Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Xhari
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folder Mo 6. Jan 2020, 21:44
Ich habe eine Frage zum Laden meines E-UP. BJ 2015, ohne CCS (also nur Typ2-Ladedose vorhanden). Bisher habe ich ihn bequem über die Schuko-Steckdose geladen und kam damit ganz gut klar, allerdings liest man ja dauernd dass das keine gute Standardlösung ist, nicht wegen eines etwaigen Wirkungsverlustes sondern weil die Absicherung nicht ausreicht für einen Dauerlastbetrieb. Der Ladeziegel steht aktuell auf der kleinsten Stufe, ich bin gerade nicht sicher welche Kapazität das wäre aber ich meine, die 16 kW werden damit nicht überschritten.

Jetzt habe ich mich, wegen der Sicherheitsbedenken, bereits bei 2 Elekrtikern schlau gemacht und kam bei einem auf 5500 Euro für alles (inkl. Netzanmeldung etc.) und beim zweiten bei knapp 3900 Euro, aber ohne Netzanmeldung und diverse Vorarbeiten, die ich dann selbst erledigen und für die ich auch Material besorgen muss. In wie weit der 2. also wesentlich günstiger wird als der 1., sei mal dahin gestellt.

Mein Vater, Handwerker alter Schule aber nicht so ganz fit in Punkto Elektromobilität, hat jetzt irgendwo gelesen dass es ausreicht eine Drehstromsteckdose zu nutzen und eine dafür geeignete Wallbox. Ich stehe jetzt vor dem Problem, dass ich mir total unsicher bin, zumindest dann in Hinsicht auf die Wallboxen die man nutzen kann. Als Laie hab ich bisher dem ADAC in vielem vertraut, inclusive der Wahl des E-Mobils (auch wenn die dann schlussendlich eher überraschend so ausfiel - denn an sich war ich beim Erdgasmobil gelandet und nur durch Zufall wurde es dann doch der e-UP). Dort gibt es aber keine tests zu mobilen Wallboxen, nur zu direkt montierten Wandboxen. Zudem wird dort erwähnt, dass viele Wallboxen nicht beide FI-Sicherungen besitzen und man gerade den teuren FI-B oft zukaufen muss. Das würde ich natürlich mit der Sicherung, die ich kaufe, gern als integriert abhaken.

Kann mir hier jemand Empfehlungen geben? Und was muss beachtet werden? Ich habe hier gelesen dass eine solche Steckdose eventuell auch angemeldet werden muss, wenn eine Wallbox dran hängt?

Vielen herzlichen Dank im Voraus!
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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folder Mo 6. Jan 2020, 21:56
Auf der höchsten Stufe lädt der Ladeziegel mit etwa 2,3 kW, auf der kleinsten mit deutlich weniger (kenne den e-Up-Ziegel nicht). Die Preise sind völlig überzogen bzw. hast Du falsch gefragt. Wenn die Steckdose gut ist, dann spricht eigentlich nichts dagegen, den Ziegel weiter zu benutzen. Oder Du ersetzt die Steckdose durch eine blaue Campingsteckdose, und kaufst einen entsprechenden Ladeziegel.

Für eine Wallbox reicht Dir prinzipiell 3,6 kW, die eventuell über das Kabel laufen können, wo jetzt Deine Steckdose ist. Wenn aber sowieso ein Kabel gelegt werden soll, kannst Du auch eine 11 kW Wallbox installieren lassen.
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Xhari
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folder Mo 6. Jan 2020, 22:11
Danke dir schon mal. :)

Es geht ja darum, dass eine Lösung über Drehstrom oder vielleicht auch Campingsteckdose her soll, da der Schukostecker jetzt meinen Eltern nicht so behagt (aufgrund der aktuellen Mietpreise bin ich wieder im Elternhaus eingezogen - in sofern haben sie da ein Wort mitzureden). Dass die Preise überzogen sind, sehen wir alle auch so... so eine Ausgabe möchte ich daher auch gerne umgehen, Förderung hin oder her, die hier beziehbar wäre (NRW). Soweit ich gelesen habe, sind das 1000 Euro höchstens, damit komme ich nicht weit. Die Frage ist halt.. welches Ladegerät wäre gut? Ich kenne mich halt gar nicht aus und möchte nichts blind kaufen... das dann vielleicht die FI-B-Sicherung nicht hat. Die FI-A ist ohnehin schon vorhanden. Und auf was muss ich noch achten? Ich bin ziemlich verunsichert, weil eben totaler Laie. *kopfkratz* und der Handwerker in der Familie kennt sich eben mit E-Autos auch nicht so gut aus, dass ich jetzt das Gefühl hätte, er weiß da wesentlich besser Bescheid als ich..

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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ello
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folder Di 7. Jan 2020, 16:16
Die Heidelberg 11kW oder die obigen VW Basic sind aktuell top von Preis/Leistung. Ein DC-Fehlerstromschutz (FI Typ B) ist bereits integriert. Ich gehe davon aus, dass du beide auch einphasig anschließen kannst. Wenn du ein neues Kabel legen willst, dann natürlich 3phasig.
Die Heidelberg sollte lieferbar sein für ca. 500€ die VW-Box ist noch nicht lieferbar.
Wegen der Förderung muss sie glaub ich fest angeschlossen werden. Das muss dann also ein Elektriker machen.

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Hell
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folder Di 7. Jan 2020, 16:36
@Xhari:

Test mobiler Lader vom ADAC:

https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/t ... e-charger/

Förderung durch die Bezirksregierung Arnsberg kann max 1.500 Euro sein.

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Xhari
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folder Di 7. Jan 2020, 17:09
Danke euch :)

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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folder Do 9. Jan 2020, 12:51
Xhari hat geschrieben:
Mo 6. Jan 2020, 22:11
Die Frage ist halt.. welches Ladegerät wäre gut?
Bei den 3 großen mobilen Ladegeräten (NRGKick, JuiceBooster 2, Go-eCharger) kannst Du eigentlich nichts falsch machen, gibt etliche hier im Forum die eines dieser Geräte erfolgreich nutzen (Bei mir ist dies der JuiceBooster).

Damit reicht Dir dann eine CEE-Steckdose für 16A oder 32A aus und Du kannst laden.
Rhöner mit Smart EQ

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Kanalisation
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folder Sa 11. Jan 2020, 10:11
Einen wunderschönen guten Morgen! Ich bin neu im Forum, komme aus dem Bergischen (Wuppertal) und würde sehr gerne eine Frage hier loswerden.
Wir haben den neuen VW E-Up bestellt, dieser lädt entweder über Haushaltsstrom mit 2,3kw oder Typ2 7,2kw. Ich habe mich zwar ein wenig eingelesen in die Thematik, habe aber ehrlich gesagt zu wenig technische Ahnung, um mit den Phasen, Ampere, Wirkungsgraden, Blindstrom etc. jonglieren zu können.
Ich liste mal möglicherweise wichtige Komponenten auf, in der Hoffnung, dass jemand einen guten Rat hat, wie wir die Lademöglichkeiten planen sollten, damit möglichst viel grüner Strom (Überschuss PV) im Tank landet:

PV-Anlage mit 6,5kwP
Einphasige Steckdose in der Garage
Auto hat auch tagsüber längere Standzeiten zu Hause
Es sind keine dauerhaft längere Pendelfahrten vorhanden
Günstiger Standort mit kurzem Weg zum Hausanschlussraum wäre vorhanden.

Derzeit gibt es ja eine Förderung in NRW für den Anschluss von Wallboxen (50% der Gesamtsumme, maximal 1.000€ Zuschuss), allerdings bin ich mir gar nicht mehr sicher, ob das überhaupt nötig/richtig ist, da eine 11kw-Box hinzustellen. Für mich wäre ja vermutlich die 2,3kw-Variante die einzige, um bis zu 100% PV-Strom zu laden. Geht dies überhaupt ohne große Verluste an einer 11kw-Wallbox?

Es würde mich total freuen, wenn jemand Ideen hat, wie man das am besten (ökologisch und ökonomisch) lösen könnte.

Beste Grüße
Jakob

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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folder Sa 11. Jan 2020, 11:04
Eine Wallbox ist prinzipiell nicht mehr als eine schaltbare Steckdose, die dem Auto auch noch sagt, mit welcher Stromstärke maximal geladen werden kann. Die minimal mögliche Stromstärke ist 6 A. Daher gibt es so keine Effizienzverluste, wenn man eine größere Wallbox verwendet als nötig.

Eine Wallbox ist nötig, wenn Du eine PV-Überschussladung durchführen willst. Zumindest Phasen und Ampere musst Du aber verstehen.

Das "Problem" ist, dass eine 11-kW-Wallbox dreiphasig ist, wovon der e-Up zwei Phasen nutzen kann. Daher ist die minimale Leistung 2 x 6 A x 230 V = 2,8 kW. Das wirst Du mit deiner PV-Anlage oft nicht erreichen, so dass Du dann zusätzlichen Bezug vom Netz hast. Das mögliche Maximum von 7,4 kW kannst Du auch nicht ausnutzen.

Einphasig wäre eine minimale Ladeleistung von 1,4 kW möglich. Du könntest aber eine 11-kW-Wallbox mit Typ-2-Dose verwenden und dann immer ein einphasiges Kabel stecken lassen. Dann ist die maximale Ladeleistung allerdings nur 3,7 kW. Im Ausnahmefall, wenn Du schnell laden musst, könntest Du dann das dreiphasige Kabel aus dem Auto nehmen, und dann mit 7,4 kW laden.

Oder einfach von Anfang an nur eine einphasige Wallbox installieren, am besten mit 4,6 kW. Der e-Up konfiguriert sein Ladegerät bei einphasiger Ladung nämlich automatisch so, dass er einphasig bis 7,4 kW laden kann. Wegen den Regelungen zur maximalen Leistung einphasiger Verbraucher in den Technischen Anschlussbedingungen wird ein Elektriker aber möglicherweise nur eine einphasige Wallbox mit 4,6 kW installieren.

Bei Deinem Profil reichen 4,6 kW garantiert aus. Eigentlich würden sogar die 2,3 kW aus dem Ladeziegel an der Schukosteckdose reichen (aber dann ist eine Überschussladung nicht möglich).
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Kanalisation
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folder Sa 11. Jan 2020, 11:20
Köln Bonner hat geschrieben:
Sa 11. Jan 2020, 11:04
Eine Wallbox ist prinzipiell nicht mehr als eine schaltbare Steckdose, die dem Auto auch noch sagt, mit welcher Stromstärke maximal geladen werden kann. Die minimal mögliche Stromstärke ist 6 A. Daher gibt es so keine Effizienzverluste, wenn man eine größere Wallbox verwendet als nötig.

Eine Wallbox ist nötig, wenn Du eine PV-Überschussladung durchführen willst. Zumindest Phasen und Ampere musst Du aber verstehen.

Das "Problem" ist, dass eine 11-kW-Wallbox dreiphasig ist, wovon der e-Up zwei Phasen nutzen kann. Daher ist die minimale Leistung 2 x 6 A x 230 V = 2,8 kW. Das wirst Du mit deiner PV-Anlage oft nicht erreichen, so dass Du dann zusätzlichen Bezug vom Netz hast. Das mögliche Maximum von 7,4 kW kannst Du auch nicht ausnutzen.

Einphasig wäre eine minimale Ladeleistung von 1,4 kW möglich. Du könntest aber eine 11-kW-Wallbox mit Typ-2-Dose verwenden und dann immer ein einphasiges Kabel stecken lassen. Dann ist die maximale Ladeleistung allerdings nur 3,7 kW. Im Ausnahmefall, wenn Du schnell laden musst, könntest Du dann das dreiphasige Kabel aus dem Auto nehmen, und dann mit 7,4 kW laden.

Oder einfach von Anfang an nur eine einphasige Wallbox installieren, am besten mit 4,6 kW. Der e-Up konfiguriert sein Ladegerät bei einphasiger Ladung nämlich automatisch so, dass er einphasig bis 7,4 kW laden kann. Wegen den Regelungen zur maximalen Leistung einphasiger Verbraucher in den Technischen Anschlussbedingungen wird ein Elektriker aber möglicherweise nur eine einphasige Wallbox mit 4,6 kW installieren.

Bei Deinem Profil reichen 4,6 kW garantiert aus. Eigentlich würden sogar die 2,3 kW aus dem Ladeziegel an der Schukosteckdose reichen (aber dann ist eine Überschussladung nicht möglich).
Super, vielen Dank schon mal! Wie wäre es denn dann mit der Kombination des einphasigen go-echargers (7,4 oder 11kw) und diesen dann mit entsprechender Software auf "Überschussladen" einstellen. Damit es mal schnell gehen kann, dann zusätzlich noch einen dreiphasigen Anschluss, um auch mal mit den 7,2kw laden zu können!?
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