Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

Casamatteo
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MaXx.Grr hat geschrieben: Nur zur Erinnerung: Beleidigungen sind OffTopic und werden eliminiert!
Meinungsstarke Falschaussagen wie "Wenn der Ladepunkt als DC Lader ausgeführt wird, kostet er - bei entsprechenden Stückzahlen - nicht wesentlich mehr als AC" sind Beleidigungen. Sie beleidigen den Verstand von jedem der weiß dass Gleichrichter nicht zum Nulltarif zu haben sind, für 50 kW schon gar nicht.

Aber für 22 kW gibt es sie, etwa als Mobiler DC Schnelllader MDC22 von Designwerk für €17731. Gebraucht schon für die Hälfte und sogar auf Selbstfahrlafetten montiert, zu finden unter den Stichworten Zoe, Smart 22kW usw.

Jeder, der DC-Ladepunkte fordert, könnte aus einer 22kW-Säule selber einen DC-Ladepunkt machen. Also Mundwerk zu und Geldbeutel auf. Das macht aber keiner außer den Teilnehmern am Eco Grandprix in der Boxengasse.
Smart Fortwo 451 Electric Drive EZ 03/2013 47200 km, zweiter 22-kW-Lader
Die Herstellung von 6 Liter Diesel erfordert keine 42 kWh Strom sondern nur ca. 1,2 Liter Mehrverbrauch. Der Herr A. B. hat offenbar US-Gallonen und Liter verwechselt.
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Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Casamatteo hat geschrieben:
MaXx.Grr hat geschrieben: Nur zur Erinnerung: Beleidigungen sind OffTopic und werden eliminiert!
Meinungsstarke Falschaussagen wie "Wenn der Ladepunkt als DC Lader ausgeführt wird, kostet er - bei entsprechenden Stückzahlen - nicht wesentlich mehr als AC" sind Beleidigungen. Sie beleidigen den Verstand von jedem der weiß dass Gleichrichter nicht zum Nulltarif zu haben sind, für 50 kW schon gar nicht.

Aber für 22 kW gibt es sie, etwa als Mobiler DC Schnelllader MDC22 von Designwerk für €17731. Gebraucht schon für die Hälfte und sogar auf Selbstfahrlafetten montiert, zu finden unter den Stichworten Zoe, Smart 22kW usw.

Jeder, der DC-Ladepunkte fordert, könnte aus einer 22kW-Säule selber einen DC-Ladepunkt machen. Also Mundwerk zu und Geldbeutel auf. Das macht aber keiner außer den Teilnehmern am Eco Grandprix in der Boxengasse.
Ich wusste ja, es gibt Leute, die eine Goldwaage haben und auf drei Stellen nach dem Komma rechnen können.
Wer des Lesens mächtig ist, hätte darüberhinaus sogar erkannt, dass sich die Aussage entsprechend der Überschrift auf 22 kW-Lader Leistung bezieht.

Handaufgelegte Einzelproduktion ist teuer - Massenproduktion kostet einen Bruchteil davon, das gilt auch für Gleichrichter. Solange sich die Hersteller z.B. die Gleichrichter für Solaranlagen und ähnliches vergolden lassen können, weil förderbedingt praktisch jeder Preis dafür bezahlt wird, gibt es gar keine Notwendigkeit, günstigere Produktionsanlagen-/verfahren einzuführen.
Die Preise für unsere handverlesenen EVs sind ebenfalls allesamt auch ganz lustig - Early Adopter und sonstige Fanboys sind bereit, dafür tief in die Tasche zu greifen.
Konkurrenz gibt es bisher praktisch nicht, jeder Käufer ist schon begeistert, überhaupt ein EV ergattert zu haben. Wenn die Hersteller Liefertermine nicht einhalten, wartet man - alternativlos - 5,8,10 und mehr Wochen über den Liefertermin hinaus auf das Fahrzeug.
Welcher Hersteller sollte da auf den kräftigen "Schluck aus der Pulle" verzichten? ... oder gar mit den Preisen runtergehen?

Die Preise für DC mit gleicher Ladeleistung waren in der eMove360 2019 gegenüber eMove 360 2018 um mehr als 50 % gefallen. Und von Massenproduktion kann bei aktuellen Stückzahlen noch lange nicht geredet werden.
Luxusgeräte >50 kW - davon war nicht die Rede (... nicht überall ...) - sind deutlich aufwändiger und haben immer noch stolze Preise - und werden sie vermutlich auch noch eine ganze Weile haben.

Ein mit 8 Schwerlastdübeln an die Wand geschraubter 45" LCD-Fernseher hat mal 70.000 DeutschMarks gekostet - kostet heute mit der 100-fachen technischen Ausstattung kaum mehr als 350 € (wären mal 700 DM gewesen). Das hätte sich niemand vorstellen können - da staunt man mit offenem Mund und braucht den Geldbeutel kaum mehr zu öffnen.

Die vor 1 oder 2 Jahren augestellten - damals sündhaft teuren - bis 50 kW Triple-Lader verschwinden reihenweise von den Standorten und werden von 150er DC-Ladesäulen im Viererpack ersetzt - von der schier endlosen Zahl der - zusätzlichen - TESLA SuC gar nicht zu sprechen.

Unstrittig werden noch ganz viele Lademöglichkeiten benötigt und da sollen evtl. standardisierte <=22 kW DC Lademöglichkeiten - wenn es die bessere, allseits gewünschte Ausführung ist - von der technischen und damit einhergehenden preislichen Entwicklung ausgenommen sein?

Vielleicht stehen mal an solargespeisten Ladestandorten leistungsfähige Akku-Speicher - dann braucht man dort gar keinen Gleichrichter ..
Noch ein Grund beleidigt zu sein ... oder vielleicht doch nicht...
Das Bessere ist der Feind des Guten ... :idea: ZOE R240 10/2015 - 11/2017 ... bis der Q90 ZE40 (D-Ausführung) 11/2017 geliefert wurde ...
Alle sagten, das geht nicht! - Da kam einer, der wusste das nicht und hat´s einfach gemacht ... :?

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

BED
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E Mike hat geschrieben: Hallo,

und wo genau liegt jetzt das Problem?
An diesem Anschluss mit 2x22kw könnte man jetzt mit Lastmanagement deine 7x3kw nutzen und dazu noch 2x11kw oder 1x22kw je nach Anforderung der Mitlader. Man müsste den Standort nur aufrüsten auf 9 Ladeanschlüsse.

Gruß Michael
Frage ernst gemeint?
Wer ist „man“?

Fakt ist: bei uns werden viele 22Kw Ladestationen durch 3,7kw Ladende blockiert.
Da wäre es aus meiner Sicht besser, gleich mehrere Ladepunkte mit wenig Leistung anzubieten, da die Masse der Leute die DCs fürs Schnellladen verwendet.

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

BED
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Solarmobil Verein hat geschrieben:
BED hat geschrieben: Die einzigen Langstrecken EVs hatten aber 22Kw Bordlader (Tesla, Zoe, Smart ;) ...). Da sind dann auch die ganzen AC Säulen mit 22Kw gewachsen. Ist historisch bedingt.
Da hat aber einer die rosarote Brille auf ...
Als die von dir genannten Fahrzeuge käuflich erwerbbar waren, gab es an 22kW-Säulen fast nur die von (damals) RWE, und das waren auch nicht sonderlich viele. Hier und da gab es noch ein paar von diversen Stadtwerken. Konservativ geschätzt würde ich sagen, vielleicht 10% der heute vorhandenen Anzahl (für Deutschland). Der Großteil der 22kW-Säulen wurde erst in den letzten 3 Jahren gebaut.
Jedenfalls habe ich mich 2014, 2015 und auch noch 2016 bei meinen Touren größtenteils mit Park&Charge durch Deutschland gehangelt.

Historie:
Im Jahre 1996 paßten die Infos über die Ladeinfrastruktur in Deutschland noch auf 3-4 DIN A4-Seiten ... hatte erst letzten Montag diese Übersicht in der Hand. Auch die Karte dazu ... sozusagen der analoge Vorläufer von GoingElectric.
Da hat aber jemand die Scheuklappen auf...
Ich spreche von 2013/2014. Da konnte man natürlich durch D elektrisch fahren...aber es machte keinen Spaß. Und das größte und dichteste Netz an 22Kw Ladesäulen gab es anno dazumal im Raum Stuttgart, da massiv gepusht durch Car2Go, die ihre Flotte in S elektrifizierten.
Deine Zahlen mit z.b. den 10% sind falsch.
Aber is ja auch egal.

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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BED hat geschrieben:Fakt ist: bei uns werden viele 22Kw Ladestationen durch 3,7kw Ladende blockiert.
Da wäre es aus meiner Sicht besser, gleich mehrere Ladepunkte mit wenig Leistung anzubieten, da die Masse der Leute die DCs fürs Schnellladen verwendet.
Oder noch besser: es steht eine 2x 22kW Säule an einem typischen Pendlerparkplatz. Da könnten statt 2 ganze 12 Pendler ihre ZOE genausogut wie jedes andere Elektroauto mit 16A einphasig = 12x 3,6 kW über den Tag nuckeln lassen. Auch wer 22 kW laden könnte profitiert an der Stelle (ganz überwiegend) davon, dass schwächere Ladepunkte, dafür aber mehr, installiert wurden. Der seltene ZOEist, der sich an eine solche Stelle auf Langstreckenfahrt verirren würde, zählt nicht.

Und Ladeinfrastruktur "mit Sinn und Verstand" aufzubauen heißt ja nicht, dass 22 kW Ladepunkte komplett sinnlos wären, und das habe zumindest ich auch nie behauptet.

Man sollte nur irgendwann mal anfangen zu überlegen, was man wohin baut.



Zuletzt geändert von iOnier am Mi 15. Jan 2020, 20:02, insgesamt 2-mal geändert.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

BED
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Casamatteo hat geschrieben:
BED hat geschrieben: Heute wäre mir auch lieber, wenn statt 2 x 22Kw lieber 7 x 3 kw installiert würde.
Ja dann besorge dir zusammen mit deinen 6 Kumpeln halt einen Baustromverteiler mit Typ2-Anschluss und einem halben Dutzend Steckdosen, sowie genug Kabeltrommeln. Dann könnt ihre die ganze Straße mit Laternenparkern ambulant versorgen selbst wenn die einsame 22-kW-Ladesäule zugeparkt ist.

An diesen sieben Schuko-Zwergen könnten die dreiphasigen Schneewittchens allerdings nicht schnellladen.
Ganz ruhig mein lieber Padawan, Konfuzius sagt: „ Wenn die Begriffe sich verwirren, ist die Welt in Unordnung.“ , deshalb ist Laden an 22Kw nie Schnellladen. Weil Schnellladen macht man am DC Lader. Dein Vorschlag mit den Kabeltrommeln klingt interessant, wird aber der breiten Masse nicht helfen, ihre Autos über Nacht für den Weg zur Arbeit um 80 km zu laden. Weil keiner Bock hat, mit Kaneltrommeln zu hantieren. Daher hilft nur: einfache und günstige Ladestellen mit wenig Leistung flächendeckend anzubieten ...anstatt das Geld für diese Investition weiterhin sinnlos in 11 oder 22 kw Ladesäulen am Arsch der Welt zu blasen. Kapische?

P.s.: könnte mir ja scheissegal sein, weil ich sowohl beim Arbeitgeber laden kann als auch an meinen beiden privaten 22kw-Ladepunkten, die ich mir gegönnt habe, obwohl fast nie genutzt.
Aber das hilft halt dem einfachen Lademob nicht weiter, gell?
:mrgreen: ;)

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

Solarmobil Verein
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Was hilft ein dichtes Netz in Stuttgart, wenn du von München nach Nürnberg wolltest?
Viel mehr als P&C und Drehstromkisten gab's abseits der Strecken nicht. Auf den Strecken schon gleich gar nicht.
Hier muß ich schon lange suchen, um mehr als 3 Lademöglichkeiten zu finden, die es schon vor 2010 gab. P&C und ein paar Private, das war's.

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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ich habe mit jemand gesprochen der die ausschreibung von giesskannenladepunkten zu entscheiden hatte. stellenweisen waren erschließungskosten für eine typ2-säule von +-100.000€ im raum. :-)
*** STOP e-Racism! AC43 + Chademo + CCS 4 ALL! ***
--> Miteinander statt Gegeneinander!

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Bitte mal zu 2020 zurückkehren. Und zur Überschrift.
Danke!
Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst! (R.M.)
http://www.ews-schoenau.de ... Atomstromlos. Klimafreundlich. Bürgereigen. Genossenschaft!

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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UliK-51 hat geschrieben:
Solarmobil Verein hat geschrieben: Der Großteil der 22kW-Säulen wurde erst in den letzten 3 Jahren gebaut.
Ja, und der Trend läuft unbeirrt weiter, obwohl die Autotechnik längst andere, leistungsstärkere Techniken anbietet.

Wer weckt die Stadtwerke mit ihren 'Bürgermeistersäulen' endlich mal auf?
Also ich habe bei mir zuhause eine 22 kW Ladestation für die Öffentlichkeit hingestellt.
Zusätzlich habe einen Ladepark mit 4x CCS (bis 350 kW) und 1 Triple Charger bei uns im Ort ins Leben gerufen.
Desweiteren mehrere Standorte in unserem Ort vorgeschlagen, an denen nun auch weitere AC Ladepunkte (ca. 5) durch unseren regionalen Energieversorger aufgebaut werden.

Was hast Du entsprechend schon in die Wege geleitet?
Wenn Du darauf wartest, dass es ein anderer tut, dann warte mal weiter. Eigeninitiative ist gefragt. Oftmals braucht es nur einen Anstoss. Einen Weckruf, wenn Du so wollst. Dann musst Du aber auch direkt auf die entsprechenden Leute zugehen und etwas Ausdauer mitbringen.
Sion reserviert
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