Konzept für Range-Extender E-Auto

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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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GTE_Ebi hat geschrieben:Moin,
ich meine, ein Stück weit muss man sich davon verabschieden, die aktuellen Verbrennereigenschaften 1:1 auf BEV-Anforderungen abzubilden. Es ist eine andere Technologie, die auch vom Nutzer ein gewisses Umdenken erfordert.
..
Ebi
Na dann - viel Spaß beim Leisten der Überzeugungsarbeit. Spätestens wenn der Komfort sinkt, wird das bei einer alternden Gesellschaft nur noch schwer vermittelbar sein.

Wie oft hört man "Die erhöhte Sitzposition bietet sehr gute Sicht." bei älteren Herrschaften, die in ihrem neuen SUV sitzen?
Was erzählst Du denen, wenn die für eine 1,5...2-fach teurere Kiste nach 250...300km Laden müssen (Heizung 24...27°C) und das dann ev. nicht klappt? Oder, dass sie im Stau ev. frieren müssen?

Vergiss es! (Stand heute und voraussichtlich in 5 Jahren wohlgemerkt).

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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

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umali hat geschrieben:Der KSPG-sRex ist ein sehr schönes Beispiel, wie klein, kompakt und laufruhig so etwas machbar ist. Genau wie beim i3-sRex soll es ein optionales Zubehör sein.
Das beantwortet meine Frage nicht ...
Wenn Du jetzt anfängst, ein komplett neues Fahrzeug speiziell für den sRex-Einbau zu entwickeln, ist das die falsche Herangehensweise.
Ja, das war mir ehrlicherweise im Grunde klar und meine Frage in diesem Punkt eher rhetorischer Natur.
Das Optimum wäre natürlich eine Platzoption, welche z.B. in einem Neo schon mit eingeplant ist (Stand kenne ich nicht), aber zumindest wird dort immer das riesige Platzangebot, welches aus der MEB-Plattform resultiert, gelobt.
Also bis dahin genau ein Fahrzeug. Zwei, wenn man BMW dazu bringen könnte einen anderen / besseren REX in den vorhandenen Bauraum des i3 zu planen.
Wurde diese Option verschlafen,
Wohl so ziemlich überall der Fall ...
kann der sRex statt der Reserveradmulde
... welche Reserveradmulde? Die gibt es bei modernen Fahrzeugen fast nicht mehr.
rein und es muss noch Kühlung, Tank, Abgassystem integriert werden.
Wieder mit Zuverlässigkeits- und Sicherheitsprüfungen und Typzulassung.

Ich vermute: um noch annähernd wirtschaftlich machbar zu sein müsste ein Fahrzeug mit sREX jetzt bis spätestens innerhalb der nächsten höchstens 2 Jahre auf dem Markt sein. Das halte ich aber für sehr sportlich.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/15 seit 01/16
Hyundai ioniq 5 RWD LR seit 11/21

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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drilling hat geschrieben:Du glaubst echt das die davon noch nie was gehört haben und deshalb auch nie darüber nachgedacht haben? :o
Es ist ja wohl offensichtlich das diese Option längst überprüft und dann verworfen wurde, aus welchen Gründen auch immer.
Wer sagt das? Ich sicher nicht.

Ins Bewußtsein bringen, heißt zu vermitteln, dass es einen großen Markt geben wird, den die noch kürzlich existierenden Rahmenbedingungen (sehr kleine E-Reichweiten) nicht boten.
Erst Dieselgate hat ja zum harten Umdenken angeregt (nicht geführt). Blockiert wird dennoch. Das geschieht sehr geschickt, indem z.B. PHEV forciert werden, die den Umbruch noch lange hinauszögern sollen.

Alte Entscheidungen müssen auch revidiert werden können, wenn sich Randbedingungen ändern.

Du bist nicht weit von Karlsson entfernt und lässt andere für Dich denken. Getreu dem Motto "Was es nicht gibt, kann nicht gut sein und wird es nie geben." Damit hatte ich schon immer Probleme, vermutlich weil ich noch Mangelwirtschaft aus der DDR kenne, die ein hohes Maß an Kreativität forderte.

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Zuletzt geändert von umali am Mi 30. Jan 2019, 12:37, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

drilling
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umali hat geschrieben:Was erzählst Du denen, wenn die für eine 1,5...2-fach teurere Kiste nach 250...300km Laden müssen (Heizung 24...27°C) und das dann ev. nicht klappt?
Ich brauch denen gar nichts zu sagen, denn jeder mit dem ich über das Thema rede findet 250-300 km völlig ausreichend, Rentner mit denen ich ins Gespräch gekommen bin, würden meistens auch 200 km und teilweise noch weniger reichen da sie eh keine Langstrecke mit dem PKW mehr fahren.
vermitteln, dass es einen großen Markt geben wird
Und das sollen sie dir glauben anstatt den eigenen Marktforschungen? :roll:

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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@drilling
Wenn etwas deutlich teurer ist als der Vorgänger und weniger Reichweite + Komfort bietet, müssen andere Vorteile her. Die gibt es beim BEV unbestritten (kenne ich ja selbst bestens), aber die sind keinesfalls durchschlagend.

Die OEM-Marktforschungen zielen auf Gewinnmaximierung - nicht auf ein kluges Konzept.
Bis dato ist es beim i3 auch nur halbherzig umgesetzt worden. Außerdem benötigt gerade dieses Urban-Vehicle selten einen Rex. Bedenke, dass das Lastenheft für einen heutigen sRex ganz anders aussieht als 2013 für den i3.

VG U x I

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

ubit
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iOnier hat geschrieben:Ich vermute: um noch annähernd wirtschaftlich machbar zu sein müsste ein Fahrzeug mit sREX jetzt bis spätestens innerhalb der nächsten höchstens 2 Jahre auf dem Markt sein. Das halte ich aber für sehr sportlich.
Wie kommst Du darauf? Was für eine famose Preisentwicklung bei den Akkus erwartest Du? Selbst wenn Akkus in 5 Jahren tatsächlich nur noch halb so teuer sein würden wie jetzt (was ich persönlich für sehr, sehr optimistisch halte) sind die Dinger immer noch teuer im Vergleich zu "Billigautos".
GTE_Ebi hat geschrieben:Die Kostenvergleichsrechnung hinkt genauso vorn und hinten, was ist denn mit den ganzen Werkstattkosten des Verbrenners, mit Öl, Bremsen, Auspuff etc blabla ? Schonmal die Steuerkettenprobleme der diversen Hersteller angeschaut ? Wenn ich das alles zusammenrechne, schmelzen die 10 k€ Unterschied bei der Anschaffung schnell dahin.
Erstens werden die Hersteller Wege finden um diesen Preisvorteil auszugleichen - sonst stirbt denen das gesamte Servicenetz mangels Umsatz weg. Zweitens sieht Otto-Normalfahrer diese Kosten nicht beim Kauf - da zählt erstmal nur der Kaufpreis.
Kia machts jetzt schon vor, wohin die Reise geht, wozu da noch einen sREX ?
https://www.adac.de/der-adac/motorwelt/ ... ektro-suv/
Was macht Kia da vor? 20 kWh Akku für 4000 € Aufpreis? Das ist doch gerade der Punkt... Und die 400 km Reichweite bei "normaler Fahrweise"? Was ist "normale Fahrweise"? Wie weit kommt man wirklich, wenn man im Winter mit 150 km/h über die Autobahn rauscht?
Auf langen Strecken betreibt man den Akku wohl eher zwischen 20% und 80%, nutzt also nur 60% - sonst dauert das Nachladen einfach zu lange. Da schmilzt die Reichweite zwischen den Ladestopps dann auf 240 km.
Und dafür darf man insgesamt 15000 € mehr für die BEV-Version bezahlen als für die - technisch kompliziertere - Hybrid-Variante...
Oder nimm den Kona. Mit großem Akku ist die BEV-Variante doppelt so teuer wie der kleine Verbrenner. Fast 20000 € Aufpreis für 64 kWh...
Wer soll das bezahlen? Vielleicht bekommen wir in 5 Jahren für den selben Preis 80 oder 90 kWh - vielleicht sogar 100 kWh - ist für die breite Masse aber immer noch zu teuer.

Ciao, Udo
VW e-Up! 2020 teal blue

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

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umali hat geschrieben: Sorry ich weiß nicht, was Du beruflich machst
Ich bin Ingenieur und kenne die Arbeitsweise von internationalen Großkonzernen. Auch hatte ich mal einige Zeit Einblick bei einem großem deutschen Autohersteller in Forschung und Entwicklung und habe vor allem mit erlebt, was es bedeutet, etwas am Produktionsablauf zu ändern.
Daher finde ich Deine Ausführungen sehr lustig :)
umali hat geschrieben:Deine passive Haltung ("Ich kann sowieso nichts bewirken.") ist leider die, der meisten Konsumenten
Also mein Tag hat nur 24 Stunden und da bleibt gerade nichts über. So ein RE ist abgesehen davon auch nicht mein dringendster Wunsch im Leben, sondern rangiert mehr so an Stelle 637.
umali hat geschrieben: Eine roadmap sieht z.B. so aus:
1. Informationsbeschaffung
2. Mitstreiter organisieren
3. Eigenentwicklungen entwerfen
4. Veranstaltungen mit Entscheidungsträgern besuchen
5. Kontaktaufnahme zu OEM, weil es professionel werden muss und man sRex nicht allein stemmt
6. Überzeugungsarbeit leisten (bei angeh. Kunden, Autohändlern, OEM)
7. usw.
Ah, Du meinst also eine Bürgerinitiative oder so etwas. Und Du meinst der Pförtner lässt Dich da irgendwo rein? :)
Also ich würde folgende Wege sehen:

1 => Du heuerst bei einem Automobilhersteller an, arbeitest Dich in eine wichtige Position vor setzt das Ding um. Ich glaube bloß bevor Du das schaffst, sind auch richtig schöne BEV kaufbar, die eh der Königsweg sind.

2 => Du gründest eine Selbsthilfegruppe ala Bäcker Schüren, und trittst an einen Hersteller als Käufergruppe >100.000 Kunden heran. Ich wäre allerdings nicht dabei, weil mich Neuwagen nicht interessieren.

3 => Du belaberst Umrüster, wie zB Karabag. Vielleicht kommt da eine teure Bastellösung bei raus. Die interessiert mich aber auch nicht.

4 => Du erwirtschaftest mit einem Startup wie Paypal ein paar Milliarden und gründest Deine eigene Automarke, die das passende dann baut. Allerdings ist das dann zeitlich auch wieder nach den BEV.

Alles irgendwie nicht so doll, oder?
Der Zug ist abgefahren. In echt, da fahre ich lieber noch ein paar Jahre Benziner oder trete irgendwann die Flucht nach vorne an und kaufe ein Model 3 oder einen E-Niro. Das ist zwar teuer und lädt nicht so schnell, wie man Benzin tanken kann, aber die Summe des Ärgers ist doch deutlich geringer als seine Lebenskraft in so einer RE-Übergangslösung zu vergeuden.
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
Zukunft - Citroën ë-C4 2022

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

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Ich finde beim REX die potentielle Modularität das Interessanteste für Fahrzeughersteller. Der Platz kann (für das 40-kwh-Grundmodell) auch einfach frei bleiben. Oder mit einem anderem Blechstück im Kofferraumboden wieder zur Reserveradmulde mutieren / zusätzlichen Stauraum bereitstellen. Wer sich für das REX-Modell begeistert kauft sich damit erweiterte Langstrecken-Tauglichkeit.

An der gleichen Stelle kann aber auch einfach ein zusätzlicher Akku mit z.B. 30 kWh verbaut sein. Auch dafür finden sich bestimmt Käufer. Und für den Hersteller ist der zu berücksichtigende Unterschied nicht so groß: Hochvoltleitung, CAN-Bus und 12 V mit 3 oder vier Aufhangepunkten werden REX und Zusatzbatterie brauchen. Und selbst den Anschluß an zwei Kühlwasserleitungen schaden Akkus im Allgemeinen nicht.

Ob der REX jetzt unbedingt einen Verbrenner zur Grundlage haben muß wird sich über die Jahre zeigen. Nissan testet ja in Brasilien bereits Ethanol-Brennstoffzellen, und in in unseren Kellern werden Brennstoffzellen mit Methanol als Brennstoff immer öfter verbaut. Beides Treibstoffe die im Fahrzeugbereich schon länger eingesetzt werden.

Ich jedenfalls finde das REX-Konzept toll und erwarte daß es in den nächsten 10 bis 20 Jahren die optimale Ergänzung zu reinen BEVs darstellen wird. Vielleicht nur für 20 Prozent der Autobesitzer, aber selbst dann sind das ordentliche Stückzahlen für potentielle eAuto-Hersteller.

Grüazi MaXx

P.S. @umali: Ich finde daß momentan (solange es noch keine REX-BEV gibt) Mietwagen - oder noch besser: nichtkommerzielle Carsharing-Modelle - die optimale Lösung für Langstrecken zu vertretbaren Preisen sind.
#2307 - Mit koordiniertem, gemeinsamen Laden die Strompreise reduzieren und die Welt retten ;-)

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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

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MaXx.Grr hat geschrieben:Ich jedenfalls finde das REX-Konzept toll und erwarte daß es in den nächsten 10 bis 20 Jahren die optimale Ergänzung zu reinen BEVs darstellen wird
Das kannst Du mal halbieren. Danach wäre es nur noch Nische.
Du willst doch nicht ernsthaft in 20 Jahren noch mit Benzin fahren?!?
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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

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Ich denke es ist leichter einen Verbrenner als Basis zu nehmen und den dann ordentlich zu Elektrifizieren. Da ist dann das Thema Abgasnachbehandlung und Typgenehmigung schon fast durch.
Als Basis einen Auris Touring Sports Hybrid für unter 30.000€ wäre schon mal toll, Dem verpassen wir dann eine große Batterie und ein Schnellladesystem. Das ist sicher einfacher und billiger als einen EV (den es nur als ur-teuer oder viel zu klein gibt) mit Verbrennungsmotor und Abgasanlage aus zu statten.
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
Aktuell: 130.000 km

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