PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

ubit
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AbRiNgOi hat geschrieben: Und danke für den Link, aber das Prinzip kenne ich seit 2003 sehr gut, dreht halt noch zu langsam um diese Wirkungsgrade zu erreichen.
Das heißt also das dieser Artikel eine Lüge ist und der angegebene Wirkungsgrad gar nicht erreicht ist?


Aber auch sonst: Ein Dieselmotor der nur in einem Betriebspunkt arbeiten muss schafft auch in PKW-Größe ca. 40% Wirkungsgrad (zumindest habe ich diese Zahl mal von Audi irgendwo gelesen). Ein guter Generator schafft über 90%. Also 0,4 * 0,9 = 0,36. Also 36% Gesamtwirkungsgrad. Mach den Generator besser (95% sind durchaus noch gut erreichbar) dann sind es 38%. Abzüglich 5% Ladeverluste bleiben immer noch 36% übrig.

Es gibt ja auch noch alternative Ansätze. Kleine Gasturbinen mit Generator hätte einige Vorteile - erreichen aktuell allerdings wohl nicht die Standfestigkeit von Kolbenmotoren und haben ein paar andere Problemchen. Dafür wäre der Wirkungsgrad deutlich besser als beim Verbrennungsmotor. Techrules hat letztes Jahr sowas vorgestellt. Diese Turbinen Rex soll angeblich nur 1300 € kosten. Kann natürlich Marketing-Feuerwerk gewesen sein. Die sind aber nicht die Einzigen die an sowas herumentwickeln. Ob das "die Lösung" ist wird sich wohl erst in ein paar Jahren zeigen.

Mazda setzt auf Wankelmotoren als Rex obwohl deren prinzipieller Wirkungsgrad noch schlechter ist als der von Kolbenmotoren. Aber sie passen von der Laufkultur her halt gut zum e-Auto.

Brennstoffzelle mit H2 oder Methan wäre auch machbar und hier läge der Wirkungsgrad definitiv über dem eines Diesel/Benzinantriebs. Zumindest Tank2Wheel.

Insofern: Wenn Du immer wieder behauptest das Wirkungsgrad von 35% und mehr nicht möglich seien dann stimmt das einfach nicht. Mag sein das es im technischen Umfeld Deines Berufs nicht möglich ist. Aber absolut unmöglich ist es definitiv nicht.

Ciao, Udo
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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stelen hat geschrieben: Das Prinzip habe ich schon verstanden, ich bezweifle aber einfach das Dein getriebeloser 50kW Rex der Strom für sagen wir mal 130km/h in meinem SUFF bereitstellen muß effizienter ist als mein 235kW Verbrenner der im 8. Gang mit nichtmal 2000 Touren vor sich hinbrummelt, aber keinen Generator, sondern nur die Räder antreiben muß.

https://www.notstromdiesel.com/images/_ ... gregat.pdf

Als „Faustformel“ lässt sich sagen, dass der Verbrauch für
jede 100 kVA circa 20 l/h beträgt. So braucht z.B. nach
dieser Formel ein 200 kVA Aggregat ungefähr 40 l
Dieselkraftstoff je Stunde.

Heist bei
Bei 25kVA -> 5l Diesel
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, Tested X3 xDrive30e, eTron 50, EQC In Testing ID.4, ENYAK, iX3
Mitglied bei Electrify-BW e.V. https://electrify-bw.de/

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

ubit
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stelen hat geschrieben: Das Prinzip habe ich schon verstanden, ich bezweifle aber einfach das Dein getriebeloser 50kW Rex der Strom für sagen wir mal 130km/h in meinem SUFF bereitstellen muß effizienter ist als mein 235kW Verbrenner der im 8. Gang mit nichtmal 2000 Touren vor sich hinbrummelt, aber keinen Generator, sondern nur die Räder antreiben muß.
Ein Tesla Model X hat bis zu 722 kW Spitzenleistung... Warum sollte das Deinen SUFF nicht mindestens genau so vorwärts schieben können wie Dein 235 kW Verbrenner? Und das Model X längere Zeit mit mehr als 50 kW zu fahren ist bei 130 km/h schlicht unmöglich (ok - vielleicht bei einer Alpenüberquerung bergauf - aber da schaffst Du keine 130 km/h) - da bleibt man deutlich drunter und der 50 kW Rex würde nebenbei den Akku laden.


Ciao, Udo
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

zoppotrump
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umali hat geschrieben: Für Viel- und Langstreckenfahrer sind klass. PHEV durchaus eine Alternative, wenn denn die elektrischen Kurzstrecke reicht. Vielen sind aber 35....40km elektrisch zu wenig und die Kiste ist zu teuer.
Das stimmt so nicht.
Die neue 2019er Generation an PHEVs von bspw. Mercedes und BMW haben ca. 60km elektrische Reichweite nach WLTP.
Teurer sind die PHEVs auch nicht wirklich ggü. einem Diesel. Und wenn, dann nur für Privatkäufer, die es in der Geschäftswagenklasse höchstens zu 20% gibt. Für den AN sind die PHEVs sogar günstiger.
Ggü. den BEV Pendants sind die PHEV ebenso deutlich günstiger, wie ich bereits weiter oben vorgerechnet habe.
ubit hat geschrieben: Die aktuell verfügbaren PHEVs sind immer noch Alibikonzepte. Die elektrische Reichweite orientiert sich bei diesen Fahrzeugen einzig und alleine am Prüfzyklus und nicht am tatsächlichen Bedarf in der Praxis.
Naja, die neuen PHEVs liegen im elektrischen Betrieb gleichauf oder sogar leicht über dem Durchschnittsfahrleistungen eines typischen Pendlers. Von daher ist Deine Aussage nicht nachvollziehbar.
ubit hat geschrieben:
Außerdem sind PHEVs teuer. Sie brauchen einen "vollwertigen" Verbrennungsmotor der in allen Leistungsbereichen sauber und möglichst effizient funktioniert. Und eine Abgasreinigung die ebenfalls in jedem Betriebszustand arbeitet. Und eine regelmäßige Wartung weil diese Fahrzeuge so konzipiert sind das dieser Verbrennungsmotor täglich läuft.
Das stimmt ebenso nicht, wie ich weiter vorne im Thread mit Daten geprüft und erläutert habe.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

umali
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kub0815 hat geschrieben:
umali hat geschrieben: Nun wendet sich das Blatt langsam und der sRex bekommt seine 2. Chance.
Meinst du das ich Frühling 2021 bestellen kann von einem Namhaften Deutschen oder Japanischen Hersteller?
Zumindest ist bei er bei Mazda 2020 angekündigt.
https://www.n-tv.de/auto/Mazda-mag-es-e ... 50308.html
https://www.nzz.ch/mobilitaet/auto-mobi ... ld.1428466

Lustig - aus dem 2. Beitrag:
"Und bei Renault gab COO Thierry Bolloré in Paris bekannt, dass man das von Allianzpartner Nissan in Japan auf den Markt gebrachte System E-Power in Europa nicht einführen werde: «Für japanische Verhältnisse mit jeder Menge Kurzstrecken und kaum Überlandfahrten ergibt E-Power viel Sinn, in unseren Breitengraden aber überhaupt nicht». "
Da soll mir mal einer erklären, was dann die 38km Durchschnitt-km- in DE sind.
Ich denke, dass genau das E-Power-System hier bei uns einen guten Absatz hätte - allerdings bitte mit deutlich größerem Akku für 150...200km E-RW.

btw.
In einem i3 (MCV) - also Kleinwagen für urbanen Verkehr - macht ein sRex bei 40kWh in der Tat nur noch extrem wenig Sinn. Langstrecken tun sich damit nur wenige Leute an, denn dafür ist er überhaupt nicht konzipiert.
Dahingehend ist sein Ableben verständlich. Nur in den USA sind die gefahrenen Strecken etwas länger, so dass man ihn dort beibehält.

VG U x I

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

zoppotrump
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stelen hat geschrieben: Das Prinzip habe ich schon verstanden, ich bezweifle aber einfach das Dein getriebeloser 50kW Rex der Strom für sagen wir mal 130km/h in meinem SUFF bereitstellen muß effizienter ist als mein 235kW Verbrenner der im 8. Gang mit nichtmal 2000 Touren vor sich hinbrummelt, aber keinen Generator, sondern nur die Räder antreiben muß.
So ist es. In einem anderen Forum hat ein E-Klasse Fahrer den aktuellen E220d (194PS), also ein recht schweres Auto, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 100km/h durch Deutschland gefahren. Dabei lag der Verbrauch bei 4,x Liter Diesel dank des 9-Gang Getriebes und dem lang übersetzten 9. Gang auf der Autobahn.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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ubit hat geschrieben: Das heißt also das dieser Artikel eine Lüge ist und der angegebene Wirkungsgrad gar nicht erreicht ist?
Wer lesen kann ist klar im Vorteil:
Natürlich lassen sich aus unseren Fahrten nur begrenzt Rückschlüsse auf ein Serienprodukt ziehen. So ließ Mahle den Motor mit etwa 2500/min drehen, in der Serie würde man eine hohe Last bei 3500 bis 4000/min wählen, weil in diesem Bereich der beste Wirkungsgrad erreicht wird. Auch schaltet Mahle den Verbrennungsmotor normalerweise erst bei etwa 45 km/h zu und fährt unterhalb davon möglichst oft rein elektrisch. Ein Serienmotor würde auf jeden Fall hochfrequenter klingen, aber nicht dröhnen – das ist dem Gegenläufer fremd.
um erst später zu schreiben:
Der Systemwirkungsgrad des Antriebs liegt mit 31 Prozent auf erstaunlich gutem Niveau. Der Motor wird dabei bei etwa 3500/min und einem indizierten Mitteldruck zwischen 8 und 10 bar betrieben.
um weiter unten zu schreiben:
bei 2000/min erreicht der Mahle-Antrieb noch einen Systemwirkungsgrad von 28 Prozent.
Und der Rest ist tiefste Thermodynamik in Verbindung mit Elektrotechnik des Lineargenerators der dann bei höheren "Drehzahlen" wieder im Wirkungsgrad fällt.
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

umali
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stelen hat geschrieben: ... Im Grunde ist der Rex ja nichts anderes als ein PHEV nur zusätzlich noch völlig spaßbefreit da Leistungslos.
Ich weiß noch immer nicht wer sich sowas freiwillig antun sollte?
Selten so gelacht (und geweint).
Dann geh' mal um die Ecke und leihe Dir einen i3 94Ah Rex aus. Mit dem versägst Du jedes klass. PHEV.

leistungslos....Hast Du kein Physik unterrichtet bekommen? Vergleiche einfach mal die Drehmomentendiagramme.

VG U x I

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

zoppotrump
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Könnt ihr diese befremdliche Diskussion über sREX Antriebskonzepte, die es gar nicht (mehr) gibt, bitte auslagern. Das ist ermüdend und ihr dreht euch eh im Kreis.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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umali hat geschrieben: Dann geh' mal um die Ecke und leihe Dir einen i3 94Ah Rex aus. Mit dem versägst Du jedes klass. PHEV
Ihr redet aneinander Vorbei,. natürlich gewinnt der EV auf den ersten Meter weil eben kein einkuppeln und Gangwechsel vorhanden ist. (könnte man aber noch optimieren). Dem i3 geht aber bei 100 schon sehr ordentlich die Puste aus....
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