OpenWB die richtige Wallbox für mich?

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ftd
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Hallo zusammen,

ich bekomme im März einen Kia e-Niro 64kWh mit 3-Phasen Lader. Ende des Jahres ein weiteres BEV.

Da wie Wallbox IP67 hat und im Freien stehen soll, bin ich auf OpenWB gestossen. Ich besitze lediglich ein Haus ohne Solaranlage. Vom Hausanschluss bis zum Aufstellort der Wallbox sind es ca. 22 Meter.

Da ich selber aus der IT komme und ich die Lade-Dashboards / Konnektivität (LAN/WLAN) / Updatemöglichkeit ganz nett finde, hat OpenWB weitere Pluspukte gesammelt.

Als Zuleitung würde ich 5x6mm² legen lassen.

- Fertige OpenWB series2 bestellen
- Standfuß bestellen
- Kabelhalterung bestellen
- Addon Platine
- Automatische Umschaltung 1-/3-Phasen Ladepunkt
- Fi Typ B DC Fehlerstromüberwachung
- 11kW Ladeleistung
- anschliessen lassen
- Konnektivität herstellen

Fertig?

Oder gibt es weitere Punkte, welche ich bedenken sollte? Schutzdach drucken lassen? Absicherung im Hausanschlusskasten?

MfG
ftd
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Re: OpenWB die richtige Wallbox für mich?

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Wenn die Stellplätze für beide Autos nebeneinander sind (oder nah genug aneinander sind), kannst Du gleich eine Duo mit zwei Ladepunkten bestellen (am besten mit 22 kW, wenn es der Hausanschluss hergibt und der Netzbetreiber zustimmt). Ist deutlich günstiger als zwei separate Wallboxen. Würde auf jeden Fall für jedes Auto einen eigenen Ladepunkt vorsehen, es sei denn, dass die Nutzung sehr sporadisch ist.

Umschaltung 1 Phase/3 Phase braucht man eigentlich nur, wenn man eine Photovoltaikanlage hat.

OpenWB unterstützt jetzt (zumindest in der Entwicklungssoftware) den Stromanbieter aWattar. Der hat variable Preise. Wenn man viel lädt, kann man hier etwas Geld sparen und die Energiewende unterstützen.
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Re: OpenWB die richtige Wallbox für mich?

ftd
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Vielen Dank für die Antwort und den aWattar Tip!! Ja, Autos stehen beisammen... zwischen beiden soll die Station. So zumindest die Planung.

Das mit der Umschaltung verstehe ich leider noch nicht ganz. Der eNiro hat ja einen 3-Phasen Lader. D.h. auch ohne Umschalter, würde 3phasig geladen werden? Und was passiert, wenn Besuch kommt, der nur 1phasig laden kann? Oder ist hierfür das Ladegerät im Auto verantwortlich... und 'lässt nur 1phasig zu'?

Re: OpenWB die richtige Wallbox für mich?

effzwonull
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ftd hat geschrieben: ...Oder ist hierfür das Ladegerät im Auto verantwortlich... und 'lässt nur 1phasig zu'?
genau so ist das.

VG, Stefan

Re: OpenWB die richtige Wallbox für mich?

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Genau, dann geht automatisch nur eine Phase, ohne Umschaltung. Ein einphasig ladendes Auto hat an zwei der Kontakte in der Ladebuchse gar kein Metall. Und eine Wallbox ist letztendlich nur eine schaltbare Steckdose, die einige Sicherheitsüberprüfungen durchführt und dem Auto die maximale Stromstärke mitteilt. Eine einfache Wallbox weiß nicht einmal, ob einphasig oder dreiphasig geladen wird.

Die Umschaltung ist dafür gedacht, dass man ein dreiphasig ladendes Auto automatisch auf einphasig umschalten kann. Der Hauptgrund dafür ist denke ich die Photovoltaikeinspeisung. Du möchtest im Prinzip immer genau so viel laden, dass Du weder Strom vom Netz beziehen musst, noch Strom ins Netz einspeisen musst. Wenn dann die Sonne am Nachmittag sinkt und die Stromproduktion der PV-Anlage absinkt, möchtest Du also per Wallbox den Ladestrom auch absenken. Jetzt das Problem: der Typ-2-Standard legt nur die Stromstärke fest, und hat als Minimum eine Stromstärke von 6 A. Bei einer dreiphasigen Ladung entspricht dies also einer minimalen Ladeleistung von 3 x 6 A x 230 V = 4,1 kW. Viele PV-Anlagen liefern nur selten eine so hohe Leistung, und selbst größere Anlagen liefern nicht so viel, wenn die Sonne niedriger steht (morgens, abends, schlechtes Wetter, Winter). Beim einphasigen Laden ist die minimale Ladeleistung nur 1 x 6 A x 230 V = 1,4 kW - dies ist bei einer PV-Anlage viel öfter verfügbar. Außerdem ist bei einphasigem Laden die Genauigkeit der Nachführung besser; Du kannst die Ladeleistung in 230-W-Schritten ändern, während es beim dreiphasigen Laden 690-W-Schritte sind.

Lange Rede, kurzer Sinn: wenn Du keine PV-Anlage hast und auch keine in den nächsten Jahren planst (was Du tun solltest, wenn es Dein eigenes Haus ist), benötigst Du die Umschaltung nicht.
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Re: OpenWB die richtige Wallbox für mich?

ftd
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Danke an euch beide... jetzt ist mir alles klar und ich weiß, wie/was ich bestellen werde (auch im Hinblick auf PV ja/nein).

Re: OpenWB die richtige Wallbox für mich?

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Ja, perfekt erklärt!

Re: OpenWB die richtige Wallbox für mich?

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ftd hat geschrieben:[...]
Als Zuleitung würde ich 5x6mm² legen lassen.

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Fertig?

Oder gibt es weitere Punkte, welche ich bedenken sollte? Schutzdach drucken lassen? Absicherung im Hausanschlusskasten?
...ein CAT7 Ethernet mit verlegen lassen und, wie gesagt 22kW Version, wenn möglich.

...und das Dach voll machen, wenn Du kannst ASAP...evtl. gibt es ab Mai nur noch Marktpreise, statt Einspeisevergütung, wenn der 52GW-Deckel zu ist.

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Re: OpenWB die richtige Wallbox für mich?

kaschulze
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ftd hat geschrieben: ich bekomme im März einen Kia e-Niro 64kWh mit 3-Phasen Lader. Ende des Jahres ein weiteres BEV.
...
Als Zuleitung würde ich 5x6mm² legen lassen.
...
- Automatische Umschaltung 1-/3-Phasen Ladepunkt
Du hast nicht geschrieben, welches weitere BEV Du Ende des Jahres bekommen wirst. Ist es ein Renault ZOE, dann solltest Du von einer automatischen Umschaltung absehen. Das zerstört die Lade-Elektronik der ZOE. viewtopic.php?t=21519#p462899

Als Zuleitung würde ich 5x10mm² legen. Auch wenn vermutlich 6mm² ausreichen (Kabellänge 22m) ist der preisliche Unterschied bezahlbar und Du hast beim Laden mit 22kW weniger Leitungsverluste.
VG Karsten

Re: OpenWB die richtige Wallbox für mich?

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Köln Bonner hat geschrieben: Außerdem ist bei einphasigem Laden die Genauigkeit der Nachführung besser; Du kannst die Ladeleistung in 230-W-Schritten ändern, während es beim dreiphasigen Laden 690-W-Schritte sind.
Von der Theorie her ist eine stufenlose Änderung des PWM Signals möglich. Der Controller muss das halt unterstützen.
Twizy seit 3/2015, Zoe Q210 12/2015-11/2017, Ioniq 12/2017-2/2020, Kona seit 2/2020
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