Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

fahrtinsblaue
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AbRiNgOi hat geschrieben: Die ersten ICE waren aber External Combustion Engine.... (Dampfloks...)

Um mal hier einen Begin zum Thema des Threads zu kriegen, da ging es darum, dass die CO2 Werte bei einem Hybriden nicht stimmen, weil der angenommen rein Elektrische Fahrbetrieb in der Praxis nicht erreicht wird. Das als Antwort gesetzt wird, der Strom ist genauso schlimm wie das Verbrennen von Treibstoff finde ich eine Rauchgranate um von diesem Thema ab zu lenken. Weil in letzter Konsequenz macht der Hybride, wenn es denn so wäre, gänzlich keinen Sinn und man kann einen reinen Verpenner kaufen.
Zitat aus dem Beitrag von tagesschau.de :

"Hersteller: Erheblicher Beitrag zur CO2-Reduzierung
Die Autohersteller sehen das naturgemäß anders. Für den Verband der Automobilindustrie (VDA) leisten Plug-in-Hybride "einen erheblichen Beitrag zur CO2-Reduzierung. Sie sind daher unverzichtbar, um die anspruchsvollen Klimaziele zu erreichen."

An einer anderen Stelle im Beitrag steht dann :

"Dass die Ladekapazität der Batterie nach einer gewissen Zeit nachlasse, sei normal, schreibt Mercedes-Benz. Im Übrigen sei wohl Rehahns Fahrweise für den deutlichen Mehrverbrauch verantwortlich: Der tatsächliche Verbrauch und die elektrische Reichweite seien "abhängig von den individuellen Fahr-, Strecken- und Umweltbedingungen"

Ich lese daraus :
"Auf meinem Band wurden die Grenzwerte eingehalten. Und wenn die Karre bei mir vom Hof fährt. Kann mir doch egal sein, was ihr daraus macht."
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Da aber nicht die tatsächlich mit einen BEV gefahrenen Kilometer im Flottenverbrauch stehen, ist jeder Fahrer von Verbrenner + BEV genauso verantwortlich den optimalen Split zwischen Verbrenner Fahren und Elektrisch Fahren her zu stellen wie der PHEV Fahrer.
In weiterer Konsequenz Deiner Aussage wäre jeder Fahrzeughersteller des Mogelns zu überführen, wenn seine Kunden den BEV nur vor die Tür stellen und weiter ausschließlich mit dem Verbrenner fahren.
Wie ich schon öfter mal ausgeführt habe, sind solche Hybridisch Fahrer, also mit zwei Fahrzeugen, oftmals weniger elektrisch unterwegs wie die Hybridfahrer, weil diese den Elektromode auch am Urlaubsort nutzen, aber auch auf den ersten Kilometern der Langstrecke. Erst wenn nur noch Elektrofahrzeuge am Hof stehen, kann sichergestellt werden, dass auch Tatsächlich der BEV mehr bringt als der PHEV, Voraussetzung aber ist die eigene Ladestelle.

Wichtig wäre hier eine gute Kundenaufklärung und nicht ein Verkaufsstrategie die nur die Finanziellen Vorteile und Privilegien im Vordergrund haben. Wenn man einen BEV kauft, muss man sich fast Rechtfertigen, dass man selber weiß wie Scheiße der BEV im Alltag zu betreiben ist und dass man trotzdem einen kaufen will. Beim PHEV aber wird das nicht gemacht und diese Täuschung prangere ich an. "Selbst aufladendes Elektrofahrzeug" als Werbeslogan macht mich so richtig wütend. "Jetzt Hybrid Rabatt sichern"...

Wenn der Verkäufer genauso kritisch den PHEV verkaufen würde, ja einem schon fast abraten würde, dann würden wir der Wahrheit über "Der PHEV ist besser als sein Ruf" wieder ein bisschen näher kommen.
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
Aktuell: 130.000 km

Niemand ist bei mir auf der Ignor-Liste!

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

fahrtinsblaue
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Der Job des Verkäufers ist zu verkaufen und nicht zu beraten.
Gleiches Schema : Beim Verkauf steht die Karre nicht mehr auf dem Hof.
Kann ihm doch egal sein, was König Kunde daraus macht. Er ist doch nur Dienstleister.
"Der PHEV ist besser als sein Ruf"... jaja... die am Anfang erwähnte Studie ist sowas von 2017... ;o)))

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Unicorn097
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fahrtinsblaue hat geschrieben: Die Autohersteller sehen das naturgemäß anders. Für den Verband der Automobilindustrie (VDA) leisten Plug-in-Hybride "einen erheblichen Beitrag zur CO2-Reduzierung. Sie sind daher unverzichtbar, um die anspruchsvollen Klimaziele zu erreichen."

An einer anderen Stelle im Beitrag steht dann :

"Dass die Ladekapazität der Batterie nach einer gewissen Zeit nachlasse, sei normal, schreibt Mercedes-Benz. Im Übrigen sei wohl Rehahns Fahrweise für den deutlichen Mehrverbrauch verantwortlich: Der tatsächliche Verbrauch und die elektrische Reichweite seien "abhängig von den individuellen Fahr-, Strecken- und Umweltbedingungen"

Ich lese daraus :
"Auf meinem Band wurden die Grenzwerte eingehalten. Und wenn die Karre bei mir vom Hof fährt. Kann mir doch egal sein, was ihr daraus macht."
Natürlich sind die angegebenen Verbrauchswerte von 0,9-1,6 l/100km beim Mercedes A250e und VW Golf 1.4 TSI eHybrid vollkommen unrealistisch, aber auch wenn man dann bei so 2,8 l/100km ist es immer noch eine deutliche Ersparnis gegenüber einem vergleichbaren Verbrenner.

Und die Verbrenner erreichen ja auch nicht die angegebenen 4,8-5,1 l/100km sondern wenn dann auch eher 5,8-6,5 l/100km.

2,8 l/100km zu 6,2 l/100km sind dann immer noch ca. 55% Treibstoffeinsparung.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

keyfob
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fahrtinsblaue hat geschrieben: Ich lese daraus :
"Auf meinem Band wurden die Grenzwerte eingehalten. Und wenn die Karre bei mir vom Hof fährt. Kann mir doch egal sein, was ihr daraus macht."
Nein das sind halt die Ergebnisse die du nicht verstanden hast. Erwartest du echt des du auf der Strasse genau die bedingungen von dem Test einhalten kannst?

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

fahrtinsblaue
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BRD, DDR und USA ... gezogen von Fanta 4. Immerhin habe ich verstanden, dass mit ICE hier im Forum nicht die DB gemeint ist. ;o)))

"Auf meinem Band wurden die Grenzwerte eingehalten. Und wenn die Karre bei mir vom Hof fährt. Kann mir doch egal sein, was ihr daraus macht."

Diesen Satz habe ich geschrieben und zerpflücke ihn jetzt mal, was ich damit meine :

Auf meinem Band wurden die Grenzwerte eingehalten.
Damit meine ich : Der Autobauer kann mit Recht sagen, alles im grünen Bereich

Und wenn die Karre bei mir vom Hof fährt.
Meine ich damit : Das Auto verlässt das Werk vom Hersteller, geht zum Kunden bzw. zukünftigen Fahrer

Kann mir doch egal sein, was ihr daraus macht.
Hiermit ist von mir gemeint : Der Hersteller stellt nur die Technik bereit. Der Fahrer kann selber entscheiden, ob er einen Stromer oder Verbrenner daraus macht. Oder die 2 Welten miteinander kombiniert, den 50:50 Joker nimmt und einen "Z wie Zorro oder Zwitter daraus macht".
Das "E" steht auf dem Kennzeichen und kann dem Fahrzeughalter keiner mehr nehmen. Das ist so sicher wie das "A wie Amen" in der Kirche !

Ich zitiere aus dem Bericht auf tagesschau.de :

"Dass die Ladekapazität der Batterie nach einer gewissen Zeit nachlasse, sei normal, schreibt Mercedes-Benz."

Sagt der Hersteller selbst, dass er bei seinem Test was anderes erwartet, als auf der Straße.

Ich jedenfalls, habe auch nichts anderes erwartet !

MFG

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

keyfob
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Und wenn man etwas nicht gleich versteht ist es dann automatisch eine Mogelpakung? Das einzige wo ich eine Fehler sehe ist das beim WLTP nicht beide Werte Verbrauch von Strom und Kraftstoffgleichzeitig genannt werden müssen.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

fahrtinsblaue
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Unicorn097 hat geschrieben:
fahrtinsblaue hat geschrieben: Die Autohersteller sehen das naturgemäß anders. Für den Verband der Automobilindustrie (VDA) leisten Plug-in-Hybride "einen erheblichen Beitrag zur CO2-Reduzierung. Sie sind daher unverzichtbar, um die anspruchsvollen Klimaziele zu erreichen."

An einer anderen Stelle im Beitrag steht dann :

"Dass die Ladekapazität der Batterie nach einer gewissen Zeit nachlasse, sei normal, schreibt Mercedes-Benz. Im Übrigen sei wohl Rehahns Fahrweise für den deutlichen Mehrverbrauch verantwortlich: Der tatsächliche Verbrauch und die elektrische Reichweite seien "abhängig von den individuellen Fahr-, Strecken- und Umweltbedingungen"

Ich lese daraus :
"Auf meinem Band wurden die Grenzwerte eingehalten. Und wenn die Karre bei mir vom Hof fährt. Kann mir doch egal sein, was ihr daraus macht."
Natürlich sind die angegebenen Verbrauchswerte von 0,9-1,6 l/100km beim Mercedes A250e und VW Golf 1.4 TSI eHybrid vollkommen unrealistisch, aber auch wenn man dann bei so 2,8 l/100km ist es immer noch eine deutliche Ersparnis gegenüber einem vergleichbaren Verbrenner.

Und die Verbrenner erreichen ja auch nicht die angegebenen 4,8-5,1 l/100km sondern wenn dann auch eher 5,8-6,5 l/100km.

2,8 l/100km zu 6,2 l/100km sind dann immer noch ca. 55% Treibstoffeinsparung.
Wenn das natürlich alles vollkommen unrealistisch ist... natürlich, selbstverständlich kann der Hersteller das als Blendgranate in seiner Werbung einsetzen.
Und mein Bekannter der Angeberheini, erzählt mir natürlich auch nur von seinem unnatürlichen Verbrauch seines PHEV von 1,2 l
Schaue ich im spritmonitor für seine Karre nach :

Anzahl Kraftstoff min Ø max
92 Plug-in-Hybrid Benzin 1,30 4,49 7,57

Wie kann ich die Werte verstehen oder deuten ?
Und wie natürlich ist das denn jetzt schon wieder... ?

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

fahrtinsblaue
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keyfob hat geschrieben: Und wenn man etwas nicht gleich versteht ist es dann automatisch eine Mogelpakung? Das einzige wo ich eine Fehler sehe ist das beim WLTP nicht beide Werte Verbrauch von Strom und Kraftstoffgleichzeitig genannt werden müssen.
"Das einzige wo ich eine Fehler sehe ist das beim WLTP nicht beide Werte Verbrauch von Strom und Kraftstoffgleichzeitig genannt werden müssen."
Was ist damit gemeint, bitte mit Beispiel und warum ist das ein Fehler ?

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

keyfob
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Beispiel siehe ein Beitrag weiter oben!
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