Lastmanagement bei vorhandener Wallbox

Re: Lastmanagement bei vorhandener Wallbox

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Manche Wallboxen z.B. die von elli (id.charger und baugleiche ) können mit zusätzlichen Strommesspulen die Ladeleistung des angeschlossenen Fahrzeugs drosseln
Je nach Einbauposition der Sensoren kann man festlegen, welcher Strom für die Drosselung berücksichtigt werden soll.
Zum einen wäre die Erfassung des gesamten Hausverbrauchs möglich, damit könnte man den Hausanschluss vor Überlastung schützen.
Oder man könnte nur den Strom zu den Wallboxen erfassen und damit die Summenleistung begrenzen.

Siehe Beitrag hier:
viewtopic.php?p=1440902#p1440902
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Re: Lastmanagement bei vorhandener Wallbox

Steinhard
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Selbst wenn du die bestehende WB nicht mehr Steuer kannst, so kannst du in die Zuleitung beide Wallbox, vor die jeweiligen FIs und RCDs ja einen Stromzähler mit Kommunikation installieren. Als zweite WB nimmst du bspw eine cfos oder etwas vergleichbares und konfiguriert die so, dass die cfos nur die verbleibende Leistung zu 11kW nutzen kann.

Dann hätte die bestehende WB also immer nur Vorrang, und die zweite lädt wenn die erste fertig ist.

Re: Lastmanagement bei vorhandener Wallbox

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Zwei Lösungen die unabhängig von der Unterstützung durch die Wallbox sind:

a) Manuelles Lastmanagement via Umschalter, z.B. EATON 207123

b) Automatisches Lastmanagement via Lastabwurfrelais (und falls die zweite Wallbox 3-phasig sein soll ein Schütz), z.B. Eberle LAR46537 + Hager ESC425S / ABB ESB25-40N

Die zweite Lösung hatte ich nach Rücksprache mit meinem Elektriker zum Lastmanagement zwischen openWB und Stark-in-Strom Easy vor. Ich stellte dann jedoch fest, dass sich die Stark-in-Strom zwar nicht als Ladepunkt in openWB anmelden lässt, durch den verbauten Shelly 1 jedoch als gegen den Ladepunkt verriegeltes Smart-Home-Gerät.

Re: Lastmanagement bei vorhandener Wallbox

Stromer21
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Danke für die Antworten.
Mich interessiert besonders:
"Automatisches Lastmanagement via Lastabwurfrelais"
Hier zieht also immer nur eine Wallbox Strom?
Ist es dann nicht möglich/erlaubt:
Fi Typ A-->3x16A LSS und dahinter das Lastabwurfrelais und zu Wallbox 1.
Außerdem vom LSS zum Schütz welches durch das Lastabwurfrelais gesteuert wird und dann zur Wallbox 2.
Es geht hier nur um Platz im Zählerschrank zu sparen.
Oder muss Ich zwingend 2 FI und 2 LSS verbauen?

Re: Lastmanagement bei vorhandener Wallbox

Horex1200
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Hallo,
im prinzip geht es doch nur darum, dass nicht beide Wallboxen gleichzeitig laden. Solange man das nicht benötigt (also z.B. beide WB laden mit 5,5kW).
Dann könnte es doch reichen, die Boxen an einer Zuleitung (incl. FI und 16er LS) zu betreiben und durch wechselseitig unterbrochenen Pilotkontakt des Ladekabels (ggfs. mit ferngesteuertem Relais) sicherzustellen, dass nicht gleichzeitig geladen werden kann.
Wenn man je Box ein Relais verwendet kann man jeweils beide Pilotleitungen darüber führen. D.h. wenn die PL der WB 1 geschlossen ist, ist die PL der WB 2 geöffnet und umgekehrt.
Dies sehe ich als die steuerungstechnisch einfachste Lösung, bei der m.E. auch keine Zustimmung/Info an das EVU notwendig ist.

Vorteile:
- kein dauerndes (hartes Abschalten) der Boxen, evtl während eines online-Updates
- einfache / kostengünstige Installation

Was meint ihr?

Re: Lastmanagement bei vorhandener Wallbox

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Eine gegenseitige Verriegelung der Boxen über die CP-Leitungen wäre technisch möglich. Man bräuchte dafür nicht einmal Lastabwurfrelais!
Ein Hilfskontakt (Öffner) am Schütz der Wallboxen oder ein 230V-Relais parallel zur Schützspule funktionieren ebenso. -Jeder halbwegs fitte Elektriker sollte das hinbekommen.
Es bleibt nur die Frage, ober der Netzbetreiber dies als Lastmanagement akzeptiert.
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Re: Lastmanagement bei vorhandener Wallbox

Stromer21
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Für die Förderung muss man doch die zweite Box nicht beim Netzbetreiber anmelden?
Es muss nur ein zertifizierter Elektriker abnehmen.

Re: Lastmanagement bei vorhandener Wallbox

Singing-Bard
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Wenn Du zwei Wallboxen betreibst musst Du zwei Eallboxen melden.
Da es dann zusammen mehr als 12 kW is,t reicht anmelden nicht. Du brauchst danb eine Genehmigung.

Du kannst natürlich dabei Erläutern was der Elektriker für Tricks / Massnahmen installiert hat um zu verhindern das mehr als 12 kW gleichzeitig abgerufen werden.

Das kann der Netzanbieter für die Entscheidung der Genehigung berücksichtigen.

Das weiss dein Elektriker aber bestimmt auch...

Re: Lastmanagement bei vorhandener Wallbox

lemuba
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Für die private Wallbox könntest Du z.B. eine Webasto Next nehmen. Die hat nun ein integriertes Lastmanagement - nennt sich „ Dynamic Loadmanagement, Stand Alone Mode“. Ist praktisch die Kombination aus der Next und einem externen Stromzähler (Smartmeter) im EVU Kreis. In Kombination, in der Wallbox, ist dann die max. Hausanschlussleistung einzustellen, z.B. 30kW. Diese 30kW werden überwacht und begrenzt - durch die max. Ladeleistung der Next.Diese Art Lastmanagement ist speziell für Länder konzipiert, in denen generell die Hausanschlussleistung begrenzt ist. Beispiel Italien, mit 3-10kW, Spanien, Benelux, etc. Oder eben in Sonderfällen wie bei Dir in DE😉

Re: Lastmanagement bei vorhandener Wallbox

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Stromer21 hat geschrieben: "Automatisches Lastmanagement via Lastabwurfrelais"
Hier zieht also immer nur eine Wallbox Strom?
Für einen ganz kurzen Moment können beide Wallboxen Strom ziehen, wenn die geschaltene Wallbox am Laden ist und dann die Überwachte loslegt. Das Lastabwurfrelais hat jedoch eine Reaktionszeit von 10ms, ein Leistungsschutzschalter mit B-Charakteristik braucht bei 2-fachem Nennstrom jedoch 10-20s um auszulösen.
Stromer21 hat geschrieben: Oder muss Ich zwingend 2 FI und 2 LSS verbauen?
Funktionieren würde das sicherlich, ob es auch zulässig ist kann ich dir nicht sagen - da kann evtl. dein Elektriker weiterhelfen. Ich würde jedoch vermuten, dass trotzdem jede Wallbox ihren eigenen FI/LS haben muss. Eine Option könnte sein, die FI/LS für die Wallboxen in eine Unterverteilung (evtl. in Wallboxnähe) auszulagern.

Mein Netzbetreiber wollte bei der Anmeldung der Wallboxen nur die Einzelleistung je Ladeeinrichtung, Gesamtleistung aller Ladeeinrichtungen, ob ein Lastmanagement vorhanden ist und die "gleichzeitig benötigte Gesamtleistung" der Ladeeinrichtungen wissen. Genauere Angaben zum Lastmanagement waren nicht von Nöten.
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