Autohaus Ladepunkte

Re: Autohaus Ladepunkte

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Bogey1957 hat geschrieben: Autohäuser, die Stromer verkaufen, müssten verpflichtet werden, eine öffentliche Ladesäule zur Verfügung zu stellen.
Das würde dazu führen, dass die Autohäuser keine Stromer mehr verkaufen würden.
Warum sollten sie auch Fahrzeuge verkaufen, die potentiell eine geringere Marge versprechen (laut Aussage eines Renault Händlers), mehr verärgerte Kunden produzieren, weil die mit dem Stromer (warum auch immer) nicht klar kommen und bei denen man geringere Folgeeinnahmen aufgrund geringerer Wartung hat - und dann noch zusätzliche Kosten verursacht, weil irgend ein Depp vorschreibt, man müsse einen öffentlichen Ladepunkt aufstellen. Am Besten noch einen DC Schnellader, der die Marge von mindestens 10 verkauften Fahrzeugen nur für die Installation auffrisst. Laufende Kosten noch nicht eingerechnet,

SüdSchwabe.
--
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Re: Autohaus Ladepunkte

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backblech hat geschrieben: Eigentlich hat der Werkstattmeister vom Mulfinger einen Schnelllader angekündigt.
sah ja, wenn man sich den Betonsockel ansah, auch nach was "Größerem" aus, jetzt wirkt das echt fipsig...

Nun, hoffen wir darauf, dass es die Zukunft bringt.

Obwohl ich - nach Durchsicht dieses Threads - schon eher zum Pessimismus neige ;-)
Gruß
Hel

2x Renault Zoe weiss - 1x Hyundai Ioniq electric Premium weiss - ich weiss, sehr viel weiss...
lieber BEVegt als beSUVen

Re: Autohaus Ladepunkte

electic going
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Luftprüfer haben Autohäuser auch nicht. Und die wären günstig und problemlos aufzustellen. Gehört genauso zum Auto wie Ladesäule.

Und Ladesäule und BMW ist sowieso unfug, die haben doch in Deutschland vermutlich bald sowieso keine reinen Elektros mehr im Angebot (oder zumindest gibt es die nur unter der Theke zu kaufen).

Re: Autohaus Ladepunkte

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Die Kombination "Autohaus & Ladesäule" macht vor allem da Sinn, wo viel Verkehr fließt, also im Prinzip dort, wo die Säule auch ohne Autohaus Sinn machen würde.
An dem Autohaus, bei dem ich meinen e-Golf gekauft habe, ist inzwischen auch eine Säule installiert. Sogar ein Triple.
Wie sich das ganze aber finanziell darstellt, vermag ich nicht zu sagen. Die Säule ist eine EnBW-Säule auf dem Gelände des Autohauses. Könnte also gut sein, dass die EnBW die Säule finanziert (natürlich auch mit Fördergeld errichtet) und das Autohaus vielleicht sogar eine Pacht bekommt, weil die Säule auf dem Gelände steht.
Andererseits ist es dem Autohaus sicher auch nicht unrecht, wenn dort möglichst viele potentielle Kunden ihre Autos laden und derweil mal die Ausstellungsfahrzeuge in Augenschein nehmen.
Bei Autohäusern, die irgendwo in einer Ecke ohne extrem viel Durchgangsverkehr liegen, ist ein Schnelllader sicher nicht unbedingt nötig. Insbesondere wenn in der Gegend vielleicht schon DC-Lademöglichkeiten vorhanden sind. Vorführer können auch über Nacht an AC geladen werden.
Gruß Tobi

eGolf 300 seit März 2018

Re: Autohaus Ladepunkte

Bogey1957
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electic going hat geschrieben:
Und Ladesäule und BMW ist sowieso unfug, die haben doch in Deutschland vermutlich bald sowieso keine reinen Elektros mehr im Angebot (oder zumindest gibt es die nur unter der Theke zu kaufen).
Verwundert mich allerdings auch nicht. War unlängst bei BMW im Showroom und bin fast vom Glauben abgefallen, als ich dort einen BMW I3 im Showroom gesehen habe. Der Preis: 55.000,- Euro. Kein Wunder, dass in Deutschland bislang kaum Stromer verkauft werden. Wer will denn schon für einen Kleinwagen so viel Geld ausgeben. Ich sehe bei den meisten deutschen Automarken bislang wenig Interesse, Stromer zu produzieren und zu verkaufen. Vielleicht mal von VW abgesehen.

Re: Autohaus Ladepunkte

sko
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Sahnestückchen hat geschrieben: Ausserdem ist der Bau- und Zulassungsaufwand für eine Fossiltankstelle mit dem für eine (zwei, drei...) Ladesäule/n wohl kaum vergleichbar...
Eben, nicht vergleichbar - so ne Zapfsäule ist mit wesentlich niedrigeren Kosten und Aufwand aufgestellt.

Mit dem Wahn der Begrenzung der Netzanschlüsse sind auch die Anschlüsse für Betriebe wie Autohäuser in den letzten Jahren immer weiter zusammengeschrumpft worden. Für nen Schnelllader müssten die meisten Betriebe einen Pufferakku aufstellen, damit der Anschluss nicht lahmgelegt wird. Von einigen Betrieben sind die vorhandenen Anschlüsse schon ziemlich ausgereizt wenn mehrere Hebebühnen gleichzeitig betätigt werden und ggf in der Spanglerei noch der große, wassergekühlte Punktschweißer läuft...

Und dank des hirnverbrannten Steuerrechts in D könnte das Autohaus den Lader auch nicht refinanzieren, da Autohäuser keinen Strom verkaufen dürfen. Solange der Hersteller das nicht mit Rahmenverträgen anderweitig abwickelt, müssen Autohäuser die Ladepunkte kostenfrei anbieten, sonst wäre der Aufwand mit Eichrechtkonformität und zusätzlicher Firmierung (Abrechnung, Buchhaltung etc pp) zum verkauf von Strom dermaßen hoch dass sich das überhaupt keiner antut. Also werden eben die günstig zu installierenden kleinen AC Ladestationen aufgehängt.
Die reichen locker um den eigenen Bestand an Fahrzeugen (Neu- und Vorführwagen) zu laden und den alle paar Wochen zufällig vorbeikommenden EVs/PHEVs ne Lademöglichkeit zu bieten.

Klar, es gibt das Geschäftsmodell von newmotion - da muss man sich nicht um Abrechnung usw kümmern; dafür sind da die kwh-Preise für den Endkunden völlig uninteressant, die Vergütung in Relation dazu ein Witz (unter dem Selbstpreis je kwh!) und die Anlage + Installation muss man trotzdem noch selbst bezahlen als gewerblicher Anbieter...
2019 Outlander PHEV Top, 1991 Sigma 3.0-24V, 1989 Galant GLS, 1988 Galant VR4, 1970 DKW 502 Extra
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