Anschaffung von PHEV - Kostenrechnung

Anschaffung von PHEV - Kostenrechnung

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nrmn
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    Registriert: Sa 15. Jun 2019, 19:54
folder Sa 15. Jun 2019, 20:05
Hallo zusammen,
ich habe momentan noch nen 6er Golf GTD mit Euro5 und möchte gerne auf Elektro wechseln.

Mein Arbeitsweg beträgt ca. 15km eine Strecke am Tag. An Wochenenden fahre ich gerne mal zur Familie quer durch Hessen eine Strecke von 150km pro Strecke.

Ich habe lange überlegt ob ein reines Elektroauto sinn macht ( E-Golf, IONIQ, i3, etc. ) oder doch eher ein Hybrid ( A3 e-tron, GTE ). Derzeit tendiere ich eher zu einem Hybrid da ich denke das ich auf Langstrecken damit besser aufgehoben bin.

Ich habe nun folgende "Probleme" bzw Hemmschwellen die mich noch daran hindern:

1) Mein PKW Stellplatz der Mietwohnung ist an der Hauptstraße. Meine Wohnung in der Seitengasse, locker 50m weg. Laden in der Wohnung ist schwer bis unmöglich.

Gibt es ein "Anrecht" darauf für eine Mietwohnung eine Ladestation/Wallbox für den Stellplatz zu bekommen oder bin ich da voll und ganz auf Kulanz des Vermieters angewiesen? Die Kosten für einen Aufbau würde ich ja komplett selbst tragen.

2) Wir haben eine Entega Ladestation direkt gegenüber von meinem Stellplatz ( Typ2 ) die 36 cent pro kWh berechnet

Nehmen wir mal an ich fahre einen e-tron der sollte die 30km pro Tag ja "rein elektrisch" schaffen. Wenn ich nach der Arbeit heim komme könnte ich den Audi an die Ladebuchse hängen und die 8 kW vollladen muss jeden Tag rechnet sich ein Hybrid dann überhaupt? Wenn ich mir das durchrechne mit der Entega Säule bin ich monatlich wohl 10-20€ teurer als würde ich mit einem Diesel weiterfahren.

Ich bin echt hin- und hergerissen momentan..
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Re: Anschaffung von PHEV - Kostenrechnung

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eGolf2017
    Beiträge: 161
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folder Sa 15. Jun 2019, 21:44
Optimale Voraussetzung von der Pendelstrecke aus gesehen, für ein Plug in Hybrid,wie wäre es mit Outländer?
Steigende Spritkosten in Zukunft sind sicher wie Amen in der Kirche.Iran-USA.
Spritsteuer nicht vergessen ,diesel ist relativ teuer.

Re: Anschaffung von PHEV - Kostenrechnung

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Elektrivirus
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folder So 16. Jun 2019, 12:40
Grüß dich,
nrmn hat geschrieben:
Sa 15. Jun 2019, 20:05
Mein Arbeitsweg beträgt ca. 15km eine Strecke am Tag. An Wochenenden fahre ich gerne mal zur Familie quer durch Hessen eine Strecke von 150km pro Strecke.

Ich habe lange überlegt ob ein reines Elektroauto sinn macht ( E-Golf, IONIQ, i3, etc. ) oder doch eher ein Hybrid ( A3 e-tron, GTE ). Derzeit tendiere ich eher zu einem Hybrid da ich denke das ich auf Langstrecken damit besser aufgehoben bin.
Die 150 km sind für die aktuellen BEV, die du angesprochen hast, keine Langstrecke mehr, die kannst an einem Stück durchfahren. Irgendwo auf dieser Strecke findest du garantiert mehrere Schnellader für die Rückfahrt (alternativ, 1 Tag an der Steckdose deiner Family, und dein Akku ist auch wieder randvoll)
Für deinen reinen Arbeitsweg (30 km/d) würden sie auch locker ausreichen, um von Montag bis Freitag ohne zu laden zurechtzukommen. Irgendwann in der Woche wirst du ohnehin mal einen Supermarkt aufsuchen... da kannst (momentan noch) oft zum Nulltarif laden, während du einkaufst.

Ich habe nun folgende "Probleme" bzw Hemmschwellen die mich noch daran hindern:

1) Mein PKW Stellplatz der Mietwohnung ist an der Hauptstraße. Meine Wohnung in der Seitengasse, locker 50m weg. Laden in der Wohnung ist schwer bis unmöglich.

Gibt es ein "Anrecht" darauf für eine Mietwohnung eine Ladestation/Wallbox für den Stellplatz zu bekommen oder bin ich da voll und ganz auf Kulanz des Vermieters angewiesen? Die Kosten für einen Aufbau würde ich ja komplett selbst tragen.
So, wie du es beschreibst, wäre das ein ziemlicher Aufwand, auch finanziell. Und nein, aktuell hast du kein "Anrecht". Allerdings so, wie du dein Nutzungsverhalten beschreibst, brauchst du die heimische Steckdose für jeden Tag auch nicht wirklich, s.o.

Da hast du eher Chancen, mal mit deinem Arbeitgeber zu verhandeln.... Auf Arbeit würde ja eine Schukodose völlig reichen, bist ja eh 8 Stunden vor Ort.
2) Wir haben eine Entega Ladestation direkt gegenüber von meinem Stellplatz ( Typ2 ) die 36 cent pro kWh berechnet

Nehmen wir mal an ich fahre einen e-tron der sollte die 30km pro Tag ja "rein elektrisch" schaffen. Wenn ich nach der Arbeit heim komme könnte ich den Audi an die Ladebuchse hängen und die 8 kW vollladen muss jeden Tag rechnet sich ein Hybrid dann überhaupt? Wenn ich mir das durchrechne mit der Entega Säule bin ich monatlich wohl 10-20€ teurer als würde ich mit einem Diesel weiterfahren.

Ich bin echt hin- und hergerissen momentan..
Ein PHEV wie der E-tron laden sehr langsam... es ist zwar schön, dass die Säule 22 kW kann, ….der E-Tron aber nicht, der nimmt sich maximal 7 kW (wobei die Säule dann auf 4,nochwas begrenzt. Das würde für dich bedeuten: einstöpseln, heim gehen, und in 3 bis 4 Stunden dran denken müssen, abzustöpseln und umzuparken. Schnelladefähig sind die Plug ins auch nicht.

Die aktuellen BEV mit ihren Akkus ab 40 kWh ermöglichen dir selbst im Winter unter widrigsten Umständen 200 km am Stück, unter Idealbedingugen deutlich mehr als 300.
Ich geb dir ein Beispiel zum abschätzen: Ich hab noch den 30 kWh I3. Im Winter sind 170 bis 190 km realistisch... mit ein paar Tricks und bibbern auch 200. Jetzt, in der wärmeren Jahreszeit kommt er zwischen 230 und 255 km weit. Der aktuelle I3 hat 40 kWh... der Rest ist Dreisatz.

Allerdings, und das gilt für alle BEV, die ich kenne, …. wenn du damit "voll Hammer" über die Autobahn brettern willst, dann vergiss alle Reichweitenangaben, die du je gehört hast.... wenn ich meinem wirklich die Sporen gebe, bleiben gerade so 100 km auf der BAB über.... aber aus dem Alter bin ich raus ;)

Wenn du dir Gedanken machst wegen der Laderei … u.U. bist du sogar mit einem klassischen Hybriden besser bedient... aber da hilft nur: einzelne Fahrzeuge ausborgen, und am besten für mindestens 2 Tage testen... es gibt einige Händler, die das gern ermöglichen (gegen geringe Gebühr)

Re: Anschaffung von PHEV - Kostenrechnung

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folder So 16. Jun 2019, 12:53
Schau dir auch ruhig mal den i3 94Ah mit Rex an. Der reicht für all deine Strecken im BEV Betrieb und wenn du doch mal nicht zum Laden kommst hilft dir der Rex über die Runde.

Re: Anschaffung von PHEV - Kostenrechnung

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folder So 16. Jun 2019, 13:52
Ohne lademöglichkeit am Stellplatz würde ich mir kein BEV oder PHEV holen. Das zuerst klären!
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, 2021 EQC oder Crozz, PlugIn-PV Anlage
Mitglied bei Electrify-BW e.V. https://electrify-bw.de/

Re: Anschaffung von PHEV - Kostenrechnung

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blackcrow
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folder Mi 19. Jun 2019, 18:00
PHEV (z.B. der Outlander) machen für dich imho keinen Sinn. Vom Fahrprofil wärst du zwar in der Zielgruppe 😉 und wäre auch total sinnvoll, aber das alltägliche Laden ist für dich die Schwierigkeit. Günstig beim täglichen laden wäre: bei einer Mietwohnung eigener Stellplatz in einer Tiefgarage mit Schuko. Haus mit eigenem Stellplatz auf dem Grundstück, laden beim Arbeitgeber.
Wenn du auf elektrisch oder teilelektrisch umsteigen willst (super, und bei deinem Fahrprofil auch sinnvoll), würde ich an deiner Stelle Fahrzeuge mit großem Akku wählen, idealerweise mit Rex als Extender (da kennen sich aber andere besser aus 😉).
VG blackcrow
Mitsubishi Outlander 2019 Intro Plus

Re: Anschaffung von PHEV - Kostenrechnung

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Orion
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folder Do 20. Jun 2019, 20:14
Was spricht gegen den PHEV?
- Ohne eigene Lademöglichkeit bringt er dir wenig. PHEV haben üblicherweise keine Schnellade-Funktion, laden also extrem langsam. "Mal eben vollmachen" beim Einkaufen geht also nicht.
- PHEV haben sehr kleine Akkus. Selbst wenn du ihn mal voll bekommen hast, kommst du damit allenfalls 1-2 Tage durch. Dann musst du wieder irgendwo (lange!) laden. Mit dem Akku eines reinen Elektroautos schaffst du die komplette Woche.
- PHEV haben die Komplexität von Elektro- und Verbrenner! Keine Wartungskosten gespart!
- Du würdest beim Pendeln die ganze Zeit sinnlos das Gewicht vom Verbrenner herumfahren.
- 150km sind für aktuelle Elektroautos kein Problem mehr.

Ich (also PHEV-Fahrer) sage: entweder Verbrenner(ggf. Hybrid, aber nicht Plug-In) oder reinelektrisch. Wenn deine 150km entfernte Familie zumindest eine Schukosteckdose zur Verfügung hat, würde ich das Abenteuer des vollelektrischen Fahrens wagen. Vielleicht erst mal 2 Jahre als Leasing?

Re: Anschaffung von PHEV - Kostenrechnung

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BurkhardRenk
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folder Do 20. Jun 2019, 22:20
Ohne eigene Lademöglichkeit ist ein PHEV problematisch - mit wäre er für Dich die ideale Einstiegsdroge. Wobei die meisten BEV an AC auch nicht schneller laden als die PHEV. Falls Du bei der Familie laden kannst (Schuko). wäre der IONIQ Elektro für Dich die ideale Wahl - wenn nicht der IONIQ Hybrid.

Re: Anschaffung von PHEV - Kostenrechnung

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Afrolicious
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folder Do 20. Jun 2019, 23:00
Also ich muss auch sagen, bei 30km pro "Werktag" und am Wochenende 2x150km spricht eigentlich nichts gegen ein BEV, also ein Fahrzeug komplett ohne Verbrenner. Das hängt natürlich auch ein bisschen davon ab, wo es bei dir in der Nähe Lademöglichkeiten gibt, aber da hilft ja das Stromtankstellenverzeichnis hier auf goingelectric. Gibt es denn bei dir in der Nähe auch den ein oder anderen Supermarkt mit kostenloser Ladesäule? Dann kann es sich aktuell sogar finanziell lohnen, weil du deinen täglichen Strombedarf möglicherweise sogar kostenlos decken kannst und nur für die Wochenendfahrt zahlen musst.

Was aber auch stimmt ist, dass du dann bereit sein solltest, auf der Autobahn 100-130, nicht 130-200 zu fahren.

Re: Anschaffung von PHEV - Kostenrechnung

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marcometer
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folder Mo 24. Jun 2019, 16:26
kub0815 hat geschrieben:
So 16. Jun 2019, 13:52
Ohne lademöglichkeit am Stellplatz würde ich mir kein BEV oder PHEV holen. Das zuerst klären!
Dem kann ich nur für das PHEV zustimmen.
Heutige BEV haben, wie alle Vorredner schon sagen, eine so ordentliche Reichweite, dass es für den hier genannten Fall locker reicht 1x pro Werktags-Woche voll zu laden.
Keine Ahnung was das jetzt auch für eine Entaga Säule ist, aber da kann man garantiert auch wesentlich günstiger als für 36 Cent/kWh laden.
Da könnten wir dir mit etwas mehr Details sicher auch sehr günstige Karten für empfehlen und so die Kosten fürs Laden stark senken.

Generell bin ich auch der Meinung nahezu aller anderen hier:
In deinem Fall beim Verbrenner bleiben oder ganz auf voll elektrisch umsteigen.
Der Plug-In macht ohne tägliche Lademöglichkeit wirklich keinen Sinn, da fährt man doch nur viel zu oft mit dem dann nicht so dollen Verbrenner davon herum, hat aber deutlich mehr bezahlt.

Edit:
Ich habe mal versucht zu der Entega Säule zu recherchieren.
Scheint wohl dieser Cluster da im Odenwald und Umgebung zu sein.
Gehören dem Verbund LastMileSolutions an.
Dadurch gehen dort also nahezu alle gängigen Karten, von Maingau (ESL) über Telekom bis EnBW/ADAC und auch etliche Pauschaltarife.
Selbst ohne jeglichen Aufwand könnte man da also für 25 Cent pro kWh laden.
Mit Maingau als Haushaltsstrom oder Gas Anbieter auch für 15 Cent pro kWh.
Alternativ oder ergänzend dazu bei dem einen anderen Pauschaltarif für 5-6€ pro gesamte Ladung.
Je größer der Akku, desto günstiger wird das dann natürlich. ;)

Wenn es dir Spaß/nichts ausmacht jeden Tag stunden lang die eine Säule quälen zu müssen, dann kannst du natürlich auch den Plug-In nehmen.
Anschaffung günstiger, mit viel, viel Arbeit bei den Kosten pro 100km in etwa so günstig wie der volle Elektro.
Zuletzt geändert von marcometer am Mo 24. Jun 2019, 16:53, insgesamt 2-mal geändert.
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