Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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  • ef_
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Ich rede nicht von deinem Bedarf, sondern vom durchschnittlichen täglichen Bedarf. Ausnahmen sind da irrelevant, weil es die in beiden Richtungen gibt.

Und dass sich jemand täglich mit Ladetimern und minimalster Ladeleistung auseinandersetzt ist sicher nicht für alle Nutzer denkbar (freundlich ausgedrückt).

Und eine Fixierung auf eine solch minimale Ladeleistung ist sicher für die weitere Verbreitung von E-Fahrzeugen nicht förderlich.

Und ob das wirklich Quatsch ist? Rein rational ist das natürlich nicht nötig. Ich kann's mir trotzdem vorstellen, dass die Nutzer das so machen. Einmal laden am 3. Tag vergessen und erst am 4. angeschlossen ist es am nächsten Morgen eben nicht voll. Reicht rational gesehen natürlich trotzdem. Aber handeln Menschen immer rational?

Netzdienliches Laden müsste für den Nutzer (finanzielle) Vorteile haben und automatisch funktionieren. Und die Ladepunkte müssen auf hohe Flexibilität ausgelegt werden, so dass ich bei Bedarf auf diese Vorteile verzichten kann für höhere Ladeleistung. Und das geht nicht, wenn ich die Ladepunkte von vornherein alle nur für 2 kW auslege.
seit 02/2020: ZOE INTENS R135 Z.E. 50 (Winterpaket, CCS, 9,3"), go-eCharger
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Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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"netzdienlich"? "Ladetimer"? Ganz ehrlich? Das sind Themen, die mich selbst als interessierten E-Mobilisten nicht interessieren. Wenn ich mein Fahrzeug irgendwo anstöpsel, erwarte ich, dass es lädt, fertig! Wenn das außerhalb geschieht, also wenn ich unterwegs bin, darf das gerne asap gehen, lade ich demnächst bei uns in der Tiefgarage (der Strom kommt da herkömmlich "aus der Steckdose", also keine PV oder sonst etwas, das man da sinnigerweise beachten sollte), muss er bis zum nächsten Morgen voll sein, und zwar besser ein, zwei Stunden bevor ich das Auto regelmäßig wieder nutzen möchte...
Alles andere ist utopisch und wird die E-Mobilisten in entsprechenden Diskussionen immer als "Freaks", "Nerds" oder einfach als "total bekloppt" dastehen lassen, mit entsprechendem Einfluss auf die Weiterverbreitung der E-Mobilität...
Viele Grüße, Stephan

seit dem 24.01.2020 rein elektrisch im BMW i3 - 120Ah unterwegs: die rote Zora

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

marcometer
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Das sehe ich wie SamEye.
Mir ist es völlig egal wie es zustande kommt und wem ich damit helfe oder sonstiges:
Auto anstecken, Zeit bis voll dauert lange, so wenig lange wie möglich ist am besten.
Heutige vernünftige Fahrzeuge können 3-phasig 11 kW, es gibt aber auch Beispiele mit 22 kW, also will ich das.
Privat ist, mit vernünftigem Geldeinsatz, maximal 22 kW via einer roten CEE32A möglich, also will ich das.

So einfach ist es.
Ob ich das dann für meinen durchschnittlichen Fall brauche, oder in weniger als 5% der Fälle, das ist mir völlig egal.
Es gibt Fälle in denen ich es gut gebrauchen könnte, also her damit.

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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SamEye hat geschrieben: "netzdienlich"? "Ladetimer"? Ganz ehrlich? Das sind Themen, die mich selbst als interessierten E-Mobilisten nicht interessieren.
Wenn das alls so handhaben und das E-Auto zum Massenphänomen wird, werden wir Probleme bekommen. Und diese wären überhaupt nicht nötig. Die Autos könnten im Gegenteil das Netz stabilisieren. Das müsste natürlich automatisch passieren.
ef_ hat geschrieben: Netzdienliches Laden müsste für den Nutzer (finanzielle) Vorteile haben und automatisch funktionieren.
Genau so stelle ich mir das vor.
Du stellst nur ein, dass der Wagen morgen um 8 Uhr mindestens zB 80% haben soll und vergisst den Rest. Wagen und Netzbetreiber regeln das und der Preis sinkt.
ef_ hat geschrieben: Und das geht nicht, wenn ich die Ladepunkte von vornherein alle nur für 2 kW auslege.
Hab ich gefordert, so etwas zu machen? Nein, überhaupt nicht. Es kann im Gegenteil ja auch netzdienlich sein, mit 22kW zu laden, wenn gerade viel Überschuss im Netz ist.

Ohne eine solche Regelung macht es fürs Netz aber halt Sinn, Destinationlader nicht mit unnötig viel Leistung zu versehen.
Bei uns bei der Arbeit haben wir zB 12x22kW. Da laden auch mal 4 Zoe gleichzeitig und noch 3 Tesla mit auch 3P Lader. Die ziehen sich morgens volle Lotte Saft und stehen da dann noch 6-8 Stunden vollgeladen rum. Von der höheren Leistung hat an dem Standort keiner was.

Und Ladetimer und Leistung runter regeln... ihr habt anscheinend keine PV Anlagen, sonst hättet ihr selbst solche Ideen, um mit dem eigenen Strom deutlich günstiger zu laden.

Oder ältere PV Anlagen mit üppig Vergütung.
Zoe Q210, keine fossilen Energieträger mehr im Haus

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Karlsson hat geschrieben: (...)
Wenn das alls so handhaben und das E-Auto zum Massenphänomen wird, werden wir Probleme bekommen. Und diese wären überhaupt nicht nötig. Die Autos könnten im Gegenteil das Netz stabilisieren. Das müsste natürlich automatisch passieren.
und genau deshalb interessiere ich mich nicht dafür; sobald es notwendig sein sollte, muss es automatisch passieren, ohne dass sich der E-Mobilist da großartig Gedanken drüber machen muss!
Karlsson hat geschrieben: Genau so stelle ich mir das vor.
Du stellst nur ein, dass der Wagen morgen um 8 Uhr mindestens zB 80% haben soll und vergisst den Rest. Wagen und Netzbetreiber regeln das und der Preis sinkt.
wie das über Typ2 realisiert werden kann, erläuterst Du sicher auch noch? Wo stelle ich so etwas zum Beispiel an meinem i3 ein, oder welche AC-Wallbox kann den Ladezustand eines angeschlossenen Fahrzeugs abfragen?
Karlsson hat geschrieben: Und Ladetimer und Leistung runter regeln... ihr habt anscheinend keine PV Anlagen, sonst hättet ihr selbst solche Ideen, um mit dem eigenen Strom deutlich günstiger zu laden.
nicht nur anscheinend, sondern ich hab es für meinen Fall sogar explizit erwähnt: ;)
SamEye hat geschrieben: (der Strom kommt da herkömmlich "aus der Steckdose", also keine PV oder sonst etwas, das man da sinnigerweise beachten sollte)
Viele Grüße, Stephan

seit dem 24.01.2020 rein elektrisch im BMW i3 - 120Ah unterwegs: die rote Zora

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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SamEye hat geschrieben: und genau deshalb interessiere ich mich nicht dafür; sobald es notwendig sein sollte, muss es automatisch passieren, ohne dass sich der E-Mobilist da großartig Gedanken drüber machen muss!
Gibt halt auch noch Menschen, die sich darüber Gedanken machen, wie die Welt eine bessere sein könnte, auch wenn sie nicht unmittelbar davon profitieren.
SamEye hat geschrieben: wie das über Typ2 realisiert werden kann, erläuterst Du sicher auch noch? Wo stelle ich so etwas zum Beispiel an meinem i3 ein, oder welche AC-Wallbox kann das abfragen?
Gibt es noch nicht, das ist ja das Problem.
Die Hersteller denken nicht ganzheitlich. Und in einigen Jahren wird es zum Problem werden und dann fehlt die Lösung.
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Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Kann halt nicht jeder ein Technikfreak sein und bei diesen Themen inhaltlich mitdenken und-reden können. Mancher hat da einen komplett anderen Lebenshintergrund, und das ist auch gut so.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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@Karlsson: sieh es mal so: ich bin IT´ler, von Strom und dessen Steuerung habe ich keinerlei Ahnung außer dass ich weiß, dass ohne Strom nicht viel geht!
Deshalb rufe ich Fachleute bei Dingen, von denen ich nichts verstehe, da sie eben Profis in ihrem Fach sind. Mich ruft man, wenn z.B. ein Server nicht mehr so läuft wie er soll; das wiederum bekommt dann allerdings der Elektriker vermutlich nicht hin ;)
Edit:@ iOnier war schneller :)
Viele Grüße, Stephan

seit dem 24.01.2020 rein elektrisch im BMW i3 - 120Ah unterwegs: die rote Zora

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Karlsson hat geschrieben: Bei uns bei der Arbeit haben wir zB 12x22kW. Da laden auch mal 4 Zoe gleichzeitig und noch 3 Tesla mit auch 3P Lader. Die ziehen sich morgens volle Lotte Saft und stehen da dann noch 6-8 Stunden vollgeladen rum. Von der höheren Leistung hat an dem Standort keiner was.
Richtig. Beim Arbeitgeber kann das nicht klappen, da dort die Fahrzeuge natürlich nicht zufällig genug ankommen. Am besten noch ohne Gleitzeit, oder gar mit Schichtwechsel.
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Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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So kann das auch in Wohngebieten im Einzugsbereich großer Arbeitgeber aussehen. Man muss halt flexibel sein und sehen, was man wo hinbaut. Hab' ich aber AFAIR weiter oben schon mal geschrieben.
Gruß
Werner
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