1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

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Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

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  • Mad
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Jetzt muss ich mich doch mal einmischen, denn ich finde das der Tankvorgang mit dem Verbrenner zu vorteilhaft dargestellt wird.

Bin ich mit dem Zweitwagen (nein, nicht der Mini) unterwegs, dann habe ich Deutschlandweit fast 14500 Anbieter von Sprit, die jeweils unterschiedliche Preise haben, die dazu auch täglich mehrfach geändert werden.
Damit ich nicht unnötig viel Geld ausgebe schaut mein Beifahrer während der Fahrt nach wo denn die günstigste Auftankmöglichkeit ist, denn eine Differenz von 5ct/l im Preis macht bei mir schon 3,50 EUR Differenz in der Tankrechnung aus, mit dem gesparten Geld kann ich meinen E-Smart i.d.R. auswärts schon volltanken.

Also geht es los. Wo auf der Route kann man günstig tanken. Wie sind die Preise denn derzeit, wie könnten sich die Preise zukünftig verändern und wäre es nicht besser ein paar Stunden später zu tanken auf dem Rückweg oder doch besser auf dem Hinweg gleich tanken?

Es kam dann durchaus schon vor, dass man sich für eine Tankstelle entschieden hat die zum Zeitpunkt des Aussuchens am günstigsten war, zwischendurch aber gab es eine Preisänderung und mittlerweile ist diese viel teurer.

Stellt euch das mal für die unsere Ladesäulen vor... täglich mehrfach wechselnde Preise anhand der Strombörse... ich glaube hier würden einige noch lauter schreien.


Da muss ich sagen ist das Fahren und Tanken mit dem Smart ein Genuß.
Klar, ich schaue auch in ChargeEV nach ob es auf meinen Routen kostenlose Ladesäulen gibt um nicht mehr als nötig bezahlen zu müssen, aber da diese ja oft auch belegt sind gibt es immer einen Plan B in der Hinterhand.

Bei mir in der Gegend ist das Netz aus Ladesäulen die über EnBW und ESL verfügbar sind so groß, dass ich noch nie in die Verlegenheit gekommen bin über NewMotion oder Plugsurfing laden zu müssen, was für mich im Umkehrschluß bedeutet die Preise sind fest auf 0,29 bzw. 0,35 EUR pro kWh und ich tappe in keine Geldfalle. Besser kanns doch nicht sein, oder?


Und ja, ich weiß, mit dem 22kW-Bordlader vom Smart ist fast jede Typ2-Säule ein Schnelllader, daher muss ich doch mal fragen, liegen eure Probleme in mangelnder DC-Schnellladeinfrastruktur begründet?
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Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

ubit
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Aber: An der Tankstelle schwankt der Preis im Tagesverlauf und zwischen den einzelnen Tankstellen im Bereich von 5%. Zwischen den Tarifen an den Ladesäulen haben wir Preisunterschiede von mehreren 100%.
Ob ich an der Tankstelle nun 70 € oder 74 € bezahle ist doch lächerlich. Wenn die Preisspanne aber 50 € bis 300 € für eine Tankfüllung wäre, sähe das schon anders aus. Letzteres entspricht aber der Tarifspanne bei den Ladesäulen...

Ciao, Udo
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Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

Blueskin
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.... zumal man ja, wenn man vollgeladen... äh... vollgetankt losfährt (was in 5 Minuten erledigt ist) auf einer Strecke von 600 - 1200 km (je nach Auto+Fahrstil) gar nicht mehr in Verlegenheit kommt, eine Tankstelle anzufahren.

Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

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Mad hat geschrieben: Damit ich nicht unnötig viel Geld ausgebe schaut mein Beifahrer während der Fahrt nach wo denn die günstigste Auftankmöglichkeit ist, denn eine Differenz von 5ct/l im Preis macht bei mir schon 3,50 EUR Differenz in der Tankrechnung aus, mit dem gesparten Geld kann ich meinen E-Smart i.d.R. auswärts schon volltanken.
Zum Ersten: Du tankst 70L nach? Was für einen Panzer hast Du?
Ok, ein Kumpel fährt ein GMC Vandura, der hat einen 5,7L V8 Motor, der durch einen 100L Tank versorgt wird - aber das halte ich für die absolute Ausnahme. Selbst für einen großen Tank bei Mercedes musst Du Aufpreis zahlen - Serie bei den Meisten Fahrzeugen dürfte ein Tank um die 40L sein. Da kommst Du bei 2€ Unterschied 'raus.

Zum Zweiten: 5ct bei einem angenommenen Spritpreis (Diesel, gerade nachgeschaut) von 1,25€/L sind gerade mal 4% Preisaufschlag (bei Benzin entsprechend weniger). Bei einer Ladesäule kannst Du zwischen kostenlos, 30ct/kWh oder 2€/kWh alles bekommen - je nachdem, mit welcher Ladekarte Du antrittst. Das ist Aufschlag um über 600%. Bei beispielhaften 40kWh nachgeladen (nicht getankt), sind das entweder kostenlos, 12€ oder 80€. DAS ist das, um was es hier geht.

Mal abgesehen von der Situation, dass man im Vornherein gar nicht weiß, was einen die kWh kosten wird, weil da eine Startgebühr und oben auf eine Zeitkomponente zusätzlich zur kWh Verrechnung fällig wird. Da kommen extrem lustige Preisdiagramme 'raus.
Also geht es los. Wo auf der Route kann man günstig tanken. Wie sind die Preise denn derzeit, wie könnten sich die Preise zukünftig verändern und wäre es nicht besser ein paar Stunden später zu tanken auf dem Rückweg oder doch besser auf dem Hinweg gleich tanken?
Lernt man schon in der Fahrschule. Nicht an Autobahnen. Und jede besser Spritapp sagt Dir schon eine Prognose, ob es wohl besser ist, jetzt zu tanken oder noch zu warten. Und wenn die App mal daneben liegen sollte: die Differenz liegt in einem Bereich, bei dem ich mal mit der Schulter zucke. Im Gegensatz zu dem Preisunterschied beim Laden.
Es kam dann durchaus schon vor, dass man sich für eine Tankstelle entschieden hat die zum Zeitpunkt des Aussuchens am günstigsten war, zwischendurch aber gab es eine Preisänderung und mittlerweile ist diese viel teurer.
"Viel teurer" im bereich von 2ct/L?
Stellt euch das mal für die unsere Ladesäulen vor... täglich mehrfach wechselnde Preise anhand der Strombörse... ich glaube hier würden einige noch lauter schreien.
Dass es schlechter geht, heißt nicht, dass der Ist-Zustand toll ist.
Da muss ich sagen ist das Fahren und Tanken mit dem Smart ein Genuß.
Klar, ich schaue auch in ChargeEV nach ob es auf meinen Routen kostenlose Ladesäulen gibt um nicht mehr als nötig bezahlen zu müssen, aber da diese ja oft auch belegt sind gibt es immer einen Plan B in der Hinterhand.
Also machst Du genau das, was Du so Bildereich für den Verbrenner beschrieben hast, nur ist es da angeblich Stress?
Dich soll jemand verstehen.
Bei mir in der Gegend ist das Netz aus Ladesäulen die über EnBW und ESL verfügbar sind so groß, dass ich noch nie in die Verlegenheit gekommen bin über NewMotion oder Plugsurfing laden zu müssen, was für mich im Umkehrschluß bedeutet die Preise sind fest auf 0,29 bzw. 0,35 EUR pro kWh und ich tappe in keine Geldfalle. Besser kanns doch nicht sein, oder?
Schön, dass die Situation bei Dir so toll ist - und Du mit dem Smart nicht signifikant Langstrecke fahren musst, um Deine Hood zu verlassen.
Und ja, ich weiß, mit dem 22kW-Bordlader vom Smart ist fast jede Typ2-Säule ein Schnelllader, daher muss ich doch mal fragen, liegen eure Probleme in mangelnder DC-Schnellladeinfrastruktur begründet?
Nein.

SüdSchwabe.
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Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

ubit
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AC-Lader sind halt arme Säue ;-) Wer darauf angewiesen ist weiß aber im Allgemeinen was er tut.

Richtig problematisch sind die DC-Säulen. Riesige Preisunterschiede, (immer noch) große Lücken zwischen den Säulen, immer noch extrem unterschiedliche Bedienung usw. Halt die ganzen bisher angeführten "Probleme".

Hauptproblem dabei ist halt, dass ich im normalen Alltag damit GAR NICHTS zu tun habe. Nur wenn ich mich, was selten passiert, weiter als 100 km von zu Hause entferne muss ich das halt nutzen. Typischerweise passiert das dann 2-4 mal im Jahr.

Klar: Man KANN sich schlau machen. Nur: Das muss ich halt jedes Mal wieder neu machen, weil ich (alter Mann) natürlich längst vergessen habe was beim letzten Mal funktioniert hat. Oder die Lage hat sich zwischenzeitlich geändert.

Ciao, Udo
VW e-Up! 2020 teal blue

Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

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Ich verstehe immer noch nicht warum man überhaupt noch Anbieter mit solch großem Preisgefälle nutzt.
Wenn man Plugsurfing und NewMotion in die Schublade packt und nur Anbieter mit einheitlichen kWh-Preisen nutzt, dann gibt es auch keine bösen Überraschungen. Die Abdeckung ist auch ausreichend, ich bin mit meinem 20,4kWh Akku noch nirgends stehen geblieben.

Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

Graustein
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Am einfachsten: einfach zu Naturstrom. Erstens fördert man dann den Ausbau von Ökostrom. Zweitens lädt man dann an DC pauschal für 7,90 voll. Da kommt es natürlich auf den Akku an, aber bei sagen wir min 30kWh nachladen macht das keine 27 Cent pro kWh. Selbst bei nur 20 kWh sind wir noch unter 40 Cent. An AC dann nochmal deutlich billiger.
Das ganze newMotion Netz ist nutzbar
Es kann so einfach sein.

PS
Gleich kommt der erste der sagt ja er zahle ja bei Naturstrom xyz Cent mehr usw bla. Geschenkt.

Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

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Dann müsste man immer mit leerem Akku am Lader erscheinen damit die Rechnung aufgeht. Außerdem werden dann die "reichen", umweltschädlicheren Großakkufahrzeugbesitzer bevorteilt. Gerechter ist der kWh-basierte Tarif.

Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

marcometer
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Ihr seid ja schon wieder zurück am Anfang der Diskussion... oh man.
4-5% Unterschied pro Tag an der Dieseltanke, das will ich dann aber doch nicht so stehen lassen.
Hier mal der Tagesverlauf von meiner nächstliegenden Tankstelle (1 Ort entfernt).
shell_heute.jpg
Je nachdem welchen Wert man da als Grundwert ansetzt sind das jedenfalls ~13% Unterschied zwischen den beiden Extremwerten und zwischendrin auch immer mal "nette" Ausschläge.
Das brauchen wir auf jeden Fall in Zukunft nicht an den Säulen!

Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

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marcometer hat geschrieben: Je nachdem welchen Wert man da als Grundwert ansetzt sind das jedenfalls ~13% Unterschied zwischen den beiden Extremwerten und zwischendrin auch immer mal "nette" Ausschläge.
Das brauchen wir auf jeden Fall in Zukunft nicht an den Säulen!
Stimmt. An den Säulen hast Du - je nach Karte - 600% Unterschied. Wäre ja echt scheiße, wenn man das auf 13% drücken könnte. Bild

Ja, ne, ist völlig klar.

Hier geht es - und da gebe ich Dir Recht, das würde schon oft gesagt - dass man massentaugliches Laden hat, dass für Lischen Müller und Otto Normalverbraucher nicht die Fälle bietet, dass man 600% Preisunterschied hat.

SüdSchwabe.
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