Welche Ladepunktkonfiguration an Autobahn?

Re: Welche Ladepunktkonfiguration an Autobahn?

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Richtig, rein rechtlich ist das so. Tatsächlich nehmen in der Praxis noch nicht alle Betreiber die LSV ernst, weil es keinen Verantwortlichen gibt, der den Betreibern auch mal bei Bedarf auf die Finger haut. Es gibt sehr viele Ladesäulen da draußen, bei denen CHAdeMO als exklusiver Ladepunkt konfiguriert ist. Erlaubt ist es offiziell nicht.
Zuletzt geändert von PowerTower am So 26. Jul 2020, 20:52, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Welche Ladepunktkonfiguration an Autobahn?

ingo83
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Und diese Ladesäule z.B. wäre dann auch nicht rechtens:

https://de.chargemap.com/flughafen-hamburg.html#pid=5

Re: Welche Ladepunktkonfiguration an Autobahn?

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Doch, weil die Tritium Ladesäule technisch bedingt nur über einen DC Ladepunkt verfügt. Dort kann also entweder CCS geladen werden oder CHAdeMO, nicht beide gleichzeitig.

Die Aufkleber sind falsch. Man muss bei einer Ladesäule klar zwischen "Anschluss" und "Ladepunkt" unterscheiden. Das fällt aber selbst vielen Betreibern schwer. Ein Ladepunkt kann aus einem oder eben auch aus mehreren Anschlüssen bestehen.
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Re: Welche Ladepunktkonfiguration an Autobahn?

gRASp
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Es gibt bei neuen Ladeparks oft modular aufgebaute Ladesäulen, die Technik steht dahinter oder daneben. Oft ist es dann eine 175KW-Säule pro "Ladeparkplatz", an der folglich ein Auto laden kann, ähnlich wie auch bei Ionity.

Hier kann man ohne jeden Nachteil CCS und CHAdeMO anbieten. Total, E.ON Drive und Shell Recharge machen genau dies.

Folglich ist CHAdeMO an diesen Stationen durch den modularen Aufbau der Systeme ein sehr geringer Mehrinvest, der im einstelligen Prozentbereich liegt.

Somit lohnt ein zusätzlicher CHAdeMO-Port für einige LIS-Anbieter immernoch.

Einen Nachteil für CCS-Fahrzeuge gibt es hier nicht. Ob mein Leaf e+ an so einer Station zieht, ein Ioniq FL, ein i3, ein eGolf oder whatever macht keinen Unterschied.

Re: Welche Ladepunktkonfiguration an Autobahn?

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Das betrifft aber ausschließlich Ladestationen, die nur mit einem Ladepunkt konfiguriert werden können (z.B. ABB, EVBox). Will man eine Ladestation mit zwei Ladepunkten bestellen (Alpitronic, Delta...), dann muss man bei der Bestellung eben genau auf die Konfiguration achten, um nicht ungewollt einen Ladepunkt zu verlieren.

Und für das genannte Szenario: nur eine Ladestation und zukunftsfähig, sind zwei Ladepunkte einfach die bevorzugte Variante.
Zuletzt geändert von PowerTower am So 26. Jul 2020, 21:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Welche Ladepunktkonfiguration an Autobahn?

gRASp
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ja dann wie z.B. EnBW es macht 1x CCS, 1x CCS/CHAdeMO Combo.

Re: Welche Ladepunktkonfiguration an Autobahn?

ingo83
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Nehmen wir als Beispiel mal den HYC_150: https://config.hypercharger.it/config

Dann sind dort bei 150 kW anscheinend zwei Leistungsmodule eingebaut. CCS und CHAdeMO gehen gleichzeitig. Folglich habe ich zwei Ladepunkte und somit entspricht die Ladesäule in der Konfiguration nicht der LSV.. Die Frage ist, was die Konsequenz daraus ist

- Für eine etwaige Förderung
- Für den Betrieb

Die Förderung gem. BMVi sagt:

- LSV-konforme Ladeeinrichtungen

Also um auf der sicheren Seite zu sein: 2x CCS bestellen und alles ist gut?

Re: Welche Ladepunktkonfiguration an Autobahn?

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In dem Fall kannst du nur einen Ladepunkt fördern lassen und die Ladestation muss so konfiguriert werden, dass kein paralleles Laden an diesen Anschlüssen möglich ist. Das lässt sich ja über die Software einstellen.

Mit zwei CCS Ladepunkten kannst du einerseits mehr Förderung beantragen und es dürfen dann eben zwei Autos parallel laden. Ich sehe nur Vorteile bei dieser Variante.
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Re: Welche Ladepunktkonfiguration an Autobahn?

gRASp
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Wieviel ist denn der Mehrinvest für das größere Gehäuse? Steht ja nicht live daneben. Dann würde ich CCS 400A, und CCS & CHAdeMO 200A nehmen.
Bei der Rheinenergie ist der Anteil noch bei immerhin knapp 30%, an Autobahnen sollte er auch bei min. 10% sein. Die würde ich mitnehmen. Es ist ja kein Auto damit abgekündigt, gibt noch ordentlich Bestand und es kommen Lexus und XPeng demnächst dazu... Wenn der Mehrinvest nicht allzuhoch ist für das 300er Gehäuse, würde ich es mitnehmen.

Re: Welche Ladepunktkonfiguration an Autobahn?

ingo83
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400A CCS reicht nicht:

Für Ladepunkte ab einer Ladeleistung von einschließlich 150 Kilowatt ist ein Spannungsbereich von
mindestens 200 Volt bis 920 Volt sicherzustellen. Die Nennladeleistung bemisst sich an einer Spannung von maximal 430 Volt bis zu einem maximalen Ladestrom von 500 Ampere. Darüber hinaus muss die Nennladeleistung auch bei 800 V Ladespannung zur Verfügung stehen. Daraus ergibt sich
für ein 150 Kilowatt Ladesystem ein Mindest-Ladestrom von etwa 350 Ampere bei 430 Volt Ladespannung. Die Nennladeleistung muss sowohl für Fahrzeuge mit 400 Volt als auch mit 800 VoltBatteriesystem zur Verfügung stehen.

edit: Das ist natürlich falsch. Bei 430V Ladespannung sind 350 Ampere Ladestrom gefordert. (=150 kW) D.h. 500A sind nicht notwendig..

(Zitat Förderaufruf BMVi)

Klingt für mich so, als müsse für den geförderten Ladepunkt 150 kW zur Verfügung stehen. D.h. wenn ich dann noch einen zweiten Ladepunkt betreiben will, brauche ich mehr Leistung. Im Falle des Alpitronic-Chargers dann 225 kW (3 Leistungsmodule), und für den 2. Ladepunkt stehen dann maximal 75 kW zur Verfügung.
Zuletzt geändert von ingo83 am So 26. Jul 2020, 21:37, insgesamt 3-mal geändert.
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