Plug-In Hybrid oder E-Auto

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Re: Plug-In Hybrid oder E-Auto

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  • R4MP
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BurkhardRenk hat geschrieben:Ich fahre nun einen PlugIn seit einem Jahr und bereue dies nicht. Einerseits habe ich einen elektrischen Fahranteil oberhalb von 50%, innerorts von 99%. Andererseits ist die Zuverlässigkeit der Ladeinfrastruktur schlicht noch nicht ausreichend. Zugeparkte Ladesäulen, nicht funktionierende Säulen, welche die nach 5 Minuten mit Fehlermeldung sich abschalten - ich habe mehrere wichtige Fahrten gemacht, mit festen Terminen, die ich auch nicht mit einem Tesla S100 mangels Reichweite hätte durchführen können. Ich erwarte schon, 1000 km in 8 Stunden real fahren zu können, mit 2 Pausen a 10 Minuten und einer von 20 Minuten. Wenn ich dann schon einen überfüllten Großparkplatz anfahren muss und dann die einzige Ladestation nicht funktioniert - nein danke. Elektrisches Fahren ist ein feines Hobby, nur zuverlässig und berechenbar ist es noch nicht. Ob ich in 6 Jahren auf ein rein elektrisches Auto umsteige? Wenn es bis dahin wirkliche Technologiedurchbrüche gegeben hat, ja. Ansonsten wünsche ich mir zumindest einen REX der diesen Namen auch verdient.
Also wo ich derzeit Recht geben kann, ist die Tatsache, dass es "noch" kein E-Auto gibt was wirklich Langstreckenfahrer bzw. Außendienstmitarbeiter sinnvoll bedienen kann. Jedoch würde ich derzeit ortsunabhängig behaupten, dass jeder Pendler der eine Strecke zur Arbeit von maximal 80km zurücklegt, ohne Probleme auf ein E-Auto wechseln kann. Dabei muss er nicht mal Gedanken verschwenden, nach der Arbeit seinen Einkauf erledigen zu können. Für Menschen aus den Ballungsgebieten würde ich sogar noch einen drauflegen und sagen, dass ein E-Auto schon fast nur noch eine sinnvolle Alternative ist, wenn ein neues Auto ansteht.

Derzeit werden meiner Meinung aus vielen Gesprächen, die pauschalen Ausreden imer nach vorne geschoben, da viele Menschen es einfach nicht besser wissen oder durch die Lobbyarbeit der deutschen Autobauer einfach Argumente nachplappern.
Ich habe in der Vergangenheit sehr viel in und mit Autohäusern zusammenarbeiten müssen und kann markenunabhängig sagen, dass in Deutschland bei den Herstellern und Autohäusern eine riesen Angst vor der Zukunft herrscht, da die Melkkuh langsam keine Milch mehr bringt. Durch das Thema: E-Mobilität ist diese Angst noch größer geworden und man wehrt sich mit allen Mitteln.
Ich kann aus einem Vortrag der VDA im Frühjahr dieses Jahres in Berlin sagen, dass man jetzt schon markenübergreifend durch die E-Autos mit einem Verlust des Werkstattaufkommens von 60% rechnet! Wer weiß wie im Autohaus das Geld verdient wird, der kann sich vorstellen, wie groß die Angst geworden ist.

Es ist derzeit nicht alles perfekt, aber die Sprünge werden immer größer! Habe gestern alleine durch einen Bericht von Tank&Rast gelesen, dass an allen 400 Raststätten bis Ende 2017 Schnelllader stehen sollen! (https://tank.rast.de/emobility/) wenn mir dann jemand sagt, dass nichts passiert, dann weiß ich auch nicht!

Möchte mal ein altes Beispiel nennen als der erste Motorkraftwagen vorgestellt wurde. Da hieß es das Automobil wird sich niemals gegen Kutschen und Pferde durchsetzen. Das war vor knapp 100 Jahren! Möchte nicht sagen, dass wir mittlerweile autonom fahren und fliegen können! Oder als das Smartphone vor 10 Jahren seinen Durchbruch hatte.
MfG R4MP
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Re: Plug-In Hybrid oder E-Auto

Schüddi
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R4MP hat geschrieben: Also wo ich derzeit Recht geben kann, ist die Tatsache, dass es "noch" kein E-Auto gibt was wirklich Langstreckenfahrer bzw. Außendienstmitarbeiter sinnvoll bedienen kann. Jedoch würde ich derzeit ortsunabhängig behaupten, dass jeder Pendler der eine Strecke zur Arbeit von maximal 80km zurücklegt, ohne Probleme auf ein E-Auto wechseln kann. Dabei muss er nicht mal Gedanken verschwenden, nach der Arbeit seinen Einkauf erledigen zu können. Für Menschen aus den Ballungsgebieten würde ich sogar noch einen drauflegen und sagen, dass ein E-Auto schon fast nur noch eine sinnvolle Alternative ist, wenn ein neues Auto ansteht.
Ortsunabhängig sagst du.
Okay dann untermauere das und stelle dich meiner Herausforderung.
Schüddi hat geschrieben:... sei so clever und verkaufe für uns alle bitte ein BEV an jemanden der in einem Mehrfamilienhaus wohnt, keinen Stellplatz hat, jeden Tag Einweg 40km pendelt, bei der Arbeit auch keine Lademöglichkeiten hat und die einzige Ladesäule für 2 Fahrzeuge ca. 6km entfernt ist. Achwas, Verkauf das gleich der ganzen Wohnsiedlung mit sagen wir 90 Familien, 60 davon haben zwei Autos. Damit die Sache noch ein wenig anspruchsvoll wird hat jede Familie zur Anschaffung den Durchschnittspreis eines Gebrauchtwagens zur Verfügung oder sagen wir damit es realistisch bleibt 50% haben die durch einen unverhofften Geldregen die Hälfte davon zur Verfügung, nämlich ca. 16000€ bzw. dann nur 8000€ und die Fahrtkosten pro 100km dürfen nicht höher als die eines sparsames Diesels sein. Ich denke eine Rechnung mit 5l/100km wäre realistisch. Also 5x1,20€ = 6€. Akkumiete oder so darf natürlich keine mehr anfallen.
Ich kann die Spannung auf deine Antwort kaum ertragen.
Die Leute parken alle wild um die Häußer herum. Das ist so die Durchschnitts-, Arbeiter- Wohngegend/Wohnblock.

Re: Plug-In Hybrid oder E-Auto

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Schüddi hat geschrieben: Ortsunabhängig sagst du.
Okay dann untermauere das und stelle dich meiner Herausforderung.
Das ist leider genau die Argumentation, die nicht weiter führt. Natürlich wäre die Ladeinfrastruktur in ihrem aktuellen Ausbaustand nicht dem Ansturm gewachsen, wenn jetzt plötzlich alle, für die es ansonsten sinnvoll wäre (ich denke da an ca. 80% der Bevölkerung) auf eine E-Auto umsteigen würden.

Aber zu hoffen, dass zuerst genügend Ladestationen gebaut werden, bevor jemand ein E-Auto kauft, hilft eben auch nicht weiter, weil von Politik und Wirtschaft immer auf den fehlenden Bedarf verwiesen wird, wenn es um den Ausbau der Ladeinfrastruktur geht.

Das hat den zusätzlichen negativen Effekt, dass auch Leuten, die ohne weiteres zu Hause laden können, die Elektromobilität mies gemacht wird, weil noch den wenigsten die Zusammenhänge wirklich klar sind. Wenn man zu Hause und/oder am Arbeitsplatz laden kann, interessiert es recht wenig, ob in den Städten genügend Ladestationen am Straßenrand stehen und ob diese zugeparkt sind. Selbst wenn man das nicht kann, und z.B. ein Fahrzeug wie den ZOE hat, der recht lange fährt, kann man gut über die Runden kommen, wenn man nur beim Einkaufen oder sonst an Orten lädt, die man öfter anfährt. Das Auto muss ja da nicht die ganze Nacht am Stecker hängen, bei 22kW Ladeleistung reicht ein Einkauf von 40min schon wieder für 100km.

Und für Langstrecken braucht man Schnelllader, da ist das Problem aber auch weit weniger dramatisch als man oft hört.
Die erwähnten Tank&Rast Säulen sind ein Beispiel, dass sich das bedarfsgerecht ohne weiteres hochskalieren lässt. Es hat kaum 6 Monate vom ersten Spatenstich gedauert, bis hunderte Schnelllader betriebsbereit waren. Das hat mich selbst überrascht, aber es zeigt, dass man sich auch einem plötzlich steigenden Bedarf schnell anpassen kann. Es müssen eben keine teuren Tankstellen usw. gebaut werden, sondern ein Stromanschluss reicht.

Also alles in allem halte ich das Argument, die Ladeinfrastruktur sei unzureichend, kaum noch für haltbar.

Re: Plug-In Hybrid oder E-Auto

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Schüddi hat geschrieben:
R4MP hat geschrieben: Also wo ich derzeit Recht geben kann, ist die Tatsache, dass es "noch" kein E-Auto gibt was wirklich Langstreckenfahrer bzw. Außendienstmitarbeiter sinnvoll bedienen kann. Jedoch würde ich derzeit ortsunabhängig behaupten, dass jeder Pendler der eine Strecke zur Arbeit von maximal 80km zurücklegt, ohne Probleme auf ein E-Auto wechseln kann. Dabei muss er nicht mal Gedanken verschwenden, nach der Arbeit seinen Einkauf erledigen zu können. Für Menschen aus den Ballungsgebieten würde ich sogar noch einen drauflegen und sagen, dass ein E-Auto schon fast nur noch eine sinnvolle Alternative ist, wenn ein neues Auto ansteht.
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Schüddi hat geschrieben:... sei so clever und verkaufe für uns alle bitte ein BEV an jemanden der in einem Mehrfamilienhaus wohnt, keinen Stellplatz hat, jeden Tag Einweg 40km pendelt, bei der Arbeit auch keine Lademöglichkeiten hat und die einzige Ladesäule für 2 Fahrzeuge ca. 6km entfernt ist. Achwas, Verkauf das gleich der ganzen Wohnsiedlung mit sagen wir 90 Familien, 60 davon haben zwei Autos. Damit die Sache noch ein wenig anspruchsvoll wird hat jede Familie zur Anschaffung den Durchschnittspreis eines Gebrauchtwagens zur Verfügung oder sagen wir damit es realistisch bleibt 50% haben die durch einen unverhofften Geldregen die Hälfte davon zur Verfügung, nämlich ca. 16000€ bzw. dann nur 8000€ und die Fahrtkosten pro 100km dürfen nicht höher als die eines sparsames Diesels sein. Ich denke eine Rechnung mit 5l/100km wäre realistisch. Also 5x1,20€ = 6€. Akkumiete oder so darf natürlich keine mehr anfallen.
Ich kann die Spannung auf deine Antwort kaum ertragen.
Die Leute parken alle wild um die Häußer herum. Das ist so die Durchschnitts-, Arbeiter- Wohngegend/Wohnblock.
Habe doch die meisten Argumente locker entkräftigt :) Was die Fahrtkosten angeht kann jeder der zu Hause lädt selbst beeinflussen, ob er wie ich für 22cent den kW/h bezahlt oder 35cent. An sehr vielen Ladestationen kannd erzeit sogar noch kostenlos geladen werden und die Glaskugel rausholen wie sich das ändert muss man nun noch nicht, da wir ja von hier und jetzt reden :) Denn in Zukunft wird der Strom an Ladesäulen etwas kosten und die Kraftstofpreise nach oben gehen! Ich halte aber dagegen, dass derzeit für Stromer 10 Jahre in DE keine Steuern fällig sind, die Versicherung günstiger ist, die Wartungskosten ebenfalls deutlich geringer sind und der Verschleiß ebenfalls. Auf die Kilometer gerechnet bin ich derzeit sogar günstiger unterwegs als ein Diesel. Die Reichweite wurde ja schon gesagt kann mit einem ZOE z.B. überhaupt kein Thema sein, sodass ich hier immer eine Ladestation ohne große Not erreichen kann. In meinem Beispiel kann ich sogar sagen, dass ich derzeit seit drei Wochen 90% meines Strombedarfs für den Soul EV kostenlos beziehe und das recht locker beim Einkaufen oder kurzem Zwischenhalt an einer Autobahn Raststätte bzw. Autohaus mit Schnelllader. Dabei komem ich nicht mal ansatzweise ins schwitzen und ich wohne am Rand vom Ballungsgebiet. Bei großen Mehrfamilienhäusern wird bei Bedarf auch die Hausverwaltung schnell Lader bereitstellen, da hier auch Förderungen in Anspruch genommenw erden können und so holt sich die clevere Hausverwaltung kostengünstig die Zukunft ins Haus ;)

Nehme mal ein anderes Beispiel, ich habe einen ZOE-Fahrer getroffen, der hat eine gebrauchte ZOE vom Händler für 13000€ gekauft und ist mega glücklich und hat keine Unsummen hingelegt.

Vor gut zwei Jahren habe ich mit dem Thema auch angefangen und genauso argumentiert und nun bin ich selbst ein E-Autofahrer und die alten Argumente sind nicht mehr haltbar.
MfG R4MP
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Re: Plug-In Hybrid oder E-Auto

MountainDew
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In fast allem Stimme ich R4MP zu - aber bei Mehrfamilienhäusern sind die Probleme mitunter groß.

Wir wohnen derzeit im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses, unter unserem Innenhof gibt es eine kleine Tiefgarage, in der wir einen festen Stellplatz haben. Wenn unser A3 e-tron geliefert wird, werden wir dort laden können, da wir nur eine Strecke von wenigen Metern von einer Steckdose in unserem Garten bis zum Stellplatz haben (ca. 5 Meter, durch einen Lichtschacht).

Gleichzeitig bauen wir gerade an einem neuen Haus (in einer Baugemeinschaft), für das wir den Stellplatz in einer Tiefgarage nachweisen müssen, der von einem (in jeder Hinsicht unfähigen, noch dazu unsympathischen und schmierigen) Bauträger gebaut wird. Die TG reicht teilweise unter unser Grundstück und schließt direkt an unsere Keller-Aussenwand an.

Da ich später nicht mit einer möglicherweise weltfremden Tiefgaragen-Eigentümergemeinschaft darüber streiten will, ob ich eine Wallbox an meinen Stellplatz montieren darf oder nicht (siehe das Münchener Urteil), habe ich beim Bauträger diese Steckdose sowie die Zuleitung bis zur TG Außenwand als Sonderwunsch angefragt (Brandabschottung ist gewährleistet). Der Bauträger hat bisher keine Zusage erteilt und eine Kostenschätzung von 4.500EUR in den Raum gestellt - und wir reden hier über 7 Meter Kabel auf Putz und eine CEE Dose!

Gleichzeitig drängt er mich dazu, einmalig 4.000EUR dafür zu zahlen, dass ich den einen und einzigen (!) Stellplatz mit Wallbox mitnutzen darf, wenn er denn frei ist. Der wird dann über einen Ladeverbund (teurer) abgerechnet. Aber ich spare ja 500EUR gegenüber der diamantbesetzten CEE Dose...

Positiv ist, dass keiner der anderen Bauherren in unserem Haus aktuell Interesse an einer Lademöglichkeit hat. Würde jeder Hausbewohner seinen Stellplatz mit 16A ausstatten, würde die Kapazität des Hausanschlusses nicht mehr ausreichen. Von 11kW oder 22kW, was bei einem BEV ja sinnvoller wäre, ganz zu schweigen. Der örtliche Energieversorger hat auf Nachfrage vorgeschlagen, dass wir für den Fall auf eigene Kosten ein Trafohäuschen bauen könnten...

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich denke auch, das beste ist, einfach Fakten zu schaffen und Nachfrage für eine Ladeinfrastruktur zu erzeugen. Mit ein bisschen Kreativität findet man auch seine Lademöglichkeiten, im Worst Case muss man halt ein paar 100 Meter laufen, wenn es nicht am eigenen Stellplatz geht.

Gerade für Mehrfamilienhäuser braucht es aber a) einen rechtlichen Rahmen, der zuminest bei Neubauten eine Lademöglichkeit vorschreibt (so wie begrünte Dächer und Fassaden ja auch vorgeschrieben sind) und b) müssen die lokalen Versorger die Infrastruktur auf der letzten Meile so aufrüsten, dass ggfs. die Hausanschlüsse aufgerüstet werden können.
BMW i3 120Ah, Volvo V60 Recharge (Polestar 2 storniert)
Und wann immer es geht: Orbea Terra M30 1x

Re: Plug-In Hybrid oder E-Auto

Schüddi
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Nicht jeder möchte eine Zoe fahren.
Nicht jeder möchte irgendwo herumstehen zum laden - einigen ist die wenige Zeit mit der Familie wichtiger
Nicht jeder möchte Umwege fahren
Nicht für jeden gibt es das FÜR SEINE PERSÖNLICHEN BEDÜRFNISSE passende e-Auto
Nicht für jeden gibt es die passende Ladeinfrastruktur
Nicht jeder kann sich ein e-Auto leisten
Wenn man jetzt die Verbrenner verbieten würde hätten wir ein massives Problem

Es werden Alternativen zum Verbrenner kommen aber hoffentlich langsam dafür beständig und durchdacht. Ich würde mir auch wünschen in 8 Jahren in einem ruhigeren Deutschland zu leben aber das mehr als ein paar Prozent elektrisch fahren kann ich mir nicht vorstellen. Dafür gibt es noch zu viele Punkte die nicht passen.
Gerne lasse ich mich eines besseren belehren aber auf diese „rosarote Brille“ und „wer will der kann“ und „bei mir klappt’s ja auch“ Diskussionen habe ich keine Lust mehr. Ich suche auch Wege aber solange die einzige Säule 6km von mir weg ist und kein elektrischer Kombi zum Preis eines Skoda Octavia beispielsweise angeboten wird sehe ich für meinen Teil keinen Bedarf an einem BEV und fahre mein PHEV möglichst viel als BEV.

Re: Plug-In Hybrid oder E-Auto

Zoe717
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Schüddi hat geschrieben: Gerne lasse ich mich eines besseren belehren aber auf diese „rosarote Brille“ und „wer will der kann“ und „bei mir klappt’s ja auch“ Diskussionen habe ich keine Lust mehr. Ich suche auch Wege aber solange die einzige Säule 6km von mir weg ist und kein elektrischer Kombi zum Preis eines Skoda Octavia beispielsweise angeboten wird sehe ich für meinen Teil keinen Bedarf an einem BEV und fahre mein PHEV möglichst viel als BEV.
Ich kann Dich gut verstehen. Wenn man nicht zuhause laden kann, ist der größte Komfort einfach dahin. Es ist so toll, wenn man sich um Reichweite keine Sorgen machen muss, weil man immer mit einem "gut gefüllten Tank" losfährt. Da gibts kein: "Ich muss aber noch tanken fahren, bevor ich zur Arbeit fahre".

Es braucht da viel mehr Möglichkeiten für die Leute, dort zu laden, wo ihr Auto die meiste Zeit rumsteht. Stichwort: Laternenparken - Laternenladen.

Du hast ja ein PHEV und warum solltest Du nicht dabei bleiben. Ich wiederhole meine Empfehlung: Selbst reine Verbrennerfahrer sollen ihr Fahrzeug solange weiterfahren, bis ein E-Auto für ihre Bedürfnisse kommt.

Du machst doch alles richtig.

Allerdings möchte ich Dir widersprechen. Irgendwann geht der Absatz von BEVs durch die Decke. Das war noch bei jeder (guten) neuen Technik so. Stichwort: Exponentielles Wachstum. Und wenn das geschieht, dann gnade den deutschen Autobauern Gott. Ob sie bei denjenigen sein werden, die dann noch mithalten können... ich wünsche es ihnen - aber von selbst geschieht das nicht.
Euere Französinnen in allen Ehren. Meine Historie: der Panda, der Mazda, der Audi & der Golf. Warum sollten Nichtverbrenner nicht auch männlich sein? Mein Mann & ich sind es ja auch. :mrgreen:

Re: Plug-In Hybrid oder E-Auto

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Lieber teilelektrisch als nicht elektrisch. Ich komme mit einem Plugin super zurecht. Könnte zu Hause laden jedoch wird das nicht immer so bleiben, momentan lade ich aber auch nur auf der Arbeit und komme locker hin + zurück + einkaufen +training selbst mit Heizung in meinem GTE. Am Wochenende mal schnell in die Wilhelma ist kein Problem dafür nutze ich den sparsamen Verbrenner (4-6)l/100km. In meinem Ort gibt es genau eine Säule und die wird meist von einer Carsharing Firma benutzt. Achja Preise 1€ einmalig+0,5€ pro Stunde+0,28€ pro kWh. Für die Preise kann man doch gleich nen V6 fahren.

Bezüglich den deutschen Autobauern: Hier im Forum gibt es jemanden der sehr guten Einblick in VW hat und was da kommt und finanziell locker gemacht wird ist schon verdammt viel. Steigerung der Plug-In Reichweite auf 68-100km, BEVs mit 60 kWh und Mildhybrids.
Golf GTE MJ18

Re: Plug-In Hybrid oder E-Auto

Schüddi
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Zoe717 hat geschrieben:Allerdings möchte ich Dir widersprechen. Irgendwann geht der Absatz von BEVs durch die Decke. Das war noch bei jeder (guten) neuen Technik so. Stichwort: Exponentielles Wachstum. Und wenn das geschieht, dann gnade den deutschen Autobauern Gott. Ob sie bei denjenigen sein werden, die dann noch mithalten können... ich wünsche es ihnen - aber von selbst geschieht das nicht.
Ich denke das werden sie. Das war auch bisher immer so. Sie wachsen mit den Möglichkeiten. Schau dir doch die Elektroautos an die kommen. Übertriebene Panzer mit über 500PS und über 100.000€, "Sportwagen" oder eben teure Kleinwagen aus Vollcarbon Die bedienen zuerst den Markt, der bereit dafür ist - Häuslebesitzer die kein Problem haben sich selbst eine Lademöglichkeit zu schaffen oder ihn nur als Zweitwagen zu bewegen. Wenn jemand jetzt ohne Lademöglichkeit in meinem Umkreis ein Elektroauto kaufen würde - da käme nur der Frust auf. Der hätte keine Freude damit und genau so würde er das auch publizieren.
Sind die Möglichkeiten da, wird auch das Wachstum kommen. Aber Momentan ist die Zeit für Elektroautos noch nicht gekommen bzw. nur für die, die die dementsprechenden Möglichkeiten dazu haben. Aber tollkühn ohne Plan Verbrenner abschaffen wollen und zu behaupten jeder kann elektrisch fahren und sich das auch leisten, das ist - stand heute - eine dumme oder nennen wir es nicht durchdachte Aussage.

Re: Plug-In Hybrid oder E-Auto

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Unsere Straße mit etwa 80 Ein- und Mehrfamilienhäusern ist gerade neu gemacht worden (Komplettsanierung). Das dabei verlegte Stromkabel kann eine Versorgung von mehr als 30% e-Autos auf keinen Fall gewährleisten. Die Straße soll die nächsten 50 Jahre halten (angeblich), also länger, als es Verbrenner zu kaufen geben soll. Hier ist klar zu erkennen, daß entweder die Planungsgesellschaft versagt hat, oder die E-Auto-Ziele Makulatur sind.

@Schüddi: :thumb:

Gruß, HUK
Enyaq iV 8-) für den Alltag & ein kleines Cabrio für den Spaß
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