Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Köln Bonner hat geschrieben: Es stimmt aber auch, dass es manche Tage gibt, an denen die höchste Überproduktion mittags ist (insbesondere an windigen, sonnigen Wochenenden von April bis August).
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Dann ist nur der Ladebedarf insgesamt wahrscheinlich gering (außer unterwegs am Schnelllader).
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015
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Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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  • R240Pe
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iOnier hat geschrieben:
R240Pe hat geschrieben:Das ist dieselbe unsinnige Diskussion wie bei den Datenleitungen oder Funkantennen.
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Mobilfunkmaste sind im Vergleich zu Kabel so billig, dass in der 3. Welt teils bessere Handynetze existieren als hier. Wenn drahtloses Laden über "richtige" Distanzen vernünftig funktionieren würde, wäre ich ja sehr dafür ...
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Jede 22 kW Ladesäule kann 11 oder 3,6 kW liefern - aber nicht umgekehrt.
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Denk' an Parkplätze mit mehreren hundert oder sogar mehreren tausend Ladepunkten. Und dann an die Hälfte oder 1/6 der Anschlussleistung und entsprechend der Masse an Kupfer, die vergraben werden muss. Den Unterschied in der Auslegung der Zuleitung vom Versorger.
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Und es macht keinen Sinn, wegen 3,6 kW oder 11 kW mühsam Umwege zu irgendwo postierten öffentlichen Ladesäulen zu fahren um dann 30 Minuten zu laden.
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Hallo? Es geht mir um Stellplätze am Arbeitsplatz, im Wohngebiet etc. - genau da sollen keine Umwege nötig sein, um dann 2 Stunden an 22 kW laden zu können, anschließend aber umparken zu müssen.
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Solche Lademöglichkeiten werden individuell von nur ganz wenigen EVs genutzt (werden können)
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Falsch, an den von mir genannten Destinationen werden die Autos eh viele Stunden lang abgestellt. Stand heute halt fast immer, ohne dort auch gleich zu laden. Mangels Ladepunkt ... genau das ist ein Grund dafür, dass die von Dir genannten "häufiger frequentierten Lademöglichkeiten mit 22 kW" eben so häufig frequentiert sind - die bessere Variante "laden wo das Auto eh stundenlang steht" existiert im (halb-) öffentlichen Raum halt fast noch nicht.

Ich wiederhole mich für Dich gern nochmals: 22 kW sind nicht in Grundsatz falsch, aber in der Masse und in der Streuung "mit der Gießkanne".
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Wenn das Strom-Netz so marode ist, dass nicht mal mehr zusätzliche 22 kW zur Verfügung stehen
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Es geht halt nicht um hier oder da mal 1x 22 kW, es geht um viele Ladepunkte an einer Destination, und da macht schon der Faktor 2 (11 statt 22 kW pro Ladepunkt) einen erheblichen Unterschied.
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Schuko-Steckdosen gibt es überall,
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Zeige mir den deutschen P&R- oder Werksparkplatz mit "überall", also an jedem Stellplatz, einer Schuko-Steckdose ... und würdest Du jeden Morgen auf dem Werksparkplatz das Schuko-Ladekabel herausholen und abends wieder einpacken wollen? In der Hoffnung, dass es abends noch da ist? Ich nicht. Da wäre mir sowas tausendmal lieber ...
Für das, was die Funknetz-Betreiber hier alleine an Miete für einen "billigen" Funkstandort bezahlen, kann man sich mindestens alle 3 Jahre eine neue 22 kW AC Ladesäule samt Installation kaufen.

Wenn das Stromnetz so marode ist und die Leistung für "hier oder da mal 1x22 kW" nicht zur Verfügung steht, steht auch für "Parkplätze mit mehreren hundert oder mehreren tausend Ladepunkten" nichts zur Verfügung.
... weder am Ort der Wohnung, noch am Arbeitsplatz, noch am Pendlerparkplatz noch für entsprechend viele Schuko-Steckdosen.
Egal welche Art von Ladestruktur man bevorzugt, ein geeignetes Stromnetz ist erst mal die zu akzeptierende Basis aller Überlegungen, damit man überhaupt zu gewünschten Lademöglichkeiten kommen kann.

Das leistungsfähige Stromnetz wurde vielerorts bereits umgesetzt - aber nicht weil so viele EVs laden wollten, sondern weil die Einspeisung von Solarstrom eine Verstärkung ohnehin notwendig gemacht hat.

Arbeitgeber werden die auf dem Betriebsparkplatz den Mitarbeitern zur Verfügung gestellten Lademöglichkeiten nicht öffentlich zur Verfügung stellen, - zumindest nicht während der Arbeitszeit der Mitarbeiter. Und der vernünftige Arbeitgeber wird im Kontakt mit den Mitarbeitern für eine den jeweiligen Bedürfnissen entsprechende leistungsgeeignete Ladestruktur sorgen.

Ob jeden Tag das überteuerte Typ 2 Ladekabel oder der Fantasiepreis-Schuko-Ziegel angesteckt wird, macht wenig (Arbeits-)Unterschied. Wenn ein am Auto verriegeltes oder ein sonst nicht gesichertes Kabel - egal welches - mit entsprechender krimineller Energie am P&R-Parkplatz gestohlen wird, hat das nichts mit dem Bedarf an Ladeinfrastruktur oder Höhe der Ladeleistung zu tun.

In Städten befinden sich nahezu flächendeckend ausschließlich Kurzparkzonen 1h/2h. Das Ziel davon ist, für viele Fahrzeuge eine Parkmöglichkeit zu schaffen. Für EVs sind die Parkdauern entsprechend geregelt - also ist dort auch mindestens eine angemessene Ladeleistung erforderlich.
Dort wo man "unendlich" parken kann, kommt man auch mit weniger Ladeleistung zurecht.

Der flächendeckende (mit der Gießkanne) Mindest-Bedarf, aus verschiedensten Gründen schnell nachladen zu wollen/müssen, ergibt sich aus dem flexiblen Einsatz eines EVs im Rahmen der verschiedenen Lebensverhältnisse immer wieder - nicht für jeden und nicht jeden Tag - aber bei den erwarteten "tausenden EVs..." so regelmäßig wiederkehrend, dass ein echter Bedarf von 22 kW (und ggfls. auch mehr) nicht bestritten werden kann.

Bezeichnenderweise ist die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen in Verbrennerkreisen bisher noch sehr gering, weil man dort das Fahrzeug als Mittel zum Zweck braucht und sich nicht mit Glaubensfragen einer irgendwie gearteten Ladestruktur und zwanghafter Nutzung irgendwelcher Ladezeiten/-dauern auseinandersetzen will.
Das Bessere ist der Feind des Guten ... :idea: ZOE R240 10/2015 - 11/2017 ... bis der Q90 ZE40 (D-Ausführung) 11/2017 geliefert wurde ...
Alle sagten, das geht nicht! - Da kam einer, der wusste das nicht und hat´s einfach gemacht ... :?

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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R240Pe hat geschrieben:Wenn das Stromnetz so marode ist und die Leistung für "hier oder da mal 1x22 kW" nicht zur Verfügung steht, steht auch für "Parkplätze mit mehreren hundert oder mehreren tausend Ladepunkten" nichts zur Verfügung.
Bitte auch mal lesen, auf was Du antwortest. Du schreibst im Grunde nicht wirklich etwas anderes, als ich schon schrieb:
iOnier hat geschrieben: Es geht halt nicht um hier oder da mal 1x 22 kW, es geht um viele Ladepunkte an einer Destination, und da macht schon der Faktor 2 (11 statt 22 kW pro Ladepunkt) einen erheblichen Unterschied.
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R240Pe hat geschrieben:Egal welche Art von Ladestruktur man bevorzugt, ein geeignetes Stromnetz ist erst mal die zu akzeptierende Basis aller Überlegungen, damit man überhaupt zu gewünschten Lademöglichkeiten kommen kann.
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Ich würde unser Stromnetz nun nicht als "ungeeignet" bezeichnen, aber für "überall planlos 22 kW hinpflastern" ist es halt auch nicht (überall eben) ausgelegt.
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Das leistungsfähige Stromnetz wurde vielerorts bereits umgesetzt - aber nicht weil so viele EVs laden wollten, sondern weil die Einspeisung von Solarstrom eine Verstärkung ohnehin notwendig gemacht hat.
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Teils wohl auch schon in den 70ern, als es um Nachtspeicherheizungen ging.
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Arbeitgeber werden die auf dem Betriebsparkplatz den Mitarbeitern zur Verfügung gestellten Lademöglichkeiten nicht öffentlich zur Verfügung stellen, - zumindest nicht während der Arbeitszeit der Mitarbeiter. Und der vernünftige Arbeitgeber wird im Kontakt mit den Mitarbeitern für eine den jeweiligen Bedürfnissen entsprechende leistungsgeeignete Ladestruktur sorgen.
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Klingt logisch. Und, ja, andere, "ganz" öffentliche Ladeinfrastruktur wird auch gebraucht, habe nie was anderes behauptet.
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Ob jeden Tag das überteuerte Typ 2 Ladekabel oder der Fantasiepreis-Schuko-Ziegel angesteckt wird, macht wenig (Arbeits-)Unterschied.
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Im Prinzip richtig. Da habe ich vielleicht zu sehr meine eigene Situation im Blick gehabt (lade zuhause immer über Nacht mit dem Ziegel, wenn der wegkäme wäre ich aufgeschmissen).

Typ2 hat aber noch andere Vorteile gegenüber Schuko. Ja auch einen Nachteil - kostet mehr. Größere Sicherheit, mehr vorgesehene Steckzyklen etc. finde ich schon wichtig.
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In Städten befinden sich nahezu flächendeckend ausschließlich Kurzparkzonen 1h/2h. Das Ziel davon ist, für viele Fahrzeuge eine Parkmöglichkeit zu schaffen. Für EVs sind die Parkdauern entsprechend geregelt - also ist dort auch mindestens eine angemessene Ladeleistung erforderlich.
Dort wo man "unendlich" parken kann, kommt man auch mit weniger Ladeleistung zurecht.
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Bingo! Genau was ich sage! 22kW mit Verstand dahin, wo es Sinn macht, Dein Beispiel mit dem Kurzzeitparkplatz trifft es exakt. Niedrige Leistung da, wo man lange steht. Schnelllader an Fernstrecken.
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Der flächendeckende (mit der Gießkanne) Mindest-Bedarf, aus verschiedensten Gründen schnell nachladen zu wollen/müssen, ergibt sich aus dem flexiblen Einsatz eines EVs im Rahmen der verschiedenen Lebensverhältnisse immer wieder - nicht für jeden und nicht jeden Tag - aber bei den erwarteten "tausenden EVs..." so regelmäßig wiederkehrend, dass ein echter Bedarf von 22 kW (und ggfls. auch mehr) nicht bestritten werden kann.
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Und dieser Bedarf lässt sich wunderbar mit Schnellladestationen decken. Die müssen auch nicht überall 150 kW leisten können, und es gibt sie ja auch in allen möglichen Leistungsklassen.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

Zmeister
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Ich finde diese Diskussion: Wenn der Ladeziegel weg ist!!! Ist er eben weg! Was passiert wenn dir einer n Stein in die Scheibe wirft?
Das ist doch alles unnütz, (Werner schau mal in der Bucht da werden TYP1 Ziegel von Fiat für 80€ verhökert, ich selbst habe nächste Woche 4Stk Ziegel)

Man könnte das ja wie an E-Bikestationen Regeln! Schränkschen Abschlissbar...

Dann wäre das ganze sogar für andere E-Fahrzeuge Motorrad oder E-Bike nutzbar,

Ich nenne da mal unser Bsp.: In der City am Rathaus steht die Bürgermeistersäule.

Ca. 300m weiter ist die Einkaufsmeile, eine weitere LS steht im Parkhaus vom Krankenhaus (600m weit weg von der Einkaufsmeile)
Eine weitere am Bahnhof, (1000m weg?)

Der Schnellader steht in einer anderen Teilortschaft und somit 6KM weit weg vom Zentrum.

An der Einkaufsmeile liegt direkt ein Parkplatz (70-80Parkplätze) und kilingelts ??!?!?!?
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:D Wer mit Elektronen fährt ist ein LEVEL weiter....
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Denn ein Baum hat Äste das ist das beste, denn wäre er kahl dann wär es ein Pfahl!

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Zmeister hat geschrieben: Ich finde diese Diskussion: Wenn der Ladeziegel weg ist!!! Ist er eben weg! Was passiert wenn dir einer n Stein in die Scheibe wirft?
Das ist doch alles unnütz, (Werner schau mal in der Bucht da werden TYP1 Ziegel von Fiat für 80€ verhökert, ich selbst habe nächste Woche 4Stk Ziegel)

Man könnte das ja wie an E-Bikestationen Regeln! Schränkschen Abschlissbar...
Braucht man alles normalerweise nicht da der Stecker verriegelt ist wenn das Auto abgeschlossen ist.
Zuletzt geändert von kub0815 am So 5. Jan 2020, 19:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

Zmeister
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Ich muss gestehen ich habs nie ausprobiert ob er Verriegelt habe aber schon oft Ziegel geladen....

Dann wäre ja alles in Butter eine Schuko Dose, ein QR -CODE Aufkleber zum bezahlen fertig ist die Laube!
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Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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iOnier hat Typ 1 am iOn. Der verriegelt nicht. Typ 2 verriegelt natürlich. Aber beim Ioniq kann man einen Knopf drücken, dass er nach der Ladung entriegelt. Diese Einstellung sollte man am Ziegel in der Öffentlichkeit unterlassen.
Ioniq 28 kWh Premium mit Sitzpaket, Intense Blue, Michelin CrossClimate+, Produktionsdatum 16.4.2019 - Abholung in Landsberg am 14.9.2019 (Sangl #588)

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Der Klaufix ist natürlich nicht dumm, Schuko abziehen und mit Seitenschneider den Typ2-Stecker kappen -> neuen Stecker dran und ab zum Internet-Verkauf.

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

Zmeister
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E-Mobil-Foo hat geschrieben: Der Klaufix ist natürlich nicht dumm, Schuko abziehen und mit Seitenschneider den Typ2-Stecker kappen -> neuen Stecker dran und ab zum Internet-Verkauf.
Jetzt dramatisierst du aber<<<<<<
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Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

Casamatteo
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Kaufland am Autobahnkreuz Weinsberg hat seit knapp zwei Jahren einen Triple, und es nun gewagt, zusätzlich auf einem anderen Parkdeck eine 2x22kW AC Säule aufzustellen. Skandal! Lesen die hier etwa nicht mit?

https://www.goingelectric.de/stromtanks ... -59/43402/
Smart Fortwo 451 Electric Drive EZ 03/2013 47200 km, zweiter 22-kW-Lader
Die Herstellung von 6 Liter Diesel erfordert keine 42 kWh Strom sondern nur ca. 1,2 Liter Mehrverbrauch. Der Herr A. B. hat offenbar US-Gallonen und Liter verwechselt.
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