Konzept für Range-Extender E-Auto

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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

muinasepp
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Ich seh es auch so, dieses Konzept ist zwar nicht schlecht, aber überholt. Wird so keiner mehr machen.
Schabalauke hat geschrieben:tattdessen würde ich mir auch einen Anhänger an das Auto hängen, in dem dann zusätzliche 500kg Batterien verstaut sind. Damit wären zwar max. 100km/h möglich, dafür quer durch Deutschland ohne Pausen.
Es ist aber nicht nur die limitierte Höchstgeschwindigkeit, sondern auch das zusätzliche Gewicht, die für teures Geld selten benutzen Akkus und deren Alterung, der zusätzliche finanzielle Aufwand für den Hänger (neben der Anschaffung auch TÜV, Steuer, Versicherung), den Platz, den er ständig belegt,...
Schabalauke hat geschrieben:Vermutlich auch schon ausreichend wäre ein Zusatz Akku in der Art eines Heck-Fahrradträgers. Auch damit sollte sich die Reichweite dramatisch erhöhen lassen. Und das ganze ohne das Gewicht des Fahrzeugs im Kurzstreckenverkehr zu erhöhen, denn da wirkt sich das hohe Gewicht sehr negativ aus. Würde man für die Fahrradträgerlösung einen einheitlichen Standard schaffen, könnte man an Autobahnladestationen auch schlicht den leeren Akku gegen einen vollen austauschen. Weiterfahrt ohne lange Ladepause.
Die Stützlast der AHK ist aber beschränkt, meist auf 50 oder 75 kg, selten auf 100 kg. Außerdem ist dann die Kupplung gerade bei Urlaubsfahrten, wo man sie vielleicht für einen Fahrradträger bräuchte, belegt. Und das zusätzliche Gewicht beschränkt die Zuladung, eben auch gerade dann, wenn man sie bei einer Urlaubsfahrt brauchen kann.

Auf den ersten Blick also interessante Ansatzpunkte, auf den zweiten Blick dann aber eher doch nicht.
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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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Schabalauke hat geschrieben:Range Extender... Sollte man an das Thema nicht ganz anders herangehen? Ich fahre zwar noch einen PHEV, würde aber gerne komplett auf den Verbrenner verzichten.
Dazu gibt es keine Notwendigkeit, wenn das Rex-Aggregat endlich mal auf ein modernes Level gehoben werden würde. Da aber die E-Welle gerade erst Fahrt aufnimmt, ist es nicht verwunderlich, dass solche "Optionen" wie der Rex bis dato nicht forciert wurden.
Schabalauke hat geschrieben: Stattdessen würde ich mir auch einen Anhänger an das Auto hängen, in dem dann zusätzliche 500kg Batterien verstaut sind. Damit wären zwar max. 100km/h möglich, dafür quer durch Deutschland ohne Pausen.
Die Idee gibt es schon länger, wird sich aber nicht durchsetzen, weil die wenigsten auf Langstrecke mit 80 oder 100km/h dahinschleichen wollen. Außerdem fehlt der Standard für die BMS-Anbindung.
Schabalauke hat geschrieben: Vermutlich auch schon ausreichend wäre ein Zusatz Akku in der Art eines Heck-Fahrradträgers. Auch damit sollte sich die Reichweite dramatisch erhöhen lassen.
Warum schwerer Zusatzakku mit Schnittstellen- und Handlingproblemen? Außerdem wird der fette Zusatzakku zu schwer für eine AHK.
Für die wenigen Nutzungen braucht es HEUTE ein Rex-Aggregat mit hoher Speicherdichte und da ist nun mal Benzin noch Favorit. Die Schnittstelle zur Anbindung an den fest verbauten Fahrzeugakku ist aber auch hier noch nicht standardisiert.
Schabalauke hat geschrieben: Und das ganze ohne das Gewicht des Fahrzeugs im Kurzstreckenverkehr zu erhöhen, denn da wirkt sich das hohe Gewicht sehr negativ aus.
Würde man für die Fahrradträgerlösung einen einheitlichen Standard schaffen, könnte man an Autobahnladestationen auch schlicht den leeren Akku gegen einen vollen austauschen. Weiterfahrt ohne lange Ladepause.
Einen leichten sRex (Benzin) für die AHK wäre eine weit bessere (und machbare) Lösung, aber auch die sehe ich nicht kommen, wenn es endlich gelingen würde, den sRex selbst als standardisiertes Optionalprodukt herstellerübergreifend zu platzieren. Schau mal hier, was 2013 schon ging:
https://www.youtube.com/watch?v=-Hn43WGe4ws
Diesem Kandidaten würde ich ein sehr hohes Potential bescheinigen, aber beim deutschen DLR-Nachfolgeentwickler tut sich einfach nichts:
http://swengin.de/technology/

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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

WinnieW
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Als Rex sehe ich im Prinzip nur das Konzept der Mikrogasturbine als sinnvoll an, aber keine Hubkolbenmotore oder Wankelmotore.
Die Gasturbine bringt eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich wenn diese in einem kleinen begrenzten Drehzahlbereich arbeiten kann; v.a. hoher Wirkungsgrad bei geringen Schadstoffemissionen, eine aufwendige Abgasreinigung würde entfallen.
Dazu die kompakte Bauform.

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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Auch ein sRex braucht eine ENTWICKLUNG.
Warum gleich wieder die ultimative MicroGT? Vielen wäre schon geholfen, wenn der KSPG für die verschiedenen BEV verfügbar wäre. Günstig, klein, spritsparend.

Danach kann man weiter optimieren und auch die MicroGT zur Serienreife bringen. Prototypen gibt's ja schon genug:
https://www.focus.de/auto/elektroauto/t ... 77015.html
http://euro-k.de/index.php/de/entwicklu ... e-extender
https://www.autocar.co.uk/car-news/gree ... 2019-model

Hier gibt es bereits eine sehr umfängliche Diskussion über serielle Rexe.
komponenten/serielle-range-extender-ein ... ller%20rex

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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

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umali hat geschrieben:Auch ein sRex braucht eine ENTWICKLUNG.
PHEV bräuchten zuerst einmal größere Akkus. Bevor sie nicht komplett elektrisch durch den Alltag kommen, findet die Verkleinerung des Verbrenners sonst keine Akzeptanz.
Und das müsste man einfach mal machen.
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
Zukunft - Citroën ë-C4 2022

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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Karlsson hat geschrieben:PHEV bräuchten zuerst einmal größere Akkus. Bevor sie nicht komplett elektrisch durch den Alltag kommen, findet die Verkleinerung des Verbrenners sonst keine Akzeptanz.
Und das müsste man einfach mal machen.
PHEV ist doch etwas anderes. Dort wird ein bekannter 3-4 Zylinder zusätzlich ektrifiziert (Systemleistung) und kann dann ein paar wenige km rein elektrisch betrieben werden. Das Konzept PHEV ist vielleicht etwas für klassische Vielfahrer mit vorrangig Verbrennerantrieb. Dort noch mehr E-km reinzubuttern, halte ich nur noch sinnvoll für echte Vielfahrautos.

sRexe sind dagegen zur Sicherstellung eines allumfassenden Betriebes für reine E-Autos gedacht - also für die Leute mit täglich 50-100km und ab und zu Urlaubsfahrten. Da das die Mehrzahl ist, sollte das auch zuerst fertigentwickelt werden.

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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

ubit
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Grundsätzlich finde ich die Idee eines Rex auch sehr gut. Egal ob nun H2, Benzin, Diesel, Brennstoffzelle, Turbine oder was auch immer.

Es gibt aber halt eine Reihe von Problemen die es leider unwahrscheinlich machen das sowas auf Dauer funktioniert. "Leider" wird die rein elektrische Reichweite mit sinkenden Akkupreisen und Fortschritten in der Akkuentwicklung immer größer werden. Gleichzeitig wird vermutlich die Schnellladefähigkeit steigen. Man wird also immer größere Akkus in immer kürzerer Zeit laden können. In ein paar Jahren werden die Reichweiten bei >500 km liegen (auch im Winter und bei "normaler" Fahrweise) und innerhalb von 15 Minuten wird man >400 km Reichweite nachladen können. So weit sind wir ja davon gar nicht mehr entfernt. Erste Ladestationen mit 300 kW oder mehr entstehen ja gerade.

Ergebnis: Immer weniger Fahrprofile werden auf solche Range Extender angewiesen sein. Immer mehr Leute werden mit der "normalen" Akkureichweite klar kommen. Entsprechend gering sind die Aussichten solche Techniken für einen "Aufpreis" verkaufen zu können.

Fahrzeuge mit REX werden also wohl Nischenlösungen sein. Was den Preis auch nicht unbedingt senken wird.

Alternativen wie REX-Anhänger, REX-Modul für den Kofferraum etc. werden da wohl noch weniger Chancen haben. Auch weil die Hersteller dafür eine einheitliche Schnittstelle definieren müssten - woran sie wohl eher weniger Interesse haben. Und falls die Hersteller doch bereit sind für Langstreckenfahrzeuge einen gemeinsamen Standard zu schaffen wird es wohl eher auf Tauschakkus mit automatisierten Tauschstationen hinaus laufen. Da gibt es ja sogar schon etliche Entwicklungen. Tesla hat sowas. Und in China kommt das auch gerade mal wieder hoch.

Ciao, Udo
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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

Schüddi
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umali hat geschrieben:
Karlsson hat geschrieben:PHEV bräuchten zuerst einmal größere Akkus. Bevor sie nicht komplett elektrisch durch den Alltag kommen, findet die Verkleinerung des Verbrenners sonst keine Akzeptanz.
Und das müsste man einfach mal machen.
PHEV ist doch etwas anderes. Dort wird ein bekannter 3-4 Zylinder zusätzlich ektrifiziert (Systemleistung) und kann dann ein paar wenige km rein elektrisch betrieben werden. Das Konzept PHEV ist vielleicht etwas für klassische Vielfahrer mit vorrangig Verbrennerantrieb. Dort noch mehr E-km reinzubuttern, halte ich nur noch sinnvoll für echte Vielfahrautos.

sRexe sind dagegen zur Sicherstellung eines allumfassenden Betriebes für reine E-Autos gedacht - also für die Leute mit täglich 50-100km und ab und zu Urlaubsfahrten. Da das die Mehrzahl ist, sollte das auch zuerst fertigentwickelt werden.

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Sehe ich als Vielfahrer anders. Ich bin im Aussendienst und fahre im Sommer an die 90% elektrisch im Winter so 75-80%.
Und das bei 25.000km und mit einem A3 e-tron.

PHEV sind Fahrzeuge die sehr individuell passen. Mit Allgemeinaussagen kommst du hier nicht weiter. Ich würde mir mehr e-Reichweite wünschen. Also habe ich vorrangig Elektroantrieb.

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

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@umali
Nein, PHEV ist ein Oberbegriff, der alle diese Fahrzeuge umfasst.
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
Zukunft - Citroën ë-C4 2022

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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Schüddi hat geschrieben:Sehe ich als Vielfahrer anders. ...
Liest Du auch, was geschrieben wird?
"... Das Konzept PHEV ist vielleicht etwas für klassische Vielfahrer mit vorrangig Verbrennerantrieb. ..."
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