Wenn schon ein PHEV, dann muss der Kolbenmotor auch bei leerer Batterie auf Langstrecke Leistung haben um auch mal 180km/h fahren zu können. Ein PHEV mit 2-Kolben-Antrieb und 50PS ist für die meisten PHEV-Interessierten ein NoGo. Denn DAS wäre eine Mogelpackung.
Nein, genau anders herum mach es Sinn. Das soll ein Elektroauto sein und wie ein Elektroauto benutzt werden. Der RE ist eine Absicherung, um mit weniger Reserven Ladesäulen anzufahren, bei nicht funktionierender/besetzter Säule nicht mit leerem Akku zu stranden oder auch mal eine etwas längere Nonstopstrecke zu ermöglichen.
Das heißt er muss die Leistung bereitstellen können, um bei 120km/h den Akkustand bilanziell zu halten. Spitzenleistung muss er nicht bereitstellen.
Gehen wir bei 120km/h von 20kWh/100km aus, dann hieße das 24kW. Mit etwas Reserve 30kW. Das sind knapp 41PS, die er mit einem ordentlichen Wirkungsgrad bereitstellen können sollte.

Was Du beschreibst, ist ein Verbrenner, der auch ein bisschen elektrisch fahren kann. Vom Verbrenner wollen wir uns aber ja auch mal langsam verabschieden.
Peugeot Ion hat geschrieben: Kleine E-Fahrzeuge brauch durch ihr geringes Gewicht 10-15 Kw/h/100km Die großen mit hoher Reichweite ab 22kw/h/100km.
Dir ist bekannt, dass ein Zoe auf der Autobahn bei 130 eher mehr verbraucht als ein Model S?
Das hat weniger was mit Gewicht als als mit CW-Wert, Anströmfläche und auch der Antriebsauslegung zu tun.
Und die Einheit heißt kWh/100km.
Peugeot Ion hat geschrieben: weil viele Pendler die mehr als 60km in die Arbeit fahren sind einen Großteil auf der Autobahn unterwegs, und alle die elektrisch über 80 fahren, fahren elektrisch nicht mehr effizient.
Na die wollen halt auch irgendwann mal ankommen und natürlich schleicht man nicht mit 80, auch nicht auf der Bundesstraße.
Ich verstehe den Gedanken auch nicht. Soll man dann lieber Verbrenner fahren oder was? Je mehr Kilometer elektrisch statt mit dem Verbrenner gefahren werden, desto mehr bringt es doch.
Kabelbaum hat geschrieben: Die Mehrheit der Autofahrer hat keine Lust mit 80km/h über die BAB zu schleichen nur um unter 15kWh/100km zu bleiben!
Ihr immer mit eurer "Effizienz um JEDEN Preis", so läuft das nicht! Außer für den Hardcore-Öko-Fahrer.
Äh, Moment. Mir ist Effizienz tierisch wichtig - aber darunter verstehe ich, dass das Auto bei 120 noch sparsam ist und nicht Schleicherei mit 80.
Kabelbaum hat geschrieben: Außerdem, jemand der z.B. vom BMW X6 auf ein E-SUV umsteigt, der ist selbst mit 40kWh/100km immer noch besser bedient als mit 15L/100km.
Hauptsache, die Reichweite passt
Kannst ja nachrechnen, wie toll die Reichweite wohl noch passt bei 40kWh/100km.... => Effizienz IST wichtig!
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
Zukunft - Citroën ë-C4 2022

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Graustein
  • Beiträge: 780
  • Registriert: Mo 4. Feb 2019, 19:56
  • Hat sich bedankt: 27 Mal
  • Danke erhalten: 163 Mal
read
Also meinen i3 fahr ich (abgesehen vom Winter und bei Starkregen) auf meiner pendelstrecke (40km) mit teilweise 8 kWh/100km. idR jedenfalls unter 10-11.
Gut das ist hauptsächlich Landstraße.
Aber auch etwas Autobahn, wobei im Münchner Berufsverkehr. Geht da max 130. Fahr meistens mittlere Spur, da ist es zwischen 100-110.

Ich halte wenig vom REX oder PHEV. Wobei wenn dann mit min Reichweite realen im Winter! 100km. Sind also min 20 kWh Akku. Eher 25.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

USER_AVATAR
read
Karlsson hat geschrieben:
kub0815 hat geschrieben: Du kannst gerne dieser meinung sein aber sie macht halt keinen sinn meiner meinung nach. Ein produkt für einen Anwendungsfall zu Design die nur wenig haben
"Nur wenig" stimmt halt nicht und deswegen liegst Du falsch. Man kann ja auch weiterhin die PHEV für die um-den-Kirchturm-Fahrer anbieten. Die Kunden entscheiden dann, was sie gut finden und was nicht.
kub0815 hat geschrieben: Da ist es besser das wenn man diese anforderung hat. das man auch am Arbeitsplatz nachlädt.
Dir wurde ja bereits von mehreren erklärt, dass viele Nutzer sich schon freuen würden, wenn sie am Arbeitsplatz ODER zuhause laden könnten.
Und nun denke unter diesen Gesichtspunkten noch mal nach - Du könntest überraschende Erkenntnisse haben.
Das was du als viele bezeichnest sind halt im Vergleich zu den anderen halt doch sehr wenige 80:20. Wenn du jetzt eine Pendelstrecke grösser 60km hast kannst du dich dann entscheiden was du tust. Verbrenner, phev, bev, fcev etc. Ich sehe keine sinnvollen Argument von dir die meine Meinung ändern könnten.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, Tested X3 xDrive30e, eTron 50, EQC In Testing ID.4, ENYAK, iX3
Mitglied bei Electrify-BW e.V. https://electrify-bw.de/

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Kabelbaum
  • Beiträge: 805
  • Registriert: Sa 27. Okt 2018, 18:40
  • Hat sich bedankt: 210 Mal
  • Danke erhalten: 201 Mal
read
Karlsson hat geschrieben:
Kabelbaum hat geschrieben: Wenn schon ein PHEV, dann muss der Kolbenmotor auch bei leerer Batterie auf Langstrecke Leistung haben um auch mal 180km/h fahren zu können. Ein PHEV mit 2-Kolben-Antrieb und 50PS ist für die meisten PHEV-Interessierten ein NoGo. Denn DAS wäre eine Mogelpackung.
Nein, genau anders herum mach es Sinn. Das soll ein Elektroauto sein und wie ein Elektroauto benutzt werden. Der RE ist eine Absicherung, um mit weniger Reserven Ladesäulen anzufahren, bei nicht funktionierender/besetzter Säule nicht mit leerem Akku zu stranden oder auch mal eine etwas längere Nonstopstrecke zu ermöglichen.
Das heißt er muss die Leistung bereitstellen können, um bei 120km/h den Akkustand bilanziell zu halten. Spitzenleistung muss er nicht bereitstellen.
Gehen wir bei 120km/h von 20kWh/100km aus, dann hieße das 24kW. Mit etwas Reserve 30kW. Das sind knapp 41PS, die er mit einem ordentlichen Wirkungsgrad bereitstellen können sollte.

Was Du beschreibst, ist ein Verbrenner, der auch ein bisschen elektrisch fahren kann. Vom Verbrenner wollen wir uns aber ja auch mal langsam verabschieden.

[
"wollen wir"... wer ist "wir"?
Ich glaube, viele unterliegen da einem Denkfehler. "Wir" ist ganz bestimmt NICHT die Mehrheit der Autofahrer!

Und die hat z.Z. nunmal keine Lust mit 120km/h über die BAB zu schleichen und sich alle 2-300km über das Laden und den möglichen Problemen(Wartezeit, Störungen, besetzt, Notstopstrecke, usw, ...) zu ärgern.

Und wieso kommst Du darauf, das keine Spitzenleistung nötig bzw.gewünscht ist? Weil DU es so willst? Einschränkungen und Verbote, ist das die Art, Menschen von der E-Mobilität zu überzeugen? Nein, das E-Auto muss auch auf Langstrecke überzeugen, und daran hapert es z.Z. noch.

Ja, genau, das ideale PHEV ist ein Verbrenner der auch elektrisch fahren kann. Aber warum nur ein bisschen? Wenn das PHEV mit 120km E-Reichweite im urbanen Umfeld alle Fahrten elektrisch erledigen kann?

DA elektrisch fahren, wo der Autofahrer einen deutlichen Vorteil hat! ...und z.Z. sehen den ganz viele bestimmt NICHT auf der BAB.

Und das mit der Effizienz...
Solange der E-SUV-Fahrer eine realistische Reichweite wie sein Verbrenner-Pendant hat, ist das mit der Effizienz relativ. Alles eine Frage des Energievolumens.
"Ladestressfrei elektrisch fahren" | mit KIA Sportage PHEV, verkauft BMW i3s | 120Ah | go-eCharger(22kW)-Wallbox
Anzeige
AntwortenAntworten

Zurück zu „Allgemeines zu Plug-In Hybriden“

Gehe zu Profile