1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

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Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

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  • d.m.
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Trotzdem ist es teilweise peinlich für die Infrastrukturbetreiber. Gestern habe ich bei Dachau an der A8 laden müssen. Erstmal konnte ich die 4. Säule 2x mit ESL-Karte nicht freischalten. Beim 2. Versuch kam kurz die Anzeige einer Ladezeit von 1:10h (am HPC mit einem Ioniq!), dann ein Abbruch. An der 5. Säule ging es dann problemlos. Gleichzeitig stand noch ein EQC am Tripple. Am HPC hatte er davor langsamer geladen als am Tripple. Ein M3 konnte die 3. Säule per App nicht freischalten, an der 4. (die bei mir nicht funktionierte) bekam er ca. 80kW, was er etwas wenig fand.
Also an diesem Nachmittag dort 3 Autos mit jeweils unterschiedlichen Problemen. War keine echte Werbung für die e-Mobilität.
Ioniq seit 24.03.2018
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Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

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Was wir halt gerade sehen sind typische Wachstumsschmerzen gepaart mit dem Anspruch, dass bitte alles schon gestern funktionieren soll und man da einen Schnellschuss nach dem nächsten sieht.

Es ist aber gut, dass mittlerweile "Dampf" dahinter ist und man die Versäumnisse aus der Vergangenheit aufholen will.

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Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

backblech
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Alles bestens beim Laden. In 4 Tagen knapp 1000 km gefahren. Meine Frau macht den Navigator, checkt moovility für die Verfügbarkeit und Google maps wg. Staus. 7 Mal öffentliches Laden, davon sechs Mal DC. Alles funktioniert, immer ein Lader frei. HPC von Ionity, einzelne Triple von der EnBW, Volksbank Triple in Speyer. Wir waren zu viert unterwegs und über die Ladepausen von 30 - 60 Minuten (Speyerer Dom noch eben besucht) hat sich niemand beschwert, waren eher zu kurz.
AC haben wir in Essen bei EON geladen (obwohl Störungsmeldung auf GE). Hat auch funktioniert. Vielen Dank EON. Laden und parken direkt gegenüber der Messe sogar umsonst! Parken war am Samstag in Essen für Verbrenner die Hölle, alle Parkhäuser voll, Tausende Verbrenner wieder vor die Stadt auf Ausweichparkplätze. Eigentlich eine Werbung für die E-Mobilität: Wir hatten zu Dritt die 16 AC-Ladestationen (ein Tesla und zwei i3) und massig Platz vor dem Haupteingang von EON.

Natürlich kann das auch schiefgehen: Am einzelnen Triple wollte ein EQC Fahrer laden. Als er dann in Position stand habe ich ihn darauf hingewiesen, daß ich schon lade und zwei Autos nicht gleichzeitig laden können. Er war stinksauer, der einzige Kommentar: Was ist das für eine Scheisse und ist dann mit Vollstrom abgerauscht. Hätte ihn auch noch aussteigen lassen sollen und das Kabel suchen. Wäre vielleicht auch noch lustig geworden. Immerhin der EQC hat einen guten Eindruck bei mir hinterlassen.
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Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

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noch ein Aspekt bzw. Unterschied zur "guten, alten Tankinfrastruktur": wenn man Pech hat, steht man an den Ladesäulen in der prallen Sonne (und kann das kontrastarme Display nicht lesen) oder im Regen. Wieso??? Ist das komfortabel oder lustig???

Das es anders geht, zeigt Tesla teilweise bei seinen Superchargern, wenn auch nicht durchgängig.
LG, Dieter
Outlander PHEV Plus + FAP, Karmin-Rot, EZ 05/19, 24 tkm, Bild

Allradantrieb ermöglicht es, dort stecken zu bleiben, wo der Abschleppwagen nicht hinkommt! :lol:

Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

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johjoh66 hat geschrieben: Das es anders geht, zeigt Tesla teilweise bei seinen Superchargern, wenn auch nicht durchgängig.
Eher wohl Fastned. Ansonsten noch E.On in Geiselwind oder Innogy in Fürholzen West. Wo gibt es richtig überdachte Supercharger? Gesehen habe ich bisher nur freistehende (fahre aber auch keinen Tesla).
Ioniq 28 kWh Premium mit Sitzpaket, Intense Blue, Michelin CrossClimate+, Produktionsdatum 16.4.2019 - Abholung in Landsberg am 14.9.2019 (Sangl #588)

Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

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Fürholzen West hat in der Mitte ein Loch im Dach und wenn es, während es regnet noch ein bisserl windet, hilft das Dach praktisch nix. Aber es schaut spacig aus - die anderen haben schon vorgeschlagen demnächst mal einen Ladeausflug dorthin zu machen - und in der Mitte einen Grill aufzubauen ;-)

Grüazi MaXx

Re: 1 Jahr E-Auto - ein

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SüdSchwabe hat geschrieben: beschäftige Dich einfach mal mit dem Thema ÖPNV im ländlichen Raum.
Auch wenn der ÖPNV im ländlichen Raum in Deutschland manchmal nur aus dem Schülerverkehr besteht - genau dafür reicht er auf jeden Fall.

Die Aussage, mehrere eigene Autos bereithalten zu müsse, falls man eine Busfahrt ausfällt, ist nicht rational.
SüdSchwabe hat geschrieben: So, und jetzt BTT.
Danke für das Mundverbieten.
Schon 12 Jahre lang Kfz-Steuer für meine E-Autos gezahlt - seit 28 Jahren mit eigenem PV-Strom elektromobil unterwegs (CityEL mit 1.8 kWh-Akku, seit '13 Smart ED3). Fahrrad & U-Bahn für die Stadt, Fernreisen mit der Bahn.

Re: 1 Jahr E-Auto - ein

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mweisEl hat geschrieben:
SüdSchwabe hat geschrieben: beschäftige Dich einfach mal mit dem Thema ÖPNV im ländlichen Raum.
Auch wenn der ÖPNV im ländlichen Raum in Deutschland manchmal nur aus dem Schülerverkehr besteht - genau dafür reicht er auf jeden Fall.

Die Aussage, mehrere eigene Autos bereithalten zu müsse, falls man eine Busfahrt ausfällt, ist nicht rational.
Zum einen ist der ÖPNV gerade auf diesen Schülerrouten leider nicht sonderlich zuverlässig. Die Überlegung dann doch lieber gleich die Schüler mit dem eigenen Auto zu fahren ist naheliegend, statt auf einen Anruf zu warten, um dann doch das Auto 'raus zu ziehen und den Nachwuchs mit Verspätung in der Schule ab zu liefern. Und ja, die Verspätungs- bzw Ausfallquote im ÖPNV ist erschreckend hoch.

Wenn man dann einen klassischen Haushalt sieht, dass mindestens ein Partner berufstätig ist, ist es eben mitnichten so, dass der andere Partner dann zu Hause fest sitzt. Wenn man ein bisschen weiter denkt, dass es zudem üblich ist, dass sobald der Nachwuchs aus dem Gröbsten 'raus ist, dass dann (in der Regel die Mutter) zumindest in Teilzeit weiter/wieder arbeitet, ist das Vorhandensein eines zweiten Fahrzeugs absolut normal.

Wie gesagt: Im Szenario "ländlicher Raum" kommt man de facto nicht um ein Zweitfahrzeug herum. In einer Stadt oder im Speckgürtel einer Großstadt mag das anders aussehen. Auf dem Land: Keine Chance.
mweisEl hat geschrieben:
SüdSchwabe hat geschrieben: So, und jetzt BTT.
Danke für das Mundverbieten.
Sei doch nicht so hyperempfindlich.

SüdSchwabe.
Zuletzt geändert von SüdSchwabe am Mi 30. Okt 2019, 15:11, insgesamt 1-mal geändert.
--
Kona 64kWh Premium Facelift Acid Yellow GSD - bestellt am 09.September 2019 - abgeholt am 5.Juni 2020

Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

mke2fs
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Ja, laden ist ein Problem wenn man kein Enthusiast ist - also für den Großteil der Bevölkerung.

Ich kenne Leute die es noch nicht mal schaffen Online-Banking zu machen und nein die sind keine 90.

Die Probleme sind doch:

- ich brauche eine oder mehrere Karten, Apps, Tokens um zu laden
- ich brauche eine (oder mehrere) Apps um die Ladesäulen zu sehen (ggf. nicht von meinem Kartenbetreiber, wenn ich alle sehen will)
- die Preise sind nicht ersichtlich (höchstens in der App, bei mehreren Karten brauche ich mehrere Apps)
- nicht alle Karten funktionieren an allen Säulen - man muss wissen das man die großen 2 braucht Innogy, Plugsurfing, ggf. Maingau
- die Bedienung der Säulen ist total unterschiedlich (von Touch-Screen, über LCD-Display, bis hin zu Schild + gar kein Display (sondern nur 3 LED))
- einige Säulen haben Befindlichkeiten (erst in Säule einstecken, oder erst ins Fahrzeug)

Ja, dass kann man alles lösen, wenn man sich damit beschäftigt.

Aber verglichen zum Kraftstoff tanken, so wie es in Deutschland in der Regel ist, wo man die Preise groß vorher sieht, wo man einfach nur die Zapfpistole rausnimmt, drückt und nach Abschluss des Vorgangs zum Kassierer geht und mit üblichen/generischen Zahlungsmitteln bezahlt ist es nicht.

Aber es entwickelt sich, die Pionier-Zeiten sind vorbei, die Wild-West-Zeiten am ausklingen.
Inzwischen haben wir in Deutschland mehr Ladesäulen (um die 17 000) als Tankstellen (14500) (nicht Tanksäulen), dass sind große Fortschritte und sie vermindern das Reichweiten und Ladeproblem und die Angst irgendwo liegen zu bleiben.
Auch ist es inzwischen möglich mit wenigen Karten weite Teile des Ladenetzes zu benutzen.

Ja, es ist noch nicht so bequem wie tanken, vieles funktioniert noch nicht optimal, aber der Markt ist eben auch noch klein und man kann noch nicht viel Geld machen - ergo fließt auch noch nicht so viel Innovation in das Thema.

Das ist auch nicht so sehr riesig schlimm, Elektroautos haben riesige Zuwachsraten und das obwohl sich momentan nur die Mutigen welche kaufen und diese Mutigen, die beschäftigen sich ohnehin noch relativ intensiv mit dem Thema.
Für alle anderen ist es sowieso noch Hexenwerk.

Warum keine normalen Zahlungsmittel akzeptiert werden hat aus meiner Sicht mehrere Gründe:

- Bargeld kommt nicht in Frage, da es die Säulen komplizierter macht und das Risiko von Aufbuch und Zerstörung hoch ist
- EC-Karten und Kreditkarten werden nicht gemacht, weil:
- die Anbieter noch versuchen möglichst viel raus zu holen in dem sie die Kunden über die Karten an sich binden
- es eine Kostenfrage ist. Die meisten Ladesäulen stehen irgendwo in der Pampa, sehen vielleicht 1-2 Fahrzeuge am Tag wenn es ein guter Standort ist, oder eben auch nur 1-2 in der Woche oder noch weniger. Jeder dieser Ladesäulen bräuchte aber ein Terminal für EC- und Kreditkarten, was nur fürs rumstehen Geld kostet (mind. 20 Euro im Monat) und bei jeder Transaktion (in der Regel > 10 Euro, häufig im Bereich von 2-3 Euro) sind für Transaktionen Mindestgebühren zu zahlen + Transaktionsgebühren (Prozentual). Die Ladekarten hingegen sind Billig-RFID-Karten für 50 Cent das Stück. Die Abrechnung erfolgt intern und vollautomatisch, die Kosten dafür sind gering. So lange Ladesäulen keine hohe Auslastung haben, wird das auch so bleiben.

Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

M3SH
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Köln Bonner hat geschrieben:
johjoh66 hat geschrieben: Das es anders geht, zeigt Tesla teilweise bei seinen Superchargern, wenn auch nicht durchgängig.
Eher wohl Fastned. Ansonsten noch E.On in Geiselwind oder Innogy in Fürholzen West. Wo gibt es richtig überdachte Supercharger? Gesehen habe ich bisher nur freistehende (fahre aber auch keinen Tesla).
Beim Tesla SuC braucht es nun wirklich keine Überdachung. Es gibt kein Display und keine Tasten, einfach Kabel anstecken und fertig. Dafür brauche ich keine 10 Sekunden - das halte ich auch bei Regen aus.
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