PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

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Abbauen des Lithiums ist aber recht unschön und man begibt sich wieder in eine Abhängigkeit.

Hier mal ein interessanter Artikel den ich heute morgen gefunden habe:
https://www.mobilegeeks.de/artikel/umwe ... akkus-co2/
Golf GTE MJ18
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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

Solarmobil Verein
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Karlsson hat geschrieben:
Solarmobil Verein hat geschrieben:Der ist gut. Ich kann dir hier jede Menge Säulen zeigen (Zeittarif, wo sind all die Zoes, die dort für 11ct pro kWh laden könnten?), wo wochenlang keiner steht
Das wird vorbei gehen, keine Sorge...
Kann im Einzelfall natürlich auch an anderen Dingen liegen.
Vielleicht wird es irgendwann vorbeigehen.
Aber woran könnte es nur liegen, daß derzeit gähnende Leere dort herrscht? Hm ... daß man da meist nur 3 Stunden stehen darf (für Destination-Lader ausgesprochen dämlich)? Daß man auch bezahlen muß, wenn man gar nicht mehr lädt? Daß die Tarifstruktur einfach selten dämlich ist? Daß es Bedingungen gibt, die es für manch einen sehr schwierig machen, dort eine Freischaltung zu bekommen?
Wenn die Betreiber schon ihre eigenen Fahrzeuge hinstellen müssen (es ist in diesem Fall kein Zuparken a la "Bürgermeistersäule"), damit man überhaupt mal ein Fahrzeug dort laden sieht, spricht das Bände. Vielleicht haben sie aber auch nur ausprobiert, ob die Säule grundsätzlich noch funktioniert ... :lol:

Und die Sache mit dem selbsttragenden System, naja, du liest meine Beiträge offenbar sehr selektiv.
Ich habe früher in diesem Forum schon geschrieben, daß ich bereit bin, faire Preise zu bezahlen. Über den Tisch ziehen lasse ich mich aber nicht.

Zudem: Warum sollte ich durch einen höheren Tarif, weil ich nicht so schnell laden kann, den günstigen Tarif für einen Zoe quersubventionieren? Sollte nicht jeder für die gleiche Leistung das gleiche bezahlen?
Ja, jetzt kommst du vmtl. mit deiner Standzeit. Das wäre einsichtig, wenn man dort für das "Stehen" überhaupt etwas bezahlen müßte. Das "Stehen" kostet an den mir bekannten solchen Säulen aber gar nichts. Oder das "Stehen" wird komplett getrennt bezahlt und hat mit dem "Ladetarif" überhaupt nichts zu tun. Warum also sollte ich dann einen erhöhten Ladetarif zahlen, weil ich länger stehe?
Egal wie du es drehst, es wird ein Schuh daraus ...
Karlsson hat geschrieben:Weil nach <3 Jahren schon wieder abstoßen will ich nicht ...
Ach sieh einer an ... ich auch nicht.

Ich nehme für mich aber auch in Anspruch, mein PHEV auch zu laden, wann es mir paßt, auch im Zweifelsfall an der 22kW-Dose (Hint: 22kW ist kein Schnelllader, war es noch nie und wird es auch nie sein). Wenn danach ein Zoe kommt, ist das eben Pech für ihn.
Ich lade mein PHEV zuweilen sogar am 43kW-Kabel nach, wenn es keinen stört. Das Ladesäulenkabel kann man ohnehin immer abziehen ... wäre also kein Problem.

Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

Odanez
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satmax hat geschrieben:Für meine Frau sind wir noch am sondieren, aktuell hat Sie einen Hyundai i30, kostet um die 15K. Der Zoe ist halt deutlich kleiner. Wir suchen da eher nach einem Kombi, preislich nicht zu viel über 20K, dann würde auch meine Frau auf einen EV umsteigen.
Echt, ich hätte gedacht, dass sich ZOE und i30 in etwa gleichen, die ZOE hat ja doch einen recht großen Kofferraum, oder wäre dann eventuell sowas wie Ioniq, Leaf oder Soul ein besserer Vergleich. Von denen wird es wohl nur einen Leaf unter 20kEUR geben
2017-2020: 2013 Nissan Leaf Acenta 24kWh
Seit 2021: Kia e-Niro Spirit 64kWh

Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

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Solarmobil Verein hat geschrieben:Ich habe früher in diesem Forum schon geschrieben, daß ich bereit bin, faire Preise zu bezahlen. Über den Tisch ziehen lasse ich mich aber nicht.
Wenn Du kostendeckend als über den Tisch ziehen siehst, dann ist das Dein persönliches Pech.
Solarmobil Verein hat geschrieben:Sollte nicht jeder für die gleiche Leistung das gleiche bezahlen?
Ja, das ist richtig.
Und die Leistung besteht aus 2 Teilen:
1. - Nutzung einer Infrastruktur (abgerechnet nach Zeit)
2. - Anteil für den Strom

Das ist ein Kombitarif die einzig wirklich faire Abrechnung. Ein reiner Zeittarif ist natürlich auch nicht das Wahre. In dem von der Zeit abhängigen Anteil sollte sich dann eben auch die Leistungsfähigkeit der Säule wieder finden. Es muss ein Anreiz zum Freimachen da sein. Und NEIN, das funktioniert nicht über Vernunft, weil man dann ganz schnell merkt, wie viele egoistische Arschlöcher es gibt. Aber mit Geld kriegt man sie fast alle.
Solarmobil Verein hat geschrieben:(Hint: 22kW ist kein Schnelllader, war es noch nie und wird es auch nie sein).
Es gibt nicht nur schwarz und weiß, sondern noch vieles dazwischen.
Solarmobil Verein hat geschrieben:Ich nehme für mich aber auch in Anspruch, mein PHEV auch zu laden, wann es mir paßt, auch im Zweifelsfall an der 22kW-Dose
Das kannst Du halten wie Du willst. Ich hoffe halt auf Tarife, die Dich nicht dazu animieren, diese Säulen nicht unnötig lang zu belegen oder auch eine günstigere andere Lademöglichkeit mit weniger Leistung zu nehmen.
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
Zukunft - Citroën ë-C4 2022

Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

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Log hat geschrieben:Abbauen des Lithiums ist aber recht unschön und man begibt sich wieder in eine Abhängigkeit.

Hier mal ein interessanter Artikel den ich heute morgen gefunden habe:
https://www.mobilegeeks.de/artikel/umwe ... akkus-co2/
Hier steckt viel Wahrheit dahinter, die wir uns hinter die Ohren schrieben sollten, aber auch , wie immer, viel Rechen "Tricks"

8 jahre bracuht also ein Tesla, bis er die CO2 Werte eines Mittelklassewagen herein spielt. ja, und. Wenn man aber die Elektrofahrzeuge mit dem Verbrenner seiner Klasse vergleicht, also Tesla mit 7er BMW oder Audi A8 (mit Leichtmetallguß im Motorblock...) dann kommt relativ genau immer 40.000km heraus (im deutschen Strommix)..

Was sollen wir davon lernen, aber auch was stellt den PHEV in ein neues helles Licht?

Die Batterie sollte immer den Fahrleistungen angepasst sein, wer sein Fahrzeug zu wenig bewegt, kann keinen CO2 Benefit herausfahren. Ist so. Daher sind die kleinen Batterien im PHEV, also ein Viertel Batterie aber halbe Kilometer rein Elektrisch, die Besseren Umweltschützer als die EV Zweitwagen, die gerade mal auf 10.000 km und weniger pro Jahr kommen.

Zweitens: Durch die höheren Energiedichten wird der gute alte Wert von 150kg CO2 pro kwh nicht mehr stimmen, ich denke das dies eher mit dem Gewicht geht, also kg-CO2 pro Kg-Batterie, und die Kapazität wird immer größer, sodass man bald für einige Tonnen CO2 100kWh bekommen wird.

Aber: JA, es ist ein höherer CO2 Eintrag im Elektrofahrzeug als beim billigen Verbrenner und jeder der nur 8.000km pro Jahr fährt sollte einen kleinen Benziner wählen. Ist heute noch so. Jeder der ein Elektrofahrzeug kauft, übernimmt die Verantwortung für 4 Tonnen CO2, diese Gewinnbringend für den Planeten ein zu setzen, das sollte uns bewusst sein. (oder auch nicht, manchen EV Fahrern ist das auch egal, aber Elektrisch Fahren ist sooo coool.)
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

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Zum Lithium wäre noch ein Verweis auf Wikipedia fällig und die Rolle von Österreich in der Zukunft :) (wer will schon von Österreich abhängig sein, außer beim Urlaub)
Europa besitzt Li-reiche Pegmatitfelder auf der Kärntner Weinebene im Bezirk Wolfsberg, in der finnischen Region Österbotten, im Erzgebirge sowie zwischen Spanien (Almendra) und Portugal (Guarda).[24][25]

Die Lagerstätten in Österreich und Finnland werden durch Global Strategic Metals bzw. Keliber entwickelt und könnten ab 2016 den Betrieb aufnehmen. Das Vorkommen bei Zinnwald im Erzgebirge wird durch die SolarWorld exploriert.[26
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Lithium

Weiter Vorkommen in Salzseen und im Meer... also wirklich eine sehr knappe Ressource..
Ausserdem: wir haben keine Lithium Battrien, mit Anoden aus reinem Lithium, nein wir haben eine Lithium-Ionen Batterie und benötigen pro Elektron das durch unsere Motoren läuft genau ein Lithium Ion. Das ist wirklich sehr wenig...
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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

Solarmobil Verein
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Karlsson hat geschrieben:Ja, das ist richtig.
Und die Leistung besteht aus 2 Teilen:
1. - Nutzung einer Infrastruktur (abgerechnet nach Zeit)
2. - Anteil für den Strom
Ah ... ein Befürworter der kilometerabhängigen Autobahnmaut.
Wieviel Kfz-Steuer zahlst du nochmal?
Nichts? Interessant!
Wie war das gleich nochmal mit der Nutzungsgebühr für die Infrastruktur?

Und wie war das mit den Ladesäulen, wo man die "Parkgebühr" separat und dann trotzdem noch leistungsabhängige Stromtarife zahlt (3.7kW-Lader subventionieren 11kW- und 22kW-Lader)?
Da funktioniert dein Tarifmodell leider nicht.

Wie schon gesagt, egal wie du es drehst, es wird ein Schuh daraus.

Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

INRAOS
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AbRiNgOi hat geschrieben: Aber: JA, es ist ein höherer CO2 Eintrag im Elektrofahrzeug als beim billigen Verbrenner und jeder der nur 8.000km pro Jahr fährt sollte einen kleinen Benziner wählen. Ist heute noch so. Jeder der ein Elektrofahrzeug kauft, übernimmt die Verantwortung für 4 Tonnen CO2, diese Gewinnbringend für den Planeten ein zu setzen, das sollte uns bewusst sein. (oder auch nicht, manchen EV Fahrern ist das auch egal, aber Elektrisch Fahren ist sooo coool.)
Ein sehr guter und richtiger Denkansatz. Der zeigt aber wieder einmal, dass es nicht nur schwarz und weiß sowie gut und böse gibt.

Also ist das eAuto (zur Zeit) gar nicht für alle Bereiche und Einsätze das am wenigsten umweltschädigende Fahrzeug. Du stellst z.B. die 8000 km jährlich in den Raum (die ja auch nur eine Annäherung sind und je nach KFZ differieren werden). Eventuell macht es aber für den 'Wenigfahrer' umweltmässig doch Sinn, auf ein eAuto umzusteigen, wenn er dieses nach 3 Jahren dann wieder an einen Vielfahrer abgibt ...

Je mehr ich lese, desto verwirrter werde ich. Ob ich mit dem Kauf des i3 alles richtig gemacht habe ??? In Bezug auf die Umwelt ?? Zuerst dachte ich: Natürlich. Aber bezogen auf Batterieherstellung, Batterieentsorgung ... kommt man da schon ins grübeln. Trotzdem glaube ich, dass der Umstieg auf das BEV die richtige Entscheidung ist.

Momentan geht die Überlegung dahin, eventuell im nächsten Jahr einen neuen Kombi für die Firma anzuschaffen. Da wird es dann evtl ein PHEV werden. Meiner Meinung nach - und damit bin ich dann auch beim eigentlichen Thema angekommen - wäre das die richtige Übergangstechnologie, um den Spritverbrauch deutlich zu reduzieren (da vermutlich recht häufig Kurzstreckenfahrten) und die Mitarbeiter an elektrisches Fahren heranzuführen (meinen i3 bezeichnen die doch eher als 'mein Spielzeug').

Zumindest würden wir mit dem PHEV vermutlich selten eine öffentliche Ladesäule blockieren, weil wir meistens bei uns auf dem Betriebsgelände laden würden.

Ich glaub, die PHEV können viele Leute den ersten Schritt auf dem Weg zum vollelektrischen Fahren machen lassen - insbesondere, da es für sehr viele Einsatzzwecke noch kein wirklich voll alltagstaugliches BEV gibt.
BMW i3 BEV 94 Ah vom Dez 2016 bis Dez 2019. Über 40.000 km gefahren
Passat GTE seit 28.08.2018. Bisher 20.000,km
Model 3 seit 28.12.2019 - ohne Mängel übernommen.
EGolf bestellt Anfang Oktober 19 - abgeholt am 19.06.2020

Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

muinasepp
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@INRAOS
Kann Deinem Beitrag nur zustimmen. PHEV sind eher Wegbereiter als Totengräber, auch wenn ich persönlich -erstmal- den umgekehrten Weg (BEV>PHEV) gegangenen bin. Es gibt nicht nur schwarz und weiß.

Zum Thema BEV als Zweitwagen: Hier ist halt der springende Punkt, dass die Batteriegröße den Fahrstrecken angepasst ist. Ich weiß nach 3 BEV sehr genau, dass für meine Zwecke da 100 km Reichweite leicht ausreichend sind. Aber es gibt halt noch eine sehr weit verbreitete Reichweitenangst, und zudem werden BEV´s mit kleinerer Reichweite wohl bald aussterben.
EV-Historie seit Anno Domini 1974 :o
Herkules E1 - Opel Corsa B Elektra - Fiat 500e Zebra - BH emotion Nitro 29 - Mitsubishi Outlander PHEV - Nova Motors eRetro Star - Mini Cooper SE

Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

Odanez
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es gibt da so unterschiedliche Aussagen und Zahlen, was die Umweltbelastung der Akkuproduktion angeht. Es geht von 7000km (also nach weniger als 1 Jahr) bis 8 Jahre. Natürlich stark davon abhängig, welche Fahrzeuge man mit einander vergleicht, aber beim E-Auto reden wir mal von denen mit <30kWh Akku. Also rechnet sich Umwelttechnisch das E-Auto immer irgendwo zwischen 6 Monaten und 8 Jahren. Dazu kommt noch welcher Stromvertrag/-verträge genutzt werden um das Auto zu betanken. Aber für mich ist das ein ganz klares Ja, das E-Auto ist in fast allen Fällen besser für die Umwelt, als ein Verbrenner. Das PHEV liegt da irgendwo dazwischen, teilweise besser als manch BEV, teilweise schlechter, aber i.d.R besser als deren vergleichbaren reinen Verbrenner. Ich glaube, die Klasse und Größe des Fahrzeugs macht einen noch größeren Unterschied für die Umwelt aus. über 80% der Leute in Deutschland KÖNNTEN mit einem Klein-/Kompaktwagen bzw. Kombi auskommen. Großfamilien sind selten, und SUVs braucht man eh nicht.
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