Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

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ubit
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folder Mi 27. Nov 2019, 15:47
spark-ed hat geschrieben:
Mi 27. Nov 2019, 15:36
Er wird dann bei als Beitrag zum Netzausbau bei gleichem Energieverbrauch jährlich durchschnittlich €2000,- mehr als sein umsichtiger Nachbar bezahlen dürfen, der durch organisatorische oder technische Maßnahmen eine unnötige Netzbelastung minimiert und die Verbräuche sinnvoll verteilt.

Voraussetzung wären lediglich 100% Smartmeter
Ist Dir der deutsche Strompreis immer noch zu niedrig? *g* Und dann einmal versehentlich zwei Geräte gleichzeitig einschalten und man darf im nächsten Jahr ein paar hundert € mehr bezahlen? Das dürfte kaum umsetzbar sein.

Und die 100% Smartmeter - davon sind wir noch weit, weit entfernt... Meines Wissens nach sind immer noch kaum solche Geräte zertifiziert und damit sogar der eigentlich gesetzlich verpflichtende Einbau derzeit noch ausgesetzt.

Ciao, Udo
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Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

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folder Mi 27. Nov 2019, 16:07
Beim eAutoladen geht es un netzdienliches Nutzen der Netzresourcen. Die verfügbaren Kapazitäten am Ortsnetztrafo sollen möglichst zu 100% genutzt werden. Bei drohender Überlast, wird die Ladeleistung sukzessive zurückgefahren bis die Netzüberlast wieder abgebaut ist.
Das ist besser, als zwischen 22:00 und 6:00 für 200 potentiellen Ladepunkte je 3,7kW vorzuhalten ohne das auch nur 10% gleichzeitig genutzt wird.


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Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

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ubit
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folder Mi 27. Nov 2019, 17:46
Eberhard hat geschrieben:
Mi 27. Nov 2019, 16:07
Die verfügbaren Kapazitäten am Ortsnetztrafo sollen möglichst zu 100% genutzt werden. Bei drohender Überlast, wird die Ladeleistung sukzessive zurückgefahren bis die Netzüberlast wieder abgebaut ist.
Jo, nur können die aktuell installierten Wallboxen das nicht. Einfache Steckdosen oder CEE schon gar nicht. Wer zahlt die Umrüstung?

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Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

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folder Mi 27. Nov 2019, 18:12
HIER werden über die Normierungsbemühungen der Netzbetreiber, eine Last zu begrenzen, Horrorszenarien erdacht - da ist die Presse ja richtig harmlos. Es ist überhaupt nicht davon die Rede, dass diese Leistung dauerhaft begrenzt wird (sonst könnte man es ja fix begrenzen). Es ist nicht davon die Rede, dass das flächendeckend ist. Es ist erst recht nicht gesagt, dass Schnellader davon betroffen sind (die werden hoffentlich nicht dort gebaut, wo das Netz am zusammenbrechen ist). Es ist auch nicht gesagt, dass bestehende Anlagen nachgerüstet werden müssen. Vermutlich geht es zudem in den meisten Fällen - wenn überhaupt nötig - um Regelungen im Minuten oder vielleicht mal Halbstundenbereich.

Es gibt berechtigte Bedenken, dass es an einigen Stellen im Netz zu manchen begrenzten Zeiten eng werden könnte. Und bevor man jetzt nichts tut und sich dann über Stromausfälle ärgert, schafft man sich erstmal eine Eingriffsmöglichkeit. In der Praxis sollte es dann so laufen, dass bei häufiger Notwendigkeit einer Abregelung an diesen Stellen die Infrastruktur nachgebessert werden muss. Das das bei uns ggf schwierig wird und man lieber öfter abregelt, bevor man Geld ausgibt ist sicher ein Punkt - aber immer noch besser als ein Ausfall. Und Wallboxen / BEVs eignen sich gut zum regeln und der von uns EV Freunden immer als Proargument gebrachte "Netz stabilisierende Faktor" könnte endlich umgesetzt werden.. Bei einem Durchlauferhitzer ist das deutlich schwieriger, da man hier die Reduktion im wahrsten Sinne spüren würde.

Sinnvoll wäre, dass man - bei den wenigen bisher ausgeführten Installationen - vielleicht damit auskommt, wenn es nur Neuanlagen betrifft und Bestandsanlagen nur im Ausnahmefall nachgerüstet werden müssen. Eine Garantie, dass es so kommt gibt's natürlich nicht. Das zu fordern könnte ich mich anschließen.
Zuletzt geändert von Super-E am Mi 27. Nov 2019, 18:14, insgesamt 3-mal geändert.

Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

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herrohlson hat geschrieben:
Mi 27. Nov 2019, 10:04
Leider wohnen die meisten Deutschen zur Miete. Die kommen abends nach Hause und stellen ihr Auto abends an die Ladesäule.
In Städten mit kompakten Bebauungen ohne Mietgaragen oder Großflächen-Ladeparkplätzen oder Mietstellplätzen in Hinterhöfen (Berlin), ist das total schwierig (Extra Zeit zur Suche nach Ladepunkt & täglich sich ändernder Extra-Weg zur Wohnung & Vandalismus der "Hater"*)).
Um es plump auszudrücken, man wir ein Knecht des Ladevorganges.
*) der Streit an öffentlichen Ladepunkten, z.B. an Laternen, ist vorprogrammiert, wenn man später von Arbeit kommt und oder die Dauerlader werden nur alle 3 Tage zum Einkauf benutzt, oder..., ...
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Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

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folder Mi 27. Nov 2019, 18:20
Deswegen glaube ich, dass Leute die weder zu Hause laden könne, noch am Arbeitsplatz und auch nicht "opportunity charging" beim Einkaufen schaffen vermutlich ganz klassisch an einer E-Tanke von morgen an DC mit 150kW+ nachtanken werden. Diese E-tanken werden dann entsprechende Zeitvertreibe schaffen müssen um Attraktiv zu sein. Aber eine temporäre Abregelung von ladepunkten bei Bedarf hat darauf keinerlei Einfluss.

Was ist eigentlich Euer Punkt? Wenn die Infrastruktur kein Problem hat, wird nicht abgeregelt. Wenn sie ein Problem hat, ist es gut, wenn man abregeln kann. Wenn das ja alles unnötig ist, wird ja nie abgeregelt.

Wenn einige Gebiete sehr oft eine Abregelung erfahren, ist zumindest mal offen gelegt, wo es Investitionsbedarf gibt...

Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

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folder Mi 27. Nov 2019, 18:47
Also wenn ich mir so ansehe, dass ich für meinen 120 kW Anschluss für unser Haus extra gezahlt habe, dann wird sich sicherlich in Deutschland irgend jemand finden der mal durchklagen wird, ob und um wie viel die Netzbetreiber wie häufig einen eigens bezahlten Hausanschluss herunterregeln dürfen. Es gibt nämlich auch dort so etwas wie eine zugesicherte Eigenschaft.

Und Ladestationsbetreiber werden auch ganz genau rechtlich klären lassen, ob man ihre Anschlüsse reduzieren und somit ihren Umsatz schmälern darf.

Kunden an Ladesäulen die auch Parkgebühren zahlen werden, können auch prüfen lassen ob eine Einschränkung der Ladeleistung durch die Netzbetreiber nicht eine Schadenersatzpflicht erzeugt.

Immerhin haben die Netzbetreiber eine Aufgabe: sie müssen die Versorgung mit Strom sicher stellen.

Was die sich also ausdenken, und was sie letztendlich durchsetzen können werden dürften zwei komplett unterschiedliche Probleme sein. Das ist genauso wie die Wasserwerke und Telekommunikationsanbieter nicht einfach die Leistung auf praktisch nichts reduzieren können. In Grenzen ist das Nachregeln natürlich sicherlich zulässig. Aber die Grenzen dürften in Zukunft extrem klar definiert werden.

Für die Netzanbieter und de Gesetzgeber dürfte es einfacher sein eine freiwillige Regelbarkeit durch Kostenvorteile zu erzeugen, z.B. über Förderungen.
Heute: e-Tron 55 / Gestern: Leaf ZE1+, I-Pace, Kona, eGolf Mk-2, Model S AP1, Passat GTE Mk-1 / Morgen: ?
Antike: V60, V60, XC60, LS, A6 / Geschenke: A2, Lupo 3L, Golf Mk-2.

Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

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folder Mi 27. Nov 2019, 18:57
Super-E hat geschrieben:
Mi 27. Nov 2019, 18:20
vermutlich ganz klassisch an einer E-Tanke von morgen an DC mit 150kW+ nachtanken werden.
Nu, ja, wenn nicht die Gegenspieler dazwischen grätschen:
1) jede kWh kostet dann eben z.B. 30% mehr
2) häufige DC-Ladung wird mit steigender Degradation erkauft
3) der BeV-Hersteller sieht das nicht gern, der wird, wie es herausragende Firmen bereits jetzt machen, die Ladekennlinie ändern, denn sie müssen Garantie leisten.
Natürlich sieht das ganze Problem ein mit der Materie nicht vertrauter BeV-Käufer zunächst garnicht.
R90 > R240 > I3

Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

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folder Mi 27. Nov 2019, 19:05
Ich denke, dass das ganze über günstigere Netznutzungsgebühren läuft, wenn man seine Wallbox steuerbar macht. Dann wird das ganz automatisch gemacht.

Man darf ja auch nicht vergessen, dass, wenn viele Elektroautos genutzt werden, der Stromverbrauch höher wird und somit mehr Netznutzungsgebühren gezahlt werden. Von diesen Mehreinnahmen kann dann auch ein eventueller Ausbau von Trafos finanziert werden.
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Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

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folder Mi 27. Nov 2019, 21:02
Zunächst wird leider der mir aufgezwungene smartmeter aus unauffindbaren Gründen andauernd für längere Zeit nicht kommunizieren können.

Und sobald einer meint unsere zweimal 63 Ampere Netzanschlüsse drosseln zu müssen, hole ich mir einen entsprechenden Anteil der Anschlusskosten zurück....

Gruss SRAM
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Schwarzwald gegen Wind: https://www.youtube.com/watch?v=7jEQii_9yWw
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