PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Hilde.Knallinger
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Alex1 hat geschrieben:BEVs sind in jedem Bereich besser als Verpester, sogar, wenn man den deutschen Strommix nimmt. Brauchst Du nicht viel rechnen, nimm die Werte vom Spritmonitor.

Mit meinem echten Ökostrom ist der Käs sowieso gegessen :mrgreen:
Wenn es nicht so viel zu rechnen ist, dann wäre ich dir trotzdem dankbar, wenn du mir das mal vorrechnest. Ich muss einen fehler gemacht haben und komme auf ein anderes Ergebnis.
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Hilde.Knallinger
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Hilde.Knallinger hat geschrieben:Wenn die verstanden wurde, versteht man auch den Hybriden.
Ja...bedenke aber beim PHEV auch noch, dass es hier verschiedene Aurichtungen gibt. Du schilderst quasi den klassischen Hybrid + externe Lademöglichkeit.

Ja genau, da hast du natürlich recht.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

AgV8DdmU
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Hilde.Knallinger hat geschrieben:
Alex1 hat geschrieben:BEVs sind in jedem Bereich besser als Verpester, sogar, wenn man den deutschen Strommix nimmt. Brauchst Du nicht viel rechnen, nimm die Werte vom Spritmonitor.

Mit meinem echten Ökostrom ist der Käs sowieso gegessen :mrgreen:
Wenn es nicht so viel zu rechnen ist, dann wäre ich dir trotzdem dankbar, wenn du mir das mal vorrechnest. Ich muss einen fehler gemacht haben und komme auf ein anderes Ergebnis.
Beim Verbrenner hilft ein Blick ins "Muscheldiagramm".
Und dann haben Benziner und Diesel so ihre Eigenarten bei hoher Lastanforderung - Stichwort "Volllastanreicherung". Insbesondere die Turbo-Verbrenner müssen ihre Abgastemperatur immer im Auge behalten. Da ist dann ist der Wirkungsgrad vom Verbrenner sehr schnell bei 20% und weniger...
Für die kommenden Euro-Normen sind da auch Wassereinspritzungen angedacht - siehe auch Wiener Motorensymposium.

Da ist der Wirkungsgrad eines Elektromotors deutlich konstanter. Wobei thermische Einflüsse sich bei Permanent-Erregten Elektromotoren durchaus bemerkbar machen. Auch die Akku-Chemie mag keine sehr hohen oder sehr tiefen Temperaturen - daraus entwickeln sich dann natürlich auch Verluste.

Wo jetzt die genauen Wirkungsgrade von Verbrenner und Elektroauto bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten liegen, ist von vielen Faktoren abhängig. Ohne genaue Daten ist das eher schwierig zu berechnen.

Hier hilft aber ein Blick in die Momentanverbräuche von ausgewählten Fahrzeugen bei hohen Geschwindigkeiten. Bei Elektroautos wären Tesla S oder Hyundai Ioniq was passendes, da diese auch Geschwindigkeiten jenseits von 160km/h können.

Meine Schätzung bei 160km/h (20°C Außen, 0m Höhenlage, Reifen cr=0,014):
Tesla +200kW ca. 32kWh/100km (Leistungsbedarf ca. 51kW)
Ioniq 88kW ca. 27kWh/100km (Leistungsbedarf ca. 42kW)

Beispiele Momentanverbräuche:
Octavia 1.6TDI Euro5 77kW => ca. 8-9ltr/100km (Leistungsbedarf ca. 52kW)
Audi A2 1.2TDI Euro3 45kw => ca. 6,5ltr/100km (Leistungsbedarf ca. 39kW)
Polo 9N 1.2 Euro4 47kW => ca. 11ltr/100km (Leistungsbedarf ca. 45kW)

Gruß
Kona #18

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Danke AgV8DdmU :danke:

Aber warum braucht der POLO mit 47kW-Benzinmotor so viel Kraftstoff? :shock:

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Was ändert sich beim outlander 2019 mit dem neuen 2.4l motor? Atkinson kannte ich nur als Diät...viel fett essen
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Das Thema ist sehr komplex, da es viele Möglichkeiten gibt ein PHEV technisch zu realisieren und diese Möglichkeiten oft komplex sind.
Möchte dazu nur kurz sagen, dass die neuen PHEV (Ioniq, Prius, Niro) mit ihren rein elektrischen Reichweiten von ca. 50km (mit einem ca. 10kWh Li-Ionenakku) m.E. nicht "scheisse" gemacht sind.

Kleine Checkliste vor dem PHEV-Kauf:
1.) Ein PHEV macht nur Sinn, wenn man ihn regelmäßig lädt!
Ansonsten ist die günstigere HEV-Variante zu bevorzugen.
2.) Optimal dimensioniert ist ein PHEV, wenn die meisten Fahrten rein elektrisch gefahren werden können.
Ein zu großer Akku macht den PHEV nur unnötig teuer.
3.) Vor dem Kauf die Verbräuche (Benzin+Strom) ausrechnen.
In Europa gibt es keine realistischen Normverbräuche und keine realistischen elektrische Reichweitenangaben. Auch die Werte auf spritmonitor.de sind nicht optimal. (Boardcomputeranzeigen ohne Ladeverluste von ca. 20%, Fahrstrecke zwischen zwei Ladungen üblicherweise nicht ersichtlich, .. ) Empfehle daher das EPA-Tool um die Treibstoffkosten (Benzin+Strom) zu berechnen.
4.) Förderungen berücksichtigen.
Leider werden bei mir in Österreich auch "Luxus"-PHEV (z.B. Porsche Cayenne) von der NoVa befreit. Dadurch sind diese dann günstiger als die Benzin-Variante des Fahrzeuges. (Die Höhe der Förderung ist weder ökologisch gerechtfertigt, noch sozial verträglich. :evil:)

Nachsatz: Bei der Kaufentscheidung für ein bestimmtes neues Privatauto ist die Vernunft zumeist nur dazu da um die emotionale Kaufentscheidung vor dem eigenen Gewissen zu rechtfertigen. ;)
Insofern freut es mich, dass in Deutschland 2017 der Audi e-tron das meistverkaufte PHEV war, da es noch unvernünftigere PHEV am Markt gibt.
(Siehe PHEV-Verkäufe 2017 in Österreich. :evil: )

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Schüddi
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Warum noch unvernünftigere? Ist der e-tron unvernünftig?

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Hallo,
fahre seid 9 Monaten einen e-tron. Jetzt nach 13000km.
Und zu 80% davon elektrisch immer noch ein cooles fahren. Besonders die Verarbeitung des ganzen Auto Top.
Mein 4er Audi, mein 9. Auto. Qualtität ebend Audi.
Nur völliges elektrisches fahren reizt und wird somit nach dem Leasing 6/2020 ein anderes, sicher das M3.
Wenn nicht aller 8Wochen Langstrecke sind fahre ich Ihn zu 100% elektrisch. Das bei der Kwh von 23cent rechnet sich bei "normalen"Temperaturen wären das bei 14KW auf 100km nicht mal 3,50:!:

Man(n) muss Autos auch fahren können dann schafft man optimale Verbräuche :shock:
I3 120Ah fluid-black

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Schüddi
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Richtig! Natürlich kommt es vor allem auf die Nutzung an und die fängt immer im Kopf an. Aber nicht nur beim PHEV sondern generell.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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JoDa hat geschrieben:2.) Optimal dimensioniert ist ein PHEV, wenn die meisten Fahrten rein elektrisch gefahren werden können.
Ein zu großer Akku macht den PHEV nur unnötig teuer.
Und richtig schlecht dimensioniert ist er, wenn im Alltag der Verbrenner ständig für 2km Kaltlauf anspringt. Hoher Verschleiß, mieser Verbrauch, schlechte Abgase. Dafür sollte man bei 50km NEFZ den Arbeitsplatz aber in nicht wirklich mehr als 12km haben.
Wer dieses Glück hat, findet da evtl auch beim GTE einen passenden Antrieb. Dieser ist aber völlig unnötigerweise sehr kompliziert und teuer gestaltet und viele haben eben auch nicht das Glück von so kurzen Strecken.
Wir haben Jahre lang nach so einem Baugrundstück gesucht und mussten letztendlich aufgeben.
JoDa hat geschrieben:Möchte dazu nur kurz sagen, dass die neuen PHEV (Ioniq, Prius, Niro) mit ihren rein elektrischen Reichweiten von ca. 50km (mit einem ca. 10kWh Li-Ionenakku) m.E. nicht "scheisse" gemacht sind.
Der Ioniq kann ohne den Verbrenner nicht heizen - das findest Du also gut? Der Verbrenner läuft da dann ständig nur wegen ein bisschen Abwärme.
AgV8DdmU hat geschrieben:Beim Verbrenner hilft ein Blick ins "Muscheldiagramm".
Reicht allein nicht aus, das Muscheldiagramm gibt nur Gramm Kraftstoff / kWh mechanischer Energie an. Was viele dann gern vergessen sind CW Wert und Anströmfläche und außerdem, dass die Geschwindigkeit beim Windwiderstand im Quadrat eingeht und dass der Windwiderstand auf der Autobahn absolut dominiert.
Schnell fahren ist also böse und wird erst richtig schlimm mit schlechtem CW Wert und großer Fläche => SUV.
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
Zukunft - Citroën ë-C4 2022
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