ARDrd Reportage zum Ärger mit privaten Ladestationen

Re: ARDrd Reportage zum Ärger mit privaten Ladestationen

INRAOS
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Meiner Meinung nach eine sehr gute Reportage:

Es wird klar gezeigt, an welchen Punkten es in Deutschland (mit den Lademöglichkeiten) noch nicht ordentlich klappt.

Und man kann sehen, dass es mit dem nötigen politischen Willen (und dem Einsatz von viel Geld) möglich ist, sehr viele der bei uns zur Zeit noch vorhandenen Probleme zu lösen.

Also: Es besteht noch Hoffnung :-)
BMW i3 BEV 94 Ah vom Dez 2016 bis Dez 2019. Über 40.000 km gefahren
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Model 3 seit 28.12.2019 - ohne Mängel übernommen.
EGolf bestellt Anfang Oktober 19 - Liefertermin ca 03/2020 ??
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Re: ARDrd Reportage zum Ärger mit privaten Ladestationen

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bangser hat geschrieben:Ja, dazu stehe ich: Ich würde als überzeugter Emobilist nur zum Eauto raten, wenn die tägliche Lademöglichkeit geklärt ist. Somit hast du absolut recht: Klappt nicht bei uns.
Ja, absolut korrekt.
Wenn man darauf angewiesen ist, öffentlich zu laden, dann reicht es auch nicht, nur eine einzige Ladesäule in der Nähe zu haben. Dann müssen Ausweichmöglichkeiten existieren. Wenn die eine Säule mal ausfällt und dann wochenlang defekt ist, wie im Beitrag gezeigt, hat man wieder ein Problem.
Wenn das so ist, wie in Oslo, wo ich in einem Parkhaus zwischen 50 Ladepunkten wählen kann, dann funktioniert das auch.
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Re: ARDrd Reportage zum Ärger mit privaten Ladestationen

zoppotrump
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phonehoppy hat geschrieben: Es gibt nunmal solche Missstände, und ich finde es absolut richtig, darauf hinzuweisen.
Da bin ich ganz bei Dir. Wenn Missstände da sind, sollen diese auch gezeigt werden. Jedoch im Kontext mit Erklärung und nicht aus reiner Stimmungsmache heraus. Da wird bspw. eine einzige Ladesäule in FFM gezeigt, die defekt ist. Dagegen gibt es aber sicher etliche, die funktionieren oder gerade ausgebaut werden. Hier hat man es versäumt nach den Gründen des Defekts zu fragen. Vielleicht gibt es ja eine valide Erklärung oder gar einen positiven Ausblick. So verkommt dieses Beispiel zum reinen Bashing.
Bei uns in der Stadt wurden bspw. erst neulich vier neue Ladepunkte eröffnet und diese funktionieren prima. Das wäre doch auch mal ein Bericht wert gewesen.
phonehoppy hat geschrieben: ...die Botschaft, die in dem Bericht rüberkommt, ist überhaupt nicht negativ.
So verschieden ist die Wahrnehmung. Bei mir ist "100% schlecht in Deutschland" hängen geblieben. Es gab in meiner Wahrnehmung kein positives Wort in den Beiträgen aus Deutschland.

Re: ARDrd Reportage zum Ärger mit privaten Ladestationen

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  • bangser
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zoppotrump hat geschrieben:Da wird bspw. eine einzige Ladesäule in FFM gezeigt, die defekt ist. Dagegen gibt es aber sicher etliche, die funktionieren oder gerade ausgebaut werden.
Wir sind an dem Tag drei Ladesäulen angefahren.
Die gezeigte war außer Betrieb bzw. war noch nie in Betrieb, seit ich ein Elektroauto habe. Die ist ca. 300m von mir zu Hause entfernt.
Falls jemand genau hingesehen hat, hätte er bemerkt dass diese zusätzlich zugeparkt war. Darauf wollte man in dem Bericht nicht eingehen, da zu viele Themen auf einmal.
Die nächste Säule von Innogy funktionierte und war nicht zugeparkt und ich konnte dort laden. Die ist aber 3km von mir zu Hause entfernt. Dort könnte ich tatsächlich laden.
Die dritte Säule war wieder eine von der Mainova aus 2011. Die war ebenfalls ausser Betrieb, zugeparkt und angefahren.
Was auch nicht gezeigt wurde, war mein von privat für 150,-€ mtl. ohne Strom gemieteter Stellplatz mit Ladebox, die 3km entfernt liegt und ich jeden Tag mit den Fahrrad 10 Minuten hin- un zurückfahre.
Des Weiteren gab es tatsächlich ein Gespräch mit einem Unterfuzzi des Verkehrsdezernenten von Frankfurt. Der wurde dann wohl revidiert, weil zu peinlich im Kontrast zu Oslo.
Somit ist der Bericht schon richtig, wenn er aussagt dass das Laden in deutschen Städten nicht gelöst ist. Das reißen ein paar Bürgermeistersäulen nicht raus. Oder zeigt mir eine Stadt in Deutschland, die das Thema Laden für Anwohner gelöst hat.

Re: ARDrd Reportage zum Ärger mit privaten Ladestationen

pbda
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An sich eine sehr gelungene Reportage. Inhaltlich Interessant, insbesondere der Blick nach Norwegen.
Dennoch kann Ich nur eines dazu sagen: Typisch Deutsch!
Immer das negative herausstellen statt mal zu zeigen, dass es trotz aller Widrigkeiten trotzdem geht.

Klar sind das alles valide Gründe, aber beim Zuschauer kommt doch nur an: “Elektromobilität funktioniert nicht”
BMW i3 94Ah since 2017-06-21

Re: ARDrd Reportage zum Ärger mit privaten Ladestationen

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pbda hat geschrieben:Immer das negative herausstellen statt mal zu zeigen, dass es trotz aller Widrigkeiten trotzdem geht.
[IRONIE ON]Typisch Deutsch. Duckmäusern und es sich schön reden... :shock: Mit der Einstellung wird es sich aber nicht zum Besseren wenden, denn es ist ja schon so toll, dass es irgendwie geht. Auch wenn es weh tut. ^^[IRONIE OFF]

Letzten Endes kommt doch genau das im Bericht rüber:
Da ist jemand, der täglich 100 Kilometer zu fahren hat und das auch elektrisch tut.
Hat er Spaß dran? Am Fahren: Ja. An der Infrastruktur: Nein.

Es geht also und wird auch so berichtet. Soll lieber mit der rosaroten Brille berichtet werden und die Fakten kehren wir unter den Tisch?
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Re: ARDrd Reportage zum Ärger mit privaten Ladestationen

mobafan
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Wenn es eine deutsche Stadt gäbe, die das Problem gelöst hätte, wäre man sicherlich nicht nach Oslo ausgewichen.
Der Bericht bestärkt uns aber darin, die schon lange geplante Schweden/Norwegen-Rundfahrt bald mal anzugehen.

Re: ARDrd Reportage zum Ärger mit privaten Ladestationen

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ich fand gut, dass sie auf die Hybris der Politik eingegangen sind und den zitierten Gesetzesentwurf gezeigt haben:
mweisEL hat geschrieben:Die regierenden Bundespolitiker fordern derzeit mal wieder, dass die Installation von Lademöglichkeiten in Eigentümergemeinschaften rechtlich vereinfacht werden soll. Dabei haben dieselben Bundespolitiker die diesbezügliche Gesetzesinitiative des Landes Bayernvom Juni 2016 ohne weitere Begründung unbeachtet gelassen.
Auch wurde das Problem mit mangelhafter öffentlicher Ladinfrastrukur in Deutschen Städten angesprochen.

Hierzu gibt es enorme Defizite bei den Kommunalpolitikern der meisten Städte, denen verfügbare Ladeparkplätze und damit die Gesundheit "ihrer" urbanen Untertanen durch weniger Lärm und Abgasen einen Dreck wert sind.

- die "linken" Neiderparteien können die "reichen E-Autofahrer" doch nicht auch noch mit Infrastruktur unterstützen, am Ende findet dann die Wählerklientel mit den billigen Autos keinen Parkplatz mehr in der Stadt (nur vorgeblich geht es stets um "weniger" Autoverkehr in der Stadt; eher um die Unterstützung ihrer Gewerkschafts-Spezlen in bald arbeitsplatzfreien städtischen Industrien wie Kolben- und Dieselmotorherstellern);

- die Ökopartei träumt von 100% Autofreiheit gerade in "ihrer" Stadt, da wären jedwede Anreize für private Elektromobilität kontraproduktiv (mit der Folge einer weiteren innerstädtischen Verdichtung der (aus Städten mit kommenden Fahrverboten
übernommenen) billigen alten Dieselstinkern);

- und die "Konservativen" haben Angst um den Kurs ihrer Verbrennerhersteller-Aktien, und dass ihre Wählerklientel mit den potenzverstärkenden Autos keinen Parkplatz mehr in der Stadt findet
Schon 12 Jahre lang Kfz-Steuer für meine E-Autos gezahlt - seit 28 Jahren mit eigenem PV-Strom elektromobil unterwegs (CityEL mit 1.8 kWh-Akku, seit '13 Smart ED3). Fahrrad & U-Bahn für die Stadt, Fernreisen mit der Bahn.

Re: ARDrd Reportage zum Ärger mit privaten Ladestationen

Scili
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Das ist nicht typisch Deutsch.
NOR und DE sind 2 Welten!
Der Verkehr völlig unterschiedlich. Mit 100 km/h auf kurzen Distanzen kann man ja noch im Elektromobil "überleben", aber doch nicht bei Langstreckengeschwindigkeiten von 130 aufwärts?
Warum sollten wir uns den Ast der freien Fahrt absägen, der dieses Land mit ausmacht und uns zu der Stärke geführt hat, die wir immer noch besitzen?
Ein Norwegen, ohne nennenswerte Automobilindustrie, endlosen Stromressourcen muss und kann da ganz anders denken.

Die Deutschen sind eben Realisten, die nicht jeden kurzweiligen Unfug mitmachen und die Sache weiter denken.
Natürlich ist es schön, in der Innenstadt zu stromern und auch wünschenswert. Aber eine flächendeckende Elektrifizierung vom Verkehr ist nicht nur eine mords- Umstrukturierung sondern langfristig, abseits der Innenstädte auch Unsinn.
Es sollte langsam mal über langfristige Alternativen nachgedacht werden, welche auch auf der Basis machbar und wirklich sinnvoll erscheinen.
Wir bekommen das mit dem speichern von Strom einfach nicht hin und haben durch "ökologisch" erzeugten Strom (hüstel) halt einfach Spitzen, die wir nicht abgeschöpft bekommen.

Wir haben nun einen Hybrid mit 680 PS Systemleistung in der Familie... aber an den Aspekt Umwelt habe ich da in keinem Moment gedacht. Das ist ein fette Lüge. E-Mobilität ist flächendeckend nicht grün.
Ein bisschen weniger idealisiertes Grünmenschtum würde sicher den Prozess hin zur echten, nachhaltigeren Mobilität beschleunigen.

Re: ARDrd Reportage zum Ärger mit privaten Ladestationen

Misterdublex
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Scili hat geschrieben:Das ist nicht typisch Deutsch.
NOR und DE sind 2 Welten!
Der Verkehr völlig unterschiedlich. Mit 100 km/h auf kurzen Distanzen kann man ja noch im Elektromobil "überleben", aber doch nicht bei Langstreckengeschwindigkeiten von 130 aufwärts?
Warum sollten wir uns den Ast der freien Fahrt absägen, der dieses Land mit ausmacht und uns zu der Stärke geführt hat, die wir immer noch besitzen?
Ein Norwegen, ohne nennenswerte Automobilindustrie, endlosen Stromressourcen muss und kann da ganz anders denken.

Die Deutschen sind eben Realisten, die nicht jeden kurzweiligen Unfug mitmachen und die Sache weiter denken.
Natürlich ist es schön, in der Innenstadt zu stromern und auch wünschenswert. Aber eine flächendeckende Elektrifizierung vom Verkehr ist nicht nur eine mords- Umstrukturierung sondern langfristig, abseits der Innenstädte auch Unsinn.
Es sollte langsam mal über langfristige Alternativen nachgedacht werden, welche auch auf der Basis machbar und wirklich sinnvoll erscheinen.
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