Umständliches Laden im Alltag: Keine Lademöglichkeiten zuhause und bei der Arbeit

Re: Umständliches Laden im Alltag: Keine Lademöglichkeiten zuhause und bei der Arbeit

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Eine Lademöglichkeit beim Arbeitgeber könnte da schon viel entspannen. Zu Schukosteckdosen, 10A maximal sind noch ok, auch über viele Stunden, aber eine Umrüstung auf CEE-Dose/Stecker kostet auch nicht Welt.
Tags: Ladeinfrastruktur tesla-model-3
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Re: Umständliches Laden im Alltag: Keine Lademöglichkeiten zuhause und bei der Arbeit

Blueskin
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Der Threadersteller schreibt doch " Ich habe weder zuhause noch bei meiner Arbeitsstelle eine Möglichkeit, das Auto aufzuladen. "

Da hilft die siebenundneunzigste Debatte der Ober-Auskenn-Elektriker wie lange man mit wieviel Ampere an welcher Steckdose man laden könnte überhaupt nix.
(Einigen scheint hier überhaupt nicht in den Sinn zu kommen, dass NICHT jeder sein Eigenheim mit möglichst noch höchstselbst ausgetüftelter und verlegter Elektrik hat)

Keine Lademöglichkeit heißt einfach KEINE Lademöglichkeit.

Da geht es meines Erachtens(!) dann eher um die grundsätzlichen Punkte.
Nämlich ob und wieviele VERLÄSSLICH freie öffentliche Lademöglichkeiten man in der Nähe seines Hauses/Wohnung hat und noch mehr, ob man überhaupt die Frage "Wo, wann und wie bekomme ich mein Auto geladen?" AUF DAUER zum (überspitzt gesagt) Lebensinhalt machen will.

Re: Umständliches Laden im Alltag: Keine Lademöglichkeiten zuhause und bei der Arbeit

BED
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smeyen hat geschrieben: Meine Frage lautet nun: kennt jemand die Situation oder kann mir jemand aus eigener Erfahrung sagen, ob das ein realistisches Szenario ist? Unterliege ich einem Denkfehler? Gibt es bessere Tricks?
Hey, ich hab Szenario mal mit einem S60, der noch weniger Reichweite aber dafür eine 22er Doppellader an Bord hatte für 4 Wochen simuliert. Fazit: hat gut geklappt, d.h. Auto wurde nur z.b. Während des Einkaufs oder des Kinobesuchs nebenher geladen.

Ich hatte aber als Fallback ne Schuckodose in der Garage, die ich aber nie nutzen musste.
In Stuggi war das Ratio zwischen Ladesäulen und eAutos aber auch verdammt gut, d.h. Sehr viele Säulen und wenige eAutos.

Mittlerweile könnte ich beim Arbeitgeber laden und hab ne eigene Wallbox. Ist natürlich viel entspannter.

Re: Umständliches Laden im Alltag: Keine Lademöglichkeiten zuhause und bei der Arbeit

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Ich habe heute einen Langzeitversuch mit dem 10Ampere Ladeziegel an einer 30 Jahre alten Baumarktbilligschukodose gemacht. Da wurde auch nach 8 Stunden Ladung nichts warm, das IR-Thermometer zeigte die Umgebungstemperatur.
e-Up! costa azul, bestellt am 7.1..2020, ausgeliefert am 29.5.2020

Re: Umständliches Laden im Alltag: Keine Lademöglichkeiten zuhause und bei der Arbeit

Afaik
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smeyen hat geschrieben: [...] die Situation im normalen Alltag.
Ohne eigene Lademöglichkeit geht ein großer Teil an Bequemlichkeit verloren. Vielleicht zur Entscheidungsfindung das gewünschte Fahrzeug einige Tage ausleihen und im Alltag testen. (Nextmove hat z.B. einen Standort in Frankfurt/Main)

Re: Umständliches Laden im Alltag: Keine Lademöglichkeiten zuhause und bei der Arbeit

Michael_Ohl
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Ich habe mit meinen Dauerversuch 16A Schuko jetzt nach 6 Jahren den ersten Erfolg gehabt und habe eine seit 15 Jahren im Regen auf dem Boden liegende Feuchtraum Doppeldose geschafft. Erst ging der Stecker nur noch mit Gewalt raus, Jetzt geht er fast nicht mehr rein. Der Stecker ist jetzt auch ein Entsorgungsfall weil um einen Stift ein Wulst aus Kunststoff entstanden ist. Zusammen 10€ Schaden in 6 Jahren 16A Schukoladung.

MfG
Michael

Re: Umständliches Laden im Alltag: Keine Lademöglichkeiten zuhause und bei der Arbeit

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Bitte schaut euch nochmal die Fragestellung des Threaderstellers an - es geht nicht um die Leistungsfähigkeit von Schukodosen oder ähnliches. Es geht darum daß ihm Leute, die ähnlich wie er keine Lademöglichkeit zu Hause und auf der Arbeit haben, erzählen, ob und wie, oder ob es nicht geklappt hat.

Grüazi MaXx

Re: Umständliches Laden im Alltag: Keine Lademöglichkeiten zuhause und bei der Arbeit

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Hallo, schön, dass Du erwägst sowas zu probieren.

Ich bin etwas länger als 1 Jahr mit einer Zoe ZE40 einen ca. 42 km Arbeitsweg gependelt ohne Heimlademöglichkeit.

Im Sommer kam ich damit 3 Tage hin, im Winter 2.

Meines Erachtens sollte man schauen, dass auch im Winter (auch wenn die letzten Winter ja recht mild waren) der Wagen komfortabel nutzbar bleibt.

Die Sache ist, dass - insbesondere wenn das Fahrzeug dauernd draußen steht - der Akku kalt bleibt oder gar friert. Man kriegt dann (1) weniger Kapa aus dem Akku und (2) das laden geht langsamer. Mit der Zoe lädt man zB keine 22 kW mehr wenn der Akku kalt ist. Beim Model 3 bekommt man die 11 kW bis in die 90er aber an einem 50 kW DC lader lädt man mit einem kalten Akku auch nicht das Maximum. Zu guter letzt (3) verbraucht das Fahrzeug auch mehr durch heizen un eventuelles vorklimatisieren.

Außerdem zu erwähnen ist, dass man, wenn man nicht über Nacht oder bei langen Aufenthalten ansteckt, oft nicht voll lädt und das eventuell auch nicht will, da man den Akku nicht ständig auf knapp 100% stehen haben möchte (und weil es gerade bei Kälte eh sehr lange dauert). Dadurch verringert sich das typischerweise im Alltag genutzte SoC Fenster.

Bei 500km in der Woche würde ich abhängig von den Lademöglichkeiten im alltäglichen Umfeld (insbesondere auch AC) stark zum M3 LR tendieren. Damit kommt man auch im Winter mit einmal unter der Woche anstecken hin. Gerade wenn man länger mal an AC anschließen kann weil man 3-4 h Aktivitäten in der Umgebung nachgeht kann man das mit einem großen Akku besser nutzen. Mit einem M3 LR lädst du an eine 3 phasigen Box etwa 14% oder 70km (EPA Normreichweite) pro Stunde. Wenn du mit 25% anstöpselst und nach 5h wieder kommst hast du ~95% drin. Die 25% des LR entsprechen bei einem SR+ eher 35% und man lädt etwa 19% pro Stunde. Da geht der Akku nach 3 1/2 h dann schon ins Balancing und die 1,5 h nutzen dir jetzt nix mit Hinblick auf Zeit zum laden nutzen....falls du verstehst was ich meine :)

Grunsätzlich sollte man schauen, wieviel Zeit man wo verbringt und welche Lademöglichkeiten es dort gibt und wie bereits erwähnt dies dann ggf. mal mit einem Leihwagen testen. Das ganze sollte so sein, dass man auch noch am nächsten Tag zur Arbeit kommt, wenn mal der ein oder andere Ladepunkt belegt ist - ggf. halt mal mit max 100 km/h auf der rechten Spur :D
smeyen hat geschrieben: Nun gibt es noch die Charger bei Supermärkten usw. die mal 22Kw/h, mal 50Kw/h bieten
22 kW bzw 50 kW liefern nach einer Stunde anstöpseln (theoretisch) 22 kWh bzw. 50 kWh (real weniger, da es noch Ladeverluste bei AC gibt und der tatsächliche Strom/Spannung bei der Ladung - insbesondere DC - in der Regel niedriger sind).
1.500 km Gratis SuperCharging bei Bestellung eines Model S, 3, X oder Y
Он вам не Димон - Doku über korrupte Machenschaften des russ. Premier Minister Dimitri Medwedjev (03/2017-ru/en UT)

Re: Umständliches Laden im Alltag: Keine Lademöglichkeiten zuhause und bei der Arbeit

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smeyen hat geschrieben: ...
Nun gibt es noch die Charger bei Supermärkten usw. die mal 22Kw/h, mal 50Kw/h bieten; jetzt habe ich überlegt, dass man jeden Abend oder jeden zweiten Abend nach der Arbeit an so einen Charger (am besten einen mit 50Kw/h Leistung) fahren könnte um zumindest in rund 15 Min. die gefahrenen 50km Reichweite nachzuladen. So würde ich wohl versuchen, die Batterie des Fahrzeugs stets bei 80-90% zu halten, und zwar vor allem durch immer wieder kurzes Nachladen.
...
Das hört sich für mich durchaus nach einer tragfähigen Lösung an. Meiner Meinung nach besteht aber keine Notwendigkeit, den Akkustand immer auf 80-90% zu halten. Somit würde auch einmal in der Woche ein Einkauf bei einem der Läden mit Ladestation reichen, dann aber vielleicht 45 Minuten oder so.
Ich pendele auch immer Bonn-Frankfurt-Bonn, und in Frankfurt stelle ich mein Auto während der Arbeitszeit in einem öffentlichen Parkhaus mit Ladestation ab. Die 8 Stunden, die ich da bin, reichen locker für fast leer bis fast voll.

Wenn man sich mal umschaut, gibt es eigentlich gar nicht so wenige "Langsamladestationen", an denen man das Auto auch mal länger stehen lassen kann. Sofern täglich wirklich nur diese 50 km zu fahren sind, ist das meiner Meinung nach locker mit Einkaufen bei Aldi, Lidl, IKEA, Kaufland usw. oder an Bordsteinladesäulen in der Stadt und im Parkhaus machbar.

EDIT: Was die mögliche Beschränkung der Ladeleistung nach häufigem DC-Laden angeht, gibt es für das Model 3 noch keinen Beleg, dass das von Tesla tatsächlich gemacht wird. Beim Model S und X schon, aber die haben andere Akkus. Ob das beim Model 3 kommen wird oder nicht, ist nicht klar, und ebenso ist nicht klar, ob es dann um das DC-Laden an sich geht, was die Beschränkung verursacht (so war es bei Model S und X), oder ob da die Ladeleistung eine Rolle spielt. Schließlich gibt es auch DC-Lader mit nur 10 kW, und davor hätte es keinen Sinn, den Akku zu beschützen.
BMW i3 94Ah 10/2016 - 11/2019.
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Re: Umständliches Laden im Alltag: Keine Lademöglichkeiten zuhause und bei der Arbeit

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smeyen hat geschrieben: Ich überlege gerade, mir für den Oktober einen Tesla Model 3 (voraussichtlich SR+) als Dienstwagen zu bestellen. [...]

Was mir aber Sorgen bereitet, ist die Situation im normalen Alltag. Ich lebe in der Umgebung von Frankfurt und pendele jeden Tag ca. 50km zur Arbeit und wieder nach hause. Ich habe weder zuhause noch bei meiner Arbeitsstelle eine Möglichkeit, das Auto aufzuladen. Also bin ich auf öffentliche Ladeinfrastruktur angewiesen.
Nur mal so ein Gedanke: Für Arbeitgeber kann es durch die entsprechende Förderung teilweise tatsächlich lohnenswert sein, Ladeinfrastruktur für Dienstwagen zu schaffen. Wenn man bei meinem Arbeitgeber-Konzern einen (teil-)elektrischen Dienstwagen beantragt, ist die Installation einer Wallbox privat oder dienstlich deshalb ein fester Bestandteil des Prozesses.

Bei mir hat das mit dem i3 und öffentlichem Laden auch funktioniert, bei meiner Schwester mit dem Model 3 funktioniert das mit "am Wochenende laden" auch, im zweifelsfall hat sie aber eine Ladestation in der Nähe ihres Arbeitsplatzes.
BMW i3s 120Ah || Tesla Model 3 LR AWD
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